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Wo bleibt die eSIM, wenn sie so gut ist?

Wo bleibt die eSIM, wenn sie so gut ist?

Der Launch der eSIM-Variante des Pixel 2 in den USA entfacht erneut die Debatte um den Nachfolger der SIM-Karte. Die fest verdrahtete eSIM ist seit Anfang 2016 offiziell spezifiziert; Telekom, O2 und Vodafone haben sie im Portfolio. Dennoch halten sich die Smartphone-Hersteller weitgehend zurück, die neue Technologie anzunehmen. Woran kann das liegen?

Die eSIM: Das Ende der Flexibilität?

Inzwischen haben sich die Netzbetreiber der Welt auf einen eSIM-Standard geeinigt. Ihr werdet in Eure eSIM-Geräte also in allen Ländern dieser Welt aktivieren können. So weit, so gut. Doch warum machen trotzdem so wenige Smartphone-Hersteller mit? Es gibt einige objektive Kritikpunkte am Konzept der eSIM. Diese wollen wir uns hier genauer anschauen. Werfen wir dazu zunächst einen Blick auf das Erklär-Video von Vodafone.

Die eSIM ersetzt also die physische, austauschbare SIM-Karte durch eine eingebettete, fest-verlötete. Ein Teil der Austauschbarkeit bleibt jedoch erhalten, da Ihr das darin aktive SIM-Profil löschen und durch ein anderes ersetzen könnt. Dies geschieht über einen Code, den Euch Vodafone physisch, andere Provider vielleicht einfach als E-Mail zum Selbstausdrucken zusenden.

Auf weitere Geräte wie Smartwatches oder IoT-Geräte ohne eigene Kamera wird der eSIM-Aktivierungscode verschlüsselt per Bluetooth übertragen. Auch dort lässt sich das Profil wieder löschen und durch das eines anderen Providers ersetzen. Der Providerwechsel ist mit der eSIM also ähnlich einfach wie mit den physischen SIM-Karten.

Der Gerätewechsel hingegen ist nicht so einfach. Einmal verwendet, könnt Ihr den eSIM-Code von Vodafone nicht mehr auf anderen Geräte aktivieren; eine Beschränkung durch den Provider, nicht durch das eSIM-System. Das war mit der bisherigen SIM-Karte einfacher, denn diese konntet Ihr einfach aus dem alten Gerät entfernen und im neuen Gerät verwenden. Es obliegt also dem Provider, wie schnell er Euch einen neuen eSIM-Aktivierungscode bereitstellen kann, falls Ihr häufiger das Gerät wechseln wollt.

eSIM-Wechsel leicht gemacht

Kommen wir aber zurück zu dem wahrscheinlichen Fall, dass Ihr Euer Smartphone länger als eine Woche verwendet. Dann wollt Ihr vielleicht im Ausland einen anderen Provider verwenden, statt mit dem heimischen die teuren Roaming-Gebühren zu zahlen. Auch hierfür hat das eSIM-System eine Lösung parat. Und diese kann der von physischen SIM-Karten überlegen sein. Lauschen wir dazu dem Gespräch mit dem c't-Experten Urs Mansmann.

Es ist also möglich, mehrere eSIM-Profile in einem Smartphone zu speichern und diese bei Bedarf einzeln zu aktivieren. Im Ausland könntet Ihr so Euer deutsches eSIM-Profil stilllegen und das lokale aktivieren. Nach der Heimreise könntet Ihr dann im eSIM-Manager das heimische Profil wieder reaktivieren. Ein erneutes Scannen eines Codes wäre nicht vonnöten. Google hat für seine Pixel 2 im Project Fi bereits eine solche App im Play Store veröffentlicht, wie Android Authority berichtet.

Eine solche App könnte langfristig auch als eSIM-Profil-Shop dienen. Anstelle komplizierter Provider-Websites oder physischer Shops ließe sich dann das eSIM-Profil wie eine App herunterladen, bezahlen, laden und aktivieren. Der Smartphone-Hersteller oder sein Verkäufer können festlegen, wie viele eSIM-Profile sich in einem Smartphone speichern lassen und welche sich aktivieren lassen. Theoretisch ließe sich also eine Art SIM-Lock zurückbringen. Apple führt das mit der Apple-SIM in manchen iPads gewissermaßen vor: In diesem Shop sind unterstützte Anbieter zu finden, bei weitem nicht alle.

eSIM wem eSIM gebührt

Der größte Hemmschuh bei der Etablierung des eSIM-Systems ist nun aber das Henne-Ei-Problem: Wenn mir im Ausland partout niemand ein eSIM-Profil für mein eSIM-Gerät anbieten kann, stehe ich hilflos da. Genau diesen Ärger haben derzeit die Besitzer der neuen Apple Watch Series 3. Diese können ihr brandneues Top-Gerät nicht ans Netz bringen, wenn weder Roaming möglich noch alternative eSIM-Profile erhältlich sind.

Die erwarteten Hybrid-Geräte mit eSIM und einem zusätzlichen SIM-Slot lassen noch auf sich warten. Doch nur diese wären in der Lage, einen sanften Übergang zu gewährleisten. So könnten manche Länder - aber auch Provider - weiterhin auf SIM-Karten setzen, während andere bereits die eSIM-Shops etablieren und den Handel mit den physischen Karten peu à peu zurückfahren und schließlich einstellen.

AndroidPIt google pixel XL 9814
Hat der SIM-Kartenschlitten bald ausgedient? / © AndroidPIT

Worauf warten wir also?

Die eSIM kann dem Anwender erheblich mehr Flexibilität bieten. Durch die zu erwartenden eSIM-Profil-Shops wird der Wechsel des Vertrages unglaublich einfach. Das kann für Telefónica, Vodafone, und Telekom Schwierigkeiten bedeuten. Zum Glück sind sie Großabnehmer für Smartphones. Als solche sind sie in einer Verhandlungsposition, um Samsung, Huawei und den anderen Bedingungen zu stellen, wie die Geräte beschaffen sein sollen, damit sie in ihren Shops ausgestellt werden.

Dass diese Macht ausgenutzt wird, sieht an an den ausbleibenden Dual-SIM-Varianten in den Shops der Provider. Das erste Gebot scheint zu lauten "Ich bin die SIM, Dein Slot. Du sollst keine anderen Provider haben neben mir." Fällt der Slot komplett weg, brauchen die Provider neue Ansätze, um den Kunden vom Wechsel abzuhalten. Faire Konditionen wären einer, der mich überzeugt. Was wäre Eurer?

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Top-Kommentare der Community

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    18.10.2017

    Ey, nichts hier gegen meine Oma. Die hat keine Schwierigkeiten mit gar nichts! :D

  • Michael S. 18.10.2017

    Wenn das vernünftig gelöst ist dann kann die eSim eine moderne Lösung sein und digitalisiert auch diesen Bereich, was ja auch eine Befreiung von der physischen Abhängigkeit bei der Beschaffung bedeuten könnte. Ein Problem an der Geschichte könnte aber eine neu geschaffene "Käfighaltung" der Netzbetreiber sein und das wäre für mich ein NoGo. Die Auslandsargumente sind auch nicht ohne, solange ein Wechsel nicht überall mit gleichen Vorraussetzungen möglich ist, wobei sich das Digital auch recht einfach darstellen sollte. Die Hersteller sollten dann ebenso mitziehen und Dual oder Triple eSim sollte dann in allen Geräten ein Standard werden.

  • Mr. Android 18.10.2017

    Ja, in Deutschland gibt es tatsächlich noch recht teure Datenvolumen! In vielen Ländern um Europa bekommt man 20GB LTE für ein Paar Euronen... 📱😝

    Mich macht die eSim nicht wirklich heiß...

    Aber das liegt daran, dass ich recht häufig die Handys im Jahr Wechsel und meine SIM gern ohne Eingabe von Codes oder Telefonieren mit dem Provider, in anderen Phones sofort verwenden will...

    Wie sieht es mit Sicherheit aus? Wenn eine Schadsoftware die eSIM erwischt ist das teure Handy dann völlig im Eimer?

    Ich empfinde diesen Standard mehr als elektronische Fußfessel, daher werde ich mir solange wie mögliche normale SIM Phones kaufen 😎

73 Kommentare

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  • Ich bleibe bei jetzigen alles neue muss sich erst bewähren


  • Die esim karte muss sich erst einmal bewären bevor sie einbaut wird


  •   17
    Gelöschter Account 20.10.2017 Link zum Kommentar

    Das bedeutet gebraucht kann man die geräte nicht mehr verkaufen und kaufen da ja mein eSim profile oben war na toll da freuen sich jetzt die hacker umso mehr da man das jetzt dann auch klauen kann

    Ich bin gegen die eSim Karte


    • So wie ich das verstanden habe kann man das eSim Profil auch vor einem Verkauf reseten. Wie auch das System auf Werksreset zurücksetzen. Bei Smartphones "offen für alle Netze" muss das sowieso möglich sein.


  • Das Pixel 2 ist so ein Hybrid! Es hat eSIM und normale Karte


  • Also - es ist doch klar, die e-SIM kommt. Spätestens in einen Jahr müssen wir uns zumindest bei den neuen Geräten damit abfinden. Auch wird weiterhin die jetzige SIM verteilt werden. Geht im Zeitraum von mehreren Jahren nicht anders.
    Die e-SIM ist für Netzanbieter viel billiger und für den Kunden ( wenn alles funktioniert ) praktischer. ZB. DUO-SiM möglich.
    Voraussetzung wäre für mich: die e-SIM darf nicht vom Netzanbieter nur für seine Tarife freigeschaltet sein. Sondern alle Netzbetreiber können gleichzeitig auf die Karte zugreifen. So das auch mehrere -zumindest 2 Ruf-Nrn.- unterschiedlicher Netzbetreiber gespeichert werden können. Also bleiben wir locker - und sollte es mehr Providerabhängigkeit geben so
    können wir doch kräftig was dagegen unternehmen!


  • Es mag ja mit der eSIM alles einfacher, praktischer und schneller sein. ABER es gibt noch genügend Personen die ein Handy und kein Smartphone haben. Was passiert mit denen wenn es keine normalen Karten mehr gibt? MÜSSEN die sich dann ein Smartphone kaufen wenn sie den Provider wechseln wollen? Kaufzwang ist in Deutschland strafbar. Auch ich habe beim Survival nur mein altes Nokia 6310 für Notfälle dabei in das ich dann vorher einfach meine Karte geschoben habe. Und kann man auch noch seine Kontakte auf der eSIM speichern? Da existieren noch etliche Fragen die erörtert und geklärt werden müssen.


    •   37
      Gelöschter Account 19.10.2017 Link zum Kommentar

      a) Die Plastik-SIM wird nicht übermorgen abgeschafft.
      b) Es wird auch Dump-Phones mit eSIM geben.
      c) Auch wenn b nicht eintreffen sollte wird kein Gesetz gebrochen. Es gibt keine Mob.-Tel.-Pflicht, nur einen Mob.-Tel.-Wunsch.


    • Es besteht aber kein Kaufzwang. Du musst dir kein Smartphone kaufen, wenn du nicht willst. Auch wenn es keine Alternativen gibt, besteht kein Zwang.


      • in unsere Gesellschaft schon, selbst der Arbeitgeber setzt voraus das man ein Handy hat. Selbst in der schule wird vorausgesetzt, dass die Schüler Zuhause Internet haben. Die Zeiten sind vor bei wo man noch kein Handy und kein Internet brauchte oder haben musste.


      • Und entlässt dich dein Arbeitgeber, wenn du sagst, ich besitze kein Smartphone? Sicher nicht. Auch die Schule wird nicht verlangen können, dass man seine Kinder mit einem Smartphone ausstattet.


      • Bei der schule sagte ich Internet, nicht smartphone. Aber alles im allem wird es schon verlangt, in den nächsten Jahren noch schlimmer. Wenn du als Schüler kein Internet hat bist du ausgeschlossen. Kinder untereinander können bösartiger sein als Erwachsene. Selbst wer kein Handy hat, wird schon ausgelacht und wenn man dann noch mit so ein billig teil rumläuft erst recht. Die Gesellschaft zwingt ein dazu.


      •   37
        Gelöschter Account 19.10.2017 Link zum Kommentar

        Verzicht stärkt das Selbstwertgefühl.


      • Ist schon schlimm genug dass Grundschüler mit einem Smartphone rumlaufen und vollen Zugriff auf das Internet haben. Ich bin der Meinung dass man erst ab frühestens 14 Jahren ein Smartphone haben sollte und vorher seine Kindheit leben kann. Internet vorher ja aber nicht für die Hausaufgaben.lexikon hilft auch oder mal überlegen oder zusammen mit Eltern Hausaufgaben machen


      • Gerade für Hausaufgaben ist Internet häufig vorraussetzung für Recherche etc. Auch < 14 !


      •   37
        Gelöschter Account 20.10.2017 Link zum Kommentar

        (Schul)-Bücher und Bibliotheken.


      • Ein Lacher ! Schulbücher und Bibliotheken, das gibt es in deinen 60er Jahre Filmen, aber ich habe selbst Teenager Zuhause und sehe was seit Jahren erwartet wird. Da gibt es schon ewig Begleitmaterial Online, Klassenchat und das die Kinder ein Notebook haben mit Office und Internetzugang, das fragen die Lehrer nicht, das nehmen die einfach an! Schulbücher & Bibliotheken....zu süss und danach ein Eis mit Freunden und aus der Jukebox klingt Mr. Sandman.


      • Das meine ich ja, so sieht die Zukunft aus. Ohne Internet wird nichts mehr gehen, genau wie ohne smartphone. Die Lehrer setzen es echt schon voraus, ausaufgaben setzen Internet voraus. Wer hier schreibt Brüche und so weiter, ist sicherlich in den 90er zu schule gegangen. Die Aussage erst ab 14, ist schon lange veraltet. Es ist zwar traurig aber nicht zuvändern. Die Aussage, Verzicht starkt das Selbstbewußtsein, trifft in der zeit der Technik auch nicht mehr zu, Verzicht heißt jetzt, Verzicht auf wissen, sowie Außenseiter. Keiner ist gerne ein Außenseiter.


      • Das gleiche Gejammer wie überall. "Alle machen es also muß ich mitmachen, sonst gehöre ich nicht dazu", "Man kann nichts dagegen tun, denn es wird ja verlangt" usw.
        Ganz schön erbärmlich, dass erwachsene Menschen sich nicht mal mit den Lehrern ihrer Kinder zusammensetzen können oder mit anderen Eltern, um gemeinsam etwas zu boykottieren. Die Lehrer schreiben WhatsApp vor? Ja klar, da ist man dann machtlos, wie sollte man da etwas unternehmen?Immer sind nur andere oder "die Gesellschaft" schuld. Selbst etwas unternehmen will niemand. Wir sind eine Gesellschaft aus Waschlappen geworden. Hauptsache nicht auffallen oder aus der Reihe treten.


      • Ein Lexikon tut es auch.


      • Brockhaus Digital und immer aktuell.


  • Die eSim dient nur dem Provider.


  • Die nanosim war schon eine blöde Idee aber die e-sim ist noch blöder.Fest verbaute SIM-Karte, fest verbauter Akku,.... Das Handy wird ja immer mehr zum Einwegsmartphone... Fehlt nur noch dass der Käufer 25 Cent Pfand drauf bezahlt und dass es demnächst Automaten gibt wo man dann seine Handys einwerfen kann und sein Pfand wieder bekommt🙄👎... Auf so eine dämliche Idee werden die Hersteller auch noch kommen.


    • Gibt es doch schon, man bekommt für ein neugauf, wenn man sein altes Handy abgibt Rabatt, je nach Alter des Handy, mal weniger mal mehr.


    • Du hast schon bis zu der Stelle gelesen, wo steht, dass der Nutzer die eSIM selbst löschen und beschreiben kann, oder?


      • Irgendwann gibt's dann auch findige Hacker die das alte Profil zurück holen und auf Kosten des Smartphone Vorbesitzers Telefonieren und ins Net gehen. Und dann beweis mal Deinem Provider das Du das nicht warst...... Die eSIM müsste also ebenso 100% sicher einem Smartphone zugeordnet werden können damit sie auch nur auf dem in dem sie vom Besitzer aktiviert ist funktioniert. Ich werde sie zwar im Provider Portal sperren können, bloß geht dann auf meinem neuen Smartphone auch nix mehr.......


      • 100% Sicherheit gibt und wird es nie geben.


      • Auch eine esim kann ein Hacker knacken, dank modernster Technik können doch heute schon ausgewiefte Internet Freaks auf fremde Handys zugreifen irgendwas bestellen sogar telefonieren... Und beweist das mal dass man das selber nicht war


  • Geht es auch der freien Providerwahl durch die eSim an den Kragen ?

    Nachdem die meisten Kunden dazu übergegangen sind , ihr Smartphone bei einem Netzdienstleister zu ordern , schmelzen im gleichen Maß die Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Geräte ab .

    Die Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit :

    - Keine UKW Radios mehr für die Spitzenmodelle , oder gar Einführung von DAB+ , TV Empfang

    = größere Datenpakete mit teilautomatisierten Nachbuchungen , indirekte Förderung von Streamingdiensten

    - Streichung von SD - Slots
    Begünstigung von Clouddiensten

    - Einschränkung der Dualsimfähigkeit

    - Updatepolitik für die Software

    - fest verbaute Accus im Glasmantel
    u.v.m.

    Würden die Kunden ihr Endgerät direkt auf dem Markt kaufen , gäbe es mehr Spects , sowie eine echte Weiterentwicklung im Sinne des Verbrauchers , die Nutzungsfolgekosten wären erheblich niedriger . Jedes Feature das gestrichen wird , erzeugt in der Folge nachhaltig neue Kosten .

    H G


    • Das dient alles nur den Kapitalisten. Der Verbraucher ist nur ein Spielball, es geht nie um den Verbraucher es geht nur ums Geld.


      •   37
        Gelöschter Account 19.10.2017 Link zum Kommentar

        Der werte Verbraucher ist auch Kapitalist, schaut auch immer nur, wo er den besten Reibach macht.


      • Gezwungenermaßen, man kann sich das System nicht aussuchen.


      •   37
        Gelöschter Account 19.10.2017 Link zum Kommentar

        Welcher Zwang? Der Verbraucher kann durch Verzicht kräftig Druck ausüben.
        Aber das ist natürlich auch mal unbequem und schwerer als sich einfach nur über den Kapitalismus zu beklagen.


      • Also heut zu tage ist man angewiesen auf ein Handy, schon wegen der Arbeit. Der Arbeitgeber setzt es schon voraus, wie die Schulen, dass die Kinder Zuhause Internet haben. Man kann dich dem nicht mehr einfach entziehen, wenn man seine Arbeit behalten will, ein Mitarbeiter hatte kein Handy, da hat der Arbeitsgebiet in eins gegeben obwohl er keins wollte, er musste aber. Damit braucht keiner mehr zu kommen das man es nicht braucht. Somit gezwungenermaßen. Ich muss es auch beruflich nutzen, ich muss immer bereit sein für ein Notfall.


      •   37
        Gelöschter Account 19.10.2017 Link zum Kommentar

        Wenn mein Arbeitgeber möchte, dass ich beruflich ein Mob.-Tel. nutze, dann stellt er auch ein Mob.-Tel.
        Und wenn der dann Bedenken wegen einer Plastik- oder eSIM hat muss meinen Ar*** nicht jucken.


      • nicht alle stellen ein Handy, du sollst ja nur erreichbar sein für den Fall.


      •   37
        Gelöschter Account 19.10.2017 Link zum Kommentar

        Für "den Fall" soll mein Arbeitgeber sich was einfallen lassen, ggf. mit gestelltem Mob.-Tel. oder Anruf auf Festnetz.

        Es ist nicht Aufgabe des Arbeitnehmers 24/7 für den Arbeitgeber verfügbar zu sein, schon gar nicht auf eigene Kosten.


      • Wenn der Arbeitgeber will dass man erreichbar ist dann nur während der Arbeitszeit. Wenn ich nicht auf Arbeit bin spreche meiner Freizeit und im Urlaub dann will ich meine Ruhe haben und dann interessiert es mich nicht ob ein Notfall auf Arbeit vorliegt oder was auch immer.


      • Dann bist du auch keine wichtige Person in der Firma, dann spielt es auch keine Rolle.


  • für den Provider und Hacker super sache, für den Endverbraucher nur Nachteile. So einfach wie jetzt mal schnell Handy wechseln ist dann nicht mehr möglich. Wenn beides verbaut wird ist es ok.


    • Theoretisch ließe sich die eSIM so einfach wie eine App installieren. Dass die Provider so ein komisches Tamtam mit den (nur auf einem Gerät aktivierbaren) QR-Codes machen, ist ihre Entscheidung. Das System ist viel besser als seine ersten Umsetzungen.


    • Für den Verbraucher hat das den großen Vorteil, dass die SIM wegfällt. Keine Briefe, keine Fummelei zum Zurechtstutzen der SIM-Karte und kein fummeliger SIM-Schlitten mit diesem Piekser.

      Nachteil dürfte ein hohes Mißbrauchspotenzial durch Hacker und eine eventuell eingeschränkte Wechselmöglichkeit sein.


      • Ich bin ein Smartphonejunkie, und wechsele gern zwischen meinen bis zu in spitzenzeiten 13 Smartphones hin und her... Das wird dann wohl in Zukunft schwierig, oder es werden dann wohl mehr Geräte direkt aus China werden...


  • Können die es nicht einfach so lassen wie es ist. Glaube das gerade ältere Leute mit der Esim Probleme bekommen werden.


  • Die Idee mag ja nicht schlecht sein, aber für mich ist das nichts.


  •   40
    Gelöschter Account 18.10.2017 Link zum Kommentar

    Muss ich nicht wirklich haben. Von irgendeinem Provider abhängig zu sein und dann kommt auch bestimmt wieder so ein SimLock Blödsinn. Nein, danke! Lieber bleibe ich beim altbewährten.


  • Wollen wir mal hoffen, dass dieses System "sicher" ist und nicht Sicherheitslücken, dieses an und für sich schöne Konzept zu einem Alptraum für die normalen (und auch die unbedarften) Benutzer machen.


    • sicher ist nichts, mit eSim wird es für Hacker noch leichter. So brachen die keine sim mehr nach zu bauen, sondern geht alles über Software dann also viel einfacher


  • Die eSim ist die logische Fortführung um Smartphones mehr Platz fur technische Feinheiten zu schaffen...Die Karten werden stets kleiner!

    ABER irgendwann muss man auch Schluss machen und sich generell auf eine Karte einigen 👌


  • Wenn das vernünftig gelöst ist dann kann die eSim eine moderne Lösung sein und digitalisiert auch diesen Bereich, was ja auch eine Befreiung von der physischen Abhängigkeit bei der Beschaffung bedeuten könnte. Ein Problem an der Geschichte könnte aber eine neu geschaffene "Käfighaltung" der Netzbetreiber sein und das wäre für mich ein NoGo. Die Auslandsargumente sind auch nicht ohne, solange ein Wechsel nicht überall mit gleichen Vorraussetzungen möglich ist, wobei sich das Digital auch recht einfach darstellen sollte. Die Hersteller sollten dann ebenso mitziehen und Dual oder Triple eSim sollte dann in allen Geräten ein Standard werden.


  • Unnötig so viele vorteile gibts da jetzt nicht


  • Nach üblen Erfahrungen habe ich seit Langen immer ein Ersatz-Mobile, das zudem im Gegensatz zum "Normalen" waserfest ist. Ich kann also beliebig das Gerät wechseln durch Einsetzen meiner SIM. Es updatet eine Weile, synchronisiert alles (Dienste sowie lokal meine Dateien) nur WhatsApp braucht etwas Zuwendung.
    Das geht mit eSIM nicht mehr.


    • Ehrlich gesagt geht das dann besser. Du hast dann beide Geräte gleichzeitig am Netz. Übrigens ist die im Artikel erwähnte Hürde beim Smartphone-Wechsel Provider-gemacht. Der Code zum Aktivieren des Profils könnte auch mehrfach verwendet werden, wenn Vodafone oder Telekom dies zuließen.


      • wenn die das zuließen aber solange die durch multisim verdienen können wird das auch bei esim passieren.

        wobei zugegeben dass der esim code nur einmal nutzbar ist, ist aus sicherheitstechnischer sicht gar nicht so falsch, immerhin kann man ne normale SIM auch nicht einfach kopieren und das ist auch gut so.


    • Warum sollte es mit esim nicht möglich sein? Das erledigt dann der esim Manager!


  • Das macht für mich persönlich die Sache aber nicht wirklich einfacher. Da ich recht häufig ein neues Smartphone mein eigen nennen darf, und auch nicht vor Produkten aus Fernost zurückschrecke, ist das hier für mich absolut keine Alternative. Mal abgesehen davon, dass die drei großen dann noch mehr macht darüber haben wer denn welchen Anbieter nutzt. Die werden mit Sicherheit auch einen weg finden wie man die esim für andere Anbieter sperrt, sodass man dann, wie beim simlock, nicht einfach einen anderen Anbieter wählen kann. Ich sehe ehrlich gesagt nichts vorteilhaftes in dieser Erfindung.


  • also prinzipiell ist das ne gute Idee aber die Karte hätte auch so ihre Vorteile nicht nur beim Smartphone Wechsel einfach nur einstecken und fertig so hätte man doch auch wenn das Telefonbuch darauf gespeichert war gleich alle wichtigen eigenen Telefon Nummern zur hand


  • ganz ehrlich? 2017 muss ich noch einen winzigen Chip ins Smartphone stecken der ein paar Byte Informationen hat, um telefonieren. zu können? das hat ausgedient! Daumen hoch!


  • Betrachten wir die Prozedur einer SIM-Karte zur Kommunikation abstrakt: man legt eine Karte ins Gerät, die bei jedem Provider mit den gleichen (nicht denselben!) Daten gefüllt ist, gibt eine Nummer (PIN) ein, um sie entsperren/nutzen zu können. Warum braucht man dafür extra eine Karte? Genau da setzt die eSIM an. Man registriert sich beim Provider mittels übermitteltem Code und gibt noch die PIN ein, um sie nutzen zu können. Alles in Allem kein Hexenwerk. Von daher bin ich für die eSIM. Auch was die Dichtigkeit der Gehäuse von Smartphones angeht, kann man damit einen großen Schritt nach vorn machen: man spart damit eine Stelle, in der potentiell Wasser, Staub oder dergleichen eindringen können.
    Beim Thema Sicherheit habe ich bisher keine nützlichen Informationen gefunden. Beispiel: eine SIM-Karte kann man theoretisch kopieren/klonen, aber dafür muss man das Original vorliegen haben. Bei einer eSIM könnte man mit entsprechendem Spionagewerkzeug aus der Ferne eine eSIM auslesen und dann für ggf. schadhafte Zwecke nutzen. Gerade im Android-Bereich sind Hersteller mit (Sicherheits-)Updates sehr sparsam, was für einen vermehrten Anstieg auf die eSIM-Sicherheit bedeuten könnte.


    • ich finde das konzept mit der normalen SIM besser um ehrlich zu sein.

      wassersicht ist mir egal ich brauche ohnehin wechselakku und speicherkarte, das macht die sim jetzt auch nicht viel schlimmer.

      und auch wenn man eine SIM klonen kann passiert das nicht einfach so. Die SIM ist de facto eine Smartcard und auf alle nötigen kann nicht direkt zugegriffen werden, die SIM macht alle Kryptooperationen selbst, somit ist der key selbst unauslesbar. bei der esim speichert man diese keys im Handy, aber wer weiß denn schon ob diese auch in einer solchen gespeichert wird, ich meine beim HTC one max wurde der Fingerabdruck als Bild im normalen speicher für jeden zu sehen (und schreiben) gespeichert
      https://www.theguardian.com/technology/2015/aug/10/htc-fingerprints-world-readable-unencrypted-folder

      normalerweise speichert man von sowas a) nur den hash und b) gefälligst in ner smartcard-ähnlichen storage die sich um das fingerprint auslesen prüfen etc im ganzen kümmert und nur ein ja oder nein zurückliefern kann.

      vor allem wenn die sim aktueller ist kann man das vergessen da einige schwachstellen beseitigt wurden
      https://www.kaspersky.de/blog/sim-card-history-clone-wars/6780/

      und dass man bei jedem gerätewechsel nen neuen code anfordern darf, ist mMn nicht geil.


      • Ich rede ja nicht von "einfach so [...] eine SIM-Karte kopieren/klonen", da gehören natürlich kriminelle Machenschaften und entsprechende technische Ausrüstung dazu. Das ist ja auch von mir ein Pro-Argument für eine echte SIM-Karte. Solange aber eine eSIM mit ähnlich viel Aufwand kopiert oder geklont werden kann, hätte ich diesbezüglich keine Sicherheitsbedenken. Wenn ich aber überlege, wie einfach es ist, eine IMEI Nummer zu fälschen, habe ich bei einer eSIM ähnliche Bedenken, die bisher weder bestätigt, noch ausgeräumt wurden.
        Und ein Gerätewechsel kommt bei mir nur alle Jahre mal vor. Bei anderen Nutzungsszenarien ließe sich technisch auch etwas machen - z. B. indem der Provider zulässt, dass der Aktivierungscode mehrfach verwendet werden kann.


      • wie gesagt das größte problem bzgl simkarten klonen haben ältere SIMs die nen älteren algorithmus nutzen, bei neueren ist das Problem weniger vorhanden.
        bei smartphones sehe ich aber das problem dass man regelmäßig sie wie Schlecht die security da teils ist, wie eben gerade das beispiel mit dem fingerabdruckleser vom htc one max.

        bzgl Aktivierungscode wiederverwenden, habe ich schon oben geschrieben dass es schon nicht ganz falsch ist dass das nur 1 mal geht, damit man ne esim nicht einfach klonen kann.

        was es aber geben sollte wäre einen prozess mit dem man das alte gerät absägen und den code wieder freimachen kann, am besten gleich beim löschen des Profils oder alternativ online (bspw wenn das Gerät kaputt ist) und vor allem automatisiert über den account.

        dazu wäre es natürlich nötig dass der QR im prinzip nur ein einfacher Zugangscode ist der nicht direkt teil der eSIM wird, sondern dass die eSIM selbst die nötigen keys generiert und der privider dann weiß dass der Teilnehmer aktuell ne eSIM mit diesem tarif hat.


      • Du scheinst echt Ahnung zu haben. Aber ein paar Satzzeichen würden das Nachvollziehen deiner Argumente doch sehr erleichtern!
        Nach spätestens zwei Absätzen verliere ich die Lust, weiter zu lesen.
        Sorry, musste ich jetzt mal loswerden, denn eigentlich interessiert mich, was du schreibst! 😉


      • es sind ein paar satzzeichen vorhanden -.-


      • Mmh, ja, stimmt 😆


  • Ich denke auch das das der richtige Weg zur kompletten Überwachung ist, die Staasi läst Grüssen, kein Bargeld alles elektronisch, goodbye Privatsphäre...und alles nur weil uns die 3 großen vorschreiben wollen, womit und wie lange wir Internet und Telefon am Tag benutzen dürfen.


    • Du merkst aber schon, dass du ziemlich unreflektierten Unsinn schreibst? SIM-Karten können nur gekauft werden, wenn man seine Ausweisdaten vorlegt. Bei der eSIM nicht anders, wobei man aber theoretisch eine eSIM per Internet aus dem Ausland (z. B. per Paysafe-Card) kaufen könnte und sie hier aktiviert und ggf. Unsinn damit betreiben könnte.
      Falls du mit den "3 Großen" die Telekom, Vodafone und Telefonica meinst: sie schreiben überhaupt nichts vor; es mangelt ja auch an Geräten mit eSIM. Im Artikel steht auch ausdrücklich:
      "Das kann für Telefónica, Vodafone, und Telekom Schwierigkeiten bedeuten. Zum Glück sind sie Großabnehmer für Smartphones. Als solche sind sie in einer Verhandlungsposition, um Samsung, Huawei und den anderen Bedingungen zu stellen, wie die Geräte beschaffen sein sollen, damit sie in ihren Shops ausgestellt werden. [...] Dass diese Macht ausgenutzt wird, sieht man an den ausbleibenden Dual-SIM-Varianten in den Shops der Provider."


  • Ja, in Deutschland gibt es tatsächlich noch recht teure Datenvolumen! In vielen Ländern um Europa bekommt man 20GB LTE für ein Paar Euronen... 📱😝

    Mich macht die eSim nicht wirklich heiß...

    Aber das liegt daran, dass ich recht häufig die Handys im Jahr Wechsel und meine SIM gern ohne Eingabe von Codes oder Telefonieren mit dem Provider, in anderen Phones sofort verwenden will...

    Wie sieht es mit Sicherheit aus? Wenn eine Schadsoftware die eSIM erwischt ist das teure Handy dann völlig im Eimer?

    Ich empfinde diesen Standard mehr als elektronische Fußfessel, daher werde ich mir solange wie mögliche normale SIM Phones kaufen 😎

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