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Test 7 Min Lesezeit 63 Kommentare

Google Pixel 3 im Hands-on: Das beste Kamera-Smartphone wird intelligent

Das Google Pixel 3 ist eines der wenigen Android-Smartphones, die aktuelle Hardware im handlichen Format zu bieten haben. Aber ist das schon alles, womit man gegenüber der Konkurrenz herausstechen will? Das haben wir im Hands-on geprüft. 

Auch das Pixel 3 wird nicht günstig

Das Pixel 3 kommt wie der Vorgänger in zwei Speichervarianten in den Handel. Für 859 Euro gibt es das Modell mit 64 GByte Speicher, 959 Euro werden für die Variante mit 128 GByte Festspeicher fällig. Zur Auswahl stehen drei Farben, die erneut die Namen Just Black (Schwarz), Clearly White (Weiß) und Not Pink (Pink) tragen. Vorbestellt können alle Pixel-3-Varianten ab sofort, aber die Auslieferung beginnt erst am 2. November.

Handliches Format ohne Notch

Äußerlich wirkt das Pixel 3 auf den ersten Blick wie ein geschrumpftes Pixel 2 XL . Die Ränder ober- und unterhalb des 5,5 Zoll großen Displays sind deutlich geschrumpft, bieten aber immer noch Platz für die zwei nach vorne gerichteten Stereo-Lautsprecher. Damit ist das Design zwar nicht Top-Aktuell, wirkt aber weniger veraltet als beim Pixel 2. Statt Metallbody mit eingelassener Glasscheibe besteht aber hier die komplette Rückseite aus Glas.

AndroidPIT google pixel 3 pixel 2 front
Links das Pixel 2 mit seinen breiten Rändern. Zum Vergleich rechts das Pixel 3 nun mit deutlich mehr Displayfläche. / © AndroidPIT

Trotzdem trennt Google das obere Viertel der Rückseite optisch vom Rest des Rückens und bietet damit wieder das Erkennungsmerkmal der Pixel-Phones. Alles wirkt gut verarbeitet, das Gerät liegt gut in der Hand und beim ersten Ausprobieren macht es richtig Spaß, mal wieder ein Telefon in der Hand zu halten, das sich ohne Probleme mit einer Hand bedienen lässt.

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Kaum Veränderungen auf der Rückseite des Pixel 3.  / © AndroidPIT

Es geht auch ohne Notch

Bedient wird im übrigen über das 5,5-Zoll große 18:9-Display, das  mit 2.160 x 1.080 Pixel (FHD+) auflöst. Die Farben wirken trotz OLED-Panel aber nicht ganz so knallig wie beispielsweise bei Samsung. Abgedeckt wird vom Display neben SRGB auch der im Kinobereich eingesetzte DCI-P3-Farbraum.

Das Display hinterlässt einen ersten guten Eindruck und die Helligkeit ließ sich auf den ersten Blick hoch genug schrauben, um auch grellem Sonnenlicht etwas entgegenzusetzen. Natürlich unterstützt das Pixel 3 auch wieder die Wiedergabe von HDR-Inhalten.

AndroidPIT google pixel 3 stand
Mit dem kleinen Pixel 3 lässt sich wie gewohnt auch HDR-Inhalte geniessen.  / © AndroidPIT

Active Edge ruft den Google Assistant auf

Auch wieder mit an Bord ist das Active Edge genannte Feature , über das durch Drücken des Rahmens entweder der Google Assistant aufgerufen oder ein eingehender Anrufe stumm geschaltet werden kann. Die Empfindlichkeit lässt sich weiterhin manuell anpassen, andere Funktionen können allerdings augenscheinlich nicht zugewiesen werden.

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Google Pixel 3: Active Edge ist wieder mit dabei und fordert dich zum Drücken auf. / © AndroidPIT

Software ohne große Alleinstellungsmerkmale

Das Google Pixel 3 läuft selbstredend mit der aktuellen Android-Version 9.0 Pie und liefert damit pures Android-Feeling. Abseits dessen, dass hier die Wischgesten-Navigation standardmäßig aktiviert ist, lässt sich aber auf den ersten Blick kein Unterschied zu Android Pie auf dem Pixel 2 ausmachen.

Das bedeutet natürlich auch, dass hier wieder Features wie Always Listening für Now Playing, Googles automatische Musikerkennung, und Google Lens tief ins System integriert sind. Ansonsten fallen nur die neuen Live-Hintergründe auf, die mir schon beim Vorgänger gut gefallen haben. 

Highend, aber nichts für richtige Datenmessies

Bei der Performance bedarf es weniger Worte: Qualcomms Highend-Chip Snapdragon 845 verrichtet in Kombination mit purem Android gute Arbeit . Das war aber auch nicht anders zu erwarten. Allerdings hätte man dem SoC gerne mehr als die verbauten 4 GByte RAM zu Seite stellen können, die zwar aktuell erfahrungsgemäß ausreichen, aber mit den in Zukunft immer anspruchsvolleren Smartphone-Anwendungen bald an die Grenzen getrieben werden könnten.

Keine Überraschungen gibt es beim internen Speicher. Hier gibt es entweder 64 oder 128 GByte aber wieder keine Speichererweiterung. Hier müssen Datenmessies wohl zu einem anderen Smartphone oder zu einer Cloud-Lösung greifen. Letzteres ist natürlich im Sinne von Google, weshalb man Käufern des Pixel 3 wieder unbegrenzten Onlinespeicherplatz für Fotos und Videos für etwas mehr als drei Jahre schenkt. 

Ansonsten gibt't unter der Haube Flaggschiff-Einheitskost: Bluetooth 5.0 + LE, NFC, LTE Cat XX und WLAN a/b/g/n/ac (2,4 & 5 GHz), GPS, Glonass, Beidou und Galileo. Der USB-Typ-C-Anschluss unterstützt auch USB 3.1 und sorgt so für hohe Übertragungsraten.

Stereo-Sound und keine Klinke

Auch wenn die breiten Displayränder des Pixel 3 immer noch etwas altbacken wirken, bringen sie doch einen großen Vorteil mit sich: Sie bieten Platz für zwei nach vorne gerichtete Stereo-Lautsprecher . Die liefern beim ersten Ausprobieren auch einen ordentlichen Sound ab und Mitten und Höhen scheinen gut austariert. Auch ein Übersteuern konnten wir bei maximaler Lautstärke nicht feststellen.

Wie schon der Vorgänger besitzt das Pixel 3 keinen klassischen Kopfhöreranschluss. Wer also hochwertige Klinkenkopfhörer sein Eigen nennt, muss zum USB-C-Adapter greifen. Als Alternative legt Google dem Smartphone ein USB-Headset im Stil der Pixel Buds bei. Wir greifen da aber lieber zu Bluetooth-Kopfhörern. 

 

In der Summe auch eine Triple-Kamera

Nachdem Google der versammelten Konkurrenz im Vorjahr gezeigt hat, dass man mit einer Hauptkamera auch jede aktuelle Dual-Kamera schlagen kann, legt der Hersteller auch dieses Jahr sein Hauptaugenmerk auf die Knipse und verbaut im Pixel 3 erneut nur einen Hauptsensor mit 12,2 Megapixel und einer f/1.8-Blende. Aber natürlich hat man nach eigener Aussage viel an der Software dafür geschraubt und will auch dieses Jahr wieder oben mitspielen.

Ok, ganz ohne Dual-Kamera geht es dieses Jahr auch bei Google nicht . Die ist aber auf der Vorderseite zu finden und besteht aus zwei 8,1-Megapixel-Sensoren (f/1.8- & f/2.2-Blende). Verbessert hat Google hier auch den Porträtmodus und will mit besseren Algorithmen mehr aus HDR-Aufnahmen herausholen.

AndroidPIT google pixel 3 camera
Google vertraut auch beim Pixel 3 darauf, dass die Software alles aus dem einfachen Bildsensor herausholt. / © AndroidPIT

4K-Videos können aber weiterhin nur mit maximal 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Außerdem sind Full-HD-Aufnahmen mit 30, 60 oder 120 Bildern pro Sekunden sowie HD-Videos mit 240 Bildern pro Sekunde möglich. Eine Zeitraffer-Funktion fehlt immer noch. 

Neue Kamera-App mit mehr Features

Google hat beim Pixel 3 auch an der Kamera-App geschraubt, wo nun durch horizontales Wischen durch die verschiedenen Modi gesprungen wird. Das geht etwas angenehmer von der Hand, aber es dauert etwas länger um zu den speziellen Modi zu gelangen, die unter einem Punkt zusammengefasst sind.

AndroidPIT google pixel 3 camera app
Wie gut die neuen Features arbeiten, das finden wir im finalen Test für Euch heraus. / © AndroidPIT

Einer dieser neuen Modi ist Top Shot bei dem eine Serienaufnahmen gemacht wird und die Bilder anschließend so zusammengefügt werden, dass am Ende wirklich jeder in die Kamera guckt bzw. nicht gerade blinzelt. Außerdem sind Gruppenselfies über die Weitwinkel-Frontkamera möglich.

Größerer Akku lässt sich kabellos laden

Mit 2.915 mAh fällt der Akku des Pixel 3 etwas größer als noch beim Vorgänger aus . Der muss aber auch ein etwas größeres Display mit Energie versorgen, dürfte also am Schluss wohl eine ähnlich lange Akkulaufzeit wie das Pixel 2 bieten und einen problemlos auch bei starker Nutzung über den Tag bringen. Aber das werden wir natürlich ausgiebig testen.

Aufgeladen wird der Akku des Pixel 3 über den USB-C-Anschluss auf der Unterseite und unterstützt hier auch Schnellladen. Wer keinen Stecker in die Buchse friemeln möchte und genug Zeit mit bringt, kann das Google-Smartphone dank Glasrückseite aber jetzt auch kabellos aufladen. Das wurde aber auch Zeit, nachdem der Hersteller bei den Nexus-Geräten einer der ersten mit dem Feature war, es dann aber wieder für mehrere Generationen strich.

Google Pixel 3: Technische Daten

Abmessungen: 145,6 x 68,2 x 7,9 mm
Gewicht: 148 g
Akkukapazität: 2915 mAh
Display-Größe: 5,5 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 2160 x 1080 Pixel (439 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 12,2 Megapixel
Blitz: LED
Android-Version: 9 - Pie
RAM: 4 GB
Interner Speicher: 128 GB
64 GB
Wechselspeicher: Nicht vorhanden
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 845
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,5 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 5.0

Vorläufiges Urteil

Das Pixel 3 ist eines der wenigen handlichen Android-Smartphones mit aktueller Highend-Ausstattung auf dem Markt. Es bietet zwar kein herausstechendes Alleinstellungsmerkmal, aber alles, was man von einem aktuellen Flaggschiff-Smartphone erwartet. Das Design ist zwar nicht mehr Top-Aktuell, aber darüber kann man für die Handlichkeit vielleicht auch schon mal hinwegsehen.

Wer also auf der Suche nach genau solch einem Gerät ist, sollte das Pixel 3 definitiv in die enge Auswahl nehmen. Aber das ist nur unser erster Eindruck. In unserem abschließend Test werden wir prüfen, ob die Vorschusslorbeeren berechtigt sind und das Smartphone seinen Preis wert ist. Bis dahin schreibt uns gerne in die Kommentare, welchen Aspekt wir bei unserem Test genauer beleuchten sollen.

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Top-Kommentare der Community

  • DiDaDo vor 1 Woche

    Gut so. Da kann man sein Smartphone wenigstens noch halten ohne aufs Display zu touchen.

  • Tim vor 1 Woche

    Bei 290 Apps würde auch etwas mehr RAM nicht helfen.
    Dir ist schon klar, dass diese 290 Apps nicht rund um die Uhr im RAM ausgelagert siund? ^^
    Und auch die Auslastung von 90% ist bei Android vollkommen normal. Das wäre bei 6GB nicht viel anders. Android funktioniert einfach so, dass es versucht den RAM möglichst voll zu halten, um Ladezeiten zu reduzieren.

    4GB RAM sind ausreichend.

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Woche

    Das kleine Pixel ist wirklich schön. :)

63 Kommentare

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  • Alter Wein in altbackenen Schläuchen... Schade!


  • Boah, wie Googel mit dem alten Scherbenhaufen die Leute abzockt ist ja der Hammer. 5,5", 4Gb Ram, 64Gb Speicher und über 850€? die haben echt einen an der Klatsche.
    Von Design kann man auch nicht reden, alles etwas Altbacken und von gestern. Klar, man schenkt für drei Jahre Speicher um Pics usw zu clouden, sicher mit Nutzungsrechten für Google. Und dann, zahlen oder ab ins Nirwana?

    Also Googel is für mich kein Kandidat zum kaufen.

    Never Settle!

    H G


  • Die Pixel 3 Kamera gibt's als APK down zu loaden. Ich kann sie hier nicht verlinken aber wer sie nicht so findet kann z.B im 3dcenter unter Mobile Geräte im Pixel Thread gucken.
    Die alte Kamera wird ersetzt aber es lässt sich auch wieder rückgängig machen.


  • Fallen die Preise in den nächsten Monaten? Also kann man es iwie vllt im Dezember oder Januar für unter 700€ kaufen?


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Moment ich hole meine Glaskugel raus. :D
      Bei Google selbst werden die Preise wohl eher nicht fallen, da waren sie beim Pixel und Pixel 2 eigentlich durchweg stabil. Bei anderen Händlern gab es immer mal wieder Aktionen und man konnte es günstiger erhalten. Aber bereits einen Monat nach Release erwarte ich keine Aktionen.


      • Wenn ich mir Preisprognosen vom 2er anschaue, hat es einige Monate gedauert bis es etwa 100 € günstiger wurde und nach gut nem halben Jahr vielleicht 150-200 € günstiger. Scheint etwas "wertstabiler" zu sein als z.B. Samsung.


      • Kurz zur Info bei der Telekom (Online Shop) gibts gerade beide Versionen in der 64 GB Version ca. 15% günstiger.


      • Meine Glaskugel hatte mir halt nix gesagt ;-)
        Ich hab mir eigentlich mal geschworen nie mehr als 500-600€ für ein Phone auszugeben....oh man.
        Aber das Pixel 3 find ich echt interessant. Trotzdem nicht gerechtfertigt der Preis.
        Aber was gibt es denn für eine Alternative wenn man was kompakteres sucht....???
        Ich kenne keine!


    • Das Pixel 3 gibt es aktuell im Telekom Shop für 722,46€ zu kaufen, das xl für 807,46€


  • Das "kleinere" Pixel ist optisch gelungen, das kann man sagen, ansonsten hat es aber nichts was mich reizt, eher im Gegenteil, es fehlt alles was es zum Smartphone für mich macht, aber für die die das nicht brauchen und gerne zu viel Geld zahlen für exclusive und frühe Softwareupdates genau das richtige.


    • Für mich hat es alles was ich erwarte. Gute Alternativen mit guter Kamera und unverkorkstem Android gibt's leider nicht, naja.


  • Ehrlich gesagt war ich selten von einer Keynote so enttäuscht wie gestern.
    Ich habe einiges erwartet und auch wenn das kleine Pixel gar nicht mal hässlich ist und das Pixel Slate okay zu sein scheint, bin ich fassungslos dass Google nicht mehr zu bieten hatte.

    Schade!


  • Das kleinere Pixel sieht besser aus, als der Vorgänger, alles Geschmackssache. Was soll die zweite Kamera vorne? Für Teenager ist das Gerät zu teuer und hm, würde mich mal interessieren, wer hier im Forum Selfies schießt.


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Meinst du nur Teenager machen Selfies und Videochats? ;)
      Gerade wenn man zu zweit unterwegs ist und ein Andenken fotografisch festhalten möchte, nimmt man doch eher die Frontkamera. :)


    • Ich mach keine selfies.


      • Musst Du auch nicht, jede/r wie sie/er mag. Aber daraus zu folgern, dass andere auch keine machen (oder nur Teenager, aber bei Forummitgliedern für Dich offenbar schon schwer vorstellbar), ist nicht schlüssig. Es sei denn Du empfindest Deine Präferenz als allgemeingültig, was dann aber auch weniger über die Selfieknipser als über Dich aussagen würde.

        Selfies machen ist ganz normal, heute halt dank entsprechender Technik leicht machbar. Haben aber auch früher schon Maler gemacht, nannten sich "Selbstporträts". Und wer es sich leisten konnte hat von entsprechend augestattetem Fachpersonal Bilder (oder später Fotos) von sich machen lassen.

        Ist ja auch nicht schlimm. Problematisch wird es erst dann, wenn Leute sich über ihr Aussehen oder ihre Wirkung auf andere definieren und ihr Selbstwertgefühl darauf aufbauen. Aber das kann dann genausogut über Markenklamotten, das Auto, sportliche Leistungen, die dicke Brieftasche, die coolsten Parties oder sonstwas laufen. Selfies sind da halt lediglich leicht und kostengünstig erstellbar und einfach mit hoher Reichweite verbreitbar. Was sie dann eben unter Teenagern beliebt macht.


      • Ich hab nur gesagt das ich keine mache.Ob andere das machen oder nicht muss jeder selbst entscheiden.


  • Auch heute ist der Preis ein Frechheit!
    860€ für die Hardware?
    Da bekommt man für 400-500€ schon potentere Smartphones.

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