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Samsung Galaxy Fold ausprobiert: Liebe auf den ersten Knick

Update: Mit Video!
Samsung Galaxy Fold ausprobiert: Liebe auf den ersten Knick

Smartphones sind langweilig geworden? Mag sein, aber nicht alle. Das Samsung Galaxy Fold hat das Potential, den ganzen Markt kräftig durchzuschütteln. Das Falt-Smartphone sorgt im ersten Test für Begeisterung - die beim Preis aber einen herben Dämpfer bekommt.

Galaxy Fold kostet so viel wie zwei Galaxy Note

Man hat sich zuletzt schon fast daran gewöhnt, dass Top-Smartphones 1.000 Euro und mehr kosten. Nicht schön, ist aber nun einmal so. Das Samsung Galaxy Fold 5G setzt dem allerdings die Krone auf. Das erste Falt-Smartphone des Marktführers kostet zum Verkaufsstart in Deutschland am 18. September stolze 2.100 Euro. Da spielt es schon fast keine Rolle, dass ein paar Samsung Galaxy Buds und eine Hülle im Preis inbegriffen sind. Das Luxus-Smartphone belastet das Budget also genauso stark wie ein Galaxy Note 10+ und ein Galaxy Note 10 - und die wurden erst im vergangenen Monat vorgestellt und sind Samsungs absolute Speerspitze. Die leicht abgespeckte 4G-Variante des Samsung Galaxy Fold kommt in Deutschland nicht auf den Markt, sie wird zunächst in Europa ausschließlich in Frankreich angeboten.

Flexibel und robust - das klappt!

Das Samsung Galaxy Fold und sein Design - eine lange Geschichte! Der erste Version des Falt-Smartphones hatte, wie sich kurz nach der Vorstellung zeigte, ein paar Schwachstellen, nämlich Öffnungen im Scharnier und eine zu knapp gehaltene Schutzschicht über dem empfindlichen flexiblen OLED-Display. Beides hat Samsung mit dem überarbeiteten Design beseitigt, wie es scheint. In der Mitte des Displays sitzen oben und unten neue Abschlüsse aus Kunststoff, die verhindern sollen, dass Schmutz und Staub eindringen. Das Scharnier selbst wurde umgebaut und bietet nun offenbar keine Öffnungen mehr.

AndroidPIT Samsung Galaxy Fold Unfolded Front
Ein Smartphone wie kein zweites! / © AndroidPIT

Der Klappmechanismus des Samsung Galaxy Fold wirkt im Test sehr stabil. Im geschlossenen Zustand hält das Scharnier beide Seiten des Falt-Handys fest zusammen, beim Öffnen rastet es merklich ein. Die Schutzschicht über dem Display ragt nun bis unter den Rahmen, sodass sie sich nicht mehr unabsichtlich ablösen kann und auch unvorsichtige Nutzer sie nicht entfernen dürften.

Das Galaxy Fold wirkt insgesamt viel robuster als ich erwartet hatte. in geschlossenen Zustand ist es zwar mit über 17 Millimeter so dick wie ein Notebook, aber eben auch ziemlich schlank und verschwindet schnell in der Hosentasche. 276 Gramm ist natürlich ein Wort, aber das Gewicht passt zu dem Falt-Smartphone, es wirkt nicht allzu schwer.

AndroidPIT Samsung Galaxy Fold Speaker 2
Zusammengeklappt ist das Galaxy Fold ziemlich dick. / © AndroidPIT

Ausgeklappt könnte man tatsächlich glauben, ein nahezu quadratisches Tablet in der Hand zu haben - da wackelt und klappert nichts. Ich habe das Galaxy Fold meist mit einer Hand gehalten und mit der anderen bedient. Nur mit einer Hand geht hier natürlich nichts - außer Ihr klappt es eben zusammen. Der Fingerabdrucksensor auf der rechten Seite ist nicht unbedingt bequem zu erreichen, funktioniert aber im ersten Test tadellos.

Zwei Displays, aber nur eins ist wichtig

Das Galaxy Fold hat zwei Displays, wobei das 4,6 Zoll große Super-AMOLED-Panel auf der Vorderseite weniger spannend ist. Für schnelles Checken einer Nachricht oder ähnliche Dinge reicht das zwar, in der Regel werdet Ihr das Smartphone aber aufklappen und den großen Screen benutzen. Der ist satte 7,3 Zoll groß - bzw. 7,1 Zoll, wenn man die abgerundeten Ecken herausrechnet - und sieht einfach toll aus. Die Auflösung beträgt 2.152 x 1.536 Pixel. Das ist natürlich nicht so hochauflösend wie bei einigen High-End-Smartphones, aber 362 ppi reichen für eine scharfe Darstellung vollkommen aus.

Eines meiner großen Fragezeichen beim Galaxy Fold war die Falz in der Mitte des Displays, und da hat mich das Fold sofort beruhigt. Ja, eine kleine Erhebung ist hier sicht- und spürbar, aber so minimal, dass man sich daran schnell gewöhnen wird. Das Panel ist nicht weich oder leicht einzudrücken, auch dieser Teil des Galaxy Fold macht einen stabilen und langlebigen Eindruck. Egal ob Fotos, Videos, Webseiten, Texte oder Spiele, dieses Display ist ein echter Traum!

AndroidPIT Samsung Galaxy Fold In Use 3
Das Riesen-Display des Galaxy Fold ist schön anzusehen. / © AndroidPIT

Die Software ist flexibel

Damit das Samsung Galaxy Fold seine Qualitäten entfalten kann, muss die Software mitspielen. Vor allem zwei Dinge sind hierbei wichtig, die Samsung seiner One UI extra für das Falt-Smartphone spendiert hat: Die Umschaltung von Außen- zu Innendisplay sowie die Möglichkeit, drei Apps gleichzeitig zu verwenden.

Die Umschaltung nennt Samsung App Continuity. Das bedeutet, dass Ihr eine App auf einem der beiden Displays startet und verwendet, und diese einfach auf das jeweils andere Display umschaltet, wenn das Galaxy Fold auf- oder zugeklappt wird. Das klappt überraschend gut, sogar bei Spielen wie Asphalt 9. Eine Pause oder sonstige Verzögerung ist nicht zu bemerken. Das hat mich durchaus beeindruckt! In den Einstellungen könnt Ihr für jede App festlegen, ob sie automatisch umschalten soll oder nicht, das ist ziemlich praktisch.

AndroidPIT Samsung Galaxy Fold In Use 2
Bis zu drei Apps schafft das Galaxy Fold gleichzeitig. / © AndroidPIT

Auf dem großen Display des Fold könnt Ihr zwei oder drei Apps parallel laufen lassen. Der Bildschirm wird dann entsprechend aufgeteilt. Die Apps lassen sich verschieben und die Fenster in der Größe verändern. Das macht Spaß und dürfte in vielen Fällen einiges an Arbeit ersparen. An der Geschwindigkeit der Apps habe ich im ersten Test des Samsung Galaxy Fold keinen Unterschied festgestellt, wenn drei gleichzeitig laufen.

Galaxy Fold mit Power und Speicher satt

Die Performance des Samsung Galaxy Fold war beim ersten Ausprobieren tadellos, alles lief flott und flüssig ohne große Ruckler oder Gedenksekunden. Kein Wunder, der Qualcomm Snapdragon 855 hat jede Menge Power und kann außerdem auf satte 12 GByte Arbeitsspeicher zugreifen - das dürfte eine Weile reichen. Der interne Speicher ist 512 GByte groß, jedoch nicht erweiterbar. Benchmark-Tests konnten wir mit dem Galaxy Fold noch nicht durchführen, das holen wir aber selbstredend nach, wenn das Smartphone in der Redaktion gelandet ist.

Sechs Kameras an drei Stellen

Das Galaxy Fold hat insgesamt sechs Kameras an Bord . Vorne sitzt eine Selfie-Kamera mit 10 Megapixel und Blende f/2.2, innen über dem großen Display eine Dual-Selfie-Kamera mit 8 und 10 Megapixel (normale Brennweite und Weitwinkel). Die Hauptkamera auf der Rückseite hat ein Ultraweitwinkel-Objektiv mit 16 Megapixel und Blende f/2.2, eine 12-Megapixel-Kamera mit variabler Blende (f/1.5 und f/2.2) und OIS sowie ein 12-Megapixel-Tele-Objektiv mit Zweifach-Zoom, f/2.4 und ebenfalls OIS. Die Qualität der Kameras im Samsung Galaxy Fold wird unser ausführlicher Test näher beleuchten.

AndroidPIT Samsung Galaxy Fold Camera Module
Drei Kameras sind an der Rückseite des Galaxy Fold zu finden. / © AndroidPIT

Die Akkulaufzeit hängt von Euch ab

Im Galaxy Fold steckt ein Akku mit 4.235 mAh - oder besser zwei, denn die Kapazität verteilt sich auf zwei miteinander verbundene Akkus in den beiden Gehäusehälften. Wie lange die Laufzeit ausfällt, wird stark vom Nutzungsverhalten abhängen, also vor allem davon, wie ausgiebig Ihr das große Display nutzt - vertraut mir, Ihr werdet es sehr ausgiebig verwenden. Während meinen etwa 45 Minuten mit dem Falt-Smartphone ging der Ladestand von 89 auf 84 Prozent zurück. Weitere Aussagen zur Akkulaufzeit können wir erst liefern, wenn das Galaxy Fold zum Test bei uns eingetroffen ist.

Ein tolles Smartphone!

Mich hat seit Jahren kein Smartphone beim ersten Test mehr so begeistert wie das Samsung Galaxy Fold. Ja, das Ding ist furchtbar teuer, zusammengeklappt ziemlich dick, und ob man dieses Riesen-Display überhaupt auf Dauer braucht, wird sich zeigen. Aber eins schein mir klar. Dieser neue Formfaktor wird den Smartphone-Markt bereichern, und darauf freue ich mich!

AndroidPIT Samsung Galaxy Fold Unfolded Back
Das ist die Zukunft der Smartphones. / © AndroidPIT

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 1 Woche

    Ich freue mich für Samsung, dass das Gerät jetzt doch einen stabilen und hochwertigen Eindruck macht. Für ein erstes Gerät eines neues Typs hat es natürlich noch Schwächen wie den Preis, die Dicke im zugeklappten Zustand und einen nicht gerade großen Akku, aber vier, fünf weitere Generationen und die Geräte sind reif für den Massenmarkt. Samsung und generell fast alle Smartphonehersteller mussten sich in den letzten zwei Jahren viel Spott und Häme anhören, weil ihnen nichts mehr einfiel, deshalb freut es mich, dass jetzt mal wieder was gelungen ist. Ich brauche es nicht, weil ich im Moment keine Vorteile für mich sehe, aber warten wir mal ab. Bedarf entsteht ja oft erst mit dem Angebot :)

  • James Blond vor 1 Woche

    Für mich immer noch ein sinnfreies Produkt.

  • Tim vor 1 Woche

    Vergiss das Bildformat nicht... das Fold hat im aufgeklappten Zustand knapp 4:3 auf 7,3". Das ist DEUTLICH mehr Display, als ein Smartphone mit 7" und bspw. 19:9.

    Und auch das mit dem im zugeklappten Zustand 6" und aufgeklappt 12" - so funktionieren Bilddiagonalen nicht ^^
    Das Mate X hat zugeklappt knapp über 6", aufgeklappt sind es trotzdem nur 8". Einfach weil sich das Bildformat massiv unterscheidet...

  • Savero Fa vor 1 Woche

    Schlank und 7,2 Zoll habe ich schon: Das Mate 20X 😎

  • Zweigerl70 vor 1 Woche

    Nach langer Zeit endlich mal wieder etwas anderes! Auch wenn ich es mir aus Gründen der Vernunft nicht leisten wollen werde, so finde ich doch, dass es ein interessantes Gerät ist. Der Weg führt weiter. Ich denke der Markt wird in Hinkunft wieder etwas spannender.

80 Kommentare

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  • Ich finde es klasse, mir fehlt hauptsächlich der PEN, dann wird es oft ein echter Ersatz fürs Boock oder Tablet. Die Kamaras im aufgeklappt Zustand würde ich auch weglassen. Also ich kaufe sobald es ein Note Fold gibt.


  • Bin mal auf die ersten Beschwerden jener Käufer gespannt,wenn es nach 1Jahr heißt das das Scharnier ausleiert oder durch einen Sturz sich nicht mehr klappen lässt,Akkus explodieren.Bei dem Gerät ist eine Handyversicherung Pflicht.Das Display zu wechseln dürfte bestimmt mit die teuerste Reparatur werden.Wer das Smartphone fallen lässt kann sich auf böse Blicke anderer gefasst machen vor Neid.


  • Meine Meinung, das Teil kannste knicken... 😀😁😂


  • Tolles Teil,gefällt mir sehr gut. Ob ich das brauche? Wahrscheinlich nicht. Aber der "will haben Faktor" ist trotzdem da, auch wenn es keinen Pen gibt und mir das Teil zusammengeklappt wahrscheinlich zu dick in der Hosentasche wäre. Mal sehen...


  • Fazinoerendes Gerät, da freut man sich auf die nächsten Generationen.

    Aaaber Samsung versuchte schon beim s6 die micro sd weg zu lassen, fangen die jetzt schon wieder so an.

    Bei einem Gerät der größe wäre Spen micro sd und kopfhörer Plicht.

    Würde es mir auch nicht holen, aber gerade wenn konpaktere Geräte kommen die man groß klappen kann, fände ich das doch interessant.


    • "Bei einem Gerät der größe wäre Spen micro sd und kopfhörer Plicht. "

      Aber das ist doch dem Fold Premium vorbehalten. Das kommt etwas später für nur €3099,99.


  • Also zur Größe des Displays kann ich nur sagen, so groß ist das doch gar nicht,mein Mate 20x hat 7,2 Zoll. Ansonsten bleibt es für mich ein innovatives Gerät, das mir viel zu hässlich und viel zu teuer ist.


    • Das Mate 20x ist deutlich schmaler, dafür länger.
      Also ein anderer Formfaktor und somit nicht gleichzusetzen.
      Der Vorteil beim Fold liegt auf der Hand:
      Zugeklappt nicht so ein Riesenklopper wie z.B. das Mate 20x.
      Das hebt sich nur leider durch die Dicke des Geräts wieder auf.


    • Das Fold selber ist in der Form nicht gerade hübsch.Die Idee dahinter hat aber durch aus Zukunft und lässt wieder Ideen sprießen wie man eventuell noch falten kann.Das RazR soll hoffentlich bald kommen.


  • Für so ein Klotz 2100 Euro bescheuert aber wer Geld zu viel hat solls denen in den Hals schieben.🤣


    • Ich finde es immer wieder komisch wenn andere schlecht gemacht werden weil sie sich gewisse Dinge leisten können oder wollen die man selber nicht machen möchte oder kann. Seid doch froh das es Leute gibt die sich solche Sachen kaufen den durch die wird es dann günstiger und so können wir sie später auch kaufen. Ist doch bei allen Technischen Neuerungen so.


    • @Jörg
      Hate doch einfach woanders. Ich brauche keine selbsternannte Bürgerwehr, die mir sagt, was ich kaufen darf und was nicht.


  • Sieht eigentlich keiner diese im ausgeklappten Zustand sichtbare Faltstelle? Vorallem bei dunklen Hintergründen wenn sich das Licht spiegelt. Und dafür 2000€?


  • Wieso sind 7,1 Zoll riesig? Ich finde eher, dass dies für ein zusammenklappbares Gerät sehr klein ist. Es gibt bereits genügend normale Smartphones die um die 7 Zoll bieten. Ich würde mir eher ein Gerät wünschen, welches gefaltet ca. 6 Zoll hat und geöffnet dann eben um die 12 Zoll. Erst dann würde ich davon sprechen Smartphone und Tablet in einem Gerät zu haben.
    Natürlich wäre ein solches Gerät aktuell sicher viel zu schwer und dick. Daher finde ich die Idee zwar toll, aber für mich wird sie erst interessant, wenn es bessere und leichtere Akkus gibt, die größere Formate bei weniger Gewicht und Dicke erlauben.


    • Vergiss das Bildformat nicht... das Fold hat im aufgeklappten Zustand knapp 4:3 auf 7,3". Das ist DEUTLICH mehr Display, als ein Smartphone mit 7" und bspw. 19:9.

      Und auch das mit dem im zugeklappten Zustand 6" und aufgeklappt 12" - so funktionieren Bilddiagonalen nicht ^^
      Das Mate X hat zugeklappt knapp über 6", aufgeklappt sind es trotzdem nur 8". Einfach weil sich das Bildformat massiv unterscheidet...


      • Es wird Smartphones geben die aufgrklappt dann auch 18:9 haben werden.


      • Ich dachte dabei auch nicht an nur einmal gefaltet, sondern eher an zweimal. Aber stimmt, dass kam nicht richtig rüber. Das 4:3 Format mag ich persönlich nicht. Es sollte aufgeklappt eher 16:9 oder 18:9 haben.

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