Personenbezogene Datensammlung wird mir zuviel!

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25.01.2012 12:28:04

Was ich heute auf diversen Seiten ein Surfen lesen musste hat in mir doch ein ganz unwohles Gefühl hervorgerufen.
Googles Pläne zur Zusammenführung aller personenbezogener Daten in einen einzigen Pool und die einhergehenden Risiken, bzw. Möglichkeiten für google zu effektiveren Werbung gehen mir einfach zu weit. Mir schmeckt es ohnehin schon nicht wie es aktuell ist und was man alles von sich preisgeben muß. Aber zumindest einigermaßen dezentral was mir zumindest die Illusion vorgaukelt bei Missbrauch nicht komplett gläsern dazustehen. Nur ein Aspekt der mich beunruhigt. Hier ein exemplarischer Auszug aus dem inet.
Wie steht ihr dazu?

In einem radikalen Schritt hat Google angekündigt, Nutzer in Zukunft über alle Dienste hinweg zu tracken. Einen Opt-Out wird es nicht geben. Betroffen sind neben Google Mail auch die Suche, Youtube und viele weitere Dienste.

Die Änderungen wurden in einem Blogpost bekannt gegeben und sollen am 1. März 2012 in Kraft treten. Wenn man danach mit seinem Google Konto angemeldet ist, kann das Unternehmen die Informationen für andere Dienste weiter verwenden. Google schreibt, das die neue Privatsphärenrichtline es dem Unternehmen erlaubt, Informationen zu kombinieren, die bei der Benutzung der Google-Dienste anfallen. Man verwalte die angemeldeten Anwender nun quer über alle Produkte.

Was das für den Anwender bedeutet, ist klar: Die Suchanfragen, die geschickten E-Mails und die Orte, die man in Google Maps recherchiert, die Youtube-Videos, die man sieht und die Diskussionen auf Google+ werden in einem riesigen Datenpool zusammen gefasst. Das betrifft auch Android-Benutzer, deren Standortdaten, Google Wallet-Daten und vieles weitere gesammelt werden sollen. Die gesamten Datenspuren werden verknüpft. Auch wenn Google verspricht, dadurch dem Anwender eine bessere Dienstleistung bieten zu können, ließe sich der Datenpool auch für eine viel gezieltere Werbung verwenden.

Die Washington Post schreibt, dass es aus dieser Datenerfassung keinen Ausweg gibt, wenn man seinen Google-Account nutzen will. Gegen Googles Suche in sozialen Netzwerken “Search plus Your World” kann man wenigstens noch optieren. [Mat Honan / Andreas Donath]

25.01.2012 12:45:22

ja, das hab ich auch grad in meinem Nachrichtenticker gelesen.

Aber aus der Sicht von Google vollkommen nachvollziehbar: Google liebt seinen gläsernen Kunden! Denn wovon lebt Google? Exakt! Von der Werbung. Wenn Google nun alle Daten zu einem Kunden/Anweder/Nutzer in einem Pool sammelt, ist das Aufdrängen gezielter Werbung doch viel einfacher. Und so manches andere auch...
:(

We choose our destiny in the way we treat others Apps nach EinsatzzweckKleine, tolle Helferlein (Apps)

25.01.2012 13:54:16

Christoph
Ihr müsst einfach nur mit Köpfchen im netz rum surfen.
Da haperst aber leider bei vielen Usern, nicht nur in Bezug auf´s Smartphone sondern auch auf dem heimischen PC.:wink:

** Android in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf **

25.01.2012 14:17:43

Oldviking

Da haperst aber leider bei vielen Usern, nicht nur in Bezug auf´s Smartphone sondern auch auf dem heimischen PC.:wink:

Das hast du jetzt gesagt.
Aber so viel wollte Google am Anfang gar nicht von mir wissen.
Das gute ist das Google nur noch eine Seite nutzungsbedingungen hat. Eine für alle Dienste.

Wenn es dunkel ist, fehlt Licht. //\ Wer Rechtschreibfehler findet: Die Ninjas waren es. :ph34r:

25.01.2012 14:23:22

Hugo Strange
Christoph
Ihr müsst einfach nur mit Köpfchen im netz rum surfen. Google weiß nur so viel wie ihr Google wissen last.

Und das funktioniert nochmal wie? Gar nicht online gehen?!

Beim Google-Konto abmelden, wenn man bspw. auf Youtube unterwegs ist, reicht schon ;-)

Es wird ja auch niemand gezwungen Google-Produkte zu verwenden. Zur Nutzung von Android braucht man lediglich das Konto, insb. wegen des Markets. Was dann noch an Produkten genutzt wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Und die Zusammenführung aller Daten in einem einzigen Pool gibt es ja auch schon seit eh und je im Dashboard.
Die Verwendung untereinander hat lediglich zu Folge, dass bspw. die personalisierte GMail-Werbung künftig auch bei Youtube eingeblendet werden könnte, bzw. beide Quellen gemeinsam zur Schaltung einer geeigneten Anzeige genutzt werden können.

25.01.2012 14:25:11

Diese Diskussion erinnert mich immer an "Aussagen" zu kostenloser Software/Apps. Es soll alles nichts kosten UND Keine Werbung enthalten. Bei den Googlediensten ist es doch genau so, man möchte alle diese schönen Dienste kostenlos haben, wird es aber nie und bei keinem Anbieter geben. Man (be)zahlt eben mit Informationen!

Was man dann genau an Informationen freigibt oder (Wahlrecht!) ob man diese Dienste nicht nutzen will, hat dann jeder selbst zu entscheiden. Man kann sich auch ein ganz normales Handy holen mit dem man telefonieren kann.

@Luigi
Habe Deine Antwort erst jetzt gelesen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, das sich bestimmte Dienste, OHNE ein Konto, bald nicht mehr nutzen lassen werden.

— geändert am 25.01.2012 14:28:04

Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. Arthur Schopenhauer App Reviews nach Einsatzzweck und hier noch das: Das-AndroidPITiden-Buch

25.01.2012 14:27:09

Christoph

Das hast du jetzt gesagt.
Wie manche mit ihren Daten woanders umgehen ( Facebook usw. ),da braucht man sich hier nicht über Google aufregen.
@Luigi Del C hat es auf den Punkt gebracht:
Es wird ja auch niemand gezwungen Google-Produkte zu verwenden. Zur Nutzung von Android braucht man lediglich das Konto, insb. wegen des Markets. Was dann noch an Produkten genutzt wird, bleibt jedem selbst überlassen.

— geändert am 25.01.2012 14:29:20

** Android in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf **

25.01.2012 14:30:49

tom_cat
Diese Diskussion erinnert mich immer an "Aussagen" zu kostenloser Software/Apps. Es soll alles nichts kosten UND Keine Werbung enthalten. Bei den Googlediensten ist es doch genau so, man möchte alle diese schönen Dienste kostenlos haben, wird es aber nie und bei keinem Anbieter geben. Man (be)zahlt eben mit Informationen!

Was man dann genau an Informationen freigibt oder (Wahlrecht!) ob man diese Dienste nicht nutzen will, hat dann jeder selbst zu entscheiden. Man kann sich auch ein ganz normales Handy holen mit dem man telefonieren kann.

+1

Heißt ja auch nicht Google e.V. :grin:

Edit: @tomcat, bis auf die Suche und Youtube ist es ja fast jetzt schon so. Dennoch bleibt die Freiwilligkeit der Nutzung des Dienstes.

— geändert am 25.01.2012 14:32:39

25.01.2012 14:33:11

versteh nicht, warum sich immer alle so über personalisierte Werbung aufregen. Google, Amazon und alle anderen zeigen doch so oder so Werbung an. und mir ist es doch lieber, wenn etwas angezeigt wird, was mich interessieren könnte, anstatt irgendein schund.
wenn, dann könnte man sich höchstens darüber aufregen, dass überhaupt Werbung angezeigt wird, aber nicht, dass sie personalisiert ist.

Meine Meinung!

25.01.2012 14:51:56

Weil hier gerade der Dienstleister Amazon genannt wurde und wenn es um Datensammler geht, meistens nur die soz. Netzwerker genannt werden...

Wenn ich mir die Werbung anschaue die ich von Amazon bekomme und die, die ich in Google sehe (bis jetzt!), dann frage ich mich nicht mehr, wer denn mehr Daten (freiwillig) von mir hat und die auch benutzt. Wenn ich in Amazon gezeigt bekomme, das ein Bekannter ja die SD-Karte Y gekauft hat und warum ich deshalb die "X" haben möchte....ich weiß ja nicht, wehr im Moment mehr Daten hat. Ich habe jetzt mal nur von Daten gesprochen. Man kann sich nat auch überlegen, das Amazon nicht nur die Daten meiner Adresse und meine angeschauten und gekauften Waren hat, noch besser und noch extremer: Geldverkehr, Bankbewegung, was kann ich mir leisten (kaufe ich immer nur das billigste?) und, und, und...DAS finde ich bedenklicher.

Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. Arthur Schopenhauer App Reviews nach Einsatzzweck und hier noch das: Das-AndroidPITiden-Buch

25.01.2012 15:02:39

Lasst doch die personalisierte Werbung mal außen vor, das ist immerhin noch das kleinste Übel.

Was mir persönlich viel mehr zu denken gibt, ist die Tatsache, dass die "Datenkrake" (schönes Wort!) Google im Hintergrund ein nahezu komplettes User-Profil von uns erstellen kann. Sei es durch Suchanfragen am heimischen Computer oder von unterwegs via Handy oder durch viele andere Daten, die man durch die Verwendung eines x-beliebigen Google Dienstes „hinterlässt“. Wenn dann auch noch ein Google Dienst wie Wallet hinzu kommt... ach ja, NFC ist doch auch was Schönes.

Generell gilt:
Wer GOOGLE-Dienste intensiv nutzt, muss sich bewusst sein, dass der Preis dafür der sukzessive Abbau der eigenen, privaten „hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“-Firewall ist.

We choose our destiny in the way we treat others Apps nach EinsatzzweckKleine, tolle Helferlein (Apps)

25.01.2012 15:45:20

tom_cat
wenn sie dann noch so funktionieren.
So richtig funktionieren tut das Firefox-AddOn schon länger nicht mehr, der Entwickler hat wohl kein Interesse mehr ...:unsure:
Liegt aber wohl auch an den ewigen Bastelarbeiten bei Google...,da muss das AddOn immer wieder angepasst werden.

— geändert am 25.01.2012 15:48:06

** Android in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf **