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Kommentar 5 Min Lesezeit 34 Kommentare

Moto Mods: Ein Scheitern in drei Smartphone-Akten

Mit der Moto-Z-Serie hatte Motorola im Jahr 2016 die sogenannten Moto Mods ins Leben gerufen. Die Idee: Mit verschiedenen Modulen kann das Smartphone nach Belieben erweitert werden. Der Hersteller versprach, das mindestens drei Generationen der Z-Serie diese Module der ersten Stunde unterstützen werden - mit dem Z3 Play ist nun eben diese dritte Generation veröffentlicht worden. Aber wo geht nun die Reise hin?

Eine gute Idee mit unendlich vielen Möglichkeiten

Nach LG war Motorola der zweite Hersteller, der die Idee der Modularität wirklich ernst genommen hat (klammern wir Googles Project Ara einmal aus). Die Umsetzung der Mods war dabei auch deutlich interessanter als bei der Konkurrenz. Statt die Module unten ins Telefon einzuschieben, was die Vielfältigkeit selbiger deutlich einschränkt, werden sie einfach auf der Rückseite des Smartphones aufgesetzt. Der Möglichkeiten sind hierbei wenig Grenzen gesetzt.

Ihr braucht mehr Akkuleistung? Kein Problem, dank Power Pack habt Ihr 2220 mAh mehr Saft mit an Bord. Der Sound Eures Smartphone genügt Euch nicht? Dank Audio-Mod von JBL klingt das Motorola-Smartphone gleich deutlich besser. Sogar ein echter optischer Zoom war mit Hilfe des Hasselblad True Zoom Realität, auch wenn die Ergebnisse leider etwas enttäuschten. Und die geschossenen Bilder lassen sich mittlerweile auch einfach direkt am Smartphone ausdrucken. Schon nach 2 Jahren gibt es so einige Mods, aber leider reicht auch das nicht wirklich aus.

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Mit dem Gamepad-Mod macht das Zocken am Smartphone gleich mehr Spaß. / © AndroidPIT

Der Preis ist seit jeher ein Problem

Die Anschaffungskosten sind so hoch, dass die Smartphones inklusive der gewünschten Mods schnell uninteressant werden. Ein Rechenbeispiel: Das bisher vielleicht interessanteste Smartphone der Z-Serie, das Moto Z2 Force, hat bei Veröffentlichung schlappe 799 Euro gekostet. Schon an sich ein saftiger Preis. Nimmt man nun aber noch den ein oder anderen Mod hinzu, ist man schnell bei deutlich über 1000 Euro. Bei aller Modularität, das sind Preise, die sich vielleicht Samsung und Apple erlauben können, aber ganz sicher nicht ein Hersteller wie Motorola. Dafür fehlen mittlerweile einfach die eingefleischten Fans.

Wie man schon recht früh merkte, waren die Mods auch nie so richtig ihren Preis wert. Der Audio-Mod kostete zu seiner Zeit knapp 100 Euro, dafür kriegt man schon deutlich bessere Bluetooth-Lautsprecher, meist für deutlich weniger Geld. Oder der Insta-Share-Projector: Hiermit könnt Ihr dank eines kleinen Projektors Filme und Videos direkt vom Smartphone aus an eine Wand werfen. Super Idee, die qualitativ aber leider zu wünschen übrig ließ - und noch heute über 200 Euro kostet. Wenn ich nicht gleich Profi-Qualität erwarte, erhalte ich zu ähnlichen Preisen deutlich bessere Projektoren, auch wenn diese nicht so einfach zu transportieren sein mögen. Dafür funktionieren sie aber mit jedem anderen Telefon.

Viel Begeisterung kam bisher nicht auf

Motorola hat in den vergangenen zwei Jahren die Moto Mods immer wieder stark beworben. Nachvollziehbar, haben sie doch viel Zeit und Geld investiert. Vor allem 2016 sah alles nach einem möglichen großen Erfolg aus. Und der Hersteller tat eigentlich auch alles dafür. Es wurden sogar Wettbewerbe ausgerufen, bei den findige Teilnehmer ihre eigenen Ideen für neue Mods einreichen konnten, die dann teilweise später sogar den Weg auf den Markt finden sollten. Aber man hatte nie das Gefühl, dass all der Einsatz wirklich bei der potentiellen Kundschaft ankam. Ein Gesprächsthema waren sie bei mir außerhalb von AndroidPIT zumindest nur sehr selten, und meinen Kollegen geht es da glaube ich nicht wirklich anders.

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Das Moto Z3 Play hat die dritte Z-Generation eingeläutet. / © AndroidPIT

Und gute und sinnvolle Ideen werden eigentlich immer kopiert. Bisher sind LG und Motorola nach wie vor die einzigen Hersteller, die Module in dieser Art umgesetzt haben. Essential dagegen klappte bereits beim ersten Sprungversuch zusammen. Auch einschlägige kleine Hersteller, die praktisch alles kopieren, was ansatzweise Erfolg hat, haben bisher komplett die Finger von Modulen gelassen. Ja, sie sind auch nicht so einfach herzustellen, wie z.B. das Smartphone einfach nur in der Farbe Rot herauszubringen.

Die 3. Generation ist hier, was nun Motorola?

Mit dem Moto Z3 Play ist nun die dritte Generation der Z-Serie auf dem Markt, entsprechend stellt sich nun die Frage, wie Motorola weiter verfahren wird. Werden sie an den Moto-Mods festhalten? Werden sie die Idee nun einstampfen?

Meiner Meinung nach überwiegen mittlerweile die Nachteile der Moto Mods. Dass sie mit allen verschiedenen Modellen der Z-Serie kompatibel sind, ist natürlich löblich - und auch absolut nötig. Gleichzeitig heißt das aber eben auch, dass sich die Z-Serie in Sachen Design nur äußerst zaghaft weiterentwickeln kann. Die Form, das Kamera-Modul und weitere Aspekte auf der Rückseite können partout nicht verändert werden, sonst passen die Module eben nicht mehr. Immerhin kann ich noch den Bildschirm auf der Front verändern und das hat Motorola natürlich auch getan. Aber reicht das auch in den nächsten Jahren? Ich bin der klaren Meinung: Nein. Die Konkurrenz schläft nicht, und entwickelt sich stetig weiter. Klar, das Design der Smartphones wird immer mehr zum Einheitsbrei und Motorola sticht mit seiner Rückseite sogar aus der Masse heraus. Aber auch in den kommenden Jahren an den bestehenden Elementen festzuhalten, wird sicher keine neuen Kunden begeistern.

Und eins steht eben leider auch fest: Sonderlich erfolgreich waren die Moto Mods und die dazugehörigen Smartphones nicht, schon gar nicht hierzulande. Die Smartphones waren meist irgendwie gut, keine Frage, aber die Massen konnten sie bisher nicht begeistern. Und wie wir alle wissen, spielt das Design eines Smartphones bei den meisten Kunden eine große Rolle, genügend Leistung haben sowieso die meisten Smartphones. Und wie gesagt, hält Motorola an den Moto Mods fest, kann sich das Design nicht grundlegend verändern. Wie groß ist also die Chance, das neue Smartphones deutlich erfolgreicher sind, als die bisherigen? Geld verdient der Hersteller vor allem mit der G-Serie, die mit den Mods nicht kompatibel ist.

Aber wie steht Ihr zu den Moto Mods? Sollte Motorola die Idee weiter verfolgen und daran festhalten? Oder fandet Ihr sie schon immer eher uninteressant?

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Top-Kommentare der Community

  • Hans-Dieter B. vor 1 Monat

    Nicht jeder sitzt den ganzen Tag im Büro.

  • Lefty vor 1 Monat

    Der Akkumod hat grad im Urlaub schon viel Sinn gemacht. Aber insgesamt finde ich das Angebot zu dünn, bzw. zu teuer.

  • Rexxar vor 1 Monat

    Ich schreib nochmal n seperaten Kommentar.
    Jeder fand diese Idee mit dem modularen Smartphone sowas von toll, doch letztendlich war es nur der Hype um eine Idee, einen Traum, in Anlehnung an die modularheit von Computern.

    Doch die Modprojekte von Smartphones waren alle genau das nicht und was Motorola gemacht hat war überteuerte Gadgets von fragwürdiger Sinnhaftigkeit als Mod zu veröffentlichen. Hut ab, mutig, aber das braucht man einfach nicht.

    Generell leben Smartphones davon alle drin zu haben wie Kamera etc... Die Idee des modularen Smartphones ist gescheitert, weil es nur eine Idee war, die unpraktisch ist. Einerseits so technisch nicht lösbar mit Änderungen an Prozessor etc, und andererseits auch zu kompliziert.
    Smartphones sind All In One. Wie sagte es Steve Jobs? A Phone, a Touch Screen iPod, an Internet Communicator. Und genau das ist es doch auch. Alles in einem, Kamera, Computer, Telefon, Musik Player und man hats immer dabei.
    Weshalb diese Funktionen wieder aufsplitten?

34 Kommentare

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  • HZA vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Die Idee mit den Mods finde ich gut, nur an der Reife der Dinge fehlte es. Die Hasselblad macht keine besseren Fotos als mein Z3Play, der Printer macht recht farbverfälschte Sofortbilder, ansonsten finde ich kontaktloses Laden ok und einen Akkupack gut, auch wenn er beim alten ZPlay nicht sooo nötig war. Die Handys an sich finde ich ok, mal sehen wir das Z3Play nun ist. Auch wenn der Akku schwächer ist und die Aux-Buchse fehlt. :-( Insgesamt ist man oft mit anderen Zukaufgeräten billiger und flexibler, ja....aber die Idee mit den Mods hätte wirklich viel weiter und effektiver gesponnen werden können. es gibt zu wenige...schade. Und immer noch kein Tasten-Mod! Die Fangemeinde ist sicher da!


  • Am interessantesten wäre bestimmt das Akku Mod. Nur ist es meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt. Das Akku Mod landet nur den internen Akku, anstatt das es als Ergänzung zum Hauptakku genutzt wird.
    Das Kamera Mod wäre bestimmt auch sehr brauchbar, wenn es laut Tests nicht so schlecht abgeschnitten hätte. Hier wäre locker ein 1 Zoll Sensor möglich gewesen. Und mit so einem Sensor braucht man sich um die Bildqualität keine Sorgen machen. Gute Software vorausgesetzt.


  • Habe Letztes Jahr in April einen Moto Z gekauft. gegen august habe ich eine Moto mot Akku gekauft. in ersten moment Schien es gut und praktisch aber. Man konnte es nur als dauernd laden oder wenn Akku Leistung unter 80% fiel laden einstellen. Eine Powerpack hat bessere Leistung und man konnte damit mehrmals Moto Z laden. Modul war auch zu teuer habe es zurückgegeben. Also man hat unreife Lösungen angeboten.


  • Ich wünsche dem Moto Z3 Play mehr weltweiten Erfolg obwohl ganz klar das Z2 Play die bessere Wahl ist.

    Das größte Problem der Moto Mods ist der Preis, komischerweise gab es mal Aktionen wo Lenovo alle Mods lediglich für die Hälfte im Motorola Online Store verkauft hat und schwups war diese in einem Tag ausverkauft?!

    Weiterhin wurden manche Mods nicht überarbeitet wie das Hasselblood Camera Mod oder der Projektor 😞

    Schade, das System hat viel Potenzial auch weiterhin 📱


    • Die Idee von Motorola war ja auch das man einmalig Mods herstellt, und diese dann mindestens 3 Jahre lang nutzen kann, auch wenn man sich in der Zwischenzeit ein neues Motorola Smartphone kauft.


  • LG hatte die Sache einfach nicht fertig gedacht. Bei jedem Mod-Wechsel musste das Gerät abgeschaltet werden. Zum scheitern verurteilt.

    Die Moto-Mods als Idee finde ich toll. Die Umsetzung leider nicht. Bei diesen Preisen fehlts an Qualität


  • Die Idee der modularen Erweiterung ist Blödsinn und geht an der Psychologie des Konsumenten vorbei! Der alleinige Reiz eines Smartphones ist die Fähigkeit zur eierlegenden Wollmilchsau. Der Trend geht soweit, dass diese eierlegende Wollmilchsau in der Dimensionierung immer flacher und das Display möglichst groß (im Verhältnis zum Bezel) sein soll. Alle wesentlichen Funktionen sollen implementiert sein und gerade im Hinblick auf die Kamera gehen die Erwartungen in Richtung 3000,- Euro Spiegelreflex-Kamera!
    Niemand würde auf die Idee kommen, ein sehr teures Gerät mit mittelklassiger Ausstattung und grottigem Design zu kaufen, um aus Optimierungsgründen alle Module ergänzend erwerben UND diese ständig bei sich zu führen zu müssen, um in der Lage zu sein, unerwartete und spontan auftretende Lebensereignisse auffangen zu können...
    "Oh, was für ein Sonnenuntergang! Mist- ich habe das Akku-Modul drauf und nicht das Kamera-Modul...nächstes Mal nehme ich alle mit- im Rucksack!"

    Das Design der modernen Geräte (egal wie sinnig oder unsinnig) geht in Richtung Edeloberfläche. Ich persönlich möchte mein Edel-Smartphone nicht durch das Anklicken von irgendwie Lepra-mäßig wirkenden Wucherungen auf ein Niveau heben müssen, welches andere Hersteller auch ohne Wurmfortsätze bewerkstelligen können.

    Die Notwendigkeit, besondere Behältnisse mit sich führen zu müssen (Taschen, Rucksäcke), um außer dem unauffälligen USB-Kabel und der Sonnen- und/oder Lesebrille noch 800 Gramm Smartphone-Anbauten "für alle Fälle" verstauen zu können, ist idiotisch!

    Die Module haben nur ein Grundkonzept: produziere die Basis-Hardware so billig wie möglich und verkaufe die aufwertenden Erweiterung im Sinne der Sammelwut von Nintendo Pokemons.


    • Respekt! Besser als J.G. hätte man das Dilemma nicht beschreiben können!

      J. G.


    • Ja, J.G., vollkommen richtig. Ich bin jemand, der durchaus viel Geld in die Hand nimmt um mir das neueste und beste Mobilgerät zu kaufen. Aber bei Motorola und seinen Mods kam mir die Anschaffung nicht eine Sekunde in den Sinn. Und zwar genau aus den von Dir angeführten Gründen.

      J. G.


    • Dein kommentar klingt ja zunächst schlüssig, aber wenn man auch nur eine Sekunde nachdenkt sieht man das es Unfug ist, denn: Die Mods ergänzen Funktionen die in der Form nie und nimmer in das Gerät integriert werden können! Auch ein iPhone 15 wird weder eine 360° Kamera, noch einen Fotodrucker, noch vergleichbare Lautsprecher, noch eine Tastatur, noch einen Projektor, noch einen 10-fachen optischen haben! Diese mods sind also in jedem Fall die kompakteste Art diese Funktionen überhaupt dabei zu haben. Wodurch dein Rucksack-Argument wiederlegt ist.
      Außerdem liefern diese Module sehr spezielle Funktionen, bei denen man vorher immer weiß ob man sie braucht oder nicht. Gehe ich z.B. in den Zoo, brauche ich zusätzlichen Zoom. Während der Projektor Mod vlt auf dem Business-Trip verwendet wird. Ich will nicht spontan im Supermarkt plötzlich Fotos Drucken. Man nimmt immer genau das mit, was man benutzen möchte. Vor allem beim Akku ist das genial, denn ich BRAUCHE nicht mehr Akku-Kapazität im Alltag (und will sie auch nicht tragen) wenn sowieso Zuhaus und im Büro ein Ladekabel wartet, sehr wohl aber z.B. am Wochenende auf dem Camping-Trip.

      Also nein, die Moto-Mods SIND sinnvoll und wiedersprechen NICHT der All-In-One Idee des Smartphones. Leider sind sie dennoch teuer, aber wenn ich z.B. regelmäßig 360° Videos für mein VR-System machen will, ist es das Wert. Das Handling ist bei jedem einzelnen Mod jeder alternative überlegen. Sie alle sind durchdacht und (bis auf die Kamera) qualitativ einwandfrei.

      Das Design aller Moto Z Modelle ist imho sehr gut. Auch die Kamera auf der Rückseite steht eben NICHT hervor, da das Cover Mod quasi zum Telefon gehört. Es ist trotzdem leichter und flacher als die Konkurrenz. Das Preis-Leistungsverhältnis ist nach dem typischen Preisverfall aller Motos nach wenigen Monaten auch sehr gut.


      • Ich teile deinen Standpunkt nicht! 90% (oder mehr) der Smartphone-User handeln völlig anders! Ich packe in meinem Alltag ein USB-Ladekabel ein, Autoschlüssel, (wie erwähnt) Sonnen/Lesebrille und einige andere "daily driver". Wenn ein improvisiertes Wochenende ansteht, dann eventuell noch eine Powerbank. Aber ansonsten findet man im allgemeinen in den Aktenkoffern/Messengerbags maximal noch die Tageszeitung, ein Kindl, Coffee2Go und die Tupperdose mit den Melonenstückchen* (*eingepackt von der Ehefrau, die meint, dass man im Büro was "Frisches" bräuchte).
        Möchte ich eine vernünftige Beschallung, packe ich ggf. meinen Bluetooth-Speaker von JBL ein, der deutlich mehr Dampf hat als Anklick-Module.
        Möchte ich wirklich vernünftige Fotos im Zoo machen, packe ich meine wertige Digital-Kamera ein, die auch ohne Smartphone funktioniert!
        Und Hand-aufs-Herz: ich war noch bei KEINEM Meeeting oder einer Präsentation, wo iiirgendjemand auf die Zuhilfenahme eines Smartphone-Moduls angewiesen war und nicht auf professionelle Ressourcen vor Ort zugreifen konnte.
        Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, will ich nur ein Gerät bei mir führen. Und Bluetooth-Keyboards für die etwas umfangreichere eMails im ICE gibt es deutlich günstiger und ebenso kompakt von anderen Herstellern- wenn man nicht ohnehin ein Notebook mit Office-Anwendungen und entsprechender Kompabilität zu anderer Hardware (z.B. Beamer) bei sich führt.
        Jede Modulfunktionen gibt es in orginärer Hardware deutlich besser. Die Argumenation der kompakten Bauweise (und Abstriche in der Performance) macht nur Sinn, wenn man mehrere Module (täglich) bei sich führen möchte/muss. Und das tut keiner...


      • Klar ist die gegenübergestellte Hardware günstiger und vielseitiger verwendbar und Moto Mods interessiert 90% der Menschen nicht die Bohne.
        Aber warum existieren sie noch zwei Z Generationen weiter? Hätte man doch genauso begraben können wie LG es tat? Und was war mit der ambitionierten Ankündigung von 12 Mods?
        Beispiel Hasselblad Mod: habe ich als Parallelkamera zum Geotaggen der Urlaubsbilder benutzt und obwohl noch eine Systemkamera im Urlaub vorhanden war wurde mit Mod mehr geknippst. Der Weitwinkel und Zoom ermöglicht eine flexiblere Komposition. Selbst Kompaktkameras im 250 Euro Bereich haben selten GPS Tagging geschweige denn einen größeren Sensor, den man erst ab einer Micro-Four-Third Kamera bekommt.
        Beispiel Instashare Projektor: nicht bei Konferenzen, sondern im Hotelzimmer und in der Ferienwohnung habe ich schnell eine Kinoatmosphäre schaffen können, was immersiver war als das iPAD anzustarren. Ein witziger Tipp ist die Deckenprojektion, wenn man im Bett liegt. Die Auflösung ist zwar SD, aber für die schnelle Lösung ausreichend.
        Beispiel Lautsprecher: Wenn man das Telefon als Diktiergerät benutzt, hören sich Mitschnitte bassreicher und lauter an was gut fürs Transkribieren ist, Freisprechen beim Telefonieren ist angenehmer mit der höheren Lautstärke und für das schnelle Videoschauen ohne die BT Kopplung abzuwarten-insbesondere wenn mehrere Geräte darauf zugreifen ist dies mit kleiner Wartezeit verbunden.
        Beispiel Akku Mods: Es kommt vor, dass auf langen Bahnfahrten einfach keine weitere Steckdose mehr verfügbar ist. Es gibt inzwischen ein Turboakku Mod, das per 15 W sich schnell auflädt und auch schnell Saft abgibt. Inzwischen nutze ist das Akkumod dauerhaft drauf, da das MotoZ inzwischen an Kapazität nachgelassen hat. Ohne internen Akku tauschen zu müssen kann man hier die Nutzungsdauer erweitern.
        Für Polaroid und Gamepad Mods gibt es ähnlich sinnige wie unsinnige Erfahrungen.
        Das Androidökosystem gibt eine Vielfalt an Geräten her und wirft auch solche Kreationen auf dem Markt und das ist für ein paar wenige auch gut so.


  • Ich fand die Mods Mega interessant, jedoch lasse ich mir solch gerätebezogene Hardware nicht mehr andrehen, da ich damit rechne sie in der nächsten Generation nicht mehr nutzen zu können.

    Ich schätze das wird nicht nur mir so gehen und der Markt hat hier mit seinen vielen Versprechen sicher den "Glaubwürdigkeitsbonus" aufgeraucht. Da ich mir z.B. im vergleich zum JBL Mod eine deutlich bessere Box kaufen kann für weniger Geld die mit allen Geräten arbeitet, macht das einfach keinen Sinn.

    Der Beamer..... naja, wenn ich so etwas wirklich mal brauchen sollte, dann nimmt man halt ein kleines Gerät wo man das Phone damit koppelt. Man braucht fast nie überraschend einen Beamer unterwegs, außer man muss wie im Werbevideo eine Horde Zombies mit nem Katzenvideo ablenken. ( Der damalige Spot gab eigentlich schon Einblick genug, wie weltfremd dieses Gadget ist. ).

    Gamepad Mod fürs Smartphone ? Na da gibt es doch mehr als genug und viel zu viele interesante Spiele die es nicht wirklich gut unterstützen.

    Also mal abgesehen vom Batterie Mod, sehe ich hier kaum etwas, was ein festhalten an dieser Schnittstelle zwingend macht und deshalb wird sie sterben. Die angebliche Notwendigkeit wurde doch vom Hersteller kreiert und nicht vom Kunden.


  • Schon beim ersten Anblick des LG G5 dachte ich mir, dass den Entwicklern eine ordentliche Sitzung beim Amtsarzt nicht geschadet hätte. Hat das Gerät doch immerhin die goldene Himbeere für das mieseste Design aller Ewigkeiten verdient. Alleine schon die Kameradelle und der schiefe Spalt des Akkudeckels erinnerten mich nicht an hochwertige Verarbeitung sondern eher an einen Verkehrsunfall mit Sachschaden.

    Der Akku-Mod von Motorola wäre auch der einzige gewesen, der mich interessiert hätte. Ich fand aber die Geräte selbst einfach zu unhandlich. Ohne Mod sehen die so aus als hätte man an Opas Opel Kofferraumdeckel und Motorhaube eingespart. Mit aufgesetztem Mod wiederum sind die Dinger so klobig, dass man im alltäglichen Transport anstelle einer Gürteltasche besser mit einem Handkarren ausgerüstet wäre.

    Ich habe mir zu meiner dienstlichen iphone-7-Gurke so einen überteuerten Silikon-Akkubumper von Apple gekauft. Sieht ziemlich behindert und zusammengeschraubt aus und, obwohl der Akku mehr Kapazität als der im Gerät verbaute hat, schafft diese Hülle gerade mal 2 Tage im Standby, das Gerät im Anschluss ganze 5 Tage. - Also ist das ebenfalls entbehrlich. Wenn man als Mensch innerhalb von 7 Tagen an keine Steckdose rankommt, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob das Leben als Unterstandsloser nicht ohne Handy genauso gut wäre.

    Leider musste die Möglichkeit den Akku einfach tauschen zu können, den IP-Zertifizierungen zum Opfer fallen. Aber das ist eben so und finde ich durchaus ok. Als passionierter Gebirgswanderer habe ich lieber ein wasserdichtes Gerät, vor allem bei überraschend auftretenden Unwettern.

    Mein Fazit zu den Mods: "Gute Idee aber schlecht umgesetzt - sofern sich sowas überhaupt gut umsetzten lässt!"

    J. G.


  • Ich hatte das Moto Z bis plötzlich Bluetooth nicht mehr funktioniert hat. Die sollten besser mal die Qualität in den Griff bekommen.


  • Ich fand da Z mit dem Kamera Mod extrem interessant als es auf den Markt kam. Aber der überzogene Preis für die Hardware und dann die miserable Bildqualität des Kameramods waren einfach eine Frechheit. Das sowas in den Regalen liegen bleibt war doch vorauszusehen.
    Langsam sollte jeder Hersteller gemerkt haben das die Kunden nicht mehr einfach einen Scheiß für teures Geld kaufen was auf den Markt kommt.

    Phi


  • Ich habe mir vor einiger Zeit das Z2 Play gekauft.
    Nicht wegen der Mods, sondern weil Mediamarkt eine Aktion hatte für 250€ mit dem JBL Mod hatte.
    Ich habe das Mod noch nicht einmal genutzt und ich habe auch kein Interesse weitere zu kaufen.
    Für mich war's einfach eine Gelegenheit, gute Mittelklasse Hardware zu einem Preis zu bekommen, der OK ist.
    Und für 250€ ist das Z2 Play ein gutes Gerät.
    Aber was Mods angeht, ist bei mir der Funke nicht übergesprungen.


  • Ich finde die Idee der Moto Mods an sich super. Nur leider steht mir der Preis sowie die Kompatibilität etwas im Weg. Klar, Motorola wird nicht einfach hergehen und die Moto Mods für so viele Smartphones wie möglich kompatibel zu machen, allerdings hat ja nicht jeder ein Smartphone von Motorola, also kann auch nicht jeder die Mods nutzen. Und wie gesagt, diejenigen, die ein Motorola-Smartphone haben, werden die Moto Mods (höchstwahrscheinlich) etwas zu teuer sein. Vielleicht würde es helfen, einfach mal den Preis für die Moto Mods zu reduzieren, bevor man sie komplett begräbt. :)


  • Wären die Mods auch mit der Moto G Serie kompatibel und wären es dazu auch noch sehr gute Mods wie z.B das Akkupack und das Gamingpad dann, würde es ja auch jeder kaufen zumindestens wenn zum Schluss auch noch der Preis stimmt. Ich finde das Gaming Pad das einzige Teil (Akkupack Mal ausgenommen) das sie verdammt gut hinbekommen haben. Mit dem wären so viele Sachen möglich. Dann noch mit der richtigen Hardware wäre es eine Nintendo Switch in viel besser oder zumindestens eine PS Vita in modern. Warum die dann so Mist mit den Sachen machen kann ich nicht verstehen.

    Und das ist Letzt endlich das warum die Mods nicht sehr gut ankommen. Motorola denkt einfach nicht weit genug und traut sich zwar den Anfang zu machen aber leider nicht deutlich mehr. Dann wäre Motorola jetzt in der Top 3 der Smartphonehersteller.

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