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Lenovo Moto Z im Test: Zu dünn, um wahr zu sein

Update: Ausführlicher Test

Mit dem neuen Lenovo Moto Z kommt - nach dem LG G5 - das zweite modulare Smartphone auf den deutschen Markt. Wir haben das Moto Z mit den Modulen getestet. Hat Lenovo die Modul-Idee gut umgesetzt? Und ist dabei ein richtig gutes Smartphone rausgekommen? Hier gibt es Antworten.

Bewertung

Pro

  • Technisch gut umgesetzte Modulschnittstelle

Contra

  • Im Dunkeln nur mittelmäßige Fotos
  • Kein Kopfhöreranschluss
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Lenovo Moto Z: Preis und Verfügbarkeit

Das Moto Z ist ab sofort über den Moto Maker unter www.moto.com/de sowie im Handel zu einer unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von 699 Euro verfügbar. Auch die Mods werden im Lenovo-Shop aufgelistet.

Das Incipio offGRID Power Pack, der Akku Mod für mehr Laufzeit, ist im Moto-Maker noch nicht erhältlich. 

Lenovo Moto Z: Design & Verarbeitung

Beim Design bricht Lenovo mit der alten Motorola-Designsprache. Statt einer ergonomisch gewölbten Rückseite hat das Moto Z eine flache. Das gesamte Gehäuse ist aus einem Mix aus Flugzeugaluminium und Edelstahl geformt. Cornings Gorilla Glass ist auf der Rückseite zu finden. Diesen Materialmix hat Lenovo gewählt, um das Moto Z trotz einer Dicke von 5,2 mm stabil zu halten.

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Eine Moto Design Shell schützt die Moto-Mod-Konnecktoren / © AndroidPIT

Um das Moto Z so extrem flach zu bekommen, musste Lenovo außerdem den Kopfhöreranschluss streichen. Und ein weiterer Kompromiss war nötig: Die Hauptkamera ragt mehrere Millimeter über die Rückseite hinaus - um dies zu kompensieren, gibt es ein Backcover, das rund zwei Millimeter dick ist. Lenovo nennt diese Moto Design Shells. Diese sind quasi funktionslose Mods und geben in unserem Fall dem Moto Z eine textilartige Haptik. Dies hat mehrere wichtige Vorteile: Einerseits sind die Mod-Anschlüsse so geschützt und andererseits liegt das Moto Z so rutschfester in der Hand. Und außerdem ist der Kamerabuckel nicht mehr zu spüren.

Kurzum: Von dem extrem dünnen Gehäuse profitiert Ihr eher nicht, weil das funktionslose Cover auf das Moto Z gehört.

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Mutiger Design-Schritt von Lenovo. Die gewohnte Motorola Wölbung gibt es beim Moto Z nicht mehr. / © AndroidPIT

Für unseren Test stand uns die dunkle Farbvariante zur Verfügung. Die dunkle Farbe und die Glasoberfläche (ohne das Textil-Backcover) vermittelten zwar haptisch einen sehr hochwertigen Eindruck, aber es war auch zugleich ein Fingerabdruckmagnet. In den helleren Versionen des Moto Z sollten die Fingerabdrücke aber nicht mehr so stark auffallen.

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Die Kamera steht weit hervor. / © AndroidPIT

In der Frontansicht erinnert das Moto Z an das Moto G4 oder G4 Plus. Wie auch bei den beiden G4-Modellen befindet sich unterhalb des Displays der eckige Fingerabdrucksensor, der zwar den Anschein erweckt eine physische Taste zu sein, es aber nicht ist. Außer der Erkennung von Fingerabdrücken hat der Button keine weitere Funktion. Auch in den Einstellungen ist nirgends eine Option zu finden, diesen als Home-Button zu konfigurieren. Aufgrund der Mods ist eine andere Positionierung offenbar nicht möglich - damit wirkt vor allem die untere Kante etwas überdimensioniert.

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Dank Fingerabdrucksensor ist die untere Kante recht hoch. / © AndroidPIT

Lenovo hat dem Moto Z eine 2,5D-Glaskante gegönnt. Auf der Vorderseite entsteht so eine angenehm abgerundete Kante. Zur Rückseite hin findet sich keine abgerundete Kante, scharfe Schnittkanten sind jedoch nicht zu spüren.

An der rechten Seite sind drei mechanische Knöpfe angebracht. Jeweils einzelne Buttons sind für lauter und leiser vorgesehen, dazu kommt ein ähnlich dimensionierter, aber angerauter Power-Button. Diese Anordnung macht es schwerer, die Knöpfe zu ertasten - langfristig werden sich Käufer aber wohl daran gewöhnen.

Lenovo Moto Z: Display

Das Moto Z ist mit einem 5,5 Zoll großen Display ausgestattet, dass mit WQHD (2.560 x 1.440 Pixel) auflöst. Die Pixeldichte des AMOLED-Displays liegt bei 535 ppi und ist somit auf Augenhöhe mit denen der Konkurrenz von Samsung, LG und HTC. Das AMOLED-Panel leistet sich aber einige Schwächen. Es erscheint ein wenig dunkel - selbst auf maximaler Helligkeitsstufe ist es nur mittelmäßig hell. Farben stellt das Display recht natürlich dar - für ein AMOLED-Display vielleicht ein bisschen zu kraftlos. Daran ändert auch der intensive Farbmodus in den Display-Einstellungen nichts. Buchstaben stellt das Display aber sehr scharf dar.

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Das Display vom Moto Z reißt keine Bäume aus  / © AndroidPIT

Lenovo Moto Z: Besonderheiten

Moto Mods: Das neue Alleinstellungsmerkmal von Lenovo

Das Lenovo Moto Z kann mit Mods erweitert werden. Lenovo hat dafür eine proprietäre Schnittstelle entwickelt, die in der gleichen Form auch beim Moto Z Play zu finden ist. Auf der Rückseite könnt Ihr die verschiedenen Moto Mods anbringen, die mit recht starken Magneten an Ort und Stelle gehalten werden - die Mods können eigentlich kaum abfallen oder verrutschen. Die elektrischen Kontakte befinden sich im unteren Drittel der Rückseite des Smartphones. Wird ein Moto Mod angedockt, bestätigt eine Vibration, dass das Modul erkannt und mit dem System gepaart wurde.

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Die Moto-Mod-Konnektoren / © AndroidPIT

Wir haben zwei Moto Mods in der Redaktion und konnten uns ein drittes bereits ansehen. Detail-Tests zu den Modulen werden wir in Kürze extra veröffentlichen. Trotzdem gibt es hier schon einmal einige Einblicke, denn kein Moto-Z-Test wäre komplett ohne ein paar Worte zu den Mods. Folgende sind derzeit angekündigt oder schon erhältlich:

  • JBL SoundBoost (Lautsprecher)
  • Moto Insta-ShareProjector (Projektor)
  • Incipio Power Pack (Akkupack mit 2.220 mAh)
  • Hasselblad True Zoom (Kamera-Modul)
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Der JBL Sound-Mod / © AndroidPIT

Das Sound-Mod wurde gemeinsam mit den Audio-Spezialisten von JBL entwickelt und verwandelt das Moto Z in einen tragbaren Lautsprecher; außerdem stecken in dem Mod ein paar zusätzliche Akkuzellen. Im Test war dieser Mod vor allem bei Spielen eine angenehme Ergänzung. Zum einen, weil das Smartphone dadurch griffiger ist, zum anderen, weil das Moto Z damit einen erheblich besseren und wuchtigeren Klang aufweist. Die Klangpower und -qualität reicht aber nicht aus, um damit ein Zimmer mit gut klingender Musik zu beschallen. Auf der Rückseite ist auch ein kleiner Kickstand eingebaut, so dass die Lautsprecher gut den Klang wiedergeben können. 99 Euro kostet der Spaß.

Der Moto Insta-Share-Projector ist ein Projektor, den man schon von Lenovo-Tablets kennt. Besonders praktisch ist dieser Mod für Geschäftsleute, die Präsentationen bei Kunden abhalten müssen. Statt ein Laptop und einen Projektor einzupacken muss man nur sein Moto Z und dieses Moto Mod auf Geschäftsreise mitnehmen. Die Übertragung des zu projizierenden Bildes vom Moto Z zum Moto Mod wird per Google Cast gelöst. Zwar hat der Projektor nur eine maximale Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten, für Präsentationen recht das aber vollkommen aus. Wir widmen dem Insta-Share-Projector ein eigenes Review, das in der nächsten Woche erscheint.

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Der kleine Projektor wird vielleicht der Liebling von Geschäftsleuten.  / © AndroidPIT

Den Hasselblad-Kamera-Mod konnten wir ebenfalls schon ein wenig ausprobieren. Hierbei stellten wir allerdings einige gravierende Probleme fest, sodass wir von einer Bewertung vorerst absehen. Aufgrund dessen empfehlen wir zum jetzigen Augenblick, bei Interesse an dem Kamera-Modul mit einer davon abhängigen Kaufentscheidung zu warten.

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Der Hasselblad-Kamera-Mod verspricht viel, hält derzeit aber wenig. / © AndroidPIT

Moto Mods: Bringen sie es wirklich?

Technisch sind sie prächtig, die Moto Mods. Aber auch im Alltag sinnvoll? User müssen sich hierbei ein eigenes Bild verschaffen, ob die Investition in die Moto-Mod-Plattform sinnvoll ist oder nicht. Moto Mods ergänzen das Moto Z um Funktionen, die in dieser Form kaum in das Smartphone integrierbar wären. Die oben genannten Funktionen sind auch ohne Moto Mods realisierbar: Es gibt kompakte Lautsprecher. Es gibt mobile Beamer. Es gibt Powerbanks. Diese auch mit anderer Hardware verwendbaren Zubehör-Gadgets passen allerdings nicht ganz so kompakt an ein Smartphone. Dafür sind sie aber günstiger.

Lenovo bindet Käufer von Moto Mods stärker an seine eigenen Produkte: Wer beispielsweise den Insta-Share-Projector gekauft hat, möchte ihn vielleicht auch mit seinem nächsten Smartphone verwenden. Dafür braucht es dann aber ein Mod-kompatibles Smartphone - aller Voraussicht nach bleibt dann nur die Wahl zwischen einigen Lenovo-Smartphones.

Weitere Mods werden voraussichtlich in den nächsten Monaten erscheinen - noch zeichnet sich aber kein umwerfend kreativer Mod ab. Die Mods sind letztlich eine langfristige Wette, die aufgehen kann; aber nicht muss.

Bye, Bye, analoger Audio-Anschluss 

Durch die extrem flache Bauweise fehlt dem Moto Z der gewohnte analoge 3,5-mm-Audio-Anschluss. Wer einen analogen kabelgebunden Kopfhörer anschließen will, für den legt Lenovo einen Adapter von USB-Typ-C zu 3,5-mm-Kopfhöreranschluss bei. Nach den LeTV One, One Pro, and LeTV Max 2 ist das Moto Z also das vierte Smartphone, das dem analogen Audiosignal "Bye, bye" sagt. Auch Apple hat beim iPhone 7 diesen Schritt vollzogen.

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Bye, Bye, analoger Kopfhöreranschluss. Nur mit einem USB-Typ-C auf 3,5-mm-Kopfhöreranschluss Adapter lassen sich alte Headsets anschließen.  / © AndroidPIT

Für den mobilen Einsatz ist der Adapter eher unpraktisch. Ein USB-C-Headset liegt dem Smartphone nicht bei - was einigermaßen unverständlich ist. Für den mobilen Einsatz solltet Ihr Euch daher am besten ein USB-C-Headset kaufen - zumindest, wenn Ihr nicht mit dem Adapter herumhantieren möchtet.

Lenovo Moto Z: Software

In Sachen Software bietet das Moto Z nichts Ungewöhnliches, wenn man schon mal ein Motorola-Smartphone in der Hand hatte. Das sehr nah an Stock-Android gehaltene Betriebssystem basiert auf Android 6.0 Marshmallow und weist keine Hinweise auf Bloatware oder Moto-Mod-Apps auf. Letztere werden erst installiert, wenn man ein Modul an das Moto Z andockt und koppelt.

Moto Display sorgt dafür, dass Ihr das Smartphone aus dem Standby weckt, wenn ihr es ein wenig schubst. Dann seht Ihr die Uhrzeit und könnt das Moto Z entsperren.

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Das Moto Z wird mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert. / © AndroidPIT

Ansonsten gibt es zur Software tatsächlich nicht viel zu sagen. Das ist durchaus auch positiv gemeint, denn die meisten User werden ohnehin die gewünschten Funktionen via App-Downloads ergänzen und müssen sich somit nicht mit unnötigen Features oder Bloatware herumschlagen. Im negativen Sinne wiederum vermissen wir natürlich Features, die das Moto Z von anderen Smartphones abheben würden. 

Lenovo Moto Z: Performance

Im Inneren des Moto Z schlägt mit dem Snapdragon 820 einer der schnellsten Prozessoren, die es derzeit am Markt gibt. Der Quad-Core-Prozessor wird dabei mit 1,8 GHz getaktet und ihm stehen 4 GByte an RAM zur Verfügung.

Lenovo hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden einzelnen Markt mit unterschiedlichen Speicherkonfigurationen zu versehen. Und beim Moto Z hat das erneut geklappt: Während wir auf einer Präsentation in Brasilien ein Moto Z mit 64 GByte Speicher sahen, gibt es in Deutschland nur Modelle mit 32 GByte internen Speicher, der via MicroSD-Karte erweiterbar ist - zumindest, wenn Ihr auf die Dual-SIM-Funktion verzichten könnt.

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Moto Z / © AndroidPIT

Performancemäßig spielt das Moto Z in der Oberliga. Ruckler sind nicht wahrzunehmen, Spiele laufen flüssig und Multitasking erfolgt zügig. Ein Blick in das Diagnose-Tool von Android zeigt, dass das Lenovo Moto Z üblicherweise in der Lage ist, die Benutzeroberfläche mit 60 Bildern pro Sekunde zu zeichnen.

Für Spiele eignet sich das Qualcomm-Gespann aus Snapdragon 820 Quad-Core-CPU und Adreno-530-Grafik ohnehin. Riptide GP Renegade läuft flüssig, auch in hektischen Situationen, wo ein Mikro-Ruckler den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann.

Wer sich eher für Benchmark-Werte interessiert, wird diese innerhalb der Erwartungen für den Snapdragon 820 wiederfinden:

  • 3DMark Unlimited: 24660
  • 3DMark Slingshot OpenGL 3.0: 3001
  • 3DMark Slingshot OpenGL 3.1: 2195
  • Geekbench 4: Single-Core: 1487 / Multi-Core: 3991

Die Geekbench-Werte fallen vielleicht etwas niedrig aus, aber die Alltagsperformance weist hier den Benchmark den Weg.

Lenovo Moto Z: Audio

Für den Sound sorgt ein Mono-Lautsprecher, der über dem Display angebracht ist. Ihm fehlen naturgemäß die Bässe und insgesamt klingt Musik etwas blechern. Über den USB-C-Adapter könnt Ihr auch einen klassischen Kopfhörer anschließen. Wegen des Adapters ist das zwar etwas unhandlicher, aber die Bedienung erfolgt ansonsten nicht anders. Und die Musikqualität war in unserem Hörtest ordentlich.

VoLTE im O2-Netz kann das Moto Z in unserem Test nicht. Klassische Handytelefonate kann es natürlich, allerdings überragt die Audio-Qualität nicht.

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Den Sound vom Moto Z könnt Ihr zum Beispiel mit dem JBL-Sound-Mod verbessern. / © AndroidPIT

Zumindest unser Testgerät ist Dual-SIM-fähig. Dies ist ein wenig überraschend, immerhin gibt es diese Funktion nur bei wenigen Highend-Smartphones. Nachteilig bleibt, dass Lenovo den User vor die Wahl stellt: Zweite SIM-Karte oder Speichererweiterung mittels MicroSD-Karte.

Lenovo Moto Z: Kamera

Die Hauptkamera des Moto Z ist ein alter Bekannter, wenn man schon das Moto X Force aus 2015 kennt. Wie bei diesem, nutzt Lenovo auch beim Moto Z den Sony IMX230-Bildsensor, aber die Blende ist mit f/1.8 größer und ein optischer Bildstabilisator gehört beim Moto Z ebenfalls zur Ausstattung. Fotos schießt das Moto Z mit maximal 13 Megapixel im 4:3-Format und Videos in 4K mit 30 fps. Ein Laser unterstützt beim schnellen Scharfstellen von Objekten. Die Software ist schon vom Moto G4 Plus bekannt und verfügt über einen manuellen Modus. 

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Die Kamera-Software ist ein alter Bekannter aus dem Moto G4 Plus. / © AndroidPIT

Selfie-Fans erhalten beim Moto Z eine 5-Megapixel-Frontkamera. Eine LED hellt in schummriger Umgebung die Szene auf.

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Die 5-Megapixel-Frontkamera und der LED-Blitz wird Selfie-Fans freuen. / © AndroidPIT  

Aber wie sehen nun die Bildergebnisse aus? Hier müssen wir differenzieren: In guten Lichtverhältnissen macht die Kamera ansehnliche Fotos, die sowohl in puncto Detailschärfe und Farbwiedergabe überzeugen. Lediglich an den Bildrändern sind mitunter Unschärfen zu erkennen. Schon in der Dämmerung hingegen schaltet die Kamera automatisch in einen entsprechenden Modus, der die Verschlusszeiten verlängert. Aufnahmen im Dunkeln fallen dennoch eher schlecht aus, weil die Fotos zu deutlich sichtbarem Rauschen neigen - da sind Vergleichsfotos mit einem Nexus 5X doch deutlich besser.

Selfies wiederum gelingen gut. Hervorzuheben ist, dass standardmäßig der Verschönerungsmodus nicht aktiv ist, der bei anderen Smartphones oft für sehr weich gewaschene Fotos sorgt. Auch hier zeigt sich bei Fotos im weniger hellen Umgebungen schnell ein deutliches Grundrauschen. Der nach vorne gerichtete Blitz ermöglicht zwar weniger rauschende Bilder, nimmt den Bildern aber auch die Atmosphäre.

Eine Galerie mit einigen unserer Testfotos findet Ihr auf Google Fotos.

Lenovo Moto Z: Akku

Wegen der sehr schlanken Bauweise findet im Moto Z nur ein Akku mit 2.600 mAh Platz. Aber laut Lenovo soll das ausreichen, um mit dem Moto Z bei moderater Nutzung über zwei Tage Nutzungsdauer zukommen. In unserem Test haben wir das eher nicht geschafft. Die Laufzeiten waren aber auch nicht gerade übel - meist pendelte es sich ein, dass wir über einen Tag gekommen sind.

Wir messen die Performance des Akkus mit PCMark. Der simuliert eine typische Nutzung mit Videos, Surfen und Schreiben. Als Ergebnis kommt die Zeitdauer heraus, in der der Akku von 80 Prozent auf 20 Prozent sinkt. Bei voller Helligkeit sollte ein Smartphone schon fünf Stunden durchhalten.

Das Moto Z erfüllt hier alle Erwartungen, bei PCMark Test kommt es auf 5 Stunden und 48 Minuten. Das ist kein grandioser Wert, aber für ein Smartphone mit einem 2.600 mAh Akku durchaus ein zufriedenstellender. Die von Lenovo angegeben 2 Tage Laufzeit sind damit natürlich nicht zu erreichen, einen normalen Arbeitstag hält es aber locker durch.

Lenovo Moto Z: Technische Daten

    • Typ:
    • Smartphone
    • Modell:
    • Keine Angabe
    • Hersteller:
    • Lenovo
    • Abmessungen:
    • 75,3 x 155,3 x 5,2 mm
    • Gewicht:
    • 136 g
    • Akkukapazität:
    • 2600 mAh
    • Display-Größe:
    • 5,5 Zoll
    • Display-Technologie:
    • AMOLED
    • Bildschirm:
    • 2560 x 1440 Pixel (534 ppi)
    • Kamera vorne:
    • 5 Megapixel
    • Kamera hinten:
    • 13 Megapixel
    • Blitz:
    • Dual-LED
    • Android-Version:
    • 6.0.1 - Marshmallow
    • Benutzeroberfläche:
    • Stock Android
    • RAM:
    • 4 GB
    • Interner Speicher:
    • 32 GB
    • Wechselspeicher:
    • microSD
    • Chipsatz:
    • Qualcomm Snapdragon 820
    • Anzahl Kerne:
    • 4
    • Max. Taktung:
    • 1,8 GHz
    • Konnektivität:
    • HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 4.1

Abschließendes Urteil

Mit dem Lenovo Moto Z hat ein sehr interessantes Smartphone den Weg zu AndroidPIT gefunden. Gerade die Moto Mods machen auf den ersten Blick einiges her und auch Lust auf mehr. Zwar handelt es sich nicht um ein wirklich modulares Smartphone, aber die Erweiterungsschnittstelle ist technisch gut entwickelt und überzeugt auf dieser Ebene gegenüber anderen, bisher am Markt befindlichen Lösungen.

Allerdings stellt sich durchaus die Frage, ob die Mods im Alltag tatsächlich den großen Mehrwert bringen. Besonders nachteilig erscheint, dass die Schnittstelle eben proprietär ist. Wer die Mods bei einem Smartphone-Wechsel weiter verwenden möchte, muss zu einem Lenovo-Smartphone greifen, das Mod-fähig ist (aktuell das Moto Z und das Moto Z Play). Insofern stellt sich dann aber die Frage, ob diese Funktionen nicht auch über Standard-Schnittstellen realisiert werden könnten. Bluetooth-Lautsprecher oder auch ein handlicher Mini-Beamer funktionieren mit allen Smartphones, Notebooks oder Tablets. Es wird spannend zu sehen sein, ob Lenovo zusätzliche innovative Funktionen realisieren kann.

Insgesamt handelt es sich beim Lenovo Moto Z um ein richtig gutes Smartphone. Zu nennen ist hier das rundum gelungene Gesamtpaket aus schnellem Prozessor, soliden Display und angenehmer Haptik. Wer ein Highend-Smartphone mit Dual-SIM-Funktionen benötigt, braucht eigentlich nicht weiter zu suchen. Kritikwürdig ist die Kameraperformance in der Dämmerung und auch die nur ausreichende Versorgung mit Speicherplatz.

Dem Moto Z könnte vor allem der hohe Preis zum Verhängnis werden: Das Smartphone selbst ist schon recht teuer, die interessanteren Mods kosten extra. Und für den Preis gibt es bei der Konkurrenz bessere Angebote.

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106 Kommentare

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  • Mogwai vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ein 2220mAh Akku Pack ist irgendwo lächerlich(sehr schwach) ,selbst für ein iPhone 6s gibt es schon Akku-Packs mit 8200mAh für 19,99€ bei Amazon zu kaufen .

    Abgesehen von der tatsächlichen Leistung , was am Ende wirklich rauskommt .

    Selbst Hersteller wie BQ verbauen in ihren Geräten ,dem BQ x5 Plus 3200 mAh Akkus .

  • Kai U. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Bin seit Samstag im Besitz vom Moto Z Play. Das war meiner Meinung nach das sinnvollere Moto. Die 2mm mehr in der Dicke finde ich jetzt nicht wild. Ist ja immer noch ziemlich dünn. Der Prozessor mag langsamer sein, aber für alles was ich mache mehr als schnell genug. Und dafür gibts nen ordenlichen Akku. Mit dem bin ich jetzt Problemlos übers Wochenende gekommen obwohl man ja am Anfang viel installiert, einstellt und sich einfach generell erst mal mehr mit dem Grät beschäftigt.

    Ach ja und es hat nen 3,5mm Klinkenanschluss :-p

  • Timo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    5,2mm. Warum? Für micht bringen diese flachen Smartphones keinen Mehrwert. Lieber hätten sie auf die letzten Millimeter in der Dicke verzichtet und einen Akku mit doppelter Kapazität eingebaut.
    Ein Akku wird ja bekanntlich nicht leistungsstärker. Zudem werden bei gleicher Nutzung mehr Ladezyklen beansprucht, welches kleine Akkus noch schneller altern lässt.

    ait

    • Bei diesem Smartphone-Konzept ist die Flachheit sogar sinnvoll, um das mit einem Modul erweiterte Smartphone nicht noch dicker zu machen. Aber den 3,5mm Klinkenanschluss hätten sie doch einbauen sollen, denn die Handhabung mit einem Adapter ist echt nervig. Vielleicht kann ja ein Nachfolger des JBL-Moduls einen 3,5mm Klinkenanschluss mitbringen oder generell alle Module, denn so viel Platz wird wohl jeder Modulhersteller noch finden und das Defizit wäre vergleichsweise schmerzlos beseitigt.

  • Update; Jetzt ausführlicher Test. LOL dass ist wohl die Qualität von AndroidPit,. Neues Smartphone im Test: Update jetzt mit richtigem Test! Ehrlich! ;-)

  • Also wenn ich die Mods weiter verwenden will, müsste Lenovo ein Handy mit exakt gleichen Maßen auf den Markt bringen, was ich für unwahrscheinlich halte..oder einen Adapter mitliefern xD

  • Torsten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Also den Fingerprint so auf der Vorderseite zu positionieren mit dem dicken Rand unten und dem dann keine Funktion mitzugeben (home, back...) ist doch ein fail. Wenn schon keine Tasten, dann bitte ein dünner Rand.

  • Mir persönlich bringt es absolut nichts wenn in einem Smartphone welches eine sehr gute Hardware besitzt so schwache Akkus verbaut werden.Es ist das A und O einen starken Akku zu verbauen welcher der Leistung des Gerätes gerecht wird.
    Was bringt mir die schnellste und modernste Hardware ohne genügend Ausdauer, einfach nur lächerlich der Trend Heutzutage.

  • Das ist so krank. 700 Euro für ein Smartphone. Never. Bleibe bei meinem Mi5.

    • ait vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Immer nur " billig,billig bin ich dran gekommen",das nervt.
      Qualität hat seinen Preis.
      Es müssen viele Menschen davon bezahlt werden.
      Wenn dir der Lohn gekürzt wird damit man das Produkt billiger anbiete könnte gibt es richtig Stress.
      Xiaomi zahlt auch gerne mal Patente nicht.

  • Blowfly vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    So, der Hasselblad-Mod macht also Probleme.... nur welche soll sich der Leser anscheinend selber aus den Fingern saugen, APIT ist sich zu fein dafür diese auch zu benennen.
    Dann wird der Lautsprecher kritisiert, Musik klingt zu blechern. Ach was - nennt mir nur ein Smartphone bei dem Musik aus dem Lautsprecher nicht blechern klingt. Auch aus dem Handy der 1000-Euro-Klasse klingt Musik genauso blechern wie aus dem der 100-Euro-Phones. Musikgenuß gibt es aus keinem Handylautsprecher, aber es gibt ja anscheinend Leute die glauben man könnte mit dem Handy auch die heimischen HiFi-Anlage samt Boxen ersetzen.

    • Hör dir mal Musik an, die aus dem ZTE Axon 7 kommt, oder aus Oppo's Find7/7a...da klingt nix blechern!

      HiFi gilt vom Prinzip her nicht für Smartfones, aber "blechern" ist bei einigen auch fehl am Platz.

      ait

    • HTC One M9: hier ist nichts blechern

      • Blowfly vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ein Handy-Lautsprecher kommt noch nicht mal an ein Küchenradio ran. Nennt es blechern, oder wie auch immer.
        Es klingt letztendlich einfach Scheiße....egal ob das nun ein HTC, ZTE oder XYZ-Phone ist.

      • Ich gönn' DIR deine Meinung dazu

      • Blowfly vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        wenn du den Frequenzgang eines Telefonhörers prinzipiell ausreichend für guten Musikgenuss hältst, bitte sehr. Ich würde nie auch nur auf die Idee kommen über den Handylautsprecher Musik zu hören. Da fehlt so ziemlich alles an Frequenzen was Musik ausmacht. Aber jedem das seine...

  • Geschäftsleute, könnte ich mir vorstellen, werden mit dem Kamera Mod oder Projektor Mod eher müde belächelt kombiniert mit diesem hässlichen "Etwas" (meine Ansicht)

  • Udo K. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Lenovo & moto +module = teurer Schrott. Wenn Ich fotografiere nehme ein gute Kamera. wenn ich Vortrag halten muß nehme ich entsprechenden Projektor. Und keine Angeber Handy.

    Tim

  • Ludwig vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Eine Moto Design Shell schützt die Moto-Mod-Konnecktoren" Englisch-Englisch-völlig falsch, entweder Konnektoren oder wenn man schon einen auf dicke Hose macht dann "Connectors".

  • Joe P. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Günstig xD

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