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Motorola Moto Z3 Play im Hands-on: Enttäuschung gemischt mit Freude

Motorola greift mit einem neuen Smartphone erneut die Mittelklasse an. Es richtet sich vor allem an diejenigen, die auf der Suche nach etwas mehr Leistung als beim Moto G6 Plus sind, und die auf die Moto Mods nicht verzichten möchten. Das Z3 Play vernachlässigt leider erneut eine der großen Stärken der ersten Play-Version, den Akku. Dafür gibt es nun aber eine bessere Dual-Kamera. Wir schildern Euch unsere ersten Eindrücke im Hands-on.

Kostenlosen Akku gibt es direkt dazu

Das Moto Z3 Play soll in Europa im Sommer erhältlich sein. Zum Preis hält sich Motorola bisher leider noch bedeckt. Klar ist aber: Wer das Moto Z3 Play kauft, erhält direkt das Moto Power Pack kostenlos dazu. Damit hat man einen Zusatzakku mit 2220 mAh immer dabei.

Das Moto Z3 Play gibt es in der Farben Indigo. Das neue Smartphone wird hierzulande mit 4 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Hauptspeicher ausgestattet sein. Ob es auch die 64-GByte-Variante in unsere Regale schafft, ist nicht bekannt. Neben der Indigo-Version hat Motorola auch eine Onyx-farbene Version vorgestellt, die dann sogar mit 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Hauptspeicher daher kommt. Infos zur Verfügbarkeit hat Motorola noch nicht bekanntgegeben.

Auch visuell modern

Fangen wir mit dem Design an: Meiner Meinung nach liegt das Moto Z3 Play genau zwischen dem neuen G6 Plus, welches sich mancher aktueller Trends angenommen hat, und dem Moto X4, das vor allem auf eine schöne Glasrückseite setzt. Die rückseitige Abdeckung des Z3 Play erinnert mehr noch an die erste Moto-Z-Serie, die auch damals aus Glas gefertigt war. Die Kamera ist erneut rund eingefasst, die Konnektoren der Moto Mods befinden sich wieder unten mittig. Anders wäre es natürlich auch unmöglich, die Mods überhaupt aufzusetzen.

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Die Front kann sich durchaus sehen lassen. / © AndroidPIT

Die auffälligsten visuellen Veränderungen finden auf der Front statt. Hier sticht gleich der Max-Vision-Bildschirm im 18:9-Format und mit OLED-Technologie ins Auge. Wie beim Moto G6 Plus befindet sich das Motorola-Logo unterhalb des Displays, hier fehlt allerdings diesmal der Fingerabdrucksensor. Letzteren bringt Motorola nun im Sony-Style im rechten Rand des Smartphones unter.

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Die Rückseite hat sich wenig verändert, was vor allem an den Moto Mods liegt. / © AndroidPIT

Festzuhalten ist, dass diese Veränderungen an den Maßen des Moto Z3 Play im Vergleich zum Vorgänger wenig gerüttelt haben. Die Platzierung des Power-Buttons und des Fingerabdrucksensors dürfte allerdings für Diskussionen sorgen. Der Sensor ist nämlich nicht wie bei Sony in den Power-Button integriert. Letzterer musste daher an den linken Rahmen wandern, ein ungewöhnlicher Platz dafür. Das hat sich bisher nur BlackBerry getraut.

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Der Fingerabdrucksensor befindet sich nun im Rahmen. / © AndroidPIT

Max Vision mit Oreo und P-Vorgeschmack

Motorola nennt das Display des Moto Z3 Play Max Vision. Hinter dem Marketing-Begriff versteckt sich das mittlerweile fast standardmäßige 18:9-Format. Im Falle des Moto Z3 Play kommt sogar ein OLED-Panel zum Einsatz, allerdings “nur” in Full-HD+-Auflösung, nicht 2K. Beim Z3 Play fallen die Rahmen um das Display herum kleiner aus als beim G6 Plus, was vor allem an dem fehlenden physischen Homebutton liegen dürfte.

Hinsichtlich der Software fällt auf, dass Motorola mehr Hand angelegt hat als in der Vergangenheit. So hat der Hersteller manche Dinge, wie z.B. die Suchleiste in den Einstellungen, verändert bzw. hinzugefügt. Interessant ist der virtuelle Homebutton, der schon den Style von Android P angenommen hat. Auch die entsprechenden Gesten für Multitasking und zum Öffnen des App-Drawers wurden schon implementiert. In den Einstellungen könnt Ihr aber auf die alte Variante wechseln.

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Das User-Interface erinnert schon jetzt an Android P. / © AndroidPIT

Auch heute noch legt Motorola viel Wert auf die Moto Experiences. Hier befindet sich nun auch ein Nachtmodus, weitere Verbesserungen für den Moto Screen, ein Akku-Manager, ein paar System-Features und Moto Voice. Alle Icons, auch die von Motorola, wurden dem runden Design von Android angepasst. Alles in allem wirkt das System erwachsen - Android Oreo mit Vorgeschmack auf Android P eben.

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Der Homebutton ist nun länglich und nicht mehr rund in der Mitte. / © AndroidPIT

Mittelklasse-Hardware für ein Mittelklasse-Smartphone

Man muss zugeben, dass die Ausstattung des Moto Z3 Play nicht direkt beeindruckt. Sie ähnelt der des Vorgängers, zum Einsatz kommen 4 GByte RAM und 32 bzw. 64 GByte interner Speicher. Beim Prozessor setzt der Hersteller nun auf den Snapdragon 636.

Interessant wird vielleicht die Onyx-Version des Z3 Play, die mit satten 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte internen Speicher daherkommt. Damit könnte die Performance noch etwas besser ausfallen. Der Akku der Play-Version enttäuscht aber leider erneut, er misst nur 3000 mAh. Das können andere Hersteller besser.

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Motorola will das Z3 Play wohl so flach halten wie möglich, und setzt nur einen 3000-mAh-Akku ein. / © AndroidPIT

Ein nötiges Kamera-Upgrade

Das Moto Z3 Play ist das nächste Moto-Smartphone mit Dual-Kamera und soll sogar besserere Bilder liefern als das Moto Z2 Force und das Moto X4. Vor allem die Dual-Kamera-Funktionen wie der Portrait-Modus z.B. sollen verbessert worden sein. Die Software wirkt schon auf den ersten Blick schneller und in vieler Hinsicht optimiert. Neu hinzugekommen sind der Slow-Motion-Modus, Selective-Color-Modus und manche animierten Effekte. Und die Bilder können sich durchaus sehen lassen.

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Das Bild wurde im automatischen Modus aufgenommen. / © AndroidPIT

Ich habe mich für dieses Testbild bewusst für einen unterschiedlich erhellten Bereich entscheiden. Das heißt ein Teil der Szene ist gut beleuchtet, andere befinden sich im Schatten. Wie Ihr sehen könnt, kommt es hier zu keinerlei Rauschen oder Verzerrungen. Auch die Balance der Beleuchtung der verschiedenen Bereiche ist sehr gut. In dieser Szene muss vor allem der Hauptsensor mit f/1.7-Blende sein Können zeigen.

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Dieser Raum war künstlich beleuchtet. / © AndroidPIT

Der Hauptsensor löst mit 12 Megapixeln auf, der zweite mit 5 Megapixeln. Den Selfie-Fans steht eine 5-Megapixel-Kamera zur Verfügung, allerdings ohne Blitz. Wie gut die Kamera wirklich ist, müssen wir natürlich noch in unserem finalen Test feststellen.

Moto Z3 Play: Technische Daten

Abmessungen: 156,5 x 76,5 x 6,8 mm
Gewicht: 156 g
Akkukapazität: 3000 mAh
Display-Größe: 6,01 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 2160 x 1080 Pixel (508 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 12 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 8.1 - Oreo
RAM: 4 GB
Interner Speicher: 32 GB
64 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 636
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 1,8 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Dual-SIM , Bluetooth 5.0

Gutes Smartphone ohne Wow-Effekt

Das Moto Z3 Play ist eine Mixtur aus Enttäuschung und Freude. Bei der Hardware hat sich nicht sehr viel getan, was etwas schade ist. Das Design hingegen wurde stark verändert. Der Fingerabdrucksensor befindet sich an einer für Motorola völlig ungewohnten Stelle und das Display hat nun das moderne 18:9-Format. Das Z3 Play sieht also deutlich hübscher und moderner aus, was man aber von der Hardware nicht wirklich behaupten kann.

Die Kamera macht zunächst einen guten Eindruck, keine Frage, aber dass Motorola direkt ein besser ausgestattetes Modell mit mehr RAM und Speicher ankündigt, ist durchaus interessant. Leider fehlt noch die Info zum Preis, aber insgesamt wirkt das Moto G6 Plus aktuell wie die interessantere Option.

Ich bin schon gespannt, was unser finaler Test noch so für Geheimnisse über das Z3 Play zu Tage tragen wird, bisher ist es aber ein typisches Smartphone der oberen Mittelklasse, mehr aber eben auch nicht.

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6 Kommentare

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  • Vermutlich kommt Ende 2018 ein MOD auf den Markt, der einen revolutionieren 3,5mm Klinkenanschluss für die vernunftbegabten audiophilen Anhänger mitbringt. Zusätzlich kann mit dem Aufsatz, auch die gebrochene Glasrückseite überdeckt werden ;)


  • Die Dualkamera ist leider anders als beim X4 oder Z2 Force und erfasst lediglich Tiefeninformationen.

    Der Akku ist wieder kleiner als beim Vorgänger, Rückseite aus Corning 3 anstatt Metall, kein 3.5 mm Klunke, daher ist das Z2 Play eindeutig die bessere Wahl!

    Freue mich aber auf neue Moto Mods sowie Support dieser Idee auch über das Jahr 2019+ hinaus 📱🙌


  • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    "allerdings “nur” in Full-HD+-Auflösung, nicht 2K"
    Ihr wisst aber schon, das Full-HD+ mehr ist, als 2K? ^^

    Angesichts dessen, dass das Z2 Play soweit ich weiß eine Weitwinkelkamera hatte, würde ich nicht gerade von einem "Upgrade" sprechen...


  • Blickt bei den ganzen unterschiedlichen Gerätebezeichnungen bei Motorola noch jemand durch? Was für was steht und welche Unterschiede sich dahinter verbergen? Ich habe da aufgegeben und somit mit dieser Marke abgeschlossen. Bei Huawei hat man es auch schwer aber wenigstens den Hauch einer Chance.


  • Warum steht bei euch oben Snapy 660? Es hat nur einen 636 aber dafür dann 500 ocken verlangen?? No Way. Dann lieber ein OP6, OP5T oder honor 10 die besser ausgestattet sind zum selben Preis bzw günstiger sind


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Da hast du natürlich recht. Bei dem Datenblatt hat es gestimmt, im Text habe ich es gerade korrigiert. :)