[Übersicht] Tuning - Das Android-System auf Trab bringen

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07.04.2011 12:52:30 via Website

...und nicht nur das: Auch mehr Stabilität kann ein durchaus willkommener Nebeneffekt dieser Maßnahmen sein.

Wer kennt das nicht - mit der Zeit wird unser Androide immer träger. Oder kommt uns das nur so vor? Doch spätestens dann, wenn jemand seinen "guten alten" Freund aus der ersten Generation neben einen Kameraden aus der aktuellen Mittel- oder gar Oberliga legt, liegt die Antwort auf der Hand: Ja klar, der neue ist definitiv schneller. Diesen großen Schritt werden wir mit unseren "alten kleinen Gurken" kaum vollständig bewältigen - aber wir können die Lücke kleiner machen. Und darum soll es hier gehen - in mehreren Schritten. Nicht alle von euch werden alle Schritte durchführen können/wollen (ich sage nur, da kommt Herr Root ins Spiel) - dennoch ist sicher für die meisten unter Euch etwas passendes dabei. Auch, wenn Ihr bereits ein schnelles neues Gerät habt - ein wenig Finetuning kann ja nicht schaden, gelle?

Also, hier zunächst die Themen:
  1. Apps auslagern [root bei < Froyo]
  2. Cache bereinigen
  3. RAM bereinigen (und komprimieren?) [root]
  4. Swappa-dappa-Du - äh, Swapspace (AKA Swapfile, Auslagerungsdatei, Swappartition, ...) nutzen [root]
  5. 12 Monkeys
  6. Noch Leichen im Keller? [root]
  7. Flüssiger als Wasser: Unnütze Apps raus!
  8. Mehr Performance versus Längere Laufzeiten: CPU Taktung [root]
  9. Tweaks 4 Freaks: Weiterführende Links

— geändert am 21.06.2012 10:47:25

07.04.2011 12:52:48 via Website

Dieser Schritt benötigt root - dummerweise. Wer also sein Gerät nicht gerootet hat, und dies nicht vorhat, kann die "durchzuführenden Schritte" getrost überspringen. Froyo-Nutzer verwenden stattdessen einfach das eingebaute App2SD, um die Apps zu verschieben.



Für Froyo-Benutzer sicher ein "alter Hut" - und wer hat nicht schon von "App2SD" gehört oder gelesen. Bei den Anwendern gibt es hier zwei Extreme: Die einen bewerten auch mini-Apps (10kB und kleiner) per se schlecht, weil sie kein App2SD unterstützen -- die anderen wollen App2SD gar nicht einsetzen, weil es ja da hin und wieder Nebenwirkungen hinsichtlich des Anschlusses an den PC (und dem damit verbundenen "virtuellen Auswurfes" der SDKarte) kommt.

Für beide habe ich hier etwas interessantes. Aber zunächst einmal: Worum geht es eigentlich? In den ersten beiden Schritten genau darum, mehr freien internen Speicher zu schaffen. Dieser erste Schritt befasst sich daher mit der einfachsten Möglichkeit: Wir wollen Apps aus dem internen Speicher auch die (externe) SD-Karte schieben. Hierbei machen wir uns ein paar Tricks zunutze:
  • Ausschluss vom "virtuellen Auswerfen" des Dateisystems bei PC-Anbindung
  • Symbolische Links

Um dies zu tun, greifen wir zu der App namens Link2SD.

Als erstes müssen wir unsere SD-Karte Partitionieren. Warum? Ganz einfach: Sobald Du Deinen Androiden an den PC anschließt, um auf Deine SD-Karte zuzugreifen, gibt Android die erste Partition entsprechend frei. Mit dem Built-In App2SD liegen dort auch die ausgelagerten Apps - und wären somit dann nicht verfügbar. Genau aus diesem Grunde haben die Widgets der dieserart ausgelagerten Apps dann oft Probleme. Verkleinern wir stattdessen die (einzige) Partition auf der Karte, und legen eine zusätzliche dahinter an, bleibt diese außen vor.

Schritte:
  1. Backup aller Daten von der SD-Karte (man weiß ja nie)
  2. Karte am PC anschließen (sofern nicht bereits für's Backup geschehen)
  3. Die Partitions-Software (z.B.: gparted (Linux), Paragorn/Partition Magic (Windows)) starten, und die Karte einlesen
  4. Die vorhandene Partition verkleinern (nicht zu stark - i.d.R. sollte 1GB reichen). Der freie Platz sollte sich am Ende des Datenträgers befinden.
  5. Den gesamten freien Platz als neue primäre Partition anlegen. Als Dateisysteme kommen in Frage: ext2, ext3, ext4, fat16 sowie fat32.
  6. Änderungen speichern, Karte kann dann wieder in den Androiden wandern.

Die Wahl des Dateisystems: Ext4, 3 und 2 (in dieser Reihenfolge) wären sicher zu bevorzugen (zumindest, wenn auch der PC unter Linux läuft) - sie dürften nämlich etwas schneller sein. Leider werden diese Dateisysteme nicht von jedem Androiden-Kernel unterstützt - die sichereren Varianten im Zweifelsfall sind also fat32 und fat16.

Jetzt wird Link2SD installiert. Mit dieser App könnt Ihr jede App - ob sie nun App2SD unterstützt oder nicht - auf die Karte verschieben, denn Link2SD macht sich einen Linux-Trick zunutze, der sich bereits in seinem Namen verbirgt: Symbolische Links. Die eigentlichen Daten (*.apk und auf Wunsch auch der Dalvik-Cache) verschwinden also in unserer neuen Partition, und an ihrem ursprünglichen Speicherort wird ein "symbolischer Link" angelegt, der auf den neuen Speicherort verweist. Dies gescheiht absolut transparent. Und da außerdem unsere neue Partition nicht bei jeder USB-Verbindung rausfliegt, ist das mit jeder App verträglich. Solange Ihr nicht im laufenden Betrieb die Karte rausnehmt, natürlich.

— geändert am 07.04.2011 13:21:17

07.04.2011 12:53:06 via Website

Und weiter geht's mit der Bereinigung des internen Speichers. Dieser Schritt benötigt kein root - kann also von jedem genutzt werden.


Cache ist schon eine feine Sache, und soll so manche Dinge ja schneller machen. Zum Beispiel, indem man Daten aus dem Internet im lokalen Dateisystem ablegt, damit man sie nicht jedes Mal neu laden muss, wenn sie wieder gebraucht werden. Der letzte Teilsatz ist aber genau der Knackpunkt: Braucht man sie überhaupt noch? Und was, wenn dummerweise mal gerade eine "kaputte Variante" im Cache landet? Oder der Platz im internen Speicher knapp wird?

Kurz: Wird der Cache gelöscht, geht dabei nix kaputt. Die Daten müssen im schlimmsten Fall neu (z.B. aus dem Internet) geladen, oder neu generiert werden. Dafür ist aber anschließend aufgeräumt - und so manches Problem nebenbei mit behoben.

Und wie erledigt man das? Mit Bordmitteln: In den Einstellungen in die Anwendungs-Verwaltung gehen, jeden Eintrag einzeln durchforsten (ob die App überhaupt Cache nutzt), und für jede betroffene App den Cache von Hand löschen. Da geht schon mal gern ein Stündchen bei drauf - und bequem ist es auch nicht gerade. Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen, die natürlich die Permission "sämtliche App-Caches löschen" zu Recht anfordern:

2013-11-14
  • Clean Master (4,8@2.373.379) siehe Forum: putzt Cache und mehr :what: Internet, Lesezeichen und Browser-Chronik, aktive Apps abrufen, andere Apps schließen
  • History Eraser - Privacy Clean (4,7@136.992) (Suchverlauf, Anruflog, u.a.) Testbericht 11/2012 :what: Internet, Kontakte/Anruflisten/Lesezeichen/Browser-Chronik/Kurznachrichten (r/w), beim Booten starten
  • App Cache Cleaner - 1Tap Clean (4,7@64.907) :what: Internet, beim Booten starten
  • Assistant for Android (4,6@98.278) Hier sind die beiden Tools (System Cleaner for Android und [app]com.tools.power[/app]) gebündelt und mit Zusatzfunktionen erweitert. :what: Internet, Lesezeichen & Browser-Chronik (r/w), beim Booten starten, Netzwerk-Konnektivität ändern, WLAN trennen/verbinden, andere Apps schließen, Toggle Sync
  • Clean Master (Reiniger) (4,6@3.310) :what: Bluetooth, Internet, Standort, Kontakte/Anruflisten/Lesezeichen/Browser-Chronik (r/w), Kurznachrichten empfangen/lesen/schreiben, Kamera, beim Booten starten, andere Apps schließen
  • 1Tap Cleaner (Deutsch) / 1Tap Cleaner Pro (Deutsch) (4,5@17.418 / 4,6@1.382; ~EUR 1,50) Scheduler & mehr, sehr übersichtliche Anzeige :what: Internet, Billing (nur gratis-Version), Kontakte/Anruflisten/Lesezeichen/Browser-Chronik (r/w), beim Booten starten
  • CacheCleaner Legacy / CacheCleaner NG (4,5@2.761 / 4,5@4.785) braucht root+busybox. "1-click clean", klein & handlich; NG mit Scheduler :what: root; NG: beim Booten starten
  • CacheMate for Root Users Free / CacheMate for Root Users (4,5@2.484 / 4,6@1.891; ~EUR 0,75) LastUpdate 12/2011; benötigt root + Busybox :what: root, Internet (nur gratis-Version)
  • Quick App Manager (4,5@1.518; ~EUR 0,75) Cache + History, mit Scheduler & mehr :what: Internet, Kontakte/Anruflisten/Lesezeichen/Browser-Chronik (r/w), Kurznachrichten bearbeiten, beim Booten starten, andere Apps schließen
  • System Cleaner for Android (4,4@2.386) Räumt nicht nur den Cache auf, sondern auch alle möglichen Histories (Marketsuche, verpasste Anrufe, Browser-History...) :what: Internet, Kontakte & Anruflisten (r/w)
  • History Eraser + (4,4@1.239) :what: Internet, Kontakte/Anruflisten/Lesezeichen/Browser-Chronik (r/w), Kurznachrichten (r/w), beim Booten starten
  • Cache Cleaner (4,4@360) LastUpdate 6/2011 :what: Internet
  • 1Tap Eraser | Automatic (4,3@894) Cache, Anruflisten, Browser-History und mehr; Into 9/2012 :what: Internet, Kontakte/Anruflisten/Lesezeichen/Browser-Chronik (r/w), Kurznachrichten (r/w), beim Booten starten
  • Quick Cache Cleaner (4,3@331) LastUpdate 4/2011; Testbericht 5/2011; Cache + Browser History bereinigen :what: Internet
  • [app]com.vaelek.sdspeedboost[/app] (4,2@231; ~EUR 0,75) LastUpdate 2/2011; Achja, da war ja noch ein Cache - hier nicht Löschen, sondern größer machen, damit die SD-Karte schneller wird...
  • [app]com.TimothyMilla.SpeedBoostFree[/app] / [app]com.TimothyMilla.SpeedBoost[/app] (4,4@5.533 / 4,5@1.011; ~EUR 1,50) Cache-Bereinigung und ggf. auch CPU Taktung (letzteres setzt root voraus) nicht mehr im Kachelofen

— geändert am 14.11.2013 17:55:33

07.04.2011 12:53:39 via Website

Nachdem wir uns nun um den internen Speicher gekümmert haben, geht's ans Eingemachte: Das RAM ist fällig!

Wer aber nun an Task-Killer denkt - voll daneben. Kontrovers diskutiert, verteufelt, hochgejubelt... Aus meiner Sicht ist die Aufgabe eines Task-Killers nicht, freien Speicherplatz im RAM zu schaffen (das ist eher ein Nebeneffekt) -- sondern vielmehr, "hängende" Apps zu beenden, die andernfalls z.B. Amok laufen, oder das System lahmlegen (z.B. mit hoher CPU-Last).

Nächstes Argument: "Android kümmert sich doch selbst um die Speicherbereinigung". Jetzt kommen wir der Sache näher: Ja, das stimmt -- die Frage ist nur: Wann? Wie oft? Und wie? Darum geht es in erster Linie: Die zugehörigen Einstellungen für diesen sogenannten "OOM-Killer" (Out Of Memory Killer) anzupassen. Ihm beizubringen, wieviel freien Speicher wir benötigen - und wann er zuschlagen darf.

Auch hierfür gibt es wieder zahlreiche Helferlein. Da es sich um System-Einstellungen "unter der Haube" handelt, wird hier i.d.R. root benötigt:

2014-01-09
  • Auto Memory Manager / [app]com.madsquirrelapps.ammprem[/app] (4,5@4.541 / 4,6@149; ~EUR 0,75) Auch ohne root! :what: Standort, Internet, andere Apps schließen
  • AutoKiller Memory Optimizer (4,4@14.254; Donationware=free mit Ads bis Donation) :what: Internet, andere Apps schließen
  • MinFreeManager (4,4@664) LastUpdate 2/2010
  • Speicher-Beschleuniger (4,3@38.178) :what: Internet, andere Apps schließen
  • Memory Manager (4,3@155) :what: Internet, Billing, andere Apps schließen (Task-Killer)
  • RAM Manager Free / RAM Manager Pro (4,1@2.409 / 4,4@1.138; ~EUR 3) :what: root, Internet (nur gratis-Version), andere Apps schließen
  • Pimp My Rom (Beta) (4@1.493) gleich eine ganze Toolbox mit weit mehr Funktionen; benötigt :what: root, Internet
  • [app]com.hzsoft.ramoptimization[/app] (2,3@3; ~EUR 1,75) Hat da jemand RAM Manager Free geclont – oder umgekehrt? :what: andere Apps schließen
  • AndMemory (leider nicht im Market verfügbar)
  • [app]emobistudio.memoryup.personal[/app] nicht mehr im Kachelofen; erhältlich hier: MemoryUp Personal Pro

Wobei letztgenannte App eher gemischte Gefühle auslöst.

Zusätzliches Interesse hat bei mir das Stichwort CompCache ausgelöst, welches ich in einem Thread eines anderen Forums fand. Diese "App" kümmert sich offensichtlich darum, einen Teil des verfügbaren RAMs zu komprimieren. Aus dem gesamten verfügbaren RAM wird dazu ein Teil abgezweigt, der von CompCache verwaltet wird, und - je nach möglichem Kompressionsgrad der dorthin gelangenden Daten - steht entsprechend zusätzliches "virtuelles" RAM zur Verfügung.

Eine App dieses Namens habe ich allerdings nicht gefunden - dafür jedoch Hinweise, dass CompCache wohl in diverse Kernel integriert wurde. Wer dazu mehr weiß, kann ja gern hier dazu berichten.

— geändert am 09.01.2014 17:01:27

07.04.2011 12:54:06 via Website

Kommen wir zum letzten Punkt dieser Reihe: Wenn das RAM nicht reicht, wie schaut es mit "virtuellem RAM" -- also dem Auslagern auf einen anderen Datenträger -- aus? Hier brauchen wir definitiv wieder root.

Klar: Wenn der Speicher im RAM knapp wird, kommt Android (genauer: o.g. OOM-Killer) daher und beendet "überflüssige" Prozesse. Geht ja auch nicht anders. Aber was in diesem Augenblick überflüssig ist, war das vielleicht vor 10 Minuten noch nicht -- und wird u.U. in weiteren 10 Minuten doch wieder benötigt. Ja, es lässt sich neu starten -- aber das ist naturgemäß nicht so schnell wie das "aufwecken" bestehender Strukturen.

Mehr RAM ist (in bestehender Hardware) schwer realisierbar. Somit kommen wir zur Auslagerung, dem sogenannten Swapping. Hierbei wird ein Bereich eines Datenträgers (gewöhnlich einer Festplatte -- im Falle unserer Androiden muss dafür die SD-Karte herhalten) genutzt, um Teile des RAM (natürlich die gerade am wenigsten benötigten) dort temporär unterzubringen. Werden diese wieder benötigt, liest das System sie halt wieder ein. Das ist zwar nicht so schnell, als würde ausschließlich im RAM gearbeitet -- aber i.d.R. immer noch schneller und besser, als hätte man diese Möglichkeit überhaupt nicht.

Wie realisieren wir das nun -- sofern wir nicht ein Custom-ROM einsetzen, bei dem es bereits "fertig eingerichtet" ist? Auch hier greift uns wieder eine geniale App hilfreich unter die Arme: Swapper 2 (for Root users). Die App kümmert sich in jeder Hinsicht um das Bereitstellen der Funktionalität (sofern der eingesetzte Betriebssystem-Kernel das unterstützt):
  • Neuanlegen einer Swap-Datei beim Boot
  • sauberes Abschalten des "Swapping", wenn der Datenträger per USB gemountet wird
  • Neu-Aktivierung nach Lösen des USB-Mount
  • gezieltes Einstellen der "Swap-Prioritäten"

Sind nur die wichtigsten Punkte -- und jeder davon ist optional. Es lässt sich auch eine Swap-Partition nutzen (das erübrigt dann auch das Abschalten bei USB-Kontakt, sowie das spätere wieder Aktivieren). In der Regel ist eine Swap-Partition ein wenig schneller als eine Datei -- aber aufgrund der begrenzten Schreibzyklen von SD-Karten hat man länger etwas von selbigen, wenn Swapper sich darüm kümmert, die Datei bei jedem Neustart an anderer Stelle der Karte wieder anzulegen.

Nebenbei: Übertreiben sollte man es auch nicht, ein gutes Mittelmaß ist gefragt. Ist zuviel "Krams" ausgelagert, bremst das am Ende doch wieder. Gute Anfangswerte sind 32..64MB Swap sowie eine "Swappiness" von 10..20.


Weitere Alternativen:
Benötigen natürlich allesamt root, und dürfen somit ohnehin alles – daher erübrigt sich eine explizite Auflistung von Permissions.
2013-11-08

— geändert am 09.01.2014 17:09:47

07.04.2011 16:11:13 via Website

Eine App, die in diesem Zusammenhang auch noch genannt werden sollte: Android Assistant(12 features). Passte in keine der Kategorien so richtig rein, deckt aber gleich mehrere davon ab - und einiges mehr:
  1. Monitor status (cpu, memory, battery) -- alles im Blick
  2. Process Manager -- schauen was läuft, und notfalls "hängende Prozesse" abschießen
  3. Cache Cleaner -- Cache aufräumen (siehe oben)
  4. Save Battery Settings -- Stromspar-Modus aktivieren (GPS, BT, etc. aus, usw.)
  5. File Manager -- allerdings nur für die SD-Karte
  6. Startup Manager -- was nicht gestartet wird, frisst auch kein RAM
  7. Batch Uninstall -- was nicht installiert ist, kann auch nicht starten -- frisst also weder RAM noch anderen Speicher
  8. Battery use -- Batterie-Verbrauchs-Überwachung: Stromfresser identifizieren
  9. Volume Control -- zentraler Lautstärke-Regler ("Mixer")
  10. Ringer -- schnell mal auf "Silent Mode" etc.
  11. Startup Time -- was braucht beim Booten wie lange? Beinhaltet logischerweise die Aussage, was überhaupt beim Booten gestartet wird.
  12. Startup Silent -- gut kombiniert, Watson: Gleich nach dem Booten in den Silent-Mode gehen

4.4* bei ~ 5.000 Bewertungen sprechen für sich -- und das zu einem unschlagbaren Preis (nada, nix, kostenlos). Etwa 500kB Download, die man sich mal anschauen sollte!

Nachtrag: Allerdings berichtet nightfire in seinem Post von möglichen Nebenwirkungen -- also besser vorher lesen, falls es Euch auch treffen sollte...

— geändert am 23.04.2011 21:36:15

08.04.2011 09:22:38 via Website

Typisch Murphy: Kaum hat man alles gepostet, läuft einem der "mittlere Artikel" über den Weg -- dieser Punkt gehört eigentlich unmittelbar hinter die Cache-Bereinigung...

Im Laufe seines Androiden-Lebens hat unser Gerät so manche App "einmal kurz gesehen", die dann wieder entfernt wurde -- etwa weil wir etwas besseres gefunden haben, oder die App aus anderen Gründen nicht mehr benötigen. Nicht jede dieser Apps wurde restlos entfernt -- manch eine App ließ noch ein paar "Leichen" zurück. Und dann wären da noch diverse "core dumps" von "Force Closes" ("Schließen erzwingen"), System-Logs, und mehr.

Eine neue App verspricht, sich genau darum zu kümmern: SD Maid - System reinigung. Die App braucht allerdings root. Was sie tut: Sie durchsucht die typischen Verzeichnisse (/data/data und /mnt/sdcard/Android/data bzw. bei Samsung-Geräten /dbdata/databases für erstere Location) und vergleicht die dortigen Einträge mit der Liste tatsächlich installierter Apps. Auf diese Weise wird überflüssiges identifiziert, und kann entweder einzeln (Eintrag antippen) oder gleich in einem Rutsch ("Clean All") entfernt werden. Im Reiter "Clean System" lassen sich weitere Plätze und Dinge bereinigen -- etwa System-Logs, Core-Dumps oder - huch? - auch Cache.

Bitte bedenkt, dass diese App noch ganz frisch ist (es ist gerade seit wenigen Tagen das erste Release im Market) -- seht ihr also nach, wenn nicht alles gleich wie gewünscht klappt. Bei mir fand sie ein paar Programm-Leichen, sonst aber nichts. Also entweder war nichts weiter da, oder der Programmierer ist noch nicht ganz fertig. Schaut aber auf jeden Fall vielversprechend aus!

08.04.2011 09:32:57 via Website

Ja, das sollte eigentlich sowas von klar sein: Apps, die man überhaupt nicht mehr braucht, belegen unnütz Speicher -- und können auch bei Nicht-Benutzung das System (leicht) ausbremsen. Also runter damit! Die notwendigen Details hierzu findet Ihr bereits in einem meiner früheren Threads: Apps verwalten.

Nicht alle dieser super-flüssigen Kandidaten wird man (ohne root bzw. ohne Nebenwirkungen) los. Und manche genau davon nerven damit, dass sie auch noch automatisch starten! Zum Glück kann man auch das abstellen. Wie, das erfahrt Ihr in meinem Thread Apps am automatischen Starten hindern.

08.04.2011 10:14:31 via Website

Wiedermal nur für gerootete Geräte.

Was nicht läuft, frisst kein Brot -- für die Akku-Laufzeit ist also auch mein voriger Post durchaus relevant. Und nun zum Thema "Pimp your CPU":

  • Höhere Taktung => Schnellere Reaktion & Arbeitsgeschwindigkeit -- aber auch der Akku wird so schneller leer
  • Niedrigere Taktung => Langsamere Reaktion & Arbeitsgeschwindigkeit -- aber der Akku hält (teilweise deutlich) länger durch

Eigentlich klar soweit -- auch wenn die meisten beim Thema "CPU Taktung" nur/zuerst ans Übertakten denken, auch Untertakten kann seine Vorteile haben. Beim Übertakten sollte man überdies vorsichtig sein, dass man aus seinem Phone nicht zuerst eine Warmhalteplatte, dann eine Kaffeemaschine, und schließlich einen Ziegelstein macht -- nicht übertreiben!

Sinnvolle Szenarien beinhalten u.a.:
  • Wenn das Gerät nicht benutzt wird (Bildschirm aus, Nachtschlafene Zeit, ...) => runter mit dem Takt
  • Wenn das Gerät benutzt wird (Bildschirm an) => Auf "normalen" Takt schalten (was immer das für den einzelnen ist)
  • Wenn eine bestimmte (hungrige) App im Vordergrund läuft => Hoch mit dem Takt (Vorsicht - nicht zu hoch)

Viele der CPU-Taktveränderer decken die ersten beiden Punkte ab. Der dritte Punkt ließe sich z.B. mit [app]Tasker[/app] sicher realisieren.

Aber welche grundlegenden Apps solltet Ihr Euch anschauen, um an der Taktschraube zu drehen? Hier gibt es wiederum verschiedene Alternativen (aktuelle Daten in der Übersicht Systemeinstellungen):
2012-12-06
Die Liste ist sicher nicht vollständig -- kann Euch aber bestimmt als Startpunkt dienen...

— geändert am 06.12.2012 14:08:00

08.04.2011 10:53:56 via Website

Hier noch ein paar Links -- größtenteils eher was für die technisch versierten:

Wer noch weitere Links kennt -- immer her damit :lol:

— geändert am 10.12.2012 14:35:56

08.04.2011 12:32:44 via Website

Izzy

[*]SetCPU for Root Users (4.7* bei >13.000 Bewertungen, ~1.45 EUR)

für xda-members gibt´s das im dortigen Forum sogar kostenlos.
Nutze ich auch selber und bin sehr zufrieden.
Ich nutze das Tool aber nur zum untertakten. z.B. bei Screen off auf 128 Mhz oder bei Akku <30% auf max. 768 (spart ein paar Minuten, macht das System aber je nach App auch deutlich langsamer).

P.S. An Izzy natürlich wieder mal ein Danke für die Mühen beim recherchieren!

08.04.2011 13:17:05 via Website

So hatte ich das auch hauptsächlich gedacht. Aber ob "spart ein paar Minuten" wirklich ein "deutlich langsamer" rechtfertigt? Solange letzteres nur die "Hintergrund-Prozesse" (bei abgeschaltetem Screen sind das ja alle, vom Prinzip her) betrifft, sicher.

Kannst Du die geschätzte Laufzeit-Verlängerung in Prozent benennen? Zumindest ungefähr? Ist vielleicht 'ne Entscheidungshilfe :lol:

08.04.2011 15:27:27 via Website

Ich hab Punkt 1 jetzt so verstanden das man für Link2SD immer Root braucht während App2SD auch unter Froyo klappt (aber eben nicht alle Apps verschieben kann)

Link2SD lässt sich auf meinem Desire Froyo jedoch auch ohne Root starten.
Kann ich mich jetzt an die Partitionierung machen oder werd ich dann feststellen das alles umsonst war und das verschieben nicht klappt ??

08.04.2011 15:37:15 via Website

Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert (warte noch auf meine "schnellere größere Karte", die voraussichtlich morgen kommt). Wenn Du noch eine Karte "übrig hast", probier es doch mal -- und berichte dann! Oder frag beim Entwickler nach (und berichte dann auch).

Wann die Abfrage des Root-Zugangs kommt, ist von App zu App unterschiedlich. Sie kommt immer dann, wenn auf eine entsprechende, root erfordernde Funktionalität zugegriffen wird. Der eine Entwickler macht das gleich beim Start (um ggf. die passende Warnung anzuzeigen, bevor sich der Anwender verzettelt hat) -- der andere erst dann, wenn die Funktionalität wirklich benötigt wird...

08.04.2011 22:10:36 via Website

Ich bin begeistert ! Danke !
Alleine Cache und Ram haben meinen halbtoten CM6 Stein gerade wieder aus einem Jungbrunnen gehoben. Das Gerät rennt wie ein Ochse auf der Balz. Jetzt gehts an den Rest des Artikels. Wollte das nur mal eben stehen lassen und - DANKE - sagen !

08.04.2011 22:56:54 via App

Danke Izzy für eine weitere umfangreiche Zusammenstellung nützlicher Tipps.
Link2SD nutze ich schon begeistert. Das ist auf jeden Fall ein guter Tipp für alle root-User. Das mit dem Swapfile klingt interessant. Allerdings scheint mir, dass ich dazu den Kernel erweitern muss. Hat jemand eine Idee, wo ein solches Kernel Objekt für das X10 mini pro zu finden ist?

Gelöschter Account

09.04.2011 11:10:36 via App

sehr gute zusammenfassung. werd gleich mal gucken ob mir irgendwas hilft

http://gw2.at&quot;">Ratmans Galaxy Wire[br]Tablet: Lenovo Ideapad A1

09.04.2011 11:52:47 via Website

... mal wieder eine super Übersicht von dir - vielen Dank, Izzy :grin:
Werde mich mal ausführlich damit beschäftigen (und zum 33sten mal über Root nachdenken, grummel...)

Viele Grüße + schönes Wochenende

09.04.2011 13:53:00 via Website

Ein großes DANKE erst mal an Izzy, für einen erneuten, tollen Beitrag. :grin:

An dieser Stelle noch einmal eine Frage in die Runde... kann ich meine externe Speicherkarte grundlegend ins ext4 umformatieren?? Ich meine damit nicht nur den Bereich, den Izzy unter "Apps auslagern" beschrieben hat, sondern die Standard-Partition eben auch.

...Gruß, Sky

09.04.2011 15:10:32 via App

SkyIFX
Ein großes DANKE erst mal an Izzy, für einen erneuten, tollen Beitrag. :grin:

An dieser Stelle noch einmal eine Frage in die Runde... kann ich meine externe Speicherkarte grundlegend ins ext4 umformatieren?? Ich meine damit nicht nur den Bereich, den Izzy unter "Apps auslagern" beschrieben hat, sondern die Standard-Partition eben auch.

...Gruß, Sky

Könnte einen Versuch wert sein, wenn das Rom EXT unterstützt. Mein mini pro scheint generell nur FAT zu beherschen, jedenfalls lief die zweite Partition für Apps nur damit.
Wird die SD-Karte anders formatiert, muss sie auch anders gemounntet werden. Das wird der Knackpunkt sein.

— geändert am 09.04.2011 15:10:58