Dreck, Büsche, Steine, Schilder, Wände - nichts ist mehr sicher!
„Wer suchet der findet“ heißt es immer aber was sucht man denn?
Viele kennen das Geocaching - „The Game were you are the Search Engine“ wie es auf der offiziellen Webseite heißt!
Für noch Unwissende hier nur kurz der erste Absatz des Wikipedia-Artikels:
Geocaching (von griechisch γη, geo „Erde“ und englisch cache „geheimes Lager“ [...], auch GPS-Schnitzeljagd, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geographischer Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden.
Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker oder „Owner“ (englisch „Eigentümer“) – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.
Bei mir soll es hier aber mehr um Geocaching mit einem Android-Smartphone und meinen Erfahrungen damit gehen!
Apps in Hülle und Fülle
Ich habe bisher folgende drei Apps zu diesem Zweck getestet:
Und es gibt auch noch einige mehr, die derartige Funktionalitäten zur Verfügung stellen. Viele fleißige Geocacher kamen schon auf die Idee, dass sich ihr Lieblingsspiel wunderbar mit dem Smartphone-Betriebssystem Android verbinden lässt. Derlei Apps müssen aber diverse Anforderungen erfüllen können, die bei erfahrenen Cachern oder blutigen Anfängern nicht unterschiedlicher sein können:
- ein möglichst komfortabler Zugriff auf möglichst viele der zahllosen Datenbanken für Geocaches und deren Detail-Informationen
- eine übersichtliche Ansicht und Verwaltung aller auf dem Gerät gespeicherten Caches
- eine hilfreiche Zielführung zu den Caches und Wegpunkten
- die Möglichkeit eine Wegpunkte auf unterschiedlichste Art zu erstellen
- Kartenansicht aller oder einzelner Caches
- Informationen über GPS-Qualität und ein Kompass zur Nutzung des GPS
- …
Das war natürlich nur eine vereinfachte Übersicht und erfahrenen Geocachern fallen noch wesentlich mehr Punkte ein, die ihr Gehilfe für Unterwegs können muss.
Doch ist es natürlich auch aufgrund dieser vielen verschiedenen Ansichten schwierig das passende App zu schreiben/finden!
Aus diesem Grund erzähle ich hier mehr über GeOrg!
GeOrg – Organisiertes Geocachen
Diese App von den Entwicklern, bekannt unter dem Pseudonym ranitos, begann als reines Hobby-Projekt von Geocachern.
Ein sauberes Interface und gute erweiterbare Funktionalität zeichnen diese App aus. Alle oben von mir beschriebenen Aspekte wurden erfüllt und als Sahnehäubchen gibt es noch einige weitere tolle Funktionen.
Der Hauptbildschirm bietet Zugriff auf alle wichtigen Funktionen und auch über einen Punkt des Kontextmenüs gelangt man jederzeit in alle Bereiche der App.
Von dort erreicht man seine zuvor erstellte Cache-Datenbank und kann seine Caches durchsuchen und verwalten.
Alle Menüs sind überlicht und selbstverständlich.
Da kommt natürlich die Frage „Wie kommen in die anfangs noch leere Datenbank neue Caches?“ Dazu gibt es drei Möglichkeiten!
Als erstes der Weg, den auch alle anderen Geocaching-Apps gehen: Man wird auf die Webseite geocaching.com weitergeleitet und klickt dort auf den Google Maps-Link und stellt diesen in GeOrg dar. Nicht sehr komfortabel und einer der Hauptgründe, die gegen andere Apps als GeOrg sprechen!
Zu den nächsten Möglichkeiten zuvor etwas über Dateitypen fürs Geocaching:
Der weltweit größte Anbieter einer Geocaching-Datenbank geocaching.com bietet ein Standard- und ein Premium-Model an. Als normaler Benutzer hat man nur Zugriff auf sogenannte loc-Dateien, die nur die Koordinaten speichern. Details, wie Hinweise, kann man dann nur auf der Webseite nachlesen. Bezahlt man aber für die Premium-Mitgliedschaft, erlaubt es die API der Webseite, sogenannte PocketQueries auszuführen, welche zu gpx-Dateien führen, in denen bis zu 500 Caches mit jeweils Detail-Informationen, wie Hinweisen und den Logs stehen können.
Erst mit all diesen Zusatzinformationen auf dem Gerät macht das Geocachen Spass!
Und genau diese gpx-Dateien kann man wunderbar selbst aus Mail-Anhängen heraus in die Datenbank importieren. Man kann sich zum Beispiel auf der Webseite eine PocketQuerie einstellen, welche einem dann jeden Sonntag eine Datei mit 500 Caches aktuell liefert und diese aus der App heraus nutzen. So muss nicht jedes Mal die Webseite aufrufen.
Sicherlich wird der ein oder andere aber nun denken „Was ist aber, wenn ich unterwegs eine halbe Stunde Zeit habe und nur schnell schauen will, was für Caches in der Nähe sind?“
Auch das ist mit GeOrg seit der neusten Version kein Problem!
Es wurden nun nämlich sogenannte Connectors eingeführt, welche sich direkt aus der App heraus mit Geocaching-Webseiten verbinden können und von ihnen Daten über Caches abrufen. Bisher gibt es einen Beispiel Connector, der aber schon eine komplette funktionierende Verbindung zu geocaching.com herstellt. So die umliegenden Caches einfach von der Karte oder einer Liste runterladen und importieren. Und alles ohne die Webseite aufrufen zu müssen.
Wie das funktioniert, ist hier nachzulesen. Genau dieses Feature lässt GeOrg für die anderen Geocaching-Apps blass aussehen!
Natürlich geht es nun darum zu den wie auch immer heruntergeladenen Caches zu kommen und sie – wie es in der Fachsprache heißt – loggen zu können.
Dazu gibt es die Möglichkeit einer einfachen Richtungsweisung per Kompass mit Entfernungsangabe, GPS-Genauigkeitsanzeige und Gradmesser.
Die selben Informationen gibt es auch auf der Kartenansicht, bei welcher weitere interessante Features von GeOrg zum Vorschein kommen. Man kann zwischen diversen Kartenarten auswählen: Google Maps Standard, Google Maps Satellit, Goole Maps Terrain, 3 verschiedenen OpenStreetMap-Varianten und seit neustem sogar selber erstellen offline Karten. Dazu lässt man sich ein Kartenpaket runter oder erstellt sich mittels eines Tools selber eins und spart sich ab sofort jede Menge Traffic. Genaueres hier.
Die Routenführung auf der Karten-Ansicht ist wählbar zwischen off road (also sozusagen Luftlinie) und on road (also mit Rountenberechnung).
Findet man einen Cache mal nicht sofort oder besteht er aus mehreren Teilen (sogenannte Multis) kann man sich einen Wegpunkt erstellen. Hierbei ist die direkte Eingabe der Koordinaten möglich, deren Projektion oder Durschnittsberechnung aus mehreren GPS-Proben.
Zwischendurch schaut man vielleicht noch mal in die Details des gesuchten Caches und ist er endlich gefunden, kann man sich direkt aus der App heraus auf die passende Log-Seite leiten lassen und so auf geocaching.com den Fund eintragen (aber auch hier wird an einer komfortableren Variante gearbeitet).
Der Cache wird dann in der Datenbank mit einem sympathischen Smiley als gefunden dargestellt und mag man die Grinsebacke nicht, kann man alle gefundenen Caches per Filter ausblenden.
Fazit
Für mich ist GeOrg definitiv die beste Geocaching-App bisher auf dem Markt!
Ein paar kleine Macken müssen noch ausgemerzt werden und einige Features hätte ich auch noch als Idee im Hinterkopf aber für einen erstaunlich guten Preis bekommt man eine funktionsreiche App, die alles für Geocaching zu bieten hat.
Ich habe noch von einer weiteren App gehört: Cachemate. Diese App war wohl auf Windows Mobile der Marktführer aber bisher ist sie mir zu teuer.
Alles in Allem bietet GeOrg umfangreiche Funktionen für Geocacher aller Arten und ist nur zu empfehlen!
Bei weiteren Fragen zum Geocaching oder GeOrg stehe ich gern zu Verfügung.
MfG,
Kageetai






André Z.
Hallo, danke für den Bericht! Nun hätte mich aber gerade ein Vergleich mit Cachemate sehr interessiert. Der Preis liegt ja nicht so weit auseinander (5 € vs 10$) Aber vielleicht kann ja dazu ein anderer noch was sagen?
(Btw. bei dem Link zu GC ist dir ein Buchstabendreher unterlaufen..)
Edit:
Auf der Homepage von Cachemate habe ich folgende Info gefunden:
Geocaching.com Live Search
"The information is unfortunately limited to coordinates and waypoint ID. LOC and GPX downloads would be nice, but don't work with current versions of Android's default browser due to a bug in its handling of file downloads."
Gerade die Funktion ist mir sehr wichtig. Was liefert denn GeOrg mit seinem Connector für Informationen? Und unterscheidet sich die Informationsmenge je nachdem ob ich einen Basic oder einen Premium Account habe?