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Samsung Gear Sport im Hands-on: Die Smartwatch nicht nur für Sportskanonen

Wie jedes Jahr nutzt Samsung auch diesmal die IFA in Berlin, um neue Produkte im Bereich Wearables vorzustellen. Neben den neuen Gear IconX 2017 Kopfhörern und dem Fitness-Tracker Gear Fit 2 Pro, stellte der südkoreanische Hersteller heute auch eine neue Smartwatch vor, die Gear Sport. Welche neuen Features bringt die Tizen-Watch?

  • Samsung Gear IconX 2017 im Hands-on:
  • Samsung Gear Fit 2 Pro im Hands-on:
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Samsung Gear Sport: Preis und Verfügbarkeit

Die Gear Sport wird ab Ende Oktober im Handel erhältlich sein. Die neue Smartwatch wird es in zwei Farben geben, Schwarz und Blau. Samsung bietet auch direkt zum Start 23 verschiedene 20-mm-Armbänder an, die aus Kunststoff, Leder und einer Kombination aus beiden gefertigt sind. Ihr könnt aber auch andere 20-mm-Bänder nutzen.

Die UVP der neuen Gear Sport liegt bei 349 Euro. Sobald die neue Smartwatch auf dem Markt ist, dürfte Samsung auch die 2016er Modelle Gear S3 Classic und Gear S3 Frontier in die Rente schicken.

Samsung Gear Sport: Design und Verarbeitung

Mit dieser neuen Generation der Gear zeigt Samsung, dass sie Smartwatches noch nicht aufgegeben haben. Ganz im Gegenteil, der Hersteller erwartet, dass sich der Markt der Wearables bis 2021 verdoppeln wird. Das ist auch der Grund, warum die Gear Sport, ganz anders als die Gear S3, sowohl männliche als auch weibliche Kundschaft ansprechen soll. Das Design wurde etwas angepasst, um auch zu den schmalsten Handgelenken zu passen. Der Bildschirm ist daher auch von 1,3 Zoll auf 1,2 Zoll geschrumpft. Die Größe (42,9 x 44,6 x 11,6 mm und 49 x 46 x 12,9 mm) wurde verkleinert und das Gewicht reduziert (50 Gramm vs 59 Gramm). Die Smartwatch wirkt zurückhaltender, behält dabei aber den eleganten Look.

Das Design erinnert letztendlich eher an die Gear S2 als an die Gear S3. Das Metallgehäuse und die Verarbeitung bleibt auf sehr hohem Niveau. Das Metall weist unterschiedliche Finishes auf, teilweise matt, teilweise glänzend.

samsung gear sport app drawer
Die Gear Sport ist weniger massiv und somit besser für kleine Handgelenke geeignet, als die Gear S3. © AndroidPIT

Auch bei diesem Modell setzt Samsung auf die geniale sich drehende Lünette, die bei der Bedienung der Smartwatch hilft. Auf der rechten Seite sind wieder die leicht texturierten Buttons untergebracht.

Auf der Rückseite ist wie bei den Vorgängermodellen den Pulsmesser installiert. Dieser macht es in Zusammenarbeit mit der Aktivitätsüberwachung der verschiedenen Sensoren möglich, die verbrauchten Kalorien zu zählen. Hier sollte man sich allerdings nicht zu 100% drauf verlassen, da es sich eher um Schätzungen als um medizinische Berechnungen handelt.

samsung gear sport sensor
Das 20mm Armband kann man ganz leicht wechseln. © AndroidPIT

Das Armband müssen wir in einem Hands-on selbstverständlich auch erwähnen, ist es doch eines der Hauptmerkmale einer Uhr. Standardmäßig ist die Gear Sport mit einem schwarzen oder blauen Kunststoff-Armband ausgestattet (zwei Größen liegen der Uhr bei), die sich angenehm anfühlen. Sollte Euch dieses Band nicht gefallen, könnt Ihr es wie gesagt ganz einfach gegen ein anderes Band tauschen.

Samsung Gear Sport: Display

Die Gear Sport ist mit einem 1,2 Zoll AMOLED-Display ausgestattet, das durch Gorilla Glass 3 geschützt wird. Die Auflösung hat sich mit 360 x 360 Pixeln nicht verändert und kommt so auf eine Pixeldichte von 302 ppi. Dieser Bildschirm ist ganz klar einer der besten in seiner Kategorie. Tizen nutzt die Vorteile des AMOLED-Panels mit seinen Farben und den tiefen Schwarzwerten sehr gut aus.

Die Helligkeit des Displays ist hervorragend und Reflexionen stören nicht weiter. Der Umgebungslichtsensor kann genutzt werden, um die Helligkeitsstufe der Umgebung anzupassen. Ihr könnt die Helligkeit aber selbstverständlich auch manuell regeln.

samsung gear sport
Das Display der Gear Sport ist hervorragend verarbeitet. © AndroidPIT

Samsung Gear Sport: Besonderheiten

Einer der wichtigsten Unterschiede zum Vorgängermodell ist die Wasserdichtigkeit der neuen Smartwatch von bis zu 5 ATM. Genauer gesagt kann die Gear Sport einem Tauchbad in einer Tiefe von bis zu 50 Metern überleben und begleitet Euch auch bei gewissen Aktivitäten im Wasser wie Schwimmen oder Duschen. Tauchen solltet Ihr allerdings nicht mit der Gear Sport.

Zusätzlich kann die Smartwatch als Fernbedienung bei der Nutzung eines Samsung VR-Headsets genutzt werden. Auch Samsung Pay unterstützt sie, auch wenn der Service in Deutschland noch nicht verfügbar ist.

Samsung Gear Sport: Software

Wie die Gear Fit 2 Pro läuft auf der Gear Sport die neue Tizen-Version 3.0. Die Benutzeroberfläche wurde etwas verfeinert, vor allem im App-Drawer. Die grundsätzliche Bedienung und die Navigation durch die Menüs hat sich allerdings nicht geändert. Ihr nutzt dazu immer den Touchscreen, die Lünette und die zwei Knöpfe an der Seite. Einer der Buttons wird genutzt, um einen Schritt zurück zu gehen, der andere, um das Menü aufzurufen oder um zurück zum Homescreen zu wechseln. Tizen macht nach wie vor einen besseren Eindruck als Android Wear und die neue Version unterstreicht diesen Umstand weiter. Es ist einfach und angenehm zu bedienen und die Anpassung des Ziffernblattes könnte nicht simpler sein.

Für diese Smartwatch hat sich Samsung vor allem auf Fitness konzentriert, wie der Name schon suggeriert. Laut dem Hersteller ist diese Funktionalität der wichtigste Kaufgrund einer Smartwatch. Ihr könnt Euren Kalorienverbrauch über den Tag verfolgen, Eure Schritte zählen und vieles mehr. Samsung bietet über die Samsung Health App verschiedenste Trainingspläne. Falls Ihr einen Smart TV im Wohnzimmer stehen habt, könnt Ihr sie auch auf diesem darstellen lassen. Auch Bixby soll schon bald über ein Update auf die Smartwatch kommen.

samsung health fitness
Samsung Health bietet viele Trainigsprogramme an. © AndroidPIT
samsung health dashboard
Du kannst deine Aktivitäten mit deiner Community teilen. © AndroidPIT

Die Gear Sport ist mit Galaxy-Smartphones mit Android 4.3 oder neuer, anderen Android-Smartphones mit Android 4.4 oder neuer und dem iPhone 7, 7 Plus, 6S, 6S Plus, SE mit iOS 8.0 oder neuer kompatibel.

Samsung Gear Sport: Performance

Im Vergleich mit dem Vorgängermodell steckt in der Gear Sport relativ ähnliche Hardware. In ihr werkelt ein 1-GHz-Dualcore Prozessor mit 768 MByte RAM und 4 GByte internem Speicher. Die Uhr ist mit WLAN, Bluetooth 4.2, NFC und GPS ausgestattet.

In meinem kurzen Hands-on zeigte die Gear Sport praktisch keine Schwächen. Die Navigation durch die Menüs und den Apps war stets flüssig und hinterließ einen sehr guten Eindruck.

Samsung Gear Sport: Audio

Die Gear Sport ist mit einem Mikrofon und einem kleinen Lautsprecher ausgestattet. Dadurch könnt Ihr über die Smartwatch auch telefonieren, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen.

Samsung Gear Sport: Akku

In der Gear Sport steckt ein recht kleiner Akku mit 300 mAh. Er ist tatsächlich schwächer auf der Brust als der der Gear S3 mit 380 mAh, aber das Display ist eben auch etwas kleiner. Die neue Smartwatch bietet nach wie vor Samsung-typisch einen Akkusparmodus, der WLAN und ein paar Benachrichtigungen deaktiviert. Abhängig von Eurer Nutzung, kommt die Gear Sport auf eine Akkulaufzeit von 2-3 Tagen. Nur unser kompletter Test kann aber wirklich beantworten, wie gut die Akkulaufzeit der neuen Smartwatch ist.

Wie der Vorgänger kann die Gear Sport kabellos geladen werden.

Vorläufiges Urteil

Wenn Euch die bisherigen Gear-Smartwatches gefallen haben, wird Euch die Gear Sport nicht enttäuschen. Sie setzt weiter auf die Stärken der Gear S3 und kehrt zurück zum Design der Gear S2. Dazu kommt die neue Version von Tizen und eine sehr gute App-Auswahl. Die Gear Sport hat ganz klar das Zeug zur besten Smartwatch für Android.

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24 Kommentare

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  • Auch wenn diese “Uhren“ mittlerweile wie Uhren aussehen. Für den Preis bekommt man schon recht anständige Uhren, mit denen man nicht belächelt wird.


  • Seoul vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Die Gear Sport, kleineres Display, kleinerer Akku, schmalere Armbänder, die an dieser Uhr komisch aussehen.... Dafür etwas dünner.
    Irgendwie ein Mischmasch aus S2 und S3, der sich laut Samsung eher auf die sportlichen Aktivitäten der Träger konzentriert.
    Für mich ist und bleibt die S3 Frontier nach wie vor das Top Modell, dass zudem deutlich besser ausschaut.
    Scheinbar sieht Samsung das selbst auch so, denn eine Gear S4 wird es wohl erst in den kommenden Jahren geben. Gut so.


  • Kann man das mit anderen Handys benutzen oder nur mit Samsung? Tizen ist kein Android.


  • Ist die jetzt tatsächlich auch mit anderen Handys, z.B. dem Moto G5, kompatibel?


  • Warum sollte ich mit dem Teil nicht tauchen? Entweder ist sie bis 50 Meter wasserdicht oder eben nicht!?!


    • Das kannst Du hier nachlesen:

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wasserdichtigkeit

      Die 50 Meter beziehen sich nur auf den äquivalenten Prüfdruck, der bei 5 Atü einer Wassertiefe von 50 m entspricht. Schon die Bewegung der Arme beim Schwimmen erzeugt Strömungsdruck, der zusätzlich zum statischem Druck auftritt. Normalerweise sind solche Dichtungen auch nur für zusatzfreies Süsswasser spezifiziert.

      Meine praktische persönliche Erfahrung ist allerdings eine ganz andere, mit LCD-Armbanduhren eines bekannten Markenherstellers, auch "Waterresist 50 m", auch wenn ich die Nachahmung ausdrücklich nicht empfehle:

      Turmspringen, Tauchen bis 3, 4 m (tiefer schaffe ich nicht), Schwimmen, Seife (Duschen), Chlorwasser, Salzwasser im Wellenbad Grömitz, kein Problem, die Uhren blieben dicht, selbst nach eigenem Tausch der Batterie, und unter Beibehaltung der alten Dichtung. Nur, das garantiert der Hersteller nicht, das war vielleicht nur Glück, und die Uhren haben halt auch bei Weitem keine 300 € gekostet, es wäre nicht so schlimm gewesen, wenn eine undicht gewesen wäre.


      Quelle: wikipedia


      • Danke für den Link!


      • Pro Meter 0,1 Bar über Atmosphäre nach meinem Wissen.
        Auf meiner Casio steht 10Bar. Theoretisch also 100m. Zum Schwimmen und Urlaub reicht das allemal. Taucher kaufen komplett andere Uhren.

        Auch von mir danke für den Link. Wusste ich so nicht im Detail. Dachte immer dass der Wert 100m wirklich bis max 100m bedeutet.


      • Also, 10 bar is genug für normales Leben. Wenn man tauchen will, muss man 20 bar aussuchen.


  • Der Deutsche & sein Hang zum meckern.
    Wenn sie euch nicht gefällt kauft sie halt nicht.


  • Also ich sehe hier eigentlich nur einen rückschritt zu meiner S3 frontier....


  • Sieht solide aus wobei der einzige echte vorteil die Wasserdichtigkeit ist. Aber welche wahnsinnige Innovation hätte es hier auch geben sollen. So gesehen ist es ja schön das die Vorgänger nicht obsolet werden.


  • Aladan vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Gut, da bleibe ich dann doch lieber bei meiner S3 Classic. Das Misch-Design aus Classic-Lynette und Frontier-Knöpfen ist zwar ganz gut gelungen, aber die Uhr bietet ja nichts neues.


  • Wow, im Vergleich zur Gear S3 optisch ein echter Rückschritt...


  • naja! :-/


  • Fufu2 vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Sieht gut aus aber 300 Akku ist lächerlich.
    Leute das Ding hängt öfter am Ladegerät als am Handgelenk.


  • iRollo vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Wow, richtig schön ... schön klobig-hässlich :-{


  • Wird die Gear S3 das Update auf 3.0 erhalten?

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