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Sieben Argumente, mit denen der Nvidia Tegra X1 Euch vom Hocker haut

Nvidia kämpft weiter um Marktanteile im Embedded-Bereich und stellt sein nächstes Ein-Chip-System vor. Der X1 löst die beiden K1-Prozessoren ab und bricht alle Rekorde. Wir nennen Euch die wichtigsten Gründe, sich auf die Wuchtbrumme zu freuen.

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Nvidias X1 hat acht CPU- und 256 GPU-Kerne und rennt der Konkurrenz davon. / © Nvidia

Er ist der erste Mobilprozessor mit einem TFLOP

Die kombinierte FP16-Leistung des Tegra X1 summiert sich auf 1 TFLOP. Das liegt vor allem an der neuen Maxwell-Architektur, die die in den K1-Prozessoren verwendete Kepler-Architektur ablöst. Sie setzt auf 256 GPU-Rechenkerne (der K1 hatte 192 Kerne) und auf acht 64-Bit-fähige CPU-Kerne (der K1 Logan hatte vier, der K1 Denver zwei Kerne). Inwieweit diese Metrik sich im Alltag manifestiert, ist noch abzuwarten, doch ist der Messwert zunächst eine beachtliche Hausnummer.

Der X1 lenkt bald Eure Autos

Denn da er Bilder von zwölf Kameras parallel verarbeiten kann, soll er auch mit der Sensorik selbstfahrender Autos zurecht kommen. Eigenen Aussagen zufolge sei man schon mit Audi in Gesprächen.

Der Chip spart Strom

Bei der Vorführung zeigte man eine Unreal Engine Demo, die auf der Xbox One 100 Watt aus der Steckdose zieht, während sich der X1-Chipsatz mit zehn Watt begnügt. Unser Kollege konnte im Gespräch mit Nvidias Pressevertretern herausfinden, dass man die Leistungsaufnahme des Chips über den Takt regeln könne, sodass er auch in kleineren Gehäusen untergebracht werden könnte.

Er wird den Spielekonsolen Konkurrenz machen

Durch seine brauchbare Grafikleistung kann der X1 in Set-Top-Boxen oder direkt in Smart TVs 3D-Spiele darstellen. Das technische Potenzial ist dabei sogar etwas größer als das der derzeitigen Next-Gen-Konsolen, wenn man einen Blick auf die Maxwell-Architektur wirft. Die Leistung sollte dennoch spürbar dahinter liegen, da sowohl die Zahl der Prozessor-Module als auch ihr Takt und die Speicheranbindung kleiner ausfallen.

Der X1 ist doppelt so schnell wie sein Vorgänger

nvidia x1 speed graph
Nvidia zeigt, dass das Moore'sche Gesetz bei den Tegras keine Ausnahme macht. / © Nvidia

Ob Denver oder Logan: Die Tegra-K1-Prozessoren waren ziemlich schnelle Brüder und besonders mit dem Denver konnte man technisch einen ziemlichen Eindruck schinden (hier lohnt ein Blick in die Messreihen, die man bei Golem angestellt hat). Der X1 folgt dieser Tradition und kann laut eigenen Messungen fast dreimal so schnell arbeiten wie der erste K1.

Der X1 ist wahrscheinlich seiner Zeit voraus

Wie schon der K1 wird auch der X1 wahrscheinlich maßlos unterfordert sein von den Aufgaben, die ihm heutige Apps stellen. In der Regel sehen sich App-Entwickler mit Smartphones wie mit dem Galaxy Ace oder anderen Low-End-Geräten konfrontiert, sodass man die technischen Möglichkeiten eher behutsam ausnutzt, um noch ein großes Publikum zu erreichen und mehr Geld zu verdienen. AAA-Games halten sich aus dem Mobil-Bereich in der Regel fern, da sich einfach nicht genügend Kunden finden, deren Smartphone die teuer entwickelten Spiele oder Anwendungen zufriedenstellend darstellen. Aus diesem Grund wird Nvidia sich vermutlich vermehrt nach anderen Anwendungsgebieten umsehen, um die gewaltige parallele Rechenpower des X1-SoCs ansatzweise auszulasten.

Er kommt schon bald auf den Markt

Ein Chip allein ist noch kein Endkunden-Produkt. Doch Nvidia hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas erklärt, dass man ihn schon in der ersten Jahreshälfte 2015 antreffen werde. In welcher Form das geschehen soll, bleibt noch offen. Nvidia hat noch nicht davon gesprochen, ob etwa ein neues Shield-Tablet in der Mache sei. Das ist jedoch mehr als realistisch, da man mit dem ersten Produkt in Reviews durch die Bank gute Ergebnisse erzielen konnte, und ein gutes Aushängeschild-Produkt (wie auch das Nexus 9 für das Denver-SoC) nie schadet, wenn man einen Chip bewerben will.

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25 Kommentare

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  • Wenn man sich die Kommentare hier so durchliest, scheint das ja kaum jemanden vom Hocker zu hauen... Mich übrigens auch nicht.
    Wieder einmal wird u.a. orakelt, dass Konsolen Konkurenz bekommen (erstaunlich das sie diemal nicht gleich tod gesagt werden *g*). Mal nur eine Frage dazu. Habe ich hier auch eine Garantie das Geräte mit diesem Chip auch in 7-8 Jahren noch unterstützt werden? Bei meiner XBox One und PS4 habe ich quasi diese Garantie...
    Das hätte mich vom Hocker gehauen.

  • Alles schön und gut aber das Ding wird niemals eine größere Akzeptanz finden, da es kaum Apps geben wird die den Prozessor ausreizen.

    Schließlich will jeder App Entwickler Geld verdienen und muss sich deshalb Prozessormäßig eher am Mainstream orientieren.
    Mehr Rechenleistung als die des Snapdragon 800, darf eine App momentan nicht verlangen. Ansonsten dürften die Download-Zahlen sehr gering ausfallen.

  • Zwar ist das ganze schon ne geile Sache, aber es gibt nichts im Playstore was das gebrauchen kann.
    Selbst wenn da 10 von diesen Chips eingebaut würden es ändert sich doch nichts.

    Was ich mir wünsche ist, dass man Spiele wie WoW, Aion, SWTOR u.ä. über Phablets oder Tablet spielen könnte. DANN hätte das ganze für mich persönlich auch einen Sinn.

    Aber ständig das neuste in ein Phone stecken ohne das man bis auch Benchmarks etwas davon hat ist für mich nur dämlich.

    Der Chip kann natürlich nichts dafür. Ich danke für diesen Beitrag.

  • ist doch die gleiche nummer wie bei allen tegras bis jetzt.
    theorethisch power ohne ende und neue features, am markt kommt davon aber nichts an.

    am ende steckt er in tablets und throttlet selbst da.

  • Seitdem NVIDIA das HTC OneX nur sehr kurz supportete und nicht einmal die Treiber freigab, ist diese Firma für mich gestorben, egal was sie noch rausbringen werden.

    • Und das war nicht das erste Mal. Die gleiche Nummer hat NVIDIA schon mit dem Tegra 2, in meinem Fall dem Motorola Atrix, abgezogen.

      Ich werde auf jeden Fall nie mehr ein Gerät mit einem NVIDIA Prozessor kaufen.

    • Klingst ja so, als sei Nvidia eine Modeerscheinung. :D

    • Richtig NVidia hatte Probleme in der Vergangenheit. Aber seitdem die selber Android Hardware verkaufen (Shield) sehe ich da keine Probleme mehr. NVidia waren hier die Schnellsten mit einem Android 5 Update und direkt danach 5.01 noch bevor mein Nexus 5 es hatte. Auch versteht sich NVidia Stock Android behutsam anzupassen und die eigenen Apps mit Material Design zu versorgen. Ich denke NVidia hat hier gelernt und sie müssen die Chipsätze bei ihrer Updatepolitik der eigenen Hardware eh immer für neue Android Versionen fit machen mit Treibern. Also gebt Nvidia wohl nochmal eine Chance, zur Zeit sind sie das Mustebeispiel in Sachen Updates.

  • bei 10 watt dürfte die Temperaturentwicklung bei einem handy (oder Tablet) sehr interessant werden
    ich warte erst einmal ab bevor ich wieder wie schon so oft so euphorisch werde -.-
    und ob die großen hersteller auf nividia zurückgreifen dürfte aich sehr unwahrscheinlich sein

  • Nvidia wird sich wohl auf den Embedded-Markt konzentrieren müssen.
    Für Smartphones und kl. Tablets ist das Teil viel zu stromhungrig, für größere Tablets und Ultrabooks gibt's den Intel Core M, der mindestens ebenbürtig ist und sogar weniger verbraucht.
    So what?

    XXL

  • In Computern für Videobearbeitung wäre das was....

  • Finde es nur Geil... Ich Freue mich Druff

  •   50

    Das wäre was für das Saygus V2 ☺

  • Die Taktung würde mich mal interessieren.

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