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Handy-Versicherung: Kann man sich sparen!

Verfasst von: Andreas Seeger — 12.10.2012

Neulich ging ein Freund von mir in den Media Markt und fragte den Verkäufer nach einem guten Smartphone. Der hatte keine Ahnung von Telefonen, aber es gelang ihm, seinem noch ahnungsloseren Opfer eine "Plus-Garantie" aufzuschwatzen. Die kostet 120 Euro für 24 Monate und ist in etwa so sinnvoll wie ein HDMI-Anschluss am Smartphone: Was sich gut anhört, entpuppt sich im Alltag als nahezu nutzlos. 

Was Media Markt seinen Kunden bietet, liest sich zunächst einmal recht gut. Schauen wir mal auf die Website, dort steht:

  • 2 Jahre Sicherheit
  • Kostenlose Reparatur bei Materialfehler, Produktionsfehler, Verschleiß und Akkuverschleiß
  • Diebstahlschutz weltweit, 24 h ***
  • Unfall- und Stoßschäden
  • Wasser- und Sandschäden

Das hört sich doch an wie ein Rundum-Sorglos-Paket fürs teure Smartphone! Aber der aufmerksame Leser wird die drei Sterne hinter dem Diebstahlsschutz gesehen haben, die zum berüchtigten Kleingedruckten führen. Um bei unserem konkreten Fall zu bleiben: Ganz am Ende ist neben den drei Sternen folgendes vermerkt.

"Selbstbehalt bei Diebstahl 20% vom Gerätepreis ohne Vertrag"

Nehmen wir einmal an, ich kaufe mir ein Galaxy S3 für 500 Euro und schließe eine Handy-Versicherung über die Plus-Garantie bei Media Markt ab. Die Selbstbeteiligung liegt in diesem Fall bei 100 Euro. Wenn ich jetzt noch einrechne, dass ich 120 Euro für ein zweijähriges Versicherungspaket bezahlt habe, dann liegt die Erstattungssumme bei 280 Euro, also bei nur etwas mehr als der Hälfte.


Plus-Garantie von Media Markt: Wo ist das Kleingedruckte? / Screenshot: AndroidPIT

Die Ausnahme ist die Regel

Doch es wird noch interessanter, wenn man sich komplett durch das Kleingedruckte quält, also die AGBs durchliest, die auf der Media-Markt-Website nur per unbequemen pdf-Download einsehbar sind. Hier kann man lesen:

"Versicherungsschutz besteht außerdem bei Beschädigung oder Zerstörung durch
a. Unfall (plötzlich und unvorhersehbares Ereignis),oder unsachgemäße Handhabung,
b. Kurzschluss, Überspannung, Induktion,

c. Wasser oder Feuchtigkeit, soweit der Kunde in den genannten Fällen nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat."

Im Fall der Fälle erlaubt der letzte Halbsatz vielfältige Interpretationen durch die Versicherung. Wenn ich zum Beispiel im Dauerregen telefoniere, handele ich dann grob fahrlässig? Oder stellen wir uns einmal vor, ich liege in der Badewanne, mit dem Handy neben mir und es rutscht durch einen dummen Zufall ins Wasser – bekomme ich dann mein Geld wieder?

Ich habe meinen Freund Mirko Ziegler gefragt, der als Anwalt in Rostock arbeitet. Er erklärte mir: "Die Formulierungen in den AGB sind teilweise so unbestimmt, dass Versicherungsnehmer nicht in jedem Fall von einer unproblematischen Regulierung profitieren dürften." Im Klartext heißt das: Wir bewegen uns hier in einer Grauzone und im Zweifelsfall ist die Versicherung gegenüber dem Kunden im Vorteil. 

Bleiben wir bei unserem Beispiel "Telefonieren mit dem Galaxy S3 im Regen". Es gibt Gerichtsurteile in Bezug auf den Gebrauch technischer Geräte, die grobe Fahrlässigkeit immer dann konstatieren, wenn der Nutzer die Gebrauchsanweisung missachtet hat. Und schon ein Blick in die Kurzanleitung zum Galaxy S3, beantwortet unsere Frage erschöpfend. Unter "Sicherheitshinweise" finden wir zwei Passagen, die relevant sind: 

"Verwenden Sie das Gerät nicht während des Ladens und berühren Sie es nicht mit feuchten Händen" (S. 25)
"Halten Sie das Gerät trocken...Feuchtigkeit und Flüssigkeit können zu Schäden an den Teilen oder elektronischen Schaltungen am Gerät führen"
(S. 28)

Wer im Regen telefoniert, hat also Pech gehabt, auch unser Badewannenbeispiel ist damit wohl hinlänglich geklärt. Für mich persönlich ist das nachvollziehbar. Nur: Wozu brauche ich eigentlich eine Versicherung, wenn die nur im Ausnahmefall zahlt?


Nicht von der Versicherung abgedeckt: Klaus und seine Sauwetter-Fotosafari mit dem Galaxy S3 und dem iPhone 5 / (c) kwe

Schaut Euch nur mal die Klauseln bei Diebstahl an. Die Plus-Garantie sieht folgende Ausnahmesituationen in den AGB vor, in denen die Zahlung verweigert wird:

"wenn die versicherte Sache
-  auch nur kurzfristig unbeaufsichtigt abgelegt, in abgelegten Kleidungsstücken, abgestellten Taschen, Koffern oder Rucksäcken aufbewahrt wird, oder
-  bei Disco-Besuchen, Großveranstaltungen oder ähnlichen Veranstaltungen nicht in Innentaschen von Kleidungsstücken, soweit nicht unverhältnismäßig, am Körper getragen wird, oder
-  durch andere Personen benutzt oder von diesen aufbewahrt wird"

Also zahlt die Versicherung eigentlich nur, wenn mich jemand ausraubt oder mir das Telefon aus der Hand reißt.

Das Smartphone verliert rapide an Wert

Aber es kommt noch schlimmer. Neben den ganzen Ausnahmeregelungen wird der Wert einer Handy-Versicherung dadurch gemindert, dass sie nur in den ersten Monaten den vollen Kaufpreis ersetzt. Danach tritt eine Abwärtsspirale in Kraft, weil nur noch der Zeitwert ausgezahlt wird. Und da Technik vor allem im IT-Bereich rapide altert, steht man schnell vor dem Nichts und bekommt nur noch ein paar Euro für sein einst teuer erstandenes Schmuckstück. Hier mal die Abschreibungstabelle von Media Markt:

Der Witz daran ist, dass die Selbstbeteiligung auf den Kaufpreis angerechnet wird, die Versicherung aber nur den Zeitwert ersetzt. Das ist, gelinde gesagt, eine Frechheit.

Skizzieren wir anhand dieser Zahlen einmal den Extremfall. Mein Galaxy S3, für das ich 500 Euro bezahlt habe, wird mir nach 13 Monaten geklaut. Ich bekomme dann nur noch 40 Prozent von 500 Euro erstattet, also 200 Euro. Ich habe aber bereits 120 Euro für die Versicherungsleistung bezahlt, die reale Erstattungssumme liegt also bei gerade einmal 80 Euro! Muss ich dazu noch mehr sagen? Ich denke nicht.

Kann man sich sparen!

Es gibt unzählige Handy-Versicherungsangebote, die preislich variieren und auch unterschiedliche Gefahrensituationen abdecken. Es gibt zum Beispiel Versicherungen, die halb so teuer sind wie die Plus-Garantie von Media Markt, die dafür aber keinen Diebstahlsschutz beinhalten. Den meisten gemeinsam ist aber zweierlei:

- Der Versicherungsnehmer zahlt eine Selbstbeteiligung und er erhält nur den Zeitwert des Gerätes zurück
- Es gibt zahlreiche Ausnahmefälle zu Ungunsten des Versicherungsnehmers, die den Sinn der Versicherung grundsätzlich in Frage stellen.

Dies sollte man unbedingt berücksichtigen, wenn man so eine Handy-Versicherung abschließt. Genauso wie die Tatsache, dass die Reparatur eines kaputten Displays beim Galaxy S3 etwa 180 Euro kostet, also nur 60 Euro mehr als die zweijährige Plusgarantie bei MediaMarkt, die diesen Schaden übrigens nur in den seltensten Fällen abdeckt. Denn in der Gebrauchsanleitung zum Telefon ist klar vermerkt:

"Lassen Sie das Gerät nicht fallen und setzen sie es keinen Erschütterungen aus"

Wie seht ihr das? Diskutiert auch in unserem Forum über Handyversicherungen.

Titelfoto: Martin Siefke/pixelio.de

Der studierte Historiker hat schon für viele verschiedene Publikationen im Mobilfunkbereich gearbeitet, unter anderem für Europas größtes Telekommunikationsmagazin CONNECT. Er ist an der Ostsee aufgewachsen, lebt aber schon seit mehr als 12 Jahren in Berlin. Das Meer vermisst er immer noch.

78 Kommentare

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  • Marc F. vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Hallo,

    eine Handyversicherung ist sicherlich kein Must-Have wie eine Haftpflicht-, Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Allerdings ist sie sinnvoll für Leute denen Ihr Telefon dauernd kaputt geht oder für solche die durch den Verlust des iPhones finanziell stark geschädigt werden (neues Telefon oder Sommerurlaub). Mittlerweile ist es auch so, dass die Anbieter solcher Versicherungen schnell für Ersatz sorgen. Ich hatte nach 2 Tagen ein neues Gerät. Einen ganz guten Einblick zum Thema findet man hier: https://www.onlineversicherung.de/news/4271/Brauche+ich+eine+Handyversicherung%3F+-+Wir+haben+die+Antwort+und+kl%C3%A4ren+das+Warum/

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  • Anne Krausewitz vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Die "Handy-fällt-ins-Klo"-Geschichte hatte ich auch schon! Man ist am feiern, etwas betrunken und beim Toilettengang fällts hinten aus der Hosentasche - gute Neuigkeiten: Wurde bei mir von Saturn übernommen, galt als Wasserschaden und auch als Unfall und nicht fahrlässig, ist ja nicht verboten es in der Hosentasche zu haben und genau für sowas sind Versicherungen ja da.

    Vorallem sind manche Smartphones heute so teuer, das man sich ohne Versicherung ja nen Brett vor den Kopf haut, wenns nach zwei Tagen beim Rad fahren aus der Tasche rutscht und komplett futsch ist. (Ich war so dumm und habs erlebt....nur weil ich die Versicherung vergessen hatte! Beim Kauf des neuen Smartphones mit Versicherung wurde mir auch nochmal bestätigt, dass das unter Sturzschäden gefallen wäre und ich auch da ein neues bekommen hätte ohne Selbstbeteiligung oder andere zusätzliche Kosten!

    Und zum Preis: Habe gerade eine Versicherung für mein Tablet für nur 15,00 Euro im Jahr bei onlineversicherung.de abgeschlossen. Nach zweistündiger Recherche habe ich lediglich negative Aussagen über die Dauer der Reperatur gefunden (selbst 3 Wochen sind bei diesem Preis vollkommen okay). Ansonsten waren die Kundenrezessionen überwiegend gut bis sehr gut, auch bei Schadensfällen scheint die lange Reperationszeit nicht üblich zu sein, sondern war halt einfach Pech. Die AGB's schienen sauber und angemessen ausdifferenziert und wer seinen Schaden - wie ja auch in den AGBs vermerkt - unverzüglich und vielleicht zusätzlich mit nem Foto (jeder hat nen Smartphone und bei Facebook kann man ja auch dauernd aktuellste Fotos posten....) meldet, dem wird sicherlich schnell und problemlos geholfen. Versicherungen müssen nunmal auf Betrug prüfen, wir wissen das ja auch, also einfach gleich bei Schadensfall etwas entgegenkommen und VON SICH SELBST AUS schonmal allevorhandenen Beweise einreichen, schliesslich bin ich in der Pflicht den Schadensfall angemessen nachzuweisen und nicht die Versicherung dazu angehalten mir beim Nachweisen hinterher zu telefonieren und mir alles fertig zu servieren, damit sie zahlen DÜRFEN.

    Ich bin keinesfalls Anhänger von kapitalistischen oder Profitsteigernden Unternehmen. Man sollte aber auch beide Seitenbetrachten - wenn die Versicherung dauernd betrogen wird und wegen jedem kleinen bisschen sofort ohne gründliche Prüfung bezahlt, reicht ihr auch keiner die Hand, weil sie ja so faire Preise und Übernahme von allem gewährleistet. Wenn ich eine Dienstleistung in Anspruchnehmen möchte, muss ich das nunmal auch angemessen honorieren. Wer so blöd ist und sich eins von den überteuerten und schlecht verarbeiteten iPhones zulegt (AGBs sind bei Apple der superhammer - die haben sich komplett mit allem abgesichert und der Kunde kauft GEBRAUCHTEN Schrott und aktzeptiert das leider ohne sich mal Schlau zu machen. Selbst Bestechung von Testseiten (bsp. Chip) und Schmierzahlungen an Google für durchweg positive Suchergebnisse bis hin zur 6. Seite sind rechtlich abgesichert und in keiner Weise anfechtbar.) muss natürlich mit einem hohen Versicherungsbeitrag rechnen, da selbst Produktionsfaktoren (Akku wird nach Kauf erst ab einer fehlenden Akkuleistung von 49% von Apple erstattet.......auch wenn man es eben erst "neu" erhalten hat. Displaybruch ist ähnlich. Die Versicherung muss also auch, trotz Produktionsfehler von Apple, solche Schäden beheben, weil Sie ja auch nach Ablauf der Herrstellergarantie verspricht, Materialschäden o.Ä. verursacht durch Hersteller zu übernehmen......!

    Jeder will sich dauernd Vorteile gegenüber gegenüber anderen verschaffen und wettert rum, wenn es umgedreht ist, denn dann ist es ja unfair und Betrug. Wir wollen am besten alles haben ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen und wenn mal was nicht sofort klappt, sind wir im Beschweren und Aufregen nunmal besser als im vorherigen Lesen der AGBs und wenn wir vom Kundenberater auf diese verwiesen werden "das steht in den AGBs die Sie beim Kauf anerkannt haben" , dann wird dieser erst Recht als über-den-Tisch-zieher bezeichnet und erstmal schön in meinem sozialen Umfeld als Lügner durch den Kakao gezogen - kommt als Story nunmal besser an, als zu erzählen, das man sich geirrt hat und selber Schuld war, weil man nicht mal vorher liest was man unterschreibt......peinlich! ;)

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  • Anne Krausewitz vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Leider ist dieser Artikel durch und durch subjektiv verfasst. Ich möchte -vorallem bei Themen wie Versicherungen - sachliche Informationen erhalten. Du hast dir hier ein paar Sachen rausgepickt und Sie negativ ausgelegt. Ich selber habe seit Jahren Versicherungen für meine Elektronikgeräte : Netbook 6 Jahre lang, Versicherung Wertgarantie - sehr guter Service und bestimmt 10 mal in Anspruch genommen. Genauso Plusschutz von Saturn für mein Smartphone - trotz Abschreibungstabelle habe ich auch nach 18 Monaten Akku und Kopfhörer neu erhalten und es zweimal (Display) reparieren lassen.....und das bei Eigenverschulden!
    Man muss sich halt vorher informieren und deine Beispiele treten nur bei absoluter Dummheit ein. Also sorry, ich lese alle AGB's, und der Text hier ist mist!

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  • onlineversicherung.de 16.01.2014 Link zum Kommentar

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für den Artikel. Da ich in dieser Branche arbeite (also Handyversicherungen, nicht MediaMarkt) möchte ich gerne dazu Stellung nehmen, vor allem auch deshalb, weil dieser Artikel immer wieder gerne als Referenz genannt wird. Ebenfalls ist er ja schon wieder relativ alt.

    Zunächst, im Handyversicherungsmarkt hat sich viel getan. Heutzutage gibt es nicht mehr nur die Handyprovider und Fachmärkte, die Versicherungen anbieten, sondern auch eine ganze Menge StartUps, wie mein Arbeitgeber OnlineVersicherung.de, die solch eine Versicherung anbieten.

    Ich gehe mal auf einige Punkte des Artikels ein, die meiner Meinung nach besonders hervorstechen:

    1. Kosten

    Bis vor kurzem war es wirklich noch so, dass man teilweise für eine Handyversicherung in zwei Jahren in etwa das bezahlt hat, was das Gerät auch kostete. Mittlerweile ist das aber anders geworden. Die Handyversicherung für ein iPhone 5s (16 GB, Wert 699,- EUR) mit Diebstahlversicherung kostet am Markt mittlerweile zwischen 40,- EUR und 120,- EUR, je nach Anbieter und Leistungen, wobei der Teuerste nicht unbedingt der Leistungsstärkste ist.

    2. Selbstbeteiligung, Selbstbehalt

    Ist heute auch nicht mehr unbedingt usus. Fünf Anbieter von elf, die ich verglichen habe, bieten die Handyversicherung mit Diebstahlschutz inzwischen ohne Selbstbeteiligung an. Ansonsten gibt es Anbieter mit festen Selbstbeteiligungen (also z. B. 60 EUR) oder prozentualer Selbstbeteiligung (teilweise bis zu 25% bei Diebstahl).

    3. Die Versicherungsbedingungen (manche nennen sie AGB, andere Kleingedrucktes)

    Das ist leider eine Art und Weise, mit der Versicherungsunternehmen klar umreißen wollen, was sie versichern und was nicht und natürlich auch, um Betrügereien zu verhindern. Natürlich wäre es schön, wenn in Versicherungsbedingungen groß geschrieben stünde: "Wir versichern alles, egal was passiert". Nur wer wäre bereit dann so viel Geld für die Versicherung zu bezahlen (und zwar für jede Versicherung)? Versicherungen funktionieren nun mal so, dass eine Gruppe von Menschen gewisse Schadenereignisse versichern, bei Handyversicherungen sind das z. B. der Displayschaden und der Diebstahl (und noch vieles anderes). Displays, gerade die von meinem Lieblingsanbieter Apple, werden immer teurer und die Reparatur kostet mittlerweile die Hälfte des Gerätewerts. Und bei einem Diebstahl muss die Versicherung eben den Gesamtwert bezahlen. Selbst wenn die Versicherung das Handy selbst tauscht, gerade bei Apple sind auch die Einkaufsbedingungen nicht so optimal, dass der Preis für den Versicherer dadurch besonders viel günstiger wird. Fakt ist also, es müssen gewisse Schäden begrenzt werden um den Preis für die Versicherung für ALLE nicht exorbitant teuer zu machen. Naja und wer schreibt Versicherungsbedingungen? Richtig, die gleichen, die Gesetzestexte schreiben und das sind Juristen (für Laien ;) Anwälte). Juristen formulieren auf eine Art und Weise, die für Otto-Normalverbraucher nur schwer verständlich ist, weil sie sich in alle Richtungen absichern wollen und sich möglichst klar (juristisch) ausdrücken möchten. Nun und da kommen eben solche Texte wie die von Versicherungsbedingungen raus.

    4. grobe Fahrlässigkeit

    Ich beantworte bei unserer Firma auch die Kundenanfragen und werde immer wieder mit grober Fahrlässigkeit konfrontiert. Vor allem fragt man mich immer, ob die Schäden auch bei Alkoholeinfluss mit versichert sind und ich frage mich immer, was meinen die damit, was hat Alkohol mit grober Fahrlässigkeit zu tun?
    Erstmal der Erklär-Bär: Es gibt gerade im Versicherungswesen drei Fachbegriffe, die besonders gerne benutzt werden: Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz. Einfach erklärt ist Fahrlässigkeit alles, was mir „aus Versehen“ passiert, also nicht absichtlich. Vorsatz ist auch einfach, denn vorsätzlich bedeutet, dass ich etwas mit Absicht tue, die Rechtsdefinition ist „bewusst und gewollt“.

    Was ist jetzt grobe Fahrlässigkeit? Mag sein, dass viele Gerichte mittlerweile sagen grob fahrlässig ist, wenn man etwas tut, was in der Bedienungsanleitung unter Sicherheitshinweise steht. Ich sehe das anders und soweit mir bekannt ist, gibt es auch noch keine höchstrichterliche Entscheidung dazu. Einfach gesagt bedeutet grob fahrlässig übrigens folgendes: „Wenn Du mit klarem Kopf vorher nachdenkst, würdest Du das jetzt nicht tun“. Also wer die Displayseite aus Glas dafür nutzt einen Nagel in die Wand zu schlagen, der handelt grob fahrlässig.

    5. Telefonieren im Regen
    Wer sich die modernen Smartphones heute so anschaut, der denkt bestimmt: „Bei dem vielen Glas und Metall kann ich das auch im Regen benutzen“. Hinzu kommt, dass fast alle Handyversicherer Flüssigkeitsschäden versichern. Um die leidige Diskussion über „phoning in the rain“ zu beenden haben aber auch fast alle, die das anbieten, inzwischen „außer Witterungsschäden“ in ihren Bedingungen stehen. Ich persönlich finde das blöd, weil der Kunde kann nicht zwischen Flüssigkeitsschäden und Witterungsschäden unterscheiden. Die Sache mit dem Handy in der Badewanne oder im Klo sehe ich im Übrigen verschieden. Wenn das Handy ins Klo fällt glaube ich in der Regel nicht, dass es sich um grobe Fahrlässigkeit handelt. Bei Handy mit in die Wanne nehmen . . . na wenn ich darüber nachdenke weiß ich von Kindesbeinen an, dass sich (Badewannen-)Wasser und Elektrogeräte nicht miteinander vertragen. Und wer nun meint das wisse keiner, dem empfehle ich Föhnen in der Wanne, aha, das haben wir doch schon als Kinder gelernt, das darf man nicht.

    6. Das leidige Thema Diebstahl
    Nur wenige Versicherungen (wenn überhaupt eine), und damit meine ich nicht nur die Handyversicherungen, versichern einfachen Diebstahl. Das liegt daran, dass einfacher Diebstahl sehr häufig vorkommt und nur schwer zwischen Vergessen und Verlieren zu unterscheiden ist. Ich meine was würde mich daran hindern, wenn das neue iPhone 6 herauskommt, mein Handy plötzlich zu verlieren und zu erzählen, es wurde mir geklaut. Wenn die Versicherer einfachen Diebstahl mit versichern wird es also vor allem teuer, wenn die nächste Version des geliebten Handys auf den Markt kommt. Immer versichert, und das ist im Artikel richtig beschrieben, sind der Raub und der Einbruchdiebstahl. Das ist aber auch in den meisten Hausratversicherungen versichert, ein Punkt, den gerade Verbraucherschützer gerne ansprechen. Aber gerade in der jungen Generation hat nicht jeder eine Hausratversicherung aber möchte trotzdem einfach gerne sein teures Smartphone absichern. Was noch versichert ist, ist der Diebstahl aus dem Auto, der jedoch je nach Anbieter ganz unterschiedlich ausgelegt wird. Grundsätzlich kann man sagen, der Diebstahl aus dem Auto ist nur versichert, wenn das Smartphone von außen nicht sichtbar war und das Auto verschlossen (eben ein Einbruch). Nun gibt es leider noch Anbieter, die vorschreiben, dass das Handy im Kofferraum oder Handschuhfach sein müssen oder das Handy nur tagsüber versichert ist. Das nennt man die sogenannte Nachtzeitklausel. Hinsichtlich des am Körper Tragens ist wieder das Problem mit dem einfachen Diebstahl. Ich sehe jeden Tag unzählige Frauen, die ihr Handy in der Gesäßtasche herum tragen, wobei das teure Smartphone halb aus der Tasche heraus schaut. In meinen Augen ist das eine Einladung zum Diebstahl. Man sollte sein Handy schon sicher mitführen, z. B. vorne in der Jeanstasche. Und wer nicht ganz hinter dem Mond lebt weiß, dass Taschen- und Trickdiebe ohne großen Aufwand Handys (und Portemonnaies) aus Rucksäcken und Handtaschen stehlen können, ohne dass es jemand merkt. Das ist also, wenn man mal darüber nachdenkt, nicht sicher mitgeführt.

    7. Das Smartphone verliert rapide an Wert
    Die Aussage stimmt nicht mehr. Klar, es gibt das leidige Thema Zeitwert. Die guten Versicherer garantieren für die ersten zwei Jahre des Versicherungsschutzes 100% Zeitwert. Passend zum Handyvertrag bei dem man sein Handy ja meistens mitfinanziert. Dieser Zeitwert orientiert sich am Gerätekaufpreis oder Gerätewert. Also bei einem iPhone 5s mit 16GB 699,- EUR, von denen 2 Jahre lang auch bis zu 699,- EUR an Reparaturen übernommen werden oder eben das Gerät ersetzt wird. Natürlich gibt es auch noch Anbieter, die andere Zeitwert“spiralen“ haben, aber diese sollte man eben vermeiden.

    Fazit: Kann man sich sparen ist heute nicht mehr zeitgemäß, weil

    - die angemerkte Selbstbeteiligung ist nicht mehr üblich und der Zeitwert in den ersten zwei Jahren ist bei den guten Anbietern bei 100% des Gerätewertes.
    - die zahlreichen Ausnahmefälle zu Ungunsten des Versicherungsnehmers sind in der Regel Umstände, die dafür sorgen, dass die Versicherung bezahlbar bleibt. Standardschäden wie Displaybruch, Sturzschäden, Flüssigkeitsschäden oder Kurzschluss sind gut abgesichert.

    Noch eine Information zu den Handyversicherungen, die offenbar nur wenige wissen:

    Die modernen Handyversicherungen zahlen fast gar kein Geld mehr an den Kunden aus, sondern arbeiten mit Reparaturdienstleistern zusammen. Das hat den Vorteil, dass der Kunde sein teures Smartphone beim zertifizierten und qualitativ hochwertigen Dienstleister repariert bekommt, ohne seine Garantie zu verlieren. Ebenfalls kann das Versicherungsunternehmen so natürlich auch die Kosten für alle Versicherten im Rahmen halten.

    Viele Grüße

    Andreas von OnlineVersicherung.de

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  • Mi Chael 16.12.2013 Link zum Kommentar

    Folgender fall: Handy (380€) bei Media Markt gekauft, 10tage später lässt sich eine Seite vom Display lösen ( da HTC One Mini dürfte das nicht sein) zu Media Markt gehen lohnenswert oder schnell noch eine versicherung abschließen und versuchen zu tricksen? Bitte um Rat, vielen dank im voraus :)

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  • Persona Grata 08.09.2013 Link zum Kommentar

    Hallo,
    also ich bin ehrlich gesagt froh dass ich die Zusatzversicherung bei der Telekom abgeschlossen habe.
    Mein nigelnagelneues S3 fiel runter, Displayschaden. Ich hätte wahrscheinlich kosten von rund 170 Euro an der Backe!
    Dank der Versicherung, keinen Cent. Das Handy wurde anstandslos ausgetauscht. Und ich zahle 5,95 im Monat x24...und jetzt frag ich mich warum Versicherungen so verrufen sind?
    Ich habe Hausrat, Haftpflicht. Deckel fällt aufs Ceranfeld, Versicherung zahlte neues Ceranfeld inkl. EInbau....
    Haftpflicht brauchte ich auch schon, hab ne kleine Tochter. Ein Steinchen und ein Auto, schnell n Kratzer drin....
    Und ich bin heilfroh das ich diese Versicherungen habe!
    Klar kanns sein das man sie nie braucht, aber im Falle eines Falles, und man hat keine, ist man der gearschte.
    Lieber zahl ich rund. 30 euro im Monat für meine sämtlichen Versicherungen (inkl. ZUsatz) und ich weiß ich bin im Falle eines Falles geschützt.

    TV, Waschmaschine, Auto alles verliert an Wert. Somit auch die Handys. Wer denkt er braucht keine, brauch auch keine HaftPFLICHT, und keine Hausrat ;-) selber schuld wenn was passiert

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  • Florian Schallmoser 12.08.2013 Link zum Kommentar

    Hallo Leute,

    Bin Neu hier.
    Hab mal ne frage zu meiner Handyversicherung die ich bei Expert abgeschlossen habe.
    Da mein S3 sich plötzlich immer aufgehengt hat hab ich es vorsichtshalber mal vor 2 wochen einschicken lassen. Hab es auch gerootet (CWR). Jetzt hab ich einen Anruf bekommen dass sie das nicht reparieren bzw. zahlen weil sie diese software gefunden haben. Jetzt hab ich es mir wieder unrepariert zurückschicken lassen.
    Und hab mal 2 tage nichtsunternommen.
    Dann wie es der Zufall ist mir beim Abwaschen mein S3 ins Waschebecken geplummst.
    Habs momentan wieder zu Expert gebracht und einschicken lassen.

    Jetzt Meine Frage: Zahlt mir meine Versicherung diesen Wasserschaden auch wenn es zuvor gerootet war oder bleib ich da drauf sitzten.

    PS. Meine Versicherung hat mir schon mal nen Schaden problemlos gezahlt als es mir mal runter gefallen ist.

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    • Anne Krausewitz vor 11 Monaten Link zum Kommentar

      Du bleibst darauf sitzen! Das fällt ja auch unter Missachtung der Bedienungsanleitung des Herstellers und verliert damit jeglichen Garantie- und auch Gewährleistungsanspruch, sollte beim rooten aber auch allmählich bekannt sein! Ich kann ja auch nicht mein Windows Betriebssystem umprogrammieren und hochtakten und dann Ersatz fürs durchgebrannte Netzteil verlangen.......
      Egal welches Elektronikgerät es ist, man darf NIE selber daran in der Garantiezeit rumbasteln. 99% haben nämlich keine Ahnung und beschädigen es entweder noch mehr oder sind überhaupt Schuld, weil sie ohne einen Plan zu haben darauf loswerkeln - in der Art - kann ja nicht so schwer sein! - deswegen ist das in JEDER Beschreibung oder Geschäftsbedingung immer extra fett vermerkt.
      Wer nun nichtmal das registriert.......!!???
      Ist jetzt auf jedenfall ein gutes Beispiel für einfache Unwissenheit! Wer sowas nicht vor dem "rumfuschen" an der Software mal nachliest, hats auch nicht anders verdient!

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  • Zeynep Vogt 22.05.2013 Link zum Kommentar

    Das diese Zusatzversicherungen unnötig sind meint man auch nur solange wie man sie nicht benötigt.
    Ich habe mir vor 5 Monaten ein Samsung Galaxy S3 gekauft und verfluche den Umstand keine Zusatzvericherung abgeschlossen zu haben. Erst neulich ist mir das Smartphone auf den Boden gefallen und hat jetzt einen sehr hässlichen Glasschaden. Reparatur ohne die Gewährleistung vom Hersteller zu verwirken: ca 160 €. Fast die Häfte des heutigen Kaufpreises. Mit der Zusatzgarantie könnte ich einfach hingehen, es für ein paar Tage abgeben und würde es wie neu zurückbekommen. Ich bin diesem Smartphone sehr zufrieden, dewegen will ich mir auch ein neues zulegen, aber diesmal MIT Zusatzgarantie ;)

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  • Kotaro Kun 16.04.2013 Link zum Kommentar

    Also ich muss sagen, das jetzt mein HTC one X leider defekt ist.
    Aber ich habe bereits mein Display reparieren lassen, da es mir runter gefallen ist. Eigentlich war nur die Anzeige des Display seltsam. Es wurde anstandslos repariert. dazu wurde das Gehäuse und die Kamera-Linse repariert, und ein neues Display hatte ich auch erhalten. :D
    jetzt wollte es leider nicht mehr laden, und wlan war völlig defekt. daher hatte ich es eingeschickt, und jetzt werden mir die 80% der Rechnungssumme ausgezahlt, da es nach 11 Monaten kaputt ist. und ich bekomme dann 470 Euro wieder, Minus 120€ für die Versicherung, die mich jetzt aber nicht mehr kratzt, da ich ja ein neues brauche da ich das Geld jetzt brauche um ein neues zu bezahlen. Zudem werde ich wieder eine neue Versicherung bei Media Markt abschließen werde :D, war sehr zufrieden.

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  • Dennis W. 24.12.2012 Link zum Kommentar

    Wenn die Versicherung nur noch 40% also 200€ nach 13 monaten zahlt ich selber schon 120€ wegen der Versicherung gelöhnt habe und dann noch 100€ selbst bezahlen muss ist das ein Super Geschäft für die MM Kette und deren Versicherung. :-)

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  • Fred Man 14.12.2012 Link zum Kommentar

    geldverschwendung :P ich werde meine handys nie versichern lassen !

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  • Andreas Seeger 15.10.2012 Link zum Kommentar

    Hallo Marcus,
    selbst stichprobenartige Test-Besuche in MM-Filalien würden das Verhalten der Versicherer in der Praxis nicht erschöpfend erklären, weil es eben nur Stichproben sind. Wirkliche Aufklärung würde nur die Veröffentlichung detaillierter Statistiken durch die Versicherer bringen und so etwas tun sie aus guten Grund nicht. Sie bewegen sich da in einer Zwickmühle, weil sie dem Kunden ja nicht einfach (mehr oder weniger offiziell) einen Blankoscheck austellen können, sonst würde ja jeder so eine Versicherung abschließen, wenn er ein neues Smartphone braucht.

    Aber Du hast natürlich recht: Solche praxisnahen Tests könnten ein anderes und positiveres Licht auf die Versicherer werfen. Die sind aber nur mit großem Aufwand durchführbar und daher werden wir das wohl nicht machen. Wir wollen aber demnächst hier einen Versicherer in einem Interview zu Wort kommen lassen und auf diese Weise auch die "andere Seite" beleuchten.

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  • marcus bader 14.10.2012 Link zum Kommentar

    @supersam: was bitte ist daran unseriös wenn der verkehrswert versichert ist? eine autoversicherung zahlt auch nur den zeitwert da alle kosnumgüter dieser welt mit der dauer des besitzes an wert verlieren. eine provision bekommen wir zumindest bei mediamarkt nicht da es sich hier um ein normalen zusatzverkauf handelt ähnlich einer tasche oder folie. wenn ich mir aber prozentual anschaue wieviele kunden( und da hatte es ein vorposter sehr treffend verfasst die behandeln teilweise ihre handys wie sau) unseren service in anspruch nehmen und damit einen tatsächlichen mehrwert haben, dann und nun kommen wir zu ANDREAS kann das angebot ja nicht so schlecht sein. es ist wie mit vielen dingen im leben.
    nur so als beispiel: wirnutzen ja alle android als betriebssystem. aus datenschutzrechtlichen gründen verkaufen wir unsere seele(daten) wenn wir rechtlich die agb von google auseinander nehmen. in der praxis sind wir glückliche kunden wo alles halb so schlimm ist oder nicht? vielleicht nicht das beste beispiel aber vom prinzip her denke ich verstehst du hier worauf ich hinaus will.

    es ist mir schon klar das ihr hier alleine die faktenlage analysiert und daraus ein urteil bildet. vielleicht sollte man das der seriösität aber praxisnah machen und nicht anhand von paragrafen. ganz eehrlich andreas: wärest du mit einem mutwillig beschädigten handy alla ich habe im regen telefoniert in den mediamarkt gegangen und hättest die von dir hier angestellten vermutungen hautnah erlebt, würde ich nix sagen. selbst sensationssender wie rtl testen da meiner meinung nach seriöser weil es echte tatbestände sind und nicht das was gesetzlich dort stehen muss. vielleicht äusserst du dich ja nochmal dazu. ich hoffe das war weniger emotional und damit für dich sachlicher

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  • PeterShow 14.10.2012 Link zum Kommentar

    @Marcus Bader. Hier wurde sogar der Rat von einem Rechtsanwalt geholt.. Und dem trau ich mehr als so einem Verkäufer in der Handy-Abteiligung der womöglich noch eine Provision kassiert je mehr unnützte Versicherungen er den Leuten andreht...

    Schon alleine dass der Verkehrswert und nicht der Einkaufswert berechnet wird, zeigt wie unsinnig die Versicherungen sind. Ein super-duper-Handy für 500 Euro gekauft, nach 2 Jahren geht es kaputt und man bekommt vielleicht noch 80 Euro von der Versicherung.. Davon hab man aber mindestens 80 Euro an Prämien gezahlt.. Wow davon kann man sich einen Lolli kaufen..

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  • Andreas Seeger 14.10.2012 Link zum Kommentar

    Hallo Marcus

    „...so etwas kann man nicht verallgemeinern und vor allem ihr mutmasst was sein könnte beim Thema Diebstahl bzw Wasserschaden ohne praxiserfahrung.da wird nämlich in der Regel anstandslos gezahlt.“

    Du hast völlig recht: Ich verallgemeinere stark. Aber ich halte mich dabei an genau die Fakten, die mir zur Verfügung stehen, vor allem also an die Angebote und die AGB der Versicherer, und hier exemplarisch an die Plus-Garantie von Media Markt. Ich hätte mir auch eine breitere Datengrundlage gewünscht, aber kein Handy-Versicherer lässt sich da besonders tief in die Karten gucken und veröffentlicht detaillierte Schadensstatistiken. (Warum eigentlich?)

    Natürlich hätte ich die Sache noch breiter angehen und mehrere Angebote detailliert vergleichen können. Mir ging es aber vor allem darum, den (Un)sinn dieser Versicherungen exemplarisch aufzuzeigen. Im Übrigen kommt auch die Stiftung Warentest in ihrem Versicherer-Vergleich zu einem ähnlichen Fazit:

    „Handyversicherung: Wenig Schutz, hoher Preis“
    http://www.test.de/Handyversicherung-Wenig-Schutz-hoher-Preis-4302199-0/

    Und wenn Du hier einfach den Satz in den Raum wirfst, „da wird in der Regel anstandslos gezahlt“, dann ist das eine Behauptung, die lediglich auf Deinen persönlichen Erfahrungen beruht. Anders gesagt: Die Faktenbasis Deiner Argumentation ist noch viel dünner als bei mir oder der Stiftung Warentest.

    "mit solchen halbwahrheiten macht ihr Verkäufern das Geschäft kaputt, verunsichert Kunden."

    Das Thema „Halbwahrheit“ hatten wir ja schon weiter oben angerissen. Kommen wir zu den von Dir angesprochenen Verkäufern. Dazu möchte ich nur eines sagen: Wenn ich schreibe, dann habe ich vor allem den Kunden im Sinn und nicht den Verkäufer. Und dem Kunden gebe ich mit meinem Beitrag eine klare Empfehlung.

    "ich hoffe ihr reagiert sachlich auf meine Kritik und äussert euch dazu statt zu tendieren."

    Ich hoffe, ich habe hiermit sachlich auf Deine Kritik reagiert. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das bei Deinem nächsten Kommentar auch tun werde. Du forderst Sachlichkeit und Respekt und zeigst selbst keine Spur davon. Ich spreche hier nicht einmal von Deiner Rechtschreibung, sondern vor allem von Deinem aggressiven Tonfall. Wenn Du respektvoll behandelt werden willst, dann solltest Du Deinem Gegenüber den gleichen Respekt entgegen bringen, den Du selbst erwartest.

    Beste Grüße und noch ein schönes Wochenende,
    Andreas

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  • Michael F. 14.10.2012 Link zum Kommentar

    Interessanter Artikel, gute Recherche.

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  • marcus bader 13.10.2012 Link zum Kommentar

    zensieren sry. thumb Keyboard korrigiert schrecklich

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