Seit einigen Jahren begnügt sich „Pocket God“ äußerster Beliebtheit der Fans. Doch ein Spiel muss auch mit der Zeit gehen und sich weiterentwickeln. Ich fragte mich, ob die App das Potential hat, mich vollkommen zu überzeugen. Aber fangen wir doch erst einmal Schritt für Schritt an..
Man hat die Wahl zwischen gut oder böse. Was das heißen soll? Man spielt den Gott und kann somit schließlich auch alles Mögliche tun – egal ob es sich dabei um eine gute oder böse Tat handelt!
Wie der Name schon sagt, ist „Pocket God“ ein typisches Spiel für zwischendurch. Es gibt hier weder Ziel, Story, noch Schwierigkeitsgrad. Dafür stehen bis zu sechs Einwohner einer Insel- und natürlich auch etliche verschiedene Naturgewalten der unterschiedlichen Inseln unter der Gewalt des Benutzers.
Mittels Drag-and-Drop Aktionen kannst Du nun entscheiden, ob sich die Bewohner der Insel Beispielsweise an Sonnenuntergängen und Kokosnüssen erfreuen dürfen, oder aber unter einem Tyrannen leiden müssen und von einer Horde Ameisen gefressen werden. So kann man einen Bewohner greifen und durch die Luft wirbeln, ihn von einem Hai fressen lassen oder per Schütteln ein heftiges Erdbeben auslösen. Der Spieler kann hierbei nicht nur die Figuren steuern, sondern ist zudem auch noch Herr über Wetter und Schwerkraft. Per Streichen über den Himmel lässt sich der schöne und blaue Himmel in eine Reihe grauer Wolken verwandeln. Diese Wolken kann man nun als Folterinstrument benutzen und Blitze auf die Bewohner schießen.
So ist es mit fast allen Inseln und Wetterlagen. Jede der insgesamt 5 Inseln bietet verschiedene Möglichkeiten, welche sich (meistens) mit anderen Möglichkeiten kombinieren lassen. Alle diese Aktionen aufzulisten würde sowohl sehr lange dauern als auch den Spaß rauben, alles selbst zu entdecken.
Kleine Minispiele wie eine Art „Doodle Jump“ und „Line Runner“ verstecken sich ebenfalls und bieten Dir immer wieder die Möglichkeit Deinen alten Rekord aufzubessern.
Die Idee der App ist faszinierend wie böse. Die Spielfiguren reagieren in ihrem Verhalten nicht wirklich auf die Handlungen des Spielers. Das heißt eine künstliche Intelligenz scheint es hier nicht zu geben. Zwar zeigt die Figur Angst, Erschrecken oder Ähnliches direkt nach einer „Tat“, jedoch wirkt sich dies nicht auf das weitere Verhalten des Inselbewohners aus.
Trotz der niedlichen Optik des Spiels (Comicstil, Kulleraugen), ist die Applikation, ehrlich gesagt, eher sadistisch. Beinahe jede Aktion quält die wehrlosen Eingeborenen. Es gibt lediglich ein paar wenige Möglichkeiten „gutes“ zu tun. Die Animationen und Gestaltungen dieser bunten Welt sind verniedlichend und konterkarikieren damit das eigentlich gemeine Geschehen. Dies könnte Ich natürlich als ernstes Thema auffassen, mit dem nicht zu spaßen ist. Jedoch ist die App lediglich ein Spiel und dient dazu, dem Benutzer möglichst viel Spaß zu bereiten – „Life is a game“..
Fazit:
Insgesamt ist „Pocket God“ ein wirklich schönes Spiel für zwischendurch, welches immer wieder neuen Spielspaß aufkommen lässt. Es hat sich wohl schon fast jeder Mensch gewünscht einmal der Herrscher über alles zu sein und -wie in der App- mit allen Naturgewalten interagieren zu können. Durch zahlreiche Updates ist mittlerweile aus dem einstigen „zwischendurch-game“ ein wirklich großes Spiel mit sehr vielen verschiedenen Aktionsmöglichkeiten geworden!
bitte endlich zu androidpit hinzufügen