Testgerät: Motorola Defy mit Android 2.3.4 und 1 Ghz statt 800 Mhz Prozessortakt
App: Ab Android 2.1 verfügbar
In Age Of Wind 2 bist Du Kapitän eines Segelschiffes und bereist mit ihm eine gigantische Inselwelt. Dabei kannst Du Dich Gefahren wie Piraten stellen oder auch selbst Piraterie betreiben und die dadurch „erworbenen“ Waren dann gewinnbringend verkaufen. Daneben gilt es noch eine Kampagne zu absolvieren und Dein Schiff kontinuierlich zu verbessern. Das Spiel lässt sich wohl am Ehesten als Action-Adventure klassifizieren, auch wenn ich mir da nicht sicher bin… Spieleexperten können ihre Ansichten dazu ja in den Kommentaren posten…
Nachdem ein neuer Spielstand erstellt worden ist (Dazu im Fazit mehr), startest Du direkt im Geschehen, nämlich im Kampf: Dieser ist der Auftakt der Kampagne von Age Of Wind 2, die leider sehr textlastig ist. Wenn man diese mitverfolgen will, muss man sehr viele mehr oder weniger lange und interessante Texte auf Englisch lesen. Normalerweise sehe ich es nicht als Problem an, wenn die Texte in einer App komplett in Englisch sind, aber in diesem Fall ist das ein absolutes NOGO. Der Story zu folgen war mir trotz meiner, meiner Meinung nach, ausreichenden Englischkenntnissen nicht möglich. Dazu kommt noch, dass die Story nicht durch Ingame-Videosequenzen untermalt wird, die diese besser erklären könnten. Wenigstens sind die zu erledigenden Aufgaben klar am Ende so eines langen Textes zusammengefasst… Die Kampagne ist offen. Damit ist gemeint, dass sie „nebenher“ absolviert werden kann. Meist müssen Aufgaben erfüllt werden, die daraus bestehen zu einer weit entfernten Insel zu fahren und dort mit jemandem zu reden und anschließend gegen ihn zu kämpfen. Das ist schlicht langweilig.
Sobald Du mit Deinem Schiff ein anderes attackierst, wird es Dir gegenüber zusammen mit den anderen Mitgliedern seines Konvois feindselig und greift Dich seinerseits an. Ein Konvoi kann aus bis zu drei Schiffen bestehen und gehört entweder zu den Dir gegenüber von Anfang an feindseligen Piraten, was sich durch schwarze Segel und dadurch, dass die Schiffe im Kreis statt in einer geraden Linie fahren, bemerkbar macht oder zu der friedlichen Partei, die einfach nur Handel treibt. Im Kampf verschiebt sich die Kamera nach oben, um einen besseren Rundumblick zu liefern. Dieser ist einfach gestaltet. Es gilt den Gegner zu besiegen, bevor man selbst besiegt wird. Manchmal eilt zu den Kämpfenden auch Verstärkung herbei, was sich durch einen "Kampfring" um die Schiffe, der aber keine weiteren Auswirkungen hat, bemerkbar macht.
Unabhängig davon besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit (geschätzt 66%), dass ein Schiff Waren transportiert. Es gibt zehn verschiedene Waren, die sich preislich sowohl als Ware als auch bezüglich des Marktplatzes, auf dem sie verkauft bzw. gekauft werden, unterscheiden und meist keinen Nutzen haben. Daraus ergeben sich zwei Geschäftsmodelle, über die sich Geld verdienen lässt, welches sich wieder in bessere Schiffe oder neue Waren investieren lässt - Handel und Kampf um Waren und anschließendes Verkaufen derselben.
Die einzigen Waren, die praktisch genutzt werden können, sind „Knippel“ (ein Ersatz für die für üblich abgefeuerten kostenlosen und endlos verfügbaren Kanonenkugeln), „Carcass“ (Ein weiterer Kanonenkugel-Ersatz) und Bomben, die, nachdem sie im Wasser abgelegt wurden, explodieren, wenn sich ein Schiff nähert.
Der Bildschirm besteht neben einer Third-Person-Ansicht auf das Schiff aus einem Kompass, der auch Zugang zu einem (Schiffs-)Menü bietet, einem Fernrohr, dass eine Ansichtensteuerung ermöglicht, einer Anzeige, ob die Kanonen geladen sind bzw. eine Bombe abgelegt werden kann und einer Anzeige über den Ladezustand, des Laderaums, die Lebensenergie und das Level des Spieler - Das Level steigt mit fortschreitender Kampagne an und ermöglicht den Kauf größerer Schiffe.
Nach einem Tipp auf dem Kompass öffnet sich eine Karte der Inselwelt. Diese ist auch bitter nötig, denn im Zuge der Kampagne ist es oft notwendig zu bestimmten Inseln zu fahren und eine Orientierung ohne Kompass ist aufgrund der Größe der Inselwelt absolut nicht möglich. Über ein Seitenmenü kannst Du Dir die letzte Aufgabe in der Kampagne noch einmal durchlesen, das Punkte- Menü aufrufen - Sobald Du ein neues Level erreicht hast, bekommst du drei Punkte, mit denen Du die Fähigkeiten Deines Schiffes verbessern kannst und eine Übersicht über die Befüllung des Laderaums noch einmal aufrufen.
Fazit: Genug Möglichkeiten also das althergebrachte Gefühl der Freiheit wieder aufleben zu lassen. Doch ist das auch gelungen? Nur begrenzt, denn die Steuerung macht keinen großen Spaß. Andere Spiele zeigen, dass das wesentlich besser geht. Ansonsten erinnert Age Of Wind 2 stark an ein PC-Spiel: Es ist möglich unterschiedliche Speicherplätze anzulegen und auch vom Umfang her ist das Spiel nicht allzu klein ausgefallen. Dass das der richtige Weg für Smartphones ist, bezweifle ich. Für Tablets allerdings dürfte das sehr gut sein. Die Kampagne ist auf jeden Fall überhaupt nicht gelungen. Ewiges Herumgesegel zum nächsten Ziel verstehe ich zumindest als überhaupt nicht motivierend. Glücklicherweise ist der Rest des Spiels gut gelungen, sodass ein Gefühl der Freiheit aufkommen kann.
Super Spiel. Habs Motorola Defy plus und es läuft super.