Die Kamera zoomt auf den vor einem liegenden Weg, kurz darauf erscheint ein joggender Agent im Bild, um dessen korrekte Wegfindung man sich nach einem 3-sekündigen Countdown selbst kümmern muss. Déja Vue? Gut möglich, weist das Spiel „Agent Dash“ doch massenhaft Parallelen zum Erfolgskonzept „Temple Run“ auf. Wobei „Parallelen“ eigentlich untertrieben ist: bis auf kleine Feinheiten und einer anderen Grafik kann man hier getrost von einem „Temple Run“ Klon reden.
Beim ersten Start der App wird man zunächst darauf hingewiesen, dass der Agent, namentlich Dash und unterwegs im Auftrag ihrer Majestät der Queen, sich neben den voreingestellten Wischgesten auch, wie bei Temple Run, durch kippen des Smartphones steuern lässt.
Es ist empfehlenswert diese Tilt-Steuerung zu aktivieren, da sich Dash damit deutlich einfacher davon überzeugen lässt, doch bitte nicht vor das nächste Schild zu rennen oder ein kleines Bad zu nehmen. Bis zum Spiel an sich folgen zwei weitere Schritte. Zunächst wäre da die Auswahl des bevorzugten Agenten, gratis bietet jedoch nur Dash seine Dienste an. Weitere Agenten kann man im Laufe des Spieles freischalten.
Nach kurzer Ladezeit, während der nützliche Tipps aber auch Kaufempfehlungen angezeigt werden, wird man darauf hingewiesen, dass das Agentenleben durch die sogenannten „Boosts“ deutlich entspannter ist. Für im Spiel aufgelesene Diamanten („gems“), werden hier z.B. extra-leben oder Zeitlupenfunktionen angeboten, die man während des Spiels einmalig einsetzen kann.
Dann geht’s endlich los: Der Agent läuft sich warm, nach 3 Sekunden steuert man ihn selbst. Zunächst befindet man sich in einem hübsch gestalteten Dschungel; Wasserfälle, Bäume und Flüsse säumen den Weg, zwischen den Baumkronen fallen einzelne Sonnenstrahlen hindurch. Eigentlich ganz idyllisch, doch der Schein trügt - wie immer. Denn in dem vermeintlich friedlichen Dschungel lauern allerhand Gefahren, die es Dash schwer machen, seine unbekannte Misson zu erfüllen. Zuerst muss er sich alle paar Meter an Weggabelungen entscheiden, ob er lieber den linken oder den rechten Weg einschlägt, tote Enden gibt es jedoch nicht: die einzige falsche Entscheidung wäre es in der Mitte zu bleiben - da ist nur das Hinweisschild.
Auch auf Brücken muss Dash die Spur halten, denn offensichtlich ist er sehr wasserscheu, und Lava oder grüne Brühe tun ihm auch nicht gut. Zusätzlich hat leider irgendein Umweltsünder seinen gesammelten Atommüll in Fässern überall auf dem Weg abgeladen, und so muss Dash auch hin und wieder springen; unter sich langsam senkenden Toren rutscht er, ohne Rücksicht auf seinen teuren Anzug, gekonnt hindurch. Und als ob ihm dabei langweilig würde, muss er sich auch noch um die überall zu findenden Diamanten kümmern. Diese sammelt er im Vorbeigehen auf, um sie später für Boosts, Gadgets oder einen Kollegen einzutauschen - oder um sich eine zweite Chance zu erkaufen, sollte er doch einmal nicht aufgepasst haben. Und das kann ziemlich oft passieren, denn „Agent Dash“ erfordert eine Menge Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit, der Dschungel ist nämlich nur der Anfang. Er führt irgendwann ins feindliche Hauptquartier, in dem die Bedrohungen anderer Art sind und vor allem viel Häufiger vorkommen: gegen Ende dieses Abschnittes muss man den Vandalen spielen und erstmals von seiner Schusswaffe Gebrauch machen, und schließlich seinen Weg durch eine von herabfallenden Steinbrocken zerstörte Brücke finden.
Ist dies überstanden, so folgt der dritte und letzte Abschnitt, die Stadt. Die grundsätzliche Spielweise bleibt gleich, jedoch stehen hier Straßenbarrieren statt Atommüll-fässern, der Weg ist von Ausschachtungen unterbrochen, und hin und wieder versperren Kleintransporter den weg, unter denen man wiederum nur hindurchrutschen kann. Hat man den Lauf durch die Stadt überlebt, ist das Spiel natürlich nicht zu Ende. Ab hier wechseln sich die einzelnen Orte immer wieder ab, bis man schlussendlich doch ins Gras beißt. Nun kann man sich 10 Sekunden lang entscheiden, ob man für einen gewissen Wert an Gems weiterspielen möchte, falls nicht, kann man den Countdown durch mehrfaches Tippen auch verkürzen.
Anschließend wird die Rundenstatistik präsentiert. Diese listet die zurückgelegte Strecke, die Anzahl der gesammelten Gems, den derzeitigen Multiplikator und schlussendlich die sich daraus ergebende Gesamtpunktzahl auf. Allerdings muss man sich beim Lesen ziemlich beeilen, da die Statistik nach ca. 4 Sekunden automatisch wieder verschwindet, unter dem folgenden Bildschirm mit dem Titel „Results“ wird bloß die Gesamtpunktzahl angezeigt. Wer die App mit seinem Facebook-Konto verbunden hat, kann seine Rundenstatistiken veröffentlichen und sie mit den derzeit „Besten Agenten“ vergleichen. Die Gesamtstatistik des Spiels findet sich im Spielmenü unter „Stats“.
Objectives
Natürlich gibt es auch bei „Agent Dash“ Objectives, also diverse Errungenschaften, die man im Laufe seiner Agentenkarriere erreicht. Beim Erfüllen eines Ziels erhöht sich der Punkte-Multiplikator, man erhält dann für jeden gelaufenen Meter mehr Punkte. Gewertet wird so ziemlich alles, beispielsweise bestimmte Mengen eingesammelter Diamanten, Benutzung von Boosts, Entkommen aus gegnerischen Lagern und vieles mehr. Wer zu faul ist oder keine Zeit findet, alle Objectives zu erreichen, der kann diese, im Gegensatz zu Temple Run, auch gegen Diamanten freischalten.
Gems
„Agent Dash“ arbeitet nicht mit einer Unterscheidung von Ingame- und gekaufter Währung, sondern bietet für Sammelfaule verschiedene Diamantenpakete direkt zum Kauf an. Alternativ kann man gegen 500 Gems seine Zuneigung auf Facebook und Twitter kund tun. Wer das nicht möchte, kann es interessanterweise einfach bleiben lassen: es reicht völlig aus, die Buttons einmalig anzuwählen und den sich öffnenden Dialog einfach zu ignorieren; die Gems werden einem trotzdem gutgeschrieben.
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