Testgerät 1: Samsung Google Nexus S
Android-Version: 2.3.6
Testgerät 2: Samsung Galaxy Tab 10.1
Android-Version: 3.2
Ich muss sagen, dass ich mich auf diesen Testbericht wirklich richtig freue. R-Type. Das weckt Erinnerungen an meine Jugend und viele Stunden mit meinem damaligen Game Boy. Ach ja, auf meinem Super Nintendo hab ich das Spiel natürlich auch gezockt. Also nichts wie ran an die Installation der 14,20 MB großen Datei, schnell einen Blick auf die zu vergebenden Zugriffsrechte werfen, scheint alles in Ordnung zu sein, dann kann es los gehen.
Nach der Installation gelange ich auf den Hauptbildschirm, der sehr übersichtlich gestaltet ist und die drei Punkte Spielen, Einstellungen und Weitere Spiele zur Auswahl bietet. Unter Einstellungen lässt sich die Steuerung anpassen (z.B. Berührung oder Arcade, Dauerfeuer ein oder aus etc.) und Veränderungen der Musik- und Soundeffekt-Lautstärke können vorgenommen werden.
Ok, worum geht es eigentlich (es gibt bestimmt auch einige Leser hier, die noch nie von R-Type gehört haben)? Dieses Spiel ist einer der klassischen Arcade-Shooter aus den 80ern, bei dem sich alles darum dreht, mit einem Raumschiff Horden von Gegnern des Bydo Empires zu vernichten. Dabei lässt sich das eigene Raumschiff mit Power-Ups, neuen Waffen und Erweiterungen bestücken, um so mit mehr Effizienz gegen die Feinde vorzugehen. Das war es auch soweit mit der "nachvollziehbaren" Handlung. Was bietet R-Type sonst noch:
- 8 Level
- 2 verschiedene Steuerungseinstellungen
- 2 Schwierigkeitslevel
- 8 einzigartige Endgegner
Das Spielprinzip ist einfach, doch in der Praxis ist R-Type wirklich alles andere als leicht. Und das ist das genau der Reiz, den das Spiel auch damals schon ausgemacht hat. Gegner sind oben, unten, vorne und hinten, die natürlich nicht nur fliegen, fallen und springen, sondern auch schießen, was das Zeug hält. Während man relativ schnell mit neuen Upgrades versorgt wird, die für wesentlich potentere Waffen sorgen, verliert man diese ebenso schnell, wenn das Raumschiff getroffen wird, denn ein Treffer bedeutet ein sofortiges Zerstören des Raumschiffs. Allerdings kann man mit den Erweiterungen für seinen Flieger auch manche Schüsse und Gegner abfangen, man muss dabei „nur“ richtig treffen und wissen, was sich so "beseitigen" lässt.
So heißt es also immer, dass man geschickt fliegen und ausweichen bzw. Schüsse und mehr abfangen muss, während man gleichzeitig damit beschäftigt ist, die Gegnerzahl möglichst zu dezimieren und die Power-Ups einzusammeln.
Während ich mein Raumschiff mit der Steuerungsoption Berührung mit einem Fingerwisch auf dem Bildschirm steuern kann, steht bei der Arcade-Einstellung ein Pad mit den Richtungen zur Verfügung. Persönlich gefällt mir die Berührungs-Steuerung besser, da ich so etwa das Tablet auf dem Tisch liegen lassen und ich im Spiel besser und schneller reagieren kann. Es ist doch immer etwas seltsam, wenn man für die Richtungen keine Hardware-Button zur Verfügung hat, vor allem wenn es wie bei R-Type darum geht, schnelle Flugmanöver durchzuführen, um so erfolgreich auszuweichen. Doch auch die Arcade-Einstellung hat ihren Reiz, da diese der Steuerung auf dem GameBoy etwas ähnlicher ist. Was mir hier gut gefällt ist, das man die Orientierung für die Steuerung bei beiden Einstellungen sowohl links als auch rechts platzieren kann, eine Sache, die beim Game Boy natürlich nicht möglich war.
Und wie spielt sich das Ganze nun? Ich finde die Umsetzung von R-Type auf Smartphone und Tablet ist wirklich sehr gelungen. Natürlich ist es etwas anderes, wenn man echte Knöpfe zum Spielen hat, aber die Steuerung auf dem Bildschirm funktionierte für mich wirklich sehr gut, auch wenn die Sache anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Das Spiel ist wie gewohnt sehr schwer (auch schon Schwierigkeitsstufe Normal, Schwer wird erst später freigeschaltet) und wird vor allem dann noch komplizierter, wenn man etwas weiter in einem Level sein Raumschiff verliert, da man dann wieder komplett ohne Power-Ups und Erweiterungen ab einem späteren Checkpunkt im Level starten muss.
Insgesamt stehen dem Spieler 5 "Leben" zur Verfügung, danach ist das Spiel vorbei. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie das bei dem Originalspiel damals war, aber mir ist so, als müsste man nach dem Verlust aller Flieger wieder ganz am Anfang des Spiels beginnen. Dem ist hier nicht so, denn sobald man ein Level freigeschaltet hat, steht dieses dann auch im Hauptmenü zur Auswahl. Das belebt die Motivation und hilft dabei, alle Level frei zuspielen, auch wenn man des öfteren „stirbt“. Auch die Grafik ist wirklich toll (dazu muss natürlich gesagt werden, das man pixlige 8-Bit Grafik mögen muss).
Fazit:
R-Type für Android ist genau das, was ich erwartet habe. Ein schnelles Action-Spiel mit jeder Menge Geballer und eine wirklich sehr gelungene Neuauflage des Klassikers aus den 80ern, inklusive der Grafik und dem Sound von damals. Wenn man erst einmal für sich herausgefunden, welche Steuerungsart am besten passt, findet man sich wirklich schnell in das Spiel ein und kann so schnell nicht wieder damit aufhören, weil man einfach weiter kommen will. Acht Level klingen vielleicht nicht so viel, aber ihr werdet schon sehen: Das ist eine wahre Herausforderung und kann hin und wieder auch wirklich an den Nerven zehren (weil man mal nicht weiter kommt. Aber wie sagt man so schön: Übung macht den Meister!). Das Erstaunliche ist, dass zumindest bei mir trotz wirklich extrem kniffligen Stellen der Ehrgeiz so dermaßen geweckt wird, dass ich diese Stelle einfach hinkriegen MUSS, bevor ich mit dem Spiel aufhören kann. Ich habe von Leuten gehört, die damals das Spiel samt Gameboy /Super Nintendo an die Wand geklatscht haben, weil sie nicht weiter gekommen sind. Mir wird das natürlich nicht passieren, aber ich kann den Impuls zumindest ein klein wenig nachvollziehen, weil es teilweise wirkich extrem schwierige Stellen gibt die zum aus -der-Haut-fahren sind. Aber das ist, wie bereits erwähnt, der Reiz an R-Type, denn man weiß ja eigentlich auch immer, dass diese kniffligen Stellen irgendwie zu schaffen sein müssen.
Eine sehr gelungene Smartphoneumsetzung des Klassikers. Die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und gelegentlich stört der eigene Finger auf dem Display einfach die Übersicht, aber das ist verkraftbar. Macht Spaß, ist hübsch und durchaus sein Geld wert.
Läuft auf dem Sony Xperia S absolut ohne Probleme!