
Die größte Nachricht diese Woche ist definitiv der Kauf von Motorola Mobility durch Google für die beachtliche Summe von 12,5 Milliarden Dollar. Aber war diese Investition wirklich vernünftig oder hat sich Google gerade ein Unternehmen „unter den Nagel“ gerissen, dass ab nächstem Jahr keine Android-Smartphones mehr in den USA verkaufen darf? Denn Mit der Übernahme von Motorola Mobility hat Google nicht nur viel Gutes wie etwa die 17000 bestehenden Patente und 7000 Patentanmeldungen in die Hände bekommen, sondern leider auch Nachteiliges wie laufende Gerichtsverhandlungen mit Microsoft.
So geht es also auch zwischen Motorola (und damit jetzt natürlich auch Google) und Microsoft heiß her. Denn Microsoft versucht in einem bereits laufenden Verfahren gegen Motorola einen Importstopp für deren Smartphones zu erlangen. Das Zieldatum für diese Verhandlungen ist der 5. März 2012. Falls Microsoft die Klage durchbringen sollte, würde das für Google bedeuten, dass alle Motorola-Smartphones mit Android auf ungewisse Zeit nicht mehr in den USA verkauft werden dürften. Oder aber Google könnte den von Microsoft geforderten Lizenzzahlungen zustimmen, was viel Geld kosten würde.
Noch steht die Übernahme von Motorola Mobility durch Google unter dem Vorbehalt der zuständigen Behörden und wird voraussichtlich erst Ende 2011 vollzogen. Dazu kommt, dass einer der Motorola-Aktionäre Motorola und Google aufgrund eines „zu niedrigen Übernahmepreises“ im Namen aller Motorola-Auktionäre verklagt hat. Hoffentlich bereut Google den Kauf nicht jetzt schon.

Dean
63% über markt wert ist nicht zu niedrig. Alle die sowas behaupten sind einfag gierig.