Test Verfasst von:

Temple Run 2 - Ein würdiger Nachfolger!

Verfasst von: Thomas Weissenbacher — 27.01.2013

Über 170 Millionen mal wurde Temple Run bereits heruntergeladen. Temple Run 2 macht sich auf, diesen Rekord zu brechen! Aber ist der Nachfolger mehr als nur ein warmer Aufguss? Welche neuen Elemente gibt es, und kann es einen Temple Run Veteranen überzeugen?

 

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.0.1 1.15

Funktionen & Nutzen

Testgerät
Samsung Galaxy Note 2
Android Version: 4.1.2
Root: Nein
Modifikationen: Nein

Details zur App
Verwendbar ab: 2.1
Größe nach Installation: Ca. 34.5 MB
Ice Cream Sandwich bzw. Jellybean optimiert: Ja

Berechtigungen
Speicher
Anrufe
Netzwerkkommunikation
System-Tools: Standby deaktivieren


Fazit zu den Berechtigungen
Die Berechtigungen von Temple Run 2 zeigen keine Auffälligkeiten.

Temple Run hat mich längere Zeit nicht interessiert, obwohl es damals schnell zu einem der beliebtesten Spiele für Android aufstieg. Ein Freund zeigte mir schließlich das Spiel - und seither bin ich ein großer Fan! Das einfache Spielprinzip und die Tatsache, dass man es auch mal schnell zwischendurch spielen kann, führten bei mir zu weit über 1000 gespielten Runden und einem Highscore von knapp 16 Millionen Punkten. Ich bin wirklich ein Fan des Spiels! Umso neugieriger war ich auf Temple Run 2, das vor einigen Tagen auch für Android an den Start ging. Aber bevor wir dazu kommen: Was ist Temple Run eigentlich? Nicht alle Leser werden das Spiel kennen. In Temple Run spielt man einen Abenteurer, der tief im Dschungel eine Art kleine, verehrte Statue entwendet. Von alledem bekommt man nichts mit - jede Runde startet mit dem Abenteurer (oder einem seiner freischaltbaren Pendants), der aus einem Tempel herausrennt und von einer Bande verfluchter Voodoo-Affen (zumindest sehen sie so aus) verfolgt wird. Durch neigen des Gerätes nach rechts oder links sowie auf- und abwischen über den Touchscreen steuert man die Spielfigur, wenn es mal um eine Ecke geht muss man nach rechts oder links wischen. „Guy Dangerous“ läuft dabei unermüdlich von selbst. Das Ziel ist, so lange wie möglich durchzuhalten: Man darf nicht gegen Hindernisse laufen, die Affen dürfen euch nicht erwischen, und unterwegs sammelt man Münzen und Items ein.

Temple Run 2 weicht von diesem Konzept grundsätzlich nicht ab. Das Spielprinzip ist dasselbe geblieben, nur wird man diesmal von einem einzelnen Riesen-Affen verfolgt und das ganze spielt nicht im Dschungel, sondern in einer Art Festung in den Wolken. Wo sich Temple Run 2 enorm verbessert hat, ist die Grafik (dazu später mehr) und die Abwechslung: Es gibt mehr Hindernisse, die Landschaft wirkt interessanter, und generell spielt es sich weniger eintönig. Im Gegensatz zum Vorgänger sind Wege jetzt auch geschwungen, was anfangs ungewohnt ist. Neben dem schon etwas desolaten Weg durch das Festungsgelände gibt es auch Waldwege und Sogar Minen, die man mit einer Lore durchquert. Zudem trifft man immer wieder mal auf Seile, mit denen man zerstörte Abschnitte überwinden kann. All das sorgt, wie bereits erwähnt, für mehr Abwechslung auf der Jagd nach Münzen und dem Highscore. Und die Münzen hat man auch bitter notwendig: Schließlich will man ja alle Charaktere und Verbesserungen freischalten. Jeder Charakter hat nun eine eigene Fähigkeit (im Grunde eines der Items), die man einsetzen kann sobald sich die Leiste mit Münzen gefüllt hat. Ansonsten trifft man auf viele bekannte Items und Verbesserungen, die sich meist nur leicht verändert haben:

Coin Value: Je höher man den Münzwert aufrüstet, desto schneller trifft man unterwegs auf wertvollere Münzen.
Shield Duration: Das Schild schützt vor Fallen und man kann es aufrüsten, damit es länger hält - das gilt übrigens auch für den Coin Magnet und die Boost Distance.
Coin Magnet: Mit dem Magneten sammelt man alle Münzen im Vorbeirennen auf. Leider führen die Upgrades nicht mehr dazu, dass der Münzwert vervielfacht wird.
Boost Distance: Mit dem Booster läuft man schneller und durch Hindernisse hindurch.
Pickup Spwan: Bestimmt, wie häufig Items gefunden werden.
Power Meter: Rüstet man das Power Meter auf, kann man die Fähigkeit des Charakters schneller einsetzen.
Save Me: Die „Engelsflügel“ aus Temple Run, die einen sofort wiederbeleben, gibt es nicht mehr. Stattdessen muss man, ist man einmal gestorben, Diamanten ausgeben, die man ab und an findet. Jedes Mal wiederbeleben während einer Runde kostet mehr Diamanten, mit dieser Verbesserung kann man den Preis reduzieren.
Score Multiplier: Erhöht die Punkte.

Schade finde ich, dass man mit den Engelsflügeln ein taktisches Element gestrichen hat. Diese musste man in Temple Run mit Münzen kaufen und aktivieren, und nur wenn sie auch aktiviert waren, wurde man wiederbelebt. Nach einer gewissen Zeit verschwanden sie aber wieder, und man musste warten bevor man sie erneut einsetzen kann. Dadurch kam es öfters vor, dass man trotz Engelsflügeln im Inventar das Zeitliche segnete. Die Diamanten in Temple Run 2 muss man nun einfach ausgeben, wenn man gerade gestorben ist. Prinzipiell zielt das einfach darauf ab, dass man die Spieler motiviert viele Diamanten einzusetzen und diese bei Bedarf auch gegen (echtes) Bares nachzukaufen. Notwendig ist das aber nicht!

Fazit
Für Temple Run Veteranen wird Temple Run 2 anfangs etwas ungewohnt sein, aber man hat sich schnell wieder „eingespielt“. Dafür belohnt das Spiel auch mit mehr Abwechslung. Temple Run 2 erfindet das Rad nicht neu, ist aber ein deutlich verbesserter Nachfolger.

 

Bildschirm & Bedienung

Die Grafik in Temple Run 2 wurde enorm verbessert. Das Spiel sieht klasse aus! Nur einen Kritikpunkt habe ich bei der Grafik: Es kommt immer wieder mal vor, dass der Weg und Objekte erst nachgeladen werden, wenn man sie schon in der Entfernung sehen sollte. Das stört den Spielfluss nicht, sieht aber unschön aus. Die Steuerung ist identisch mit der des Vorgängers (und daher sehr gut)! Was ich nicht verstehe: In Temple Run konnte man die Empfindlichkeit der Kippsteuerung noch festlegen, in Temple Run 2 ist das nicht möglich. Gerade auf größeren Geräten wie meinem Galaxy Note 2 wäre eine höhere Empfindlichkeit aber ein Segen!

 

Speed & Stabilität

Am Galaxy Note 2 läuft Temple Run 2 mit höchsten Einstellungen stets flüssig. Für schwächere Geräte gibt es die Möglichkeit, die Grafik herunterzuschrauben, was ich sehr gut finde. Stabilitätsprobleme oder Abstürze hatte ich keine.

 

Preis / Leistung

Temple Run 2 ist (fast) werbefrei kostenlos im Google Play Store erhältlich. Warum „fast“ werbefrei? Hin und wieder wird vor dem Start einer neuen Runde ein kleines Popup eingeblendet. Da das nicht wirklich stört und zudem nur selten vorkommt, ist es wirklich kein Problem. Münzen und Diamanten kann man kaufen, es ist aber absolut kein Muss! Ich finde gerade das ist ja eine der Herausforderungen: Münzen und Diamanten selbst zu sammeln, immer bessere Upgrades freizuschalten und den Highscore weiter zu verbessern. Die Bewertung in dieser Kategorie fällt schwer - Werbung bekommt man fast nie zu Gesicht und Münzen kaufen ist absolut kein Muss, zudem ist das Spiel wirklich gut. Ich habe mich dennoch dafür entschieden, dem Spiel in dieser Kategorie einen Stern abzuziehen, vor allem auch deshalb weil mit den Diamanten Ingame-Käufe deutlich stärker beworben werden als im Vorgänger.

 

Screenshots

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