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Sony SmartWatch 3 im Test: Technisch die beste, optisch das Letzte

Sony hat zur IFA 2014 die SmartWatch 3 vorgestellt, mit der die Japaner endlich die Arena der Android-Wear-Smartwatches betreten haben. Es scheint mir jedoch, dass Sonys Hauptaugenmerk diesmal an die Technologie ging. Während die Leistung der SmartWatch 3 sich mit der einer G Watch R oder einer Samsung Gear Live messen kann, lässt ihr Design zu wünschen übrig. Kein Wunder, dass Sony schon ein Vierteljahr später zur CES das Metall-Armband vorstellte, um an der Optik nachzubessern. Lest weiter, wenn Ihr wissen wollt, was an der Uhr überdurchschnittlich gut ist und was mich enttäuscht hat.

Bewertung

Pro

  • Prozessor
  • Laden ohne Adapter
  • Wasserdicht
  • Eingebautes GPS

Contra

  • Design
  • Gummiband
  • Kein Pulsmesser
Amazon-Preis
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Sony SmartWatch 3: Design & Verarbeitung

Den ersten Eindruck von einem Gerät vergisst man nie und er entscheidet darüber, ob wir es kaufen, haben wollen, oder ignorieren. Und hier versagt sie SmartWatch 3 auf ganzer Linie. Das Gummi-Armband wirkt billig und minderwertig. Trägt man es einmal länger als 24 Stunden, sammelt sich abgeschürfte Haut in seinen Furchen oder verklebt darin.

Sony Smartwatch 3
Die SmartWatch 3 ist stilistisch nicht jedermanns Sache. / © ANDROIDPIT

Der Verschluss der SmartWatch 3 ist ebenfalls nicht sehr praktisch. Für mein schmales Handgelenk hatte ich große Schwierigkeiten, die passende Einstellung zwischen zu eng und zu weit zu finden. Die Uhr wurde komplett in das Armband eingefasst, wodurch der Rahmen im Verhältnis zum eigentlichen Display erheblich größer wirkt.

Sony Smartwatch 3
Der Klammer-Mechanismus der SmartWatch 3 ist unpraktisch. / © ANDROIDPIT 

Beim Sport zeigen sich manche Stärken der Smartwatch 3. Mit ihren 66 Gramm (inklusive Armband) ist sie erheblich leichter als andere Smartwatches. Die Sensoren Accelerometer, Gyroskop und GPS sind ideal für Läufer und Sportler. Das Band gibt es nicht nur in schwarz, sondern auch in weiß, pink und grün. Das Gummiband ist komplett unempfindlich gegen Wasser und trocknet entsprechend schnell.

Sony Smartwatch 3
Die SmartWatch 3 hat hinten keine Kontakte. Stattdessen erkennt man den USB-Steckplatz. / © ANDROIDPIT

Im Gegensatz zur LG G Watch R oder der Asus ZenWatch fehlen der Sony SmartWatch 3 Kontakte auf der Unterseite, über die sie aufgeladen wird. Stattdessen wird über die nach IP68 wasserabweisende USB-Schnittstelle direkt ein USB-Ladekabel eingeführt. Auf der rechten Seite finden wir einen Knopf vor, mit dem sich das Display ein- und ausschalten und das Menü aufrufen lässt.

Die Sony SmartWatch 3 hinterlässt also einen widersprüchlichen Eindruck bei mir. Sportler dürften von ihrer Leichtigkeit, den Sensoren und der Wasserresistenz begeistert sein, sich aber gleichzeitig ärgern, dass man diese Vorteile mit dem kompletten Verzicht auf Eleganz erkauft.

Preis und Verfügbarkeit

Die Sony SmartWatch 3 gibt es bei Amazon für 209 Euro.

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Sony SmartWatch 3: Display

Das eckige mit 320 x 320 Pixeln auflösende LC-Display lässt sich auch bei Tageslicht gut ablesen. Die Pixeldichte des 1,68 Zoll großen Displays beträgt mittelmäßige 269 ppi und die Farbwiedergabe ist recht zufriedenstellend, wenngleich ein leichter Gelbstich sichtbar ist.

Sony Smartwatch 3
Die Bildqualität der SmartWatch 3 ist zufriedenstellend, auch wenn sie kein wirkliches Weiß darstellt. / © ANDROIDPIT

Sehr angenehm fällt die adaptive Helligkeit auf, die die Display-Helligkeit der Umgebung anpasst. Es kann bisweilen irritieren, dass das Display jedes mal eingeschaltet wird, wenn wir das Handgelenk dem Gesicht zudrehen. Das Always-On-Feature lässt sich jedoch im Menü deaktivieren.

Sony SmartWatch 3: Software

Seit seiner Vorstellung im Sommer 2014 wurde an dem Smartwatch-Betriebssystem Android Wear stark gearbeitet. Erste Kinderkrankheiten wie die prekäre Akkulaufzeit oder die fehlende Unterstützung für GPS wurden bereits behoben, andere sind noch immer vorhanden. So sucht man den Support für eventuell verbaute WLAN- oder NFC-Module noch immer vergebens und auch an der App-Front könnte sich noch viel mehr tun. Im Jahr 2015 werden wir uns aber auf reichlich Entwicklung im Smartwatch-Sektor einstellen können, da mit dem Launch der Apple Watch der letzte große Stein in diesem Marktsegment ins Rollen geraten dürfte.

Sony Smartwatch 3
Die SmartWatch 3 wird über die Android Wear App und per Bluetooth mit Eurem Android-Smartphone verbunden. / © ANDROIDPIT

Einmal über die Android-Wear-App verbunden, kommunizieren die Apps auf Eurem Smartphone automatisch mit der Android-Wear-Uhr. Entsprechende Apps findet Ihr in der Liste im Play Store. Sony hat außerdem eine eigene Companion-App bereitgestellt, mit der Sony-eigene Apps verwaltet werden.

Sony Smartwatch 3
Google Fit für Sport, Google Notizen für Sprachnotizen und Play Music für schnellen Wechsel von Musikstücken.. / © ANDROIDPIT

Per Hauptbildschirm mit Zeit und Datum kann man durch Wischen zu weiteren Infos wie Schrittzähler, Akku, Benachrichtigungen gelangen. Benachrichtigungen werden durch Wischen nach rechts ausgeblendet. Schnelleinstellungen erlauben das Umschalten des Displays vom dunklen Kino-Modus in den hellen Tagmodus.

Das Gros der Steuerung erfolgt jedoch über die Sprache. Sämtliche Android-Wear-fähige Apps erlauben es, dass man Nachrichten oder Notizen diktiert, statt sie einzutippen. Einige Apps hingegen zeigen kleine Buttons auf dem Display an, wie etwa die Fernbedienung für Google Play Music.

Sony Smartwatch 3
Play Music dient nicht nur als Fernbedienung. Dank eines Android-Wear-Updates könnt Ihr Lieder direkt von der Uhr abspielen, ohne dass Euer Smartphone in der Nähe sein muss. / © ANDROIDPIT

Eine Besonderheit der SmartWatch 3 von Sony ist der verbaute GPS-Sensor. Während andere Android-Wear-Uhren stets auf ein Smartphone angewiesen sind, um Geodaten beim Sport aufzuzeichnen, kann die Sony-Uhr diese Aufgabe in Eigenregie übernehmen. Dummerweise fehlt ihr wiederum der Pulsmesser, sodass manche Sportler deswegen auf eine Alternative wie die ZenWatch setzen würden.

Sony SmartWatch 3: Performance

Sony hat laut eigenen Angaben mehr Hardware in die SmartWatch 3 eingebaut als das verwendete Betriebssystem unterstützt. Der GPS-Sensor wurde erst durch ein Update von Android Wear verwendbar; die verbauten Module für NFC beziehungsweise WLAN schlummern noch immer nutzlos in dem kleinen Chassis.

Der auf 1,2 GHz getaktete Quad-Core aus dem Hause ARM sorgt in Verbindung mit dem Smartwatch-üblichen Arbeitsspeicher von 512 MB und dem Flash-Speicher von 4 GB nicht für Überraschungen auf der Performance-Seite. Die gelegentlichen Aussetzer und Verbindungsprobleme hatte ich schon bei etlichen anderen Wearables beobachtet, sodass ich nicht der SmartWatch 3 alleine die Schuld geben will. Hier kann und muss man softwareseitig noch viel Verbesserung abwarten.

Sony SmartWatch 3: Akku

In meinem mehrwöchigen Test konnte ich die Akkulaufzeit ausgiebig testen. Bei meiner täglichen Routine, morgens mehrere E-Mails auf der Uhr zu lesen und von ihr aus zu beantworten, sowie tagsüber etliche Aufgaben über die Uhr zu erledigen, hielt der Akku erwartungsgemäß nicht sehr lange. Wenn ich die SmartWatch 3 morgens vom Ladekabel getrennt hatte, musste sie spätestens nach Feierabend wieder an den Strom. Teilweise erstarb sie mir schon vorher.

Am Wochenende hingegen, wenn ich sie weniger intensiv genutzt hatte, nahm die Laufzeit schon spürbar zu. Hier reichte Ihr Atem noch weit in den zweiten Tag hinein. Mein Tipp, wenn Ihr sie einmal ein paar Stunden lang nicht braucht ist: Versetzt sie in den Flugzeug-Modus, damit sie in Nutzungspausen zusätzlich Strom spart.

Sony SmartWatch 3: Technische Daten

    • Typ:
    • Smartwatch
    • Modell:
    • Keine Angabe
    • Hersteller:
    • Sony
    • Abmessungen:
    • 36 x 51 x 10 mm
    • Gewicht:
    • 38 g
    • Akkukapazität:
    • 420 mAh
    • Display-Größe:
    • 1,68 Zoll
    • Display-Technologie:
    • Keine Angabe
    • Bildschirm:
    • 320 x 320 Pixel (269 ppi)
    • Kamera vorne:
    • Keine Angabe
    • Kamera hinten:
    • Keine Angabe
    • Blitz:
    • Keine Angabe
    • Android-Version:
    • Android Wear
    • RAM:
    • 512 MB
    • Interner Speicher:
    • 4 GB
    • Wechselspeicher:
    • Keine Angabe
    • Chipsatz:
    • ARM Cortex-A7
    • Anzahl Kerne:
    • 4
    • Max. Taktung:
    • 1,2 GHz
    • Konnektivität:
    • Bluetooth 4.0

Abschließendes Urteil

Auf Hardwareseite sticht die Sony SmartWatch 3 deutlich aus der Menge hervor, doch landen diese Argumente nicht in der Waagschale, so lange das Betriebssystem Android Wear sie nicht nutzt. Das Design der Uhr hingegen trübt diesen Eindruck so stark, dass dies für viele gegen einen Kauf sprechen wird. Leider lag mir zum Testzeitraum nicht das Metallband vor, das der Uhr eventuell einen edleren Touch verleihen könnte.

Wer sich auf den technischen Aspekt konzentrieren kann, wird mit der Sony SmartWatch 3 die zukunftsicherste Smartwatch für Android Wear bekommen. Sobald einmal die WLAN- und NFC-Features der Uhr nutzbar werden, werden wir die Bewertung dieser Uhr nach oben korrigieren. Doch bis dahin muss Sony sich mit drei Sternen begnügen, da die Uhr preislich zu nah an den erheblich schöneren Konkurrenten wie der LG G Watch R oder der Asus ZenWatch angesiedelt ist, die fürs Geld auch dieselbe Leistung bieten.

Der Artikel wurde komplett neu geschrieben und die Kommentare sind daher veraltet.

Top-Kommentare der Community

43 Kommentare

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  • Netter Artikel, wer die Uhr mal in Bewegtbild sehen will, kann ja mal hier vorbeischauen :)
    https://youtu.be/oF5-PsmnuLc

  • Ich finde es nicht sehr passend in einem "Test" über die Optik einer Uhr so wertend zu urteilen. Hatte jetzt schon die Möglichkeit mir mal jede Wear Uhr (auch alle runden) übers Handgelenk zu streifen und da ist die Sony nun wirklich kein negativer Ausfall. Klar, sie ist sportiv. Bitte lasst doch solche Wertungen, die rein dem Geschmack des Testers geschuldet sind. Klar, die Zen Watch ist sehr elegant und die (kommende) Huawei ist die schöne Runde, die Moto versprochen hat... aber da spielt eben der Geschmack eine Rolle.
    Ein Stärke der Sony, die recht selten erwähnt wird: sie ist nach meinem Wissensstand eben durch die (ja, im Dunkeln gelbstichige) Transflexivtechnik die einzige Wear Uhr, die sich auch im prallen Sonnenlicht ablesen lässt. Das - und der zwar pfriemelige aber eben vorhandene d.h. ohne mitzunehmenden Dongle verfügbare Micro-USB Ladeanschluss - hat mich bewogen, auf die Sony umzusteigen... mal schauen, wie lange sie hält :-)

    • Super, berichte hier mal im entsprechenden Forum. Bisher habe ich nur SW1 + SW2. Bisherige Berichte von Besitzern einer SW2+SW3 zu folgen, ist die SW2 SW besser und es gibt mehr apps. Auch würde mich interessieren ob SW3 auch ohne mit Ihr zu sprechen gut zu gebrauchen ist (habe außer dem Store, keine Google Apps mehr auf dem Telefon).

      • Da brauch man nicht viel zu berichten. Das ist ne Android Wear Uhr, wie alle anderen auch. Die Laufzeit ist ungefähr eben so lausig, wie bei meiner bisherigen Samsung Gear Live, aber dafür ist ja die USB Buchse...

  • Also ich persönlich finde das Design gerade gut, weil es modern und sportlich aussieht :)

  • 26

    Hmm wozu brauch eine Uhr einen Pulsmesser?

    Oder besser gesagt, wozu brauch ich ein externes, überteuertes wireless 1,68" Display mit Pulsmesser?

    Es gibt günstigere Smartphones mit weitaus besserer Hardware, mir erschließt sich der Preis der Uhren nicht.

  • Hab ich hier ein Verständnisproblem oder ist es ein Übersetzungsfehler?
    Wie soll ich denn bitte von einem Uhrmacher ein anderes Armband befestigen lassen wenn die Uhr komplett im Armband eingelassen ist?

  • Nicht jede Uhr brauch einen Pulsmesser

  • Passt doch. Die Uhr ist genau so hässlich, wie die Handys von Sony.

  • Wollte mir sie eigentlich kaufen. Dann habe ich sie im Geschäft gesehen und sah wegen wegen des billigen Designs vom Kauf ab. Stattdessen nahm ich lieber die WatchR und bin damit sehr zufrieden.

  • Ich finds auch unsinnig, gibt doch schon smartphones, tablet usw. dann jetzt noch smartwatches... äh! nope. meine meinung

  • Dinge die die Welt nich braucht... hab vorher nie Uhren getragen und werd mit "Smart" Watches auch nicht mehr anfangen, usability hin oder her, aber ob das Kopfhörerkabel nun am Handgelenk in der Uhr steckt oder im Handy in der Hosentasche macht keinen Unterschied und dann intelligenter Einstellungen kann ich auch meine Musik skippen/Stopen/abspielen ohne das Handy aus der Hosentasche ziehen zu müssen

    • Aaskereija, du magst zu dieser Welt gehören, bist aber nicht die Welt.

      Wenn DU bis jetzt keine Uhr getragen hast, wohl deshalb, weil du an die Tageszeit ohne so ein Ding herangekommen bist. Nachvollziehbar. Dass dir zum Thema Smartwatch aber nur das Kopfhörerkabel einfällt, ist für mich kaum nachvollziehbar, geschweige denn, dass du daraus ableitest, dass DIE WELT keine Smartwatch braucht.

      ICH höre z.B. keine Musik mit meinem Handy und werde sie auch mit keiner Uhr hören. Aber wir werden, da bin ich mir nicht 50 oder 80, sondern 100% sicher, irgendwann zu einer überwiegend großen! Mehrheit keinen reinen Zeitmesser mehr am Handgelenk tragen. Spätestens dann, wenn meine Generation der über 70 Jährigen, die sich, wiederum für mich kaum nachvollziehbar, aber es ist so, mit dem doch eigentlich sehr intuitiv zu bedienenden Android meist sehr schwer tut, abgetreten ist von der Bühne. Wenn ich sehe, wie mein 6 Jähriger Enkel sich mein rumliegendes Tablet nimmt und zielsicher die installierten Spiele findet und virtuos damit 'rumklimpert' , bin ich mir sehr sicher, dass du bald alleine sein wirst mit deinem nackten Handgelenk.

  • 26

    Ich finde das Design cool wer wollte nicht immer schonmal eine Night Rider Uhr haben :)

  • Ich hatte die uhr am Samstag in meinen Händen...billiger geht echt nimmer wobei die moto auch nicht dat ware ist von der verarbeitung her und die samsung schlichtweg zu gross. ..So nebeneinander die 3 zu sehen war echt gut...Keiner der Hersteller wird damit langfristig Erfolg haben...also wartet alles auf Apple's Modell .....

  • 14

    Ich habe die Uhr selbst und bin von der Akkulaufzeit sehr begeistert. Bei AndroidPit ist Berichterstattung zu Sony ja eher negativ, warum auch immer. Meine SW3 schafft jedenfalls auch locker mehr als 2 Tage und das Design ist halt schlicht, mir gefällts, ist halt auch eher was für junge Leute. Pulsmesser ist bei Smartwatches eh so ne Sache... Bei Bewegung ohnehin sehr ungenau. Da habe ich lieber GPS dabei. Und in Kombination mit einem Bluetooth Headset kann das Smartphone beim Sport auch gern zu Hause bleiben.

  • Ich hab sie jetzt seit 3 Monaten. Der Akku ist schwach, das Display klein und schwach. Die Möglichkeit zum Aufladen bescheuert. Ich nutze sie mehr als normale Uhr und um Musik über Bluetooth-Kopfhörer beim Sport zu hören. Bis zur nächsten Smartwatch warte ich noch ein paar Jahre Entwicklung ab: Hardware und Software!

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