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Smartphone-Evolution: Das ist Samsungs Galaxy-S-Reihe

Wir sind es gewohnt, jedes Jahr einen neuen Standard zu erleben, an den wir uns trügerisch schnell gewöhnen. Dabei vergisst man schnell, wo wir vor gar nicht langer Zeit noch waren und was uns einst beeindruckt und genügt hat. Eine historische Perspektive kann einem die Augen öffnen. Heute werfen wir daher einen Blick auf die Galaxy-S-Reihe von Samsung.

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Das ist die Galaxy-S-Reihe. / © Samsung, ANDROIDPIT

Keine Smartphone-Modellreihe ist neben dem iPhone so erfolgreich wie die Galaxy-S-Reihe von Samsung, die dieses Jahr bereits ihre fünfte Reinkarnation erlebt. Mittlerweile ist das Galaxy S nicht mehr aus der Android-Landschaft wegzudenken, und es bricht jedes Jahr seine eigenen Rekorde. Man kann aber noch weiter gehen: Das Galaxy S schickt sich langsam aber sicher an, dem iPhone als Inbegriff des Smartphones Konkurrenz zu machen.

Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S

Ein Single-Core mit 1 GHz Takfrequenz, 4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixel, eine 5-MP-Kamera - so hat 2010 alles angefangen. Was aus heutiger Sicht lachhaft klingt und bestenfalls für die Einstiegsklasse ausreichen würde, war der Beginn einer kleinen Smartphone-Revolution. TIME macht das Galaxy S zur Nummer zwei seiner begehrten Rangliste Gadget des Jahres (geschlagen wurde es lediglich vom iPad) und auch sonst kam das Gerät gut an. 10 Millionen Einheiten konnte Samsung nach eigenen Angaben in den ersten sieben Monaten absetzen (über 20 bis heute). 85 Tage brauchte das Gerät noch für die ersten 4 Millionen. Ein Nachfolger empfahl sich also ganz klar.

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Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S. © Samsung

Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S2

Und dieser folgte dann ein Jahr später: Das Galaxy S2 trat eine Erfolgslawine los, die für Samsung bis heute andauert. Schon nach dem ersten Galaxy muss Google auf Samsung aufmerksam geworden sein (damals war HTC noch ein wirklich großer Player und Android mit Version 2.3 Gingerbread weit von heutiger Größe entfernt), spätestens nach dem S2 jedoch hätte das passieren müssen.

Und so wurde Samsung nun zum ersten Mal Hardware-Partner für ein Nexus-Phone (Galaxy Nexus), welches etwa ein halbes Jahr nach dem S2 erschien [EDIT: Tatsächlich war Samsung bereits einmal zuvor Hardware-Partner gewesen, nämlich beim Nexus S]. Rund 40 Millionen S2 will Samsung bis dato verkauft haben, für die ersten 10 Millionen brauchte das Gerät schon nur noch fünf Monate, für die ersten 4 Millionen 55 Tage.

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Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S2. © Samsung

Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S3

Das Galaxy S3 aus dem Jahr 2012 ist nach wie vor eines der erfolgreichsten Smartphones der Welt und war der größte Design-Schritt, den Samsung bis heute von einem Modell zum nächsten gewagt hat. Etwa 20 Millionen verkaufte Exemplare in den ersten drei Monaten, 4 Millionen in 21 Tagen  - damaliger Android-Rekord. Bis heute wurden es über 50 Millionen abgesetzter Geräte. 2.100 mAh waren damals für einen Akku viel, und der Quad-Core-Prozessor der internationalen Variante taktete noch mit 1,4 bis 1,5 GHz.

Das S3 war auch der Beginn von Samsungs Nature UX, dem naturbezogenen Herstelleraufsatz TouchWiz. Die Wassereffekte auf dem Lockscreen und die Tröpfchen-Soundeffekte sind Kennern bis heute fest in Erinnerung. Mit 4,8 Zoll Display galt es damals noch als groß, einige seiner Software-Features wie Smart Stay (das dafür sorgt, dass das Display an bleibt, während der Nutzer draufschaut) wurden gefeiert. Mit dem S3 nahm auch der Trend seinen Anfang, von den Samsung-Flaggschiffen zahlreiche Ableger zu produzieren, so das S3 mini.

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Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S3. © Samsung

Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S4

4 Millionen verkaufte Geräte in 4 Tagen, 10 Millionen in 21 Tagen. Wieder ein Samsung-Rekord. Trotz des kommerziellen Erfolges und des grundsätzlichen Lobes der Kritiker wurden erstmals die Spötter laut, die Samsung vorwarfen (und bis heute vorwerfen), wie Apple das Gerät aus dem Vorjahr im Prinzip nur neu aufgelegt zu haben, da am Design so extrem wenig passiert war. Wir gingen damals mit S3 und S4 umher und fragten junge Leute, ob sie den Unterschied überhaupt erkennen. Wenige taten es (zum Video).

Zum ersten Mal veröffentlichte Samsung mit dem S4 auch eine Google Play Edition eines Galaxy-S-Modells. Insgesamt war das S4 ein großer Erfolg, jedoch nicht die Sensation, die der Vorgänger gewesen war. Vorwürfe der Faulheit waren relativ deutlich zu vernehmen, und aus ihnen ist mittlerweile ein alljährlicher Chorus geworden, nach dem man die Uhr stellen kann. Der Vormachtstellung Samsungs auf dem Markt leistete das Galaxy S4 aber ungebrochen Vorschub. Neben einem mini-Ableger gab es dieses Mal zusätzlich ein S4 Active und Zoom.

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Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S4. © Samsung

Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S5

Das Galaxy S5 hat die Kenner und Samsung selber enttäuscht, ein sehr gutes Smartphone ist es aber dennoch. Das Gerät setzte die Trends Wasserdichtigkeit und Fitness fort und folgte Apple und HTC ins Zeitalter der Fingerbadruck-Scanner (und warf als kleines Extra sogar noch einen Pulsmesser mit in den Topf). Sonst passierte wenig, was Samsung erneut scharfe Kritik einbrachte und die eigene wirtschaftliche Krise, in die es 2014 hineinrutschte, verschlimmerte.

Am Design tat sich bis auf den weichen Pflaster-Look der Rückseite nichts Nennenswertes. Polycarbonat und Plastikchrom blieben die Norm, der austauschbare Akku und die microSD-Unterstützung ebenfalls. Nach Galaxy S3 und S4 war es schwer, noch irgendetwas Neues über das S5 zu sagen. Samsung wurde mit der Galaxy-Reihe auf dem Android-Markt zum Verwalter par excellence. Große Sprünge oder auch nur Schritte durfte man nicht länger erwarten.

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Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: das Galaxy S5. © Samsung

Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: Galaxy S6

Und dann kam das Galaxy S6, das für Samsung einen bitter nötigen Neuanfang markieren sollte. Vorbei sind die Zeiten von Plastik und Premium-Imitat. Stattdessen bietet Samsung endlich Metall und Glas. Aus dem ungelenken Fingerabdruck-Scanner des Galaxy S5 wurde ein Fingerabdruck-Sensor à la iPhone. Das Gehäuse hat einen runden Rahmen aus Metall (wie das iPhone 6) und eine Glasrückseite. Bei der Farbwahl war Samsung mutig. So gibt es das Galaxy S6 im spacigen Glitzerlook, matte Farben gehören der Vergangenheit an.

Doch auch bei der Hardware hat sich etwas getan. Samsung setzt nicht mehr auf die Snapdragons von Qualcomm sondern auf einen hauseigenen Exynos-Chip. Der interne Speicher wurde neu entwickelt und auf einen neuen Technologiestandard gehoben, der sich im Vergleich zur Konkurrenz als deutlich schneller erweist. Die Kamera scheint ebenfalls neue Standards zu setzen. Auswechselbare Akkus oder microSD-Karten-Support gibt es allerdings nicht mehr, dafür ist das Galaxy S6 mit 32, 64 und 128 GB verfügbar und der Herstelleraufsatz TouchWiz wurde entschlackt.

Insgesamt macht das Galaxy S6 den Eindruck, als sei Samsung das vielleicht beste Galaxy aller Zeiten gelungen - und das relativ zum Markt betrachtet. Relativ besser als Galaxy S5 und S4 ist es zumindest mit Leichtigkeit.

galaxy s6 press
Die Evolution der Galaxy-S-Reihe: das Galaxy S6. / © Samsung

Fazit

Das war sie, die erfolgreichste Modellreihe der Android-Welt. Wie auch Apple verfolgt Samsung die zeitgetestete Philosophie, "nie mehr machen, als notwendig". Doch die Beobachter sprechen schon länger von einer Galaxy-Müdigkeit, was auch die Absatzzahlen belegen. Mit dem Galaxy S6 will Samsung dagegenhalten. Am iPhone sieht man, dass es durchaus möglich ist, viele Jahre die gleiche Schiene zu fahren, doch an dem Punkt, an dem Apple seit vielen Jahren ist, ist Samsung lange noch nicht angekommen. Jetzt ist es vor allem spannend, zu sehen, wie das Galaxy S6 ankommt, denn unter anderem davon wird abhängen, was aus der Galaxy-S-Reihe - und mit ihr Samsung Mobile - wird.

Dieser Artikel wurde seit seiner Erstveröffentlichung aktualisiert, weshalb viele Kommentare sich auf ältere Versionen des Artikels beziehen.

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161 Kommentare

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  •   26

    Ich verstehe nicht, wieso das S6 teilweise so gefeiert wird. Vorweg: Ich bin schon lange Samsung-Fan (schon ca 10 Jahre nur Samsung-Handys gehabt), aber das S6 erscheint mir als etwas sehr durchwachsen.
    Wie Stefan schon geschrieben hat: Uni-Body okay, aber dann bitte wasserdicht
    Kein Wechselakku, meinetwegen, aber kein SD-Kartenslot?
    Und wenn schon kein Wechselakku, warum dann nicht einen stärkeren einbauen?
    Persönliches Fazit: Mein S3 wird durch ein LG G4 abgelöst.


  •   32

    s6 schlechteste S überhaupt


    • Jupp. Was ich nicht verstehe:
      Wenn schon Uni-Body, warum dann nicht Wasserdicht? Weil das Iphone das auch nicht hat? Zu stark an Iphone angelehnt. Bisher haben die S-Geräte sich deutlich vom Iphone unterschieden. Mit dem S6 hat Samsung wirklich das Iphone kopiert (Akku, Speicher, Ausstattung etc.)


  • Ace 17.03.2015 Link zum Kommentar

    Ich bin der meinung man sollte das s wifi noch erwähnen


    • My1 17.03.2015 Link zum Kommentar

      klar und wenn man dabei ist noch das Galaxy S3 Neo S4 active und konsorten gleich mit auflisten...


  • Ich verstehe nicht, wie ihr das Galaxy S6 als das beste Samsung Handy aller Zeiten bezeichnen könnt. Denn der Erfolg seiner Vorgänger kam unter anderem deswegen zustande, weil man bei Samsung immer den Akku wechseln und eine SD-Card einsetzen konnte. Damit waren die Galaxys immer den iPhones voraus - bei günstigeren Preisen. Jetzt hat Samsung alle diese Vorteile über Bord geworfen. Unflexibler, teurer, aber angeblich ja sooo viel stylischer. Wer will das? Ich jedenfalls nicht.


  • My1 16.03.2015 Link zum Kommentar

    wie waren eigentlich die verkaufswerte vom S5?


  • mega geiler artikel😍


  • Warum geht es in vielen Berichten eigentlich immer nur um Samsung?


  • WAS MACHT Ihr nur mit euren Akkus? noch nichts gepeilt von Clouds obwohl ihr Stunden auf Andooid verbrint, rummeckert und geistigen dünnschis von euch gebt??? aber doch so klug???


    • Noch nicht gepeilt, du mit Clouds deine Daten in die Fremde Hände gibst? Noch nicht gepeilt dass die Nutzung der Cloud auf Kosten deines Volumens geht, wenn es außerhalb von W-LAN ist? Zumal viele ja noch 500 MB oder so etwas im Monat haben. Dann wird es fast unutzbar langsam. Dann streame mal ein paar Stunden Musik oder mal ein Video über die tolle Cloud und dann kannst du die nächsten 20 Tage deine olle Cloud nicht nutzen..


  • Das S2 war damals mein erstes Android Smartphone und ich habe es geliebt! Selbst nach über 2 Jahren und etlichen Stürzen, hatte es keinen einzigen Kratzer. Das hat das S4 leider nicht geschafft, schon beim 1.Fall ist was vom Rahmen abgeplatzt, trotzdem immer noch ein tolles Smartphone. Nun freue ich mich auf das S6.


  • Warum Evolution, weil sie jetzt auf Premium Material setzen? machen andere Hersteller schon lange. Hardware ist in vielerlei Hinsicht schlechter geworden beim s6 (accu, kein externer Speicher zusätzlich iss) und wenn ich oben die Handys sehe, immer noch das gleiche Design, am besten verkauft. aber auch die meiste Werbung.


    • Gemeint ist eine Evolution für Samsung, weil sie vor dem S6 bei der S Reihe nicht auf Premium Material(ien) gesetzt haben.


      • Das Material war immer gut bei Samsung !
        Das Design und Anmut war kacke.
        z.b.

        Sony Z3
        nexus5
        HTC m7 , das sind satte Design's nach meinem Geschmack.


    • Du verwechselst offenbar "Evolution" mit "Revolution". Evolution ist die Veränderung bzw. Anpassung von Dingen, Gegenständen oder Lebewesen über einen gewissen Zeitraum hinweg.

      Hier geht es eben um die Veränderung und Entwicklung (Evolution) der Galaxy-S-Reihe, und nicht um revolutionäre Erfindungen oder Eigenschaften.


  • Bin ich der einzige, den stört, dass das s2 nicht in der Tastensperre sondern auf dem Homescreen ist?

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