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Selbstfahrender Bus startet im Berliner Verkehr

Selbstfahrender Bus startet im Berliner Verkehr

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nehmen am heutigen Freitag einen selbstfahrenden Bus im Straßenverkehr in Betrieb. Bisher gab es diese Busse in Berlin nur auf Privatgelände.

Um 10:15 Uhr ist heute der erste selbstfahrende Bus im Berliner Straßenverkehr gestartet, wie der Tagesspiegel berichtet. Er legt eine 600 Meter lange Strecke zurück, beginnend am U-Bahnhof Alt-Tegel. Von dort fährt er zur Uferpromenade im Stadtteil Tegel und wieder zurück.

Der Bus bietet Platz für sechs Passagiere, eine Fahrkarte ist nicht nötig - der Bus ist kostenlos. Ein Begleiter der Verkehrsbetriebe soll ebenfalls dabei sein. Die BVG lässt den Bus wochentags von 7:30 bis 11:00 Uhr und dann wieder von 15:00 bis 18:00 Uhr fahren. Am Wochenende fährt er von 10:30 bis 17:30 Uhr.

Das Ganze ist ein Pilotversuch, mit dem die BVG automatisiertes Fahren unter Realbedingungen erproben will. Der Versuch soll laut Tagesspiegel bis zum Jahresende laufen. Unter anderem will die BVG so herausfinden, ob sich solche automatischen Shuttles als Ergänzung zum Personennahverkehr eigenen. Neben praktischen Fragen, etwa zu Haltestellen und Stromversorgung, stelle sich auch die Frage, ob das Angebot überhaupt angenommen wird. Natürlich geht es auch um die Verkehrssicherheit des Busses.

Zuvor nur auf Privatgelände

Laut BVG handelt es sich um den ersten selbstfahrenden Bus im öffentlichen Straßenverkehr in Berlin. Bisher gibt es bereits solche Busse auf dem Gelände der Charité in Berlin. Zuvor hatte es einen solchen Bus bereits auf dem Forschungscampus EUREF im Berliner Stadtteil Schöneberg gegeben. Die Modelle kommen von der französischen Firma Easy-Mile.

Auch in Brandenburg gibt es seit diesem Sommer einen selbstfahrenden Bus im Testbetrieb. Er fährt in Wusterhausen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Auch hier ist ein Busbegleiter mit dabei, der in die Steuerung des Busses eingreifen kann. Speziell mit Überholmanövern habe der Bus noch Probleme - sowohl von anderen als auch selbst, heißt es in einem Bericht des RBB. Überholen Autos zu dicht, legt der Bus eine Notbremsung hin. Steht ihm ein Hindernis, wie ein parkendes Fahrzeug, im Weg, fährt er ebenfalls darauf zu und stoppt dann. Hier muss der Begleiter eingreifen.

Quelle: Tagesspiegel

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26 Kommentare

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  • Bei uns gibt es 3 Elektrobusse der Normalgröße mit Fahrer. Ich bedauere aber die Städte jetzt schon, wenn es mal Selbstfahrbusse der Normalgröße ohne Personal gibt. Ich erlebe es hier täglich das Jugendliche sich auf den Behindertenplätzen breit machen und erst Murrend und Beleidigt Aufstehen wenn der Fahrer mit Rauswurf droht. FB + WA sind ja schließlich wichtiger als so ein blöder Behinderter. Aber auch auf anderen Plätzen stehen die Jugendlichen nicht auf wenn ältere Personen den Bus betreten. Es sei denn, es sind Türkische oder Russische Jugendliche, die bieten sofort ihren Platz an. Was man davon halten soll, sei jedem selbst überlassen.

    Benny


  • Witz ist dabei was passiert nach ein Unfall? Wer wird verhaftet? Der Betreiber oder Programmierer?


    • Der Betreiber bzw. Halter.

      Allerdings stellt sich mir die Frage, ob einem System, das vollkommen defensiv fährt und reagiert, überhaupt Schuld an einem Unfall zugesprochen werden kann. Es kann durch dieses Verhalten natürlich zu einem Unfall kommen, aber ist das dann nicht eigentlich ein Unglück, also etwas, an dem man nicht eindeutig jemandem die Schuld geben kann? Anders gesagt, wenn ich absolut friedfertig und niemals aggressiv bin, kann ich dann schuldig sein an zum Beispiel einem Krieg? Natürlich kann mein Verhalten einen Krieg auslösen, aber ich bin dennoch nicht schuld daran im Sinne einer Rechtsprechung, die diese Schuld vergelten möchte. Somit dürfte jede Entscheidung, die so ein System trifft, niemals zu Schuld führen, solange diese Entscheidungen auf Basis von defensivem Verhalten getroffen wurden.


      • Wer hat Schuld, wenn 2 dieser Kisten zusammen prallen?.. Das zum Thema KI.


      • Passiert das denn wirklich? Ich denke nicht.


      • Warum nicht?


      • Wenn beide Fahrzeuge absolut defensiv fahren und eher zweimal bremsen, bevor sie irgendeine Kollision riskieren, dann kann das eigentlich nicht passieren. Beide würden ja rechtzeitig bremsen.


      • Ich laufe mit einer geladenen und entsicherten Pistole friedfertig und nicht aggressiv durch die Stadt, stolpere, es löst sich ein Schuss, ein Mensch wird getroffen. Bin ich dann nicht schuld daran im Sinne einer Rechtsprechung, die diese Schuld vergelten möchte?


      • Doch, bist du natürlich. Das mitführen einer geladenen und entsicherten Pistole ist ja kein defensives Verhalten. Zumindest nicht bei uns. In den USA sieht das wohl anders aus, dort würde man dir wohl auch keine Schuld zusprechen.
        Aber sagen wir mal, du gehst hier bei uns ohne Pistole durch die Stadt, stolperst und erschlägst jemanden, weil du zum Beispiel sehr korpulent bist. Dann sehe ich da keine Schuld bei dir.
        Wohl gemerkt, ich rede nicht von einer moralischen Schuld, sondern von einer rechtlichen.


      • Ich erschlage jemanden, weil ich zu dick bin, finde ich nicht glücklich gewählt. Bleiben wir bei Verkehrsmitteln: Ich gehe friedfertig und nicht aggressiv mit meinem geschulterten Fahrrad die Treppe zur U-Bahn runter, stolpere und verliere mein Rad, das den vor mir Gehenden die Treppe hinab stößt, wobei er sich verletzt. Denkst du, ich bin vor dem Gesetz unschuldig?


      • Ist das Tragen eines Fahrrades an diesem Ort ein rücksichtsvolles, defensives Verhalten? Dann ja, dann war es einfach nur ein Unfall.
        Nimm statt des Rades zum Beispiel einen Koffer, den trägt man durchaus ganz üblich in solchen Situationen. Du stolperst und dein Koffer bringt jemand anderen zu Fall. Ich denke nicht, dass du da strafrechtlich verfolgt wirst. Allerdings ist das nur eine Analogie, die man nicht zu sehr strapazieren sollte. Es gibt sicher einige andere Fälle, die nicht zum Straßenverkehr passen. Ich will auch gar nicht behaupten, dass ich Recht habe, mich beschäftigt einfach nur die Frage, ob einem defensiven, zurückhaltenden und alle Regeln befolgenden System überhaupt Schuld an einem Unfall zugesprochen werden kann. Ist es für das System überhaupt möglich, in absolut allen Situationen defensiv zu bleiben oder kann man sich Situationen vorstellen, in denen das gar nicht mehr möglich ist?


      • Dass ein autonomes Fahrzeug nicht immer defensiv fahren kann, weißt du doch. Du kennst das Trolley-Problem und hast sicher schon mal die Moral Machine durchgespielt. Könnte man nicht auch die Frage stellen, ob ein autonomes System nicht immer eine potentielle Mitschuld trägt, weil schon sein bloßer Betrieb eine Gefährdung darstellt, so wie du es auch für das Mitführen einer geladenen und entsicherten Pistole annimmst?


      • Beim Trolley-Problem geht es aber um eine moralische Frage. Und es ist kein Beweis dafür, dass ein autonomes Fahrzeug sich nicht immer defensiv verhalten kann. Das bewirkt ja die Software. Ist diese oder Teile des Fahrzeugs, wie zum Beispiel die Bremsen, defekt, dann führt das natürlich zu einem Unfall, aber nicht zu einer Schuld daran.
        Deine Frage nach einer Mitschuld durch das bloße Betreiben ist absolut richtig. Das war auch der Ausgangspunkt meiner Überlegungen. Das würde aber bedeuten, dass der Betreiber immer eine Mitschuld hätte, denn sein Fahrzeug könnte ja versagen. Müsste dann aber nicht auch jeder Autofahrer eine Mitschuld tragen, denn sein Fahrzeug könnte ja auch versagen? Mir ist kein Fall bekannt, bei dem jemand strafrechtlich belangt wurde, weil seine Bremsen versagten und grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen war. Auch ein Fahrstuhl ist in gewisser Weise ein autonomes Fahrzeug und bei einem Versagen des Systems wird ja auch niemand strafrechtlich belangt, wenn die regelmäßige Wartung ordnungsgemäß durchgeführt wurde.


  • Die Kiste sieht in gelb aus wie ein übergroßes Ü-Ei 😅.


  • Klappt super in Wien! Bin schon mehrmals damit gefahren.


  • In Wien fahren von denen schon 2 länger durch den Verkehr!


  • Selbes Modell fährt seit Wochen durch Lauenburg/Elbe. Als Nachtbus ok, am Tage sollte ein Busfahrer seinen Job machen.


  • Auf Sylt gibt es solche Dinger auch. War im Juni dort und hab da mehrfach solche Busse (nur in Blau) gesehen ^^ steht auch rings herum drauf, dass die Dinger selbstfahrend sind und sie sind seeehr langsam... :D

    Wenn ich es richtig gesehen habe, saßen da aber gut 10-12 Leute drin, nicht nur sechs.


  • Bei knuffig und süß haben die Menschen heutzutage weniger Skepsis und es bedient infantile Bedürfnisse. Abgesehen davon, dass langfristig Busfahrer eingespart werden sollen, sehe ich keinen Mehrwert.

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