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Samsung wird offenbar runderneuerte Galaxy Note 7 in den Verkauf bringen

Berichte aus Südkorea nähren Spekulationen, dass Samsung die finanziellen Folgen des Note-7-Debakels lindern möchte. Und zwar indem man aufbereitete Note 7 in den Verkauf bringen möchte. 

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Das Galaxy Note 7 hat sich nicht gerade als Glücksgriff erwiesen. Statt heißer Verkäufe gab es heiße und rauchende Akkus. Samsung musste das Galaxy Note 7 wegen fehlerhaft produzierter Batterien vom Markt nehmen. In einer ausführlichen Erklärung präsentierte Samsung die unterschiedlichen Ursachen und schob die Ursache einzig auf die brandgefährlichen Akkus.

Nun möchte Samsung die zurückgenommenen Smartphones wenigstens zum Teil erneut in den Verkauf bringen. Berichte aus Südkorea legen dies nahe. Demnach sei geplant, die aufbereiteten Smartphones unter anderem in Indien und Vietnam zu verkaufen. Allerdings werden diese Smartphones in einigen Details vom Galaxy Note 7 abweichen. Zunächst wird die Akkukapazität verringert - eine bemerkenswerte Entscheidung. Laut dem Bericht sollen die neuen Notes Akkus mit 3.000 oder 3.200 mAh erhalten. Außerdem wird Samsung wohl ein neues Gehäuse konstruieren.

Der Zeitplan sehe vor, dass die Arbeiten an den wiederaufgearbeiteten Note 7 im Mai abgeschlossen werden, sodass diese im Juni erscheinen können. Ob sich Samsung möglicherweise auch einen neuen Namen einfallen lässt, ist unklar.

Wir haben bei Samsung Global um eine Stellungnahme gebeten, bislang aber noch keine Antwort erhalten.

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Samsung will mit dem Note 7 nochmal angreifen. / © AndroidPIT

Refurbished-Verkauf beantwortet offene Fragen zum Note 7

Obwohl zunächst nahe liegt, bei einem Wiederverkauf des Note 7 die Akkukapazität zu verringern, folgt dies nicht zwangsläufig aus Samsungs eigenen Untersuchungen. Diese ergaben vor allem Fehler in der Herstellung und an einer Stelle eine falsch dimensionierte Ecke. Schon im Dezember gab es eine Untersuchung von dem Prüflabor Instrumental, die die Konstruktion des Note 7 mit eigenen Tools überprüften. Hierbei stellte sich heraus, dass der Akku im Gehäuse nicht genug Platz hatte. Weil sich aber Akkus im Smartphone-Alltag leicht ausdehnen können, benötigen sie etwas Spielraum. Diese Ursache nannte Samsung in seinen Berichten nicht. Auf AndroidPIT-Anfrage bei Instrumental stellte aber die Geschäftsführerin von Instrumental, Anna-Katrina Shedletsky, klar, dass Instrumental an den eigenen Ergebnissen festhält.

Dass Samsung nun für mögliche Wiederverkäufe die Kapazität der Akkus verringert sowie ein neues Gehäuse gestalten möchte, könnte ein deutliches Zeichen dafür sein, dass die Ergebnisse von Instrumental eine wesentliche Ursache enthalten. Denkbar ist, dass im Note 7 der knappe Platz zu übermäßigem Druck auf den Akku geführt hat. Möglich ist darüber hinaus, dass der Akku im Laufe der Zeit das Note 7 zum Bersten gebracht hätte.

Einer freut sich übrigens über den möglichen Wiederverkauf des Note 7: Unser Planet Erde. Zwar muss Samsung immer noch die alten Akkus und Teile der Note-7-Schale loswerden, aber immerhin können einige interne Komponenten wiederverwendet werden. Somit ist auch aus Umweltaspekten die Entscheidung von Samsung zu begrüßen.

Was haltet Ihr von den Plänen, das Note 7 erneut in den Verkauf zu bringen? Würdet Ihr dieses Smartphone ohne Hitzeschutzhandschuhe anfassen?

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25 Kommentare

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  • Ich hätte mir ein refurbished Note 7 von Samsung gekauft, wenn Preis und die Akkuqualität stimmen 📱😝


  • Wird das neue Note 7 wirklich nicht nach Deutschland kommen ? Ist es dann nur im Internet erhältlich und nicht in den Geschäften in Deutschland? LG


  • ich finds wegen dem Recycling Aspekt sehr gut nur leider habe ich gelesen, dass das nur in China und Indien erhältlich sein soll weil sich Refurbished Phones in DE und den USA nicht so gut verkaufen würden.


  • Die Laufzeit ist neben dem PEN eines der wichtigsten Merkmale. Nimmt man da eines von weg bei selbem Preis, kann man es auch lassen. Trotz guten SOC etc ist der Einbruch mit Sicherheit spürbar. Da bleibe ich lieber beim Mate 9 auch ohne PEN.


    • aXeL vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      naja es ist ja quasi nur ein etwas größeres S7edge...

      sogar mit 100mah kleinerem Akku wenn Ich mich gerade recht erinnere, aber der Spen macht da halt den unterschied... und natürlich das in De das s7edge nur als 32gb vertrieben wird...

      bist zufrieden mit dem mate? wollte mir da endlich mal "Live" ansehen, aber war "aus" beim Media markt -.- war erstaunlicherweise kaum größer als mein S7 mit bumper...


  • Samsung sollte sich nicht Nochmal so ein Ding Erlauben. Ich wollte es Kaufen aber nach dem Debakel werde oder würde ich es Lassen. Es ist schon viel Passiert aber sowas wie mit dem Note ist eine Frechheit.... Laut meiner Meinung ist das Note so wie das Edge am Ende und sollte zum Abschluss gebracht werden, mit Fehlen bei Samsung langsam die Ideen was ich als Schade Betrachte... Gerade Samsung sollte Sehen das wir die Wahl haben und auch am Ende Entscheiden... Was die Umwelt angeht so ist die Aussage Umweltschutz Wertfrei.


  •   54
    Edda314 vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Es bleiben etliche offene Fragen zu diesem Sachverhalt...

    Die Entwicklung des Marktes für die beschriebenen Smartphones muss abgewartet werden.


  • Wenn sie die Geräte wirklich aufbereiten, dann ist das eine sinnvolle Sache. Die Umweltbelastung an sich halte ich für gar nicht so gross, wenn die Geräte entsorgt würden, und die koreanischen Umweltstandards ähnliche Anforderungen stellen, wie die europäischen. Ausserdem müssen ohnehin viele Millionen Tonnen Elektronikschrott jährlich entsorgt werden, da sind Smartphones noch das Wenigste von.

    Die Vorstellungen allerdings, Millionen hochgezüchteter, im Prinzip voll funktionsfähiger High-End-Smartphones einfach so zu schreddern, nur weil ein einziges Bauteil fehlerhaft ist, lässt die Begriffe "menschliches Wirtschaften" und "Dekadenz" schon in bedenkliche Nähe rücken.

    Bei solch riesigen Stückzahlen dürfte sich die Beauftragung eines kundenspezifischen Akkus lohnen, der Umbau selber könnte kostengünstig in den Zielländern erfolgen, in Vietnam ist Samsung ohnehin präsent.
    Neue Gehäuse, vielleicht kostengünstig aus Kunststoff hergestellt, beseitigen zudem eventuell vorhandene Gebrauchsspuren, so dass die refurbishten Geräte wie neu wirken.

    Ebenso klar ist, dass Name und Design geändert werden.
    Der Name Note 7 ist, man möchte fast sagen, im wahrsten Sinne des Wortes, verbrannt. Geräte dieses Typs sollen keinen Schatten auf den neuen Hoffnungsträger, das Note 8 werfen.


  • Basti vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Die Frage ist... wenn es unter gleichen oder ähnlichen Namen kommt... wird es Probleme geben damit außerlandes zu kommen, denn viele Fluglinien und auch andere Firmen haben dieses Telefon für gefährlich erklärt!


  • Hört sich für mich so an als wenn man das Teil irgendwie einigermaßen zum laufen bringen will und dann ab nach Indien und Vietnam um noch ein bißchen Kohle zu machen.


  • Zu spät. Und warum bitte ist die Senkung der Akkukapazität bemerkenswert? Jede Firma würde das machen, das ist ja wohl selbstverständlich um so eine erneute Katastrophe zu verhindern...


  • Andy N. vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Gespannt dürfte man auch darauf sein können, wie sich das "revamped Note 7" optisch vom ursprünglichen Note 7 unterscheiden wird.
    Zumindest müsste dann auch ein Laie in der Lage sein, auf den ersten Blick einen Unterschied zu sehen.
    Ich denke beispielsweise nur mal an solche Szenarien wie den (Privat-)Verkauf dieser Geräte oder an dessen Mitnahme ins Flugzeug

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