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4 Min Lesezeit 4 Kommentare

Samsung Galaxy S9 (Plus): Kamera-Gerüchte im Detail

Die Kamera soll das Zugpferd für das Samsung Galaxy S9 (Plus) werden. So viel geht schon aus der Einladung zum Unpacked-Event hervor. Wir haben alle Gerüchte über die Galaxy-S9-Kamera hervorgekramt und ausgewertet.

Die Kamera. Weiter gedacht.

So lautet das Motto des Unpacked-Events. Schon vor dem Release des Galaxy S9 gibt es eine Menge Gerüchte über die Kamera des Galaxy S9 (Plus). Mittlerweile hat Samsung in eigenen Teaservideos einige Hinweise gegeben, worum es sich drehen wird: Eine variable Blende kontrolliert künftig den Lichteinfall. Damit wird die Kamera des Galaxy S9 besonders flexibel auf die Lichtverhältnisse im Motiv reagieren können. Anomojis sorgen für Spaß und spektakuläre Slowmotion-Videos dürften für Actionliebhaber wie geschaffen sein.

Als gesichert gilt, dass Samsung weiterhin auf eine Hauptkamera mit einem 12-Megapixel-Sensor setzen wird. Gerüchte über eine 24-Megapixel-Kamera entpuppten sich als falsche Lesart einer Übersicht über Samsungs aktuelle Bildsensoren.

Nur das Galaxy S9 Plus erhält eine Dual-Kamera

Nur das Samsung Galaxy S9 Plus wird eine Dual-Kamera erhalten, das zeigt ein Bild der Verkaufsverpackung des Galaxy S9. Beim kleineren Galaxy S9 hingegen bleibt es also bei einer einzelnen Hauptkamera. Wer also das beste Fotografie-Erlebnis haben möchte, muss zum größeren S9 Plus greifen. Die zweite Kamera wird vermutlich ein Telephoto-Objektiv erhalten. Wegen der höheren Brennweite in diesen Objektiven sind bessere Zoom-Aufnahmen möglich. Auch Porträtaufnahmen profitieren von einem solchen Objektiv.

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Diese Verpackung verrät viel über die Kamera des Galaxy S9 / © Reddit

Kamera des Samsung Galaxy S9 (Plus): f/1.5 oder f/2.4? Beides!

In China gibt es bereits ein Smartphone, das über die wesentliche Neuerung des Galaxy S9 verfügt. Das Galaxy W2018 ist ein teures Luxus-Klapphandy. Hier hat Samsung eine variable Blende eingebaut - der Effekt ist in der folgenden Animation zu sehen.

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Samsung Galaxy W2018 mit variabler Blende / © Engadget

Gut, variable Blende. Aber was bringt die variable Blende wirklich? Technisch betrachtet steuert die Blende, wie viel Licht auf den Bildsensor fallen kann. Je kleiner der F-Wert, umso mehr Licht gelangt auf den Sensor. Für Nachtaufnahmen ist das entscheidend. Bei Tagaufnahmen hingegen kann zu viel Licht auch problematisch sein, denn Überbelichtungen drohen. Am Tag ist es also klüger, weniger Licht durchzulassen.

Samsung geht es bei der variablen Blende genau um diese Kontrolle. Das Galaxy S9 wird also bei schummrigen Lichtverhältnissen die Blende weit öffnen und so bessere Nachtaufnahmen ermöglichen, während in vielen anderen Situationen weniger Licht einfällt.

Dank der variablen Blende kann das Galaxy S9 darüberhinaus die Belichtungszeit und die ISO-Empfindlichkeit flexibler steuern - die folgende Grafik verdeutlicht die Wirkung:

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Eine Cheatcard zur Wirkung der Bildparameter / © Hamburger Fotospots

Kurze Belichtungszeiten sind zum Beispiel bei viel Bewegung im Motiv wünschenswert und dabei kann eine offene Blende helfen. Bei Nachtaufnahmen wiederum hilft die kleinere Blendenzahl dabei, den ISO-Wert gering zu halten, was weniger Rauschen verspricht. Kurz: Das Samsung Galaxy S9 wird eine enorm vielseitige Kamera erhalten.

Unklar ist, wie viel Kontrolle User über die Blende erhalten werden. Denkbar wäre eine komplett automatische Steuerung. Im Profi-Modus erwarten wir aber, dass eine manuelle Steuerung der Blende möglich ist.

Galaxy S9 mit Computational Photography

Unsere Kameratests beweisen immer wieder: Ein guter Sensor ist nicht alles, wenn es um die besten Fotos geht. Denn mindestens genauso wichtig ist die Foto-Software, die der Hersteller optimiert. Google setzt beim Pixel 2 auf HDR+. Damit werden mehrere unterbelichtete Bilder zusammengerechnet. Auch Samsung verwendet seit dem Galaxy S8 ähnliche Technologien, kommt aber an die Qualität von Googles HDR+ noch nicht heran.

Das könnte sich beim Galaxy S9 und S9 Plus ändern. Ein weiteres Jahr hatten die Samsung-Entwickler Zeit, die Kamerasoftware weiter zu optimieren. Vorstellbar ist, dass Samsung einen weiteren Schritt in Richtung stärkerer Nachbearbeitung geht. Ebenfalls vorstellbar ist, dass das Galaxy S9 über eine automatische Motiverkennung verfügt und die Belichtungseinstellungen entsprechend anpasst.

Galaxy S9: Slow-Motion-Videos im Fokus

Videoseitig stellt Samsung also Slow-Motion-Videos ins Zentrum. Gerüchteweise wird das Galaxy S9 Videos mit bis zu 480 Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Werden diese langsamer abgespielt, so entstehen spektakuläre Aufnahmen. Vorbild ist natürlich das Sony Xperia XZ Premium, das in kurzen Schüben (0,2 Sekunden) mit 960 Bildern pro Sekunde filmen konnte.

Samsung Galaxy S9 (Plus): Animojis und Bixby Vision

Apple hat beim iPhone X Animojis als lustige Art der Interaktion vorgeführt. Das geht so: Die Selfie-Cam erkennt die Mimik des Users und bildet diese auf ein Emoji ab - zum Beispiel eine Katze, ein Panda oder - warum auch immer ein Häufchen 💩 (eine Übersicht gibt es bei Emojipedia). Samsung wird dem Galaxy S9 offenbar eigene Animojis spendieren.

Bixby Vision soll mit dem Galaxy S9 ebenfalls aufgebohrt werden. Abgesehen von besserer Objekterkennung ist aber nicht ganz sicher, welche neuen Features hinzukommen werden. Hier müssen wir uns also überraschen lassen.

Was denkt Ihr über die möglichen Features der Kamera des Galaxy S9?


Das Artikelbild zeigt ein Galaxy S8 Plus und ein Galaxy Note 8.

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4 Kommentare

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  • Peter vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Hört sich zwar alles interessant an, aber ob es wirklich gut ist wird sich herausstellen. Samsung hatte in der letzten Jahren immer was die Bildqualität betrifft eine der besten Kameras gebracht. Ich finde die Idee sehr gut, weil so tut sich auch wieder was bei den Kamerafuntionen. Ob es wirklich gut ist wird sich zeigen.


  • Tim vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Bin ja mal gespannt, in wie fern man die variable Blende manuell steuern kann... Wenn das ausschließlich automatisch funktioniert, am besten noch mit der gleichen Software-Qualität, wie beim Note8 und dessen Dual Kamera, dnan gute Nacht. Dort ist die Software, welche erkennen soll, wann es zu dunkel ist, Schrott. Purer Schrott.

    Außerdem wird interessant zu sehen, wie robust diese Mechanik ist... Beim S8 gab es mehrfach, bei vielen Nutzern, Probleme mit dem Auofokus, der einfach festzuhängen schien und tatsächlich mit einem leichten Klopfen aufs Gerät "gelockert" werden konnte, damit er wieder fokussiert.
    Wäre schon Mist, wenn durch so eine Geschichte die Kamera viel anfälliger wird. Am Ende fällt das Gerät einmal runter und schon ist die Kamera hin...


  • Überschrift im Text:
    "Nur das Galaxy S9 erhält eine Dual-Kamera"

    Bitte korrigieren, da nur S9+ eine Dual Kamera haben wird. Danke

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