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Huawei Mate 10 Pro im Hands-on-Test: Mit Hirn zum Erfolg

Eine Woche lang teste ich nun das Huawei Mate 10 Pro. Während die Performance und die Handhabung der Software gewohnt exzellent sind, sticht vor allem die Kamera in den ersten Eindrücken positiv hervor. Erfahrt hierzu mehr in unserem ersten Testbericht des Mate 10 Pro mit einem ersten Urteil.

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Bewertung

Pro

  • Akku kann ein Wochenende durchhalten
  • Kamera hat hervorragende Nachbearbeitung
  • Hardware-Performance ist exzellent
  • Der Sound ist super

Contra

  • Es gibt keinen Klinkenanschluss
  • HDMI-Adapter für Easy Projection weder mitgeliefert noch bei Huawei erhältlich
  • Zerbrechlicheres Design als früher

Huawei Mate 10 Pro: Preis und Verfügbarkeit

Das Mate 10 Pro kommt bei uns in Deutschland ab Mitte November 2017 in drei Farben zu je 799 Euro auf den Markt. Die Wahl besteht zunächst aus rotbraunem Mokka, Grau und Blau. Das Mate 10 ohne Pro kommt nicht nach Deutschland.

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Ihr habt die Wahl: Grau, Rötlich-Braun oder Blau? / © AndroidPIT

Die drei großen Provider und 1&1 nehmen es ebenfalls in ihr Portfolio auf und liefern Vorbestellern das Mate 10 Pro bis zum 21. November nach Hause. Als Gratis-Dreingabe winkt Vorbestellern das Smart Writing Set im Wert von 229 Euro, dessen besonderer Kugelschreiber handschriftliche Notizen live digitalisiert und ins Mate 10 Pro speichert. Einige Note-8-Interessierte sollten hier hellhörig werden.

Varianten zum Speicher gibt es nicht, wohl aber zur SIM-Ausstattung. Provider-gebundene Editionen werden voraussichtlich nur einen SIM-Slot haben (BLA-L09), während frei erstandene Editionen (BLA-L29) zwei SIM-Slots haben werden. Doch dies müsst Ihr im Einzelfall beim Provider erfragen, wenn das Mate 10 Pro tatsächlich in den Handel kommt. Das Dual-SIM-Modell ist im Übrigen eines der wenigen, das auf beiden Karten parallel LTE nutzen kann; sinnvoll in Zeiten von VoLTE und All-IP.

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Manche Versionen des Mate 10 Pro haben einen zweiten SIM-Slot. / © AndroidPIT

Huawei Mate 10 Pro: Design und Verarbeitung

Huawei hat das Design des Mate 10 Pro generalüberholt. Selbst das im vergangenen Jahr gezeigte Mate 9 Porsche Edition verblasst im Vergleich. Leider geht dies auf Kosten der Robustheit: Huawei beugt sich dem Designed-to-Break-Trend und verglast das Mate 10 Pro vorne wie hinten.
Nur der Aluminiumrahmen gibt dem ganzen den nötigen Glanz und Halt. Der kostenlos mitgelieferte und transparente Silikon-Bumper sowie die standardmäßig aufgeklebte Display-Schutzfolie halten dem Mate 10 Pro erste Gebrauchsspuren vorübergehend vom Leib. Nach einer Woche sah das getestete Mate 10 Pro noch aus wie neu; doch wir werden uns dies noch einmal in einem Jahr anschauen.

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Das Curved Design am Rücken sorgt für eine schlanke Ergonomie. / © AndroidPIT

Der Klinkenanschluss fällt dem neuen Hochglanz-aalglatt-Design zum Opfer; genau wie bei vielen Flagship-Smartphones des Jahres. Immerhin hat das Gerät jetzt IP67, also zertifizierten Schutz gegen Staub und Wasser.

Auf der Hands-on-Präsentation hatte man uns bereits erklärt, dass die Antennen für LTE Cat. 18 nicht in dem Aluminium-Design wie beim Vorgänger realisierbar gewesen wären. Es kann sich dabei um die Wahrheit handeln, schließlich verzichtet Huawei im Mate 10 non-Pro auf das GBit-schnelle LTE, bietet dort jedoch das bewährt-robuste Aluminium-Design.

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Die Aluminiumkante hält das Glas zusammen. / © AndroidPIT

Die Pro-Variante verzichtet diesmal auf Dual-Edge-Design und wettet auf die Freunde der herkömmlich-planen Displays. Curved Glass befindet sich lediglich auf der Rückseite und macht, dass sich das Gerät schlanker greift als es eigentlich ist. Hinten ziert ein "Signature Stripe" den Bereich der Hauptkameras und sorgt für das neue Erkennungszeichen der Mate-Serie.

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Der neue Glanzstreifen oben wird das neue Design-Merkmal der Marke. / © AndroidPIT

Die Displayränder ober- und unterhalb des Displays schrumpfen auf wenige Millimeter. Durch das neue 2:1-Format (wie immer vermarktet als "18:9") bekommen wir ein 6-Zoll-Display in einem Body, in dem man in früheren Modellen nur ein 5,5-Zoll-Display unterbringen hätte können. In der Tat macht die kompakte Haptik einen attraktiven Eindruck.

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Links ein P10 Plus (5,5 Zoll), rechts das Mate 10 Pro (6 Zoll). / © AndroidPIT

Huawei Mate 10 Pro: Display

Wie schon im Mate 9 Pro / Porsche Design, kommt im Mate 10 Pro ein AMOLED-Display zu Einsatz. Wer es baut und liefert, wird uns auf dem Hands-on-Event nicht verraten. Es löst in knapp 403 ppi auf, hat das neue 2:1-Format und setzt verstärkt auf Androids integriertes Split-Screen-System, um das neue Breitformat vernünftig auszunutzen.

Im ausführlichen Test vollen wir das Display genauer mit Kontrahenten aus dem Hause Samsung vergleichen und auch prüfen, ob es gegenüber dem exzellenten Mate-9-Display eine deutliche Verbesserung darstellt.

Huawei Mate 10 Pro: Besonderheiten

Ähnlich wie mit Samsungs DeX oder Microsofts Continuum könnt Ihr mit Huaweis neuer Easy Projection das Huawei Mate 10 Pro wie einen Windows-PC zu benutzen. Schließt Monitor, Maus und Tastatur über handelsübliche Adapter an den Typ-C-Anschluss an und die Software startet einen Desktop-Modus, dessen Aufmachung an die Windows-Oberfläche erinnert. Statt Maus und Tastatur könnt Ihr auch das Display als Trackpad und die Software-Tastatur als Texteingabe verwenden.

Das besondere an diesem System ist, dass Huawei auf offene Standards setzt. Beliebige USB-Typ-C-zu-HDMI-Adapter lassen sich am USB-3.1-Gen-1-Anschluss des Mate 10 Pro anschließen. Dank Apples Entscheidung im Jahr 2016, beim MacBook auf Type C zu setzen, gibt es solche Adapter schon zu reichlichst auf Amazon. Jene erlauben dank zusätzlicher Stromversorgung auch längerfristigen Betrieb im PC-Modus.

Das Mate-10-Pro-Display dimmt komplett ab, wenn Ihr es im Easy-Projection-Modus eine Weile nicht berührt. Das ist wichtig, da es sonst aufgrund der AMOLED-Technologie zu einem hässlicher Burn-in-Effekt kommen könnte. Tippt Ihr das dunkle Display an, wird es ohne Sperrbildschirm eingeschaltet.

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Ein Standard-Adapter macht das Mate 10 Pro zum PC-Ersatz. / © AndroidPIT

Falls Ihr im Easy-Projection-Betrieb Benachrichtigungen erhaltet oder angerufen werdet, wird damit Eure Arbeit auf dem Großbildschirm nicht unterbrochen. Ihr könnt den Anruf annehmen, als wäre Euer Smartphone nicht am Monitor angeschlossen und könnt am Bildschirm weiter arbeiten, als würdet Ihr am anderen Ende des Kabels nicht telefonieren.

Im ausführlicheren Test wollen wir herausfinden, wie das Multitasking zwischen den zwei Bildschirmen - dem kleinen und dem großen - genau funktioniert, wie die Sound-Ausgabe verwaltet wird und welche Probleme sich noch ergeben.

Huawei Mate 10 Pro: Software

Das Oreo-basierte EMUI 8.0 löst das Nougat-basierte EMUI 5 ab und liefert neben den Oreo-Kernfeatures auch eine Verbesserungen im Kontext von künstlicher Intelligenz. Die neu im Chipsatz vorhandene Neural Processing Unit soll durch künftige Apps automatisch adressiert werden, um insbesondere Performance-Vorteile auszuschöpfen.

Das EMUI-Update von version 5 auf 8 suggeriert einen größeren Sprung als man de facto sieht. Auch ältere Geräte wie das Mate 9 oder das Huawei P10/Plus werden das Update auf jene Version erhalten. Auch auf unserem Redaktions-Mate-8 haben wir EMUI 8 im Rahmen des Beta-Programms installiert. Also listen wir hier im Folgenden nur EMUI-8-Features auf, die man exklusiv auf dem Mate 10 Pro vorfindet.

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Ihr könnt das Mate 10 Pro als PC verwenden und gleichzeitig damit telefonieren. / © AndroidPIT

Allen voran trumpft das Mate 10 Pro mit der so genannten Easy Projection auf. Diese Besonderheit verwandelt das Mate 10 Pro per Standard-Adapter von Typ-C auf HDMI in einen vollwertigen Desktop. Leider stößt die Umsetzung in ihrer jetzigen Implementierung noch auf viele Grenzen und muss noch ausgebaut werden. Jedoch zeigt sie schon großes Potenzial, damit sie auch komplexeren Büro-Aufgaben gerecht wird.

Mit Updates gegen Kinderkrankheiten

Unser Testgerät hat noch innerhalb der ersten Woche ein Update erhalten. Dies behob ein schwerwiegendes Problem, das im Zusammenhang mit den Google-Play-Diensten zu einem massiven Battery-Drain geführt hatte. Nach dem Update, das sich ohne Zurücksetzen auf Werkseinstellungen installieren ließ, verschwand das Energieproblem und das Mate 10 Pro konnte die versprochene Akkulaufzeit erreichen.

Mit KI zum Erfolg

Erste Demo-App dafür sei der fest vorinstallierte Übersetzer von Microsoft, der schon jetzt offline Text und OCR-erkannte Texte in Fotos pfeilschnell übersetzen will.

Huawei Mate 10 Pro: Performance

Der Chipsatz Kirin 970 wurde dank 10-nm-Verfahren energieeffizienter als der 960er, hat aber an der CPU und der GPU nichts verändert. Den Performance-Vorteil zieht das Mate 10 Pro einzig aus der Neural Processing Unit (NPU), die besonders für kommende Aufgaben in den Bereichen AR/VR gewappnet sein soll.

Die NPU wurde in der Veranstaltung auch ordentlich beworben. Wofür sie gut ist? Derzeit beschränkt sich Ihr Mehrwert noch auf wenige Huawei-spezifische Anwendungen. Langfristig will Huawei auch Drittanbieter-Apps mit der NPU beschleunigen. Zusammen mit Microsoft hat Huawei eine Übersetzer-App auf dem Huawei Mate 10 Pro vorinstalliert, die Textbausteine im Handumdrehen und ohne Internetverbindung von einer in eine von 40 anderen Sprachen übersetzt. Weitere Talente der NPU beschreiben wir im Kamera-Bereich unten.

128 GByte UFS-2.1-Speicher sind flott und reichlich. Eine MicroSD-Option kann dennoch aus unterschiedlichen Gründen praktisch sein. Leider fehlt sie im Huawei Mate 10 Pro, genau wie im Vorgänger Mate 9 Pro/Porsche Design.

Huawei Mate 10 Pro: Audio

Ein weiterer Einsatzort der NPU ist die Normalisierung der Anruflautstärke. Flüstert Ihr ins Telefon, weil es mal wieder "gerade ganz ungünstig" ist, hört Euch Euer gegenüber in normaler Lautstärke. Umgekehrt: Wenn Euer Gegenüber besonders laut antwortet, kommt dessen Stimme normal laut bei Euch an.

Herrscht in Eurer Umgebung aber großer Krach, hebt das Mate 10 Pro die Ausgabe des Lautsprechers entsprechend an und sorgt dafür, dass Ihr Euer Gegenüber trotzdem gut versteht. Sprecht Ihr dann ins Mate 10 Pro, wird Euer Gegenüber dank intelligenter Filterung nichts vom Krach um Euch herum mitbekommen. Huawei ist traditionell einer der besten auf dem Gebiet der Sprachqualität, so dass wir den Test diesbezüglich kaum abwarten können.

Unrühmlich ist der leise Abschied des Klinkensteckers. Der Packung des Huawei Mate 10 Pro wird ein Adapter beiliegen. Doch was ich davon halte, lest Ihr am besten separat nach.

Huawei Mate 10 Pro: Kamera

In der Kamera-App des Mate 10 Pro kann man der NPU quasi bei der Arbeit zugucken. Die Objekt- und Landschaftserkennung wird über den neuen Prozessor in Echtzeit abgewickelt. In Verbindung mit dem Porträt- oder dem Offene-Blende-Modus sieht man schon im Sucher, wie das Bild nach der Nachbearbeitung aussehen wird. Und auch die Resultate können sich mehr als nur sehen lassen. Schaut selbst:

Hardwareseitig hat sich gegenüber dem Kamera-Set-up aus dem Mate 9 relativ wenig verändert. Es handelt sich nun um zwei f/1.6-Optiken der Marke Leica Summilux-H anstelle der f/1,7 mit Summarit-H. Das asymmetrische Sensor-Duett bleibt: Der Schwarz-weiße löst mit 20 Megapixeln auf. Der RGB-Sensor löst nur 12 Megapixel auf, hat dafür einen optischen Bildstabilisator. Jeder der Sensoren hat seinen eigenen Image Signal Processor, dessen Daten von der künstlichen Intelligenz auf der NPU zu einem Bild verschmolzen, in Echtzeit analysiert schon im Sucher in Echtzeit nachbearbeitet werden.

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Das Mate 10 Pro arbeitet mit Leica-Summilux-Optik. / © AndroidPIT

Die KI erkennt jede Szene in Echtzeit und stellt sowohl die Belichtung als auch die Nachbearbeitung entsprechend ein: Belichtungszeit, Fokussierung und Sättigung sorgen so dafür, dass Fotos auch ohne manuelle Nachbearbeitung einen effektvollen Look bekommen. Die NPU greift hierfür offline auf Trainingsdaten zurück, die Huawei auf den heimischen Servern aus 100 Millionen Fotos ausgewertet hatte. Nur so lässt sich das Post-Processing schon in der Vorschau vorm Abdrücken des Auslösers erkennen.

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Die Software erkennt und den Menschen im Sucher und hält ihn im Fokus. / © AndroidPIT

Die Kamera versteht also, ob Ihr ein Haustier, einen Menschen, Pflanzen oder Essen fotografiert und wendet Filter an, die für die Fotografie derlei Objekte üblicherweise eingesetzt wird. Und insbesondere bei schnell beweglichen Objekten ist es hilfreich, dass der Fokus jener Bewegung konsequent folgt, bis Ihr auslöst.

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Das Sensor-Gespann ist dasselbe wie im Mate 9. / © AndroidPIT

Vor allem der im Mate 9 noch recht bemüht implementierte Bokeh-Effekt wird jetzt sparsamer, intelligenter und treffsicherer eingesetzt. Der neue Porträt-Modus, wie man ihn ähnlich schon in den 2017er Varianten des iPhone oder des Google Pixel kennt, erweitert ihn den Funktionsumfang der Foto-Software; übrigens kommt er mit dem EMUI-8-Update auch auf die anderen Huawei-Smartphones.

Die Post-Effekte sind cooler als erwartet

Nachdem ich anfangs ein wenig skeptisch war, ob so viel Post-Processing den Fotos guttun wird, haben mich die Resultate größtenteils positiv überrascht. Die Mate-10-Pro-Kamera beziehungsweise ihre KI erkennt zuverlässig, worauf sie sich konzentrieren soll und färbt, schärft und dreht die Dynamik auf, wo es nötig ist. Die Resultate sind zwar stets sichtbar retuschiert, aber trotzdem cool.

Natürlich lässt sich die Nachbearbeitung auch deaktivieren. Selbst dann erzielt die Kamera hervorragende Ergebnisse. Dies ist dem optischen Bildstabilisator und nicht zuletzt der neuen, großen f/1,6er Blende geschuldet, die zusammen kleinere ISO-Werte oder kürzere Belichtung also mehr Schärfe ermöglichen.

Zuletzt könnt Ihr den schon im Huawei P9 eingeführten manuellen Modus aktivieren, indem Ihr den Balken über dem Auslöserknopf hochzieht. Dort regelt Ihr manuell ISO, Schließzeit, Belichtungskorrektur, Fokus, Weißabgleich oder Farbtemperatur, falls Euch wie Automatik missfällt.

Selfies werden mit der f/2.0-Fixed-Fokus-Knipse gemacht. Auch hier ist ein Fokus-Effekt möglich, der anders als in älteren Versionen auch Gruppen gescheit erkennt. Verschwommene Gesichter gehören damit der Vergangenheit an; im Hands-on konnte ich das schon erfolgreich testen.

Huawei Mate 10 Pro: Akku

Die Akkuleistung des Huawei Mate 10 Pro ist Mate-üblich überragend. Auch die Probleme mit ausbleibenden Benachrichtigungen, mit denen man diese Akkulaufzeit bei früheren Huawei-Smartphone erkaufen musste, scheinen nach einer Woche Test der Vergangenheit anzugehören.

Stattdessen gibt Euch Huawei jetzt ausgeklügelte, manuelle Kontrolle über Apps, die im Hintergrund weiterlaufen. Ab Werk werdet Ihr lediglich über derlei Apps informiert, EMUI stoppt diese jedoch nicht mehr ohne Eure Erlaubnis. Besonders pfiffig ist der dunkle Modus, um mit dem AMOLED-Display des Mate 10 Pro Energie zu sparen.

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Der Type-C-Connector ist der eine Anschluss. / © AndroidPIT

Der 4.000-mAh-Akku lässt sich mit Huaweis proprietärer Technologie turbo-schnell aufladen; nach 30 Minuten lädt das Original-Zubehör von 0 auf 58 Prozent. Ein Siegel von TÜV Rheinland bescheinigt, dass das System sicher sei. Drahtloses Aufladen fehlt und der Akku lässt sich nicht einfach austauschen.

100 Prozent geladen, konnte ich das Mate 10 Pro bei schwacher Nutzung ein komplettes Wochenende Lang, also von Freitagabend bis Montagmorgen verwenden. An einem Tag nutzte ich es als WLAN-Hotspot und machte etliche Fotos. Dann hielt der Akku nur einen Tag lang durch; jedoch in diesem Heavy-User-Szenario noch immer länger als viele Konkurrenten.

Huawei Mate 10 Pro: Technische Daten

Abmessungen: 154,2 x 74,5 x 7,9 mm
Gewicht: 178 g
Akkukapazität: 4000 mAh
Display-Größe: 6 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 2160 x 1080 Pixel (402 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 20 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 8.0 - Oreo
Benutzeroberfläche: Huawei EMUI
RAM: 6 GB
Interner Speicher: 128 GB
Wechselspeicher: Nicht vorhanden
Chipsatz: HiSilicon Kirin 970
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,36 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Dual-SIM , Bluetooth 4.2

Abschließendes Urteil

Trotz der vielversprechenden Performance, tadellosem Design und kann Huawei noch immer beim Preis auftrumpfen. Dass es in Sachen Design dem Trend zu mehr Zerbrechlichkeit folgt, den Klinkenanschluss entfernt und auf den ominösen KI-Zug aufspringt, ist in Anbetracht der Konkurrenten leider normal und zum Teil notwendig.

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Huawei kann nicht überholen, ohne einzuholen. / © AndroidPIT

Huawei will beim Wettlauf um das beste Smartphone erster werden und serviert den westlichen Märkten nur noch die Pro-Variante; alles andere wäre nicht gut genug. Dabei steckt im Inneren erstaunlich viel Vorjahres-Hardware. Huawei wettet auf den Durchbruch mit seiner neuen NPU, dem kleinen Hirn im Mate 10 Pro und auf die Kamera-Effekte.

Und mit diesen weiß Huawei tatsächlich zu beeindrucken. Nach einer Woche schon will ich diese Kamera nicht mehr missen. Mit kaum einer anderen komme ich so schnell auf ein so gutes Ergebnis. Hier kann Huawei der durchweg teureren Konkurrenz die Stirn bieten.

In den weiteren Wochen werden wir das Huawei Mate 10 Pro Kopf an Kopf antreten lassen, dann werden wir herausfinden, wie seine Akkulaufzeit und wie die Ergebnisse seiner Kamera mit oder ohne Filter gegen iPhone 8, Pixel 2 oder Galaxy Note 8 abschneiden.

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 1 Woche

    Das Ding ist eigentlich ein super tolles Paket, aber mMn hat es zwei Kritikpunkte...
    1. Wieso lässt Huawei die Klinke jetzt auch weg...
    2. Man verbaut eine schmierige Glasrückseite, aber den einzigen Vorteil einer Glasrückseite, nämlich kabelloses Laden, wird nicht verbaut... Was soll das bitte?

    Ansonsten klingt es sehr geil, aber diese zwei Punkte schneiden da mMn stark rein... sehr schade...

  • Michael B. vor 6 Tagen

    Keine Klinke, kein Wechselspeicher.

    Alles richtig gemacht?

    Nöö.

    Ich dachte, ein Huawei könnte das erste Mal auch in meine engere Auswahl kommen; war aber nix, wird somit das V30.

  • Karl E vor 1 Woche

    Oh, ich fang mal an mit dem was mir nicht gefällt: KEIN Micro-SD, KEIN Klinkenanschluß, leider nur 5,5 Zoll durch 18zu9 auf 6 Zoll aufgebohrt!

    Was mir gefällt, Das Design und das der Fingerprinter weiterhin hinten ist.

    Ansonsten würde ich lieber das Mate 10 sehen, ist 100 € günstiger hat bis auf den Fingerprinter, der unverständlicher Weise vorne ist, alles was ich mir wünschen würde und ich hoffe, dass es in Deutschland verfügbar wird in irgendeiner Form.

    Huawei hat insgesamt für mich leider ehr abgebaut... auch wenn die AI mit dem Kirin 970 und den Kameras keine schlechte Wahl sein dürfte, aber diese unverständliche Fehlen des Mirco-SD-Supports im Mate10 Pro macht es für mich wirklich unbrauchbar, auch wenn 128 GB genug sein dürften, es ist unverständlich....... Klinke ebenso, unverständlich .....

  • Andre S. vor 1 Woche

    Super Vorstellung die bei mir das "muß ich haben" Gefühl ausgelöst hat. Bis zu dem Punkt an dem verkündet wurde das nur das Pro Modell mit 2:1 Format nach Deutschland kommen soll. Schade schade, das Format ist für mich das letzte. Damit hat Huawei einen Kunden verloren. Wenn das normal Mate 10 nicht in Europa vertrieben wird, wars das wohl mit meiner Huawei Treue.

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 1 Woche

    Das Motto der Veranstaltung war btw "Don't follow. Lead." LOL.

61 Kommentare

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  • Tja- so ist das eben- der Konsument provoziert die technischen Sünden unter denen er später leidet... Als alter BlackBerry-Haudegen (und ich rede jetzt nicht von dem Müll, der unter den Namen von BlackBerry seit dem Priv produziert wurde und selbst den Chinesen die Schamesgelbe/röte ins Gesicht treibt) weiß ich die Headphone-Klinke zu schätzen. Ich liebte den Wechsel-Akku, den Mikro-SD-Slot, das Handling mit 10 mm (und mehr) Gerätedurchmesser, die sinnvoll beschichtete Rückseite (für echte Griffigkeit), die wertige, sturzsichere Verarbeitung, der Verzicht auf Bloatware, die Reparaturfähigkeit (z.B. eines Bold9900 oder Z10), welche ich selbst repariert habe (z.B. Displaytausch)....
    Aber alle "wollen" ja kabeloses Blauzahn wo es nur geht, einen Geräte Durchmesser unter 5mm, Design statt Funktion, Glas und BlingBling, Arschabwisch- und Schrittzähler-Apps und eine künstliche Intelligenz, die zumeist jene des durchschnittlichen Nutzers übersteigen dürfte...
    So springt Huawei selbstverständlich ebenso auf diesen Zug auf und produziert das, für das iPhone-Sheeps vor den Stores übernachten und sich die schwer verdienten Euronen aus der Tasche ziehen lassen- viel Glamour, viel Leistung auf dem Papier, Design und Vorzeigequalität... aber eben nicht das, was man eigentlich "bräuchte".... Aber wir wollten es ja so... :-)


  • Da mein Mate 9 das Oreo Update bekommt gibt es für mich kein Grund auf ein Mate 10 Pro zu wechseln. Im Gegenteil, ich hab dann alles was ein Mate 10 nicht hat, microSD mit bis zu 264GB Wechselspeicher, Klinkenbuchse für meine audiophilen Inear Kopfhörer. Damit kann ich dann ganz entspannt auf das Mate 11 warten, in der Hoffnung das es wieder mehr User orientiert entwickelt wird als irgend welchem Design Hype hinter her zu rennen wo Innovationen im weg relaxen von sinnvoller Ausstattung einhergeht.


  • Ich habe lange auf das Mate 10Pro gewartet. Nun habe ich mich doch für das LG V30 entschieden. Gründe hierfür sind:

    - Mate 10 Pro Rückseite ist Top! Von vorne doch arg Business Style und langweilig. Huawei Logo stört mich.

    + V30 Front und Rückseite erste Sahne! Das Display ist besser! Insgesamt ist das Handy viel stylischer und nicht so bieder vom
    Design. Das Paket geht deutlicher in Richtung IPhone-X.

    + Qi Charge beim V30 und ich kann meine MicroSD Karte weiter verwenden.

    + LG Software und Funktionen haben mich überzeugt ( z.B. Video Mitschnitt vom Bildschirm machen )

    + LG Soundoptionen und die Kopfhörer

    + LG Kamera und insbesondere der Weitwinkel

    Trotz allem bleibt das Mate 10 Pro ein Top Business Handy.


  • mir fehlen am meisten die Stereolautsprecher. Beim Mate9 waren die auch gut nutzbar. Das einzige Gerät, was dies bieten kann, ist das Pixel2 XL ...

    Dazu fehlt trotz Android 8 BT5?! Bei den anderen war klar, dass es bisher an Android 7 lag, aber warum lässt Huawei das einfach weg?


  • Bleibt wohl nur die Möglichkeit das normale Mate 10 zu importieren


  • Für mich überwiegt leider auch klar das negative. Glasrücken, keine Klinke, keine Speicherkarte und 18:9 Display. Meine persönlichen Favoriten 2017 bleiben Nokia 8 oder Sony XZ1.


  • Schade, bin enttäuscht. Mir ist das alte Format lieber. Kaufgrund für das 9 war das Akku und das große Display. Akku bleibt super. Das Note 8 ist größer. Im Vergleich zum 9 müßte das Display durch die Formatänderung sogar kleiner sein. Keine Speichererweiterung geht gar nicht. Suche noch nach Argumenten, die mich zum Kauf begeistern...


  • Aki vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Also Huawei, Pro steht bei mir für Profesionel, Pro für eine Art eierlegende wollmilchsau Handy, alles nur vom besten was stand der Technik hergibt und das suche ich bei euch vergebens. Kein 2k Display, keine Speicherkarten, kein kabelloses Laden noch nicht mal klinke. Der Rest update von mate 9 und was der neue Prozessor mit seiner NPU bieten soll, mehr als fraglich. Also CEO, Aufschluß oder gar vorbeimarsch an IPhone, nicht dieses Jahr und nicht mit dem Gerät...


  • Keine Klinke kein Wechselspeicher. Das alles für 800 Euro nein Danke. Dann lieber ein S8. Hat zwar keine 128 GB Speicher dafür Klinke und Wechselspeicher. Für das gesparte Geld gibts dann die Dex Station.


  • Ich warne alle hier, sich ein Huawei gerät zu kaufen! Der Kundenservice ist dermaßen schlecht! Ich habe ein Mate 9! Innerhalb von 3 Monaten musste das gerät drei mal in die Werkstatt. Es wurde nicht wie versprochen getauscht (hicare VIP member) sondern repariert. Insgesamt war mein Telefon über 10 Wochen in Reparatur. Jetzt ist es seit fast 6 Wochen in der Werkstatt und ich warte auf ein Ersatzgerät! Es heißt es wären keine verfügbar. Mein Gerät wurde schon entsorgt! Huawei Mobile hat meine Email Adresse und mein Facebook Profi blockiert! Wenn ich von einer anderen Email Adresse schreibe bekomme ich keine Antwort! Einfach das letzte!


  • Dani vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Kabelloses Laden ist kein muss, sehe darin keinen Mehrwert, für meinen Alltag, bin dafür zu gut organisiert. Klinge ist so nee Sache, brauche den eigentlich nur für Notfälle. BT Kopfhörer sind praktischer, jetzt besonders mit dem integriertem Akku im Chase. Gleiche Debatte wie qi, die einen haben den Alltag darauf abgestimmt, die anderen halt nicht. Gut mit Supercharge ist qi für mich gesehn nicht relevant. Dagegen kein Bluetooth 5 finde ich nicht gut. Ohne Klinke ist BT umso wichtiger! Bin gespannt auf KI und Kamera!


  • Keine Klinke, kein Wechselspeicher.

    Alles richtig gemacht?

    Nöö.

    Ich dachte, ein Huawei könnte das erste Mal auch in meine engere Auswahl kommen; war aber nix, wird somit das V30.


    • Ja die gehen immer mehr zum Einweg Handy und das für über 700 Eur, bevor ich mit heut zu tage ein neues Handy kaufen würde, würde ich erst mal abwarten und schauen wie leicht der Akku zu wechseln ist und gibt es Ersatz. Am Anfang war es auch noch einfach, haben jetzt machen die es immer schwerer mit der Kleberei


  • Huawei ist das nächste "Samsung". Sie machen, mMn., alles richtig.


  • Hallo Androidpit,
    ihr solltet vielleicht mal was über das mate 10 ohne pro, also das normale schreiben. Denn wie gerade erfahren habe hat das mate 10 im Vergleich zum mate 10 pro sowohl Klinkeanschluss als auch sd karten slot.

    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!¡!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    um bisschen Aufmerksamkeit zu erregen


  • Was noch nicht kritisiert wurde, das es "nur" Bluetooth 4.2 hat und nicht wie die Konkurrenz von Samsung und Apple schon BT 5.0...

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