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Kommentar 3 Min Lesezeit 15 Kommentare

Sony: Weniger Hardware und Gadgets, mehr Content für stabilen Wachstum

Seit Anfang April verantwortet ein neuer CEO das Gesamtgeschäft des Sony-Konzerns. Kenichiro Yoshida hat nun seinen Dreijahresplan vorgestellt und es zeichnet sich ab, dass Sony künftig weniger auf neue Hardware-Produkte setzen wird, sondern seinen Schwerpunkt auf Inhalte und Dienste in jeglicher Form setzen wird.

Nach knapp sechs Jahren mit Kaz Hirai als CEO an der Spitze von Sony übernahm der bis dato Chief Financial Officer Kenichiro Yoshida dessen Posten. Nach nun über einem Monat des Analysierens scheint Yoshida der Ansicht zu sein, dass die Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Hardware, egal ob Smartphones, Kameras und Fernseher, nicht rentabel ist. Den Grund sieht Yoshida in der immer größer werdenden chinesischen Konkurrenz, die dafür sorgte, dass die Gewinnspanne bei Hardware immer geringer wurde.

Für die Zukunft wird Sony mehr in Inhalte und Dienste investieren, weil hier er einen konstanteren Umsatzfluss sieht. Als erste Maßnahme hat Sony vor wenigen Tagen die 90-prozentige Mehrheit von EMI Music übernommen. Stolze zwei Milliarden US-Dollar war Yoshida diese Investition in die Zukunft wert und sorgt laut den Angaben von Sony dafür, dass der japanische Konzern nun Marktführer vor Universal Music und Warner Music Group ist.

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Musik wollen wir immer und überall genießen. Das Smartphone dient dabei sehr häufig als das Ausgabegerät. / © AndroidPIT

Neben dem Geschäft mit Musik soll auch der Bereich rund um Games ausgebaut werden. Das ist auch kein Wunder, denn schließlich spielte die Playstation-Sparte im letzten Quartal satte 5,23 Milliarden US-Dollar Umsatz in die Kassen von Sony. Zwar neigt sich die Lebenszeit der Playstation 4 langsam dem Ende zu, aber der Nachfolger soll schon 2020 erscheinen. Doch mit der Konsole an sich verdient Sony nichts, sondern mit den Spielen und Diensten rund um die Playstation.

Ist das das Ende von Sony Smartphones? 

Unwahrscheinlich, denn Sony Mobile ist für einige Konzernbereiche wichtig. Zum einen könnte man Sony Mobile als eine Art Marketing-Instrument für die neusten Entwicklungen von Sony Imaging ansehen. Das Geschäft mit Bildsensoren wird in nächsten Jahren weiter wachsen, nicht nur bei den Smartphones, sondern auch in anderen Bereichen, etwa beim autonomen Fahren. 

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Das Geschäft mit Bildsensoren ist eine tragende Säule von Sony. / © AndroidPIT by Irina Efremova

Zusätzlich könnte Sony Mobile als Tor in den stetig wachsenden Mobile-Gaming-Markt dienen und eine Brücke zur Playstation-Sparte schlagen. Schon jetzt kann man diverse PS4-Titel mit Hilfe eines Smartphones bedienen, den Playstation-Controller ersetzen oder gar via Remote Play sogar PS4-Spiele auf das Smartphone streamen oder dieses als zweiten Bildschirm nutzen. Gerade die Verlängerung von Playstation-Inhalten könnte Yoshida, der ein Zahlenmensch ist, interessieren, da man dadurch die Nutzerzahl steigern, die Verweildauer verlängern und mit kostenpflichtigen Plus-Inhalten auch noch den Umsatz mit Inhalten und Diensten steigern kann. Sony Mobile wird somit bleiben, zu mindestens für die nächsten drei Jahre.

Quelle: Bloomberg

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15 Kommentare

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  • Den "eignen Artikel"? Ach komm' schon, Rechtschreibfehler passieren.😉


  • Wenn das heißt dass weniger Smartphones rauskommen und diese dann noch besser durchdacht sind hört sich das klasse an!


  • Endlich ein Hersteller, der keinen Hehl draus macht, dass es nur ums Geld verdienen geht. Vielleicht bauen sie dann auch langlebige Smartphones (und TVs) die für ihren Content auch zukunftsicherer sind und halten die Software auf einem aktuellen Stand. Das könnte aus meiner Sicht eine gute Renditequelle UND Fanquote bedeuten.....


  • Endlich ein Hersteller, der versteht, worum es in Zukunft gehen sollte. Die Entwicklung von guten Apps und Diensten ist gerade bei Android unbedingt notwendig. Zumindest wesentlich notwendiger, als absurde neue Features, die niemand will und niemand braucht, nur damit ein neues Gerät überhaupt irgendwas neues aufzuweisen hat gegenüber dem Vorgänger.


  • Ein logischer Schritt zur rechten Zeit, hardwaregetriebene unprofitable Umsätze durch margenträchtige Software-Angebote zu ersetzen.

    Sony hat im Konsumer-Bereich die sehr breite Basis, entsprechend zu agieren.

    BlackBerry hat das schon vor längerer Zeit als den für sich einzig gangbaren Weg gesehen und fokussiert sich nur noch auf das, was sie können; professionelle Business-Lösungen und keine unprofitable Hardware-Sparte mehr.


  • Ps Vita Smartphone wäre geil


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Wenn es "so gut" wie die Vita oder wie das Xperia Play supported wird, dann nein danke! :D


      • Den Tod der ps Vita war sony eigenes Verschulden, in dem man sonys hauseigene Speicherkarten kaufen musste.viel zu teuer...8Gb für 30 Euro🤢👈.. Spinnen doch. So dumm ist nicht mal Nintendo. Die Vita könnte heut noch leben


      • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Naja aber auch Nintendo ist nicht viel besser.
        Die Switch hat auch nur 32GB Speicher (klar, SD-Slot, aber dennoch) und viele Publisher verwenden Downloads statt das Spiel auf die Cartridges zu packen. Die Entwickler nutzen lieber bspw. 16GB Karten und lassen den Nutzer den Rest runterladen, statt eine 32GB Karte zu nehmen, weil sie viel zu teuer sind.


      • Die PS Vita ist ein super teil aber nur mit der Firmware nicht höher als 3.60 😉 ich kann mit der alles machen und spiele gibt es auch zu Haufen besser als die spiele auf dem Smarti.


      • Bin zwar auf 3.68 aber gegen Ende des Jahres wird ja Henkaku auch für die Firmware rauskommen. Kein Enso aber ist ja relativ egal, es reicht um meiner Vita neues Leben einzuhauchen ^^


  • Wäre irgendwie schade, wenn es das Ende von Sonys Smartphones wäre .

    Finde das xz2 Compact,ganz gut gelungen .


  • gafu vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Wow, zum ersten Mal den eignen Artikel durchgelesen und auf Rechtschreibfehler überprüft? Gut, bei der Überschrift hat's noch nicht geklappt, aber schön, dass ihr mal auf Kritik reagiert...

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