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#MWC18 3 Min Lesezeit 29 Kommentare

HTC: Eine virtuelle Reise in die Zukunft oder wie 5G die Landschaft verändert

Auf dem MWC hat die Chefin von HTC - Cher Wang - über ihre Vision der zukünftigen Technologielandschaft gesprochen. Darin kommen Smartphones vor, aber sie sprach hauptsächlich über Virtual und Augmented Reality. In Ihrem Vortrag skizzierte sie, was das für HTC bedeutet.

Man darf wohl sagen, dass Cher Wang bei HTC einiges zu sagen hat, immerhin ist sie die Chefin. Wenn also Cher Wang eine Keynote auf dem Mobile World Congress hält, dann sollten wir zu hören, wenn wir etwas über die Strategie von HTC erfahren wollen. Und Cher Wang hat einige interessante Visionen mitgebracht. Smartphones kommen darin übrigens eher am Rande vor, was als Fingerzeig für HTCs künftige Ausrichtung angesehen werden darf. 

Ihrer Ansicht nach spielen künftig vier Schlagworte eine entscheidende Rolle: 5G, AI, VR und AR. Themenfelder, die aktuell gewissermaßen Buzzword-verdächtig sind. Andererseits zeigen die umfangreichen Arbeiten von großen Konzernen, dass wohl mehr dahinter steckt. Warum sonst sollten Amazon, Google, Facebook und viele andere mehr Energie in die Entwicklung von KI-Systemen stecken? Beim Blick auf den Stand von künstlicher Intelligenz ist schon jetzt zu sehen, dass spezialisierte KIs bessere Leistung liefern, als Menschen. Auch 5G kommt schneller in unser Leben, als gedacht: Es handelt sich um mehr als nur einen kurzlebigen Hype.

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Für eine bessere Zukunft / © AndroidPIT

5G ist der Mobilfunkstandard der nächsten Generation. Auf dem MWC ist 5G überall ein Thema und zwar konkreter als in den vergangen Jahren. Cher Wang sieht in 5G eine Revolution für unseren Umgang mit Computing-Power an sich. Die hohe Bandbreite und geringe Latenz von 5G-Datenübertragungen mache Rechenpower auf den Geräten vor Ort unwichtiger. Vielmehr könne 5G zum Beispiel AR- und VR-Inhalte übertragen. Die Folge? Geräte vor Ort nutzen die Computing-Power der Cloud. Das ermöglicht neue Formfaktoren wie Smart Glasses. Oder schmalere VR-Brillen. Oder ganz andere Systeme, mit denen wir auf Informationen zu greifen. Die Verarbeitung von Daten geschieht in der Cloud, das Gerät vor Ort zeigt nur noch an.

AI wiederum bindet alles zusammen: Wang prophezeit, dass KI-Systeme uns bald besser kennen als wir uns selbst. 5G ist auch hier ein entscheidender Faktor. KI-Anwendungen werden ebenfalls in der Cloud realisiert, sodass komplexere Lernprozesse zum Einsatz kommen können, die auf Smartphones wie heute nicht realisierbar wären. Natürlich sind die Ergebnisse überall verfügbar. Das aber wirft Datenschutzfragen auf, die unsere Gesellschaften in den nächsten Jahren nicht mehr los lassen werden.

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Cher Wang legt bei HTC einen neuen Kurs an. / © AndroidPIT

HTC hat im vergangenen Jahr einen erstaunlichen Deal mit Google abgeschlossen. Für rund eine Milliarde Dollar wanderten etwa 2.000 Mitarbeiter zu Google. Jüngst wurden Restrukturierungsmaßnahmen im Führungsteam bekannt. Praktisch alle Regionen werden nun von Personen geführt, die aus dem VR-Team Vive stammen. Das zeigt, wie sehr sich HTC auf eine Zukunft abseits des Smartphones fokussiert. Aus den Äußerungen von Cher Wang lässt sich ableiten, dass HTC seine Geschäftsfelder vom Smartphone wegbewegt, ohne diese komplett abzusägen. Mit Vive hat HTC ein Standbein in der Virtual Reality und ein Konzeptvideo einer smarten Brille deutet an, dass auch im Augmented-Reality-Markt Aktivitäten geplant sind.

In einem zweiten Teil dieses Artikels sprechen wir mit Graham Wheeler über die Zukunftsvision von HTC und probieren einige Demonstrationen neuer VR-Anwendungen aus. 

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 5 Monaten

    Wenn das dann so funktioniert wie beim Play Store oder bei Amazon, die mir ständig etwas empfehlen, was ich bei denen schon gekauft habe, dann dürfen die mich ruhig kennen xD

29 Kommentare

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  • Hi zusammen, ich habe erst seit kurzem das HTC U 11 Plus. Mega Smartphone kann ich nur sagen. Kann mir hier einer auf die Schnelle verraten, wie ich einen Screenshot machen kann?


    • Um einen Screenshot zu erstellen erwies sich für uns sich die zweiseitige Navigationsleiste als zweckmäßiges Gimmick, die du für dich auch ganz frei so arrangieren kannst, wie es für dich am besten passt. Screenshot und Screen-Recording sind Funktionen, die wir bei unserem HTC U11+ zum Beispiel in die Navigationsleiste gelegt haben. :) Genaueres steht auch hier noch etwas ausführlicher: https://www.androidpit.de/htc-u11-plus-test


  • Tim vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Also 5G ist für mich sehr wohl nur ein dümmer Hype... wie damals bei 4G, als so ziemlich das gleiche geschrieben wurde.
    Sobald 5G auch nur ansatzweise verbreitet ist, kommt 6G und damit der nächste Standard, der dann was weiß ich kann...

    Die anderen Themen sehe ich aber sehr wohl als spannend und auch wichtig an


    • Hallo Tim, cool, dass du erwähnst, dass du die Themen spannend findest. Neue Technologien und Innovationen gehören nun mal zum Leben dazu, oder? :) Hast du denn vor dich weiter mit den "Hypes" der Zukunft zu beschäftigen?


  • Hi Leute, ich bin ehrlich gesagt mit meinem HTC U 11 bisher absolut zufrieden. Ich spiele mit dem Gedanken mir ein neueres HTC Model zu kaufen. Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit dem U11 Life. Das ist ja derzeit mein Favorit.


  • Das sich bezüglich Smartphone Bedeutung für HTC was ändert nur weil Cher in ner Keynote "nur" über AR/VR und 5G spricht und nicht das U13 leakt ist wohl ne überinterpretation :)


    • Da sprichst du uns aus der Seele Fabian. Die Bedeutung unserer Produkte wird auch weiterhin bleiben und zudem gibt es aktuell noch andere interessante Themen rund um HTC und der Smartphonewelt, oder? ;)


  • Mr. N vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Htc sollte aufgeben. Wenn sie es nicht mal schaffen auf ihre top Smartphones ein aktuellen Sicherheitspatch zu verteilen. Dann kauft eh keiner mehr ein htc Produkt.


  • In Deutschland wird wieder der Postreiter eingeführt. Und für die letzte Meile wird wieder der Meldegänger aktiviert.
    Und das ganze für nur 79 Euro im Monat.
    Costa fast garnix. Nicht blöd was.


  • 5G hat mit Sicherheit ein großes Potential und wird vermutlich vor allem im Autonomen fahren sehr viele Anwendungen haben (v.a. aufgrund der im Artikel genannten Auslagerung der Rechenpower). Diesmal sollte Deutschland aber nicht wieder durch die Monopolstellung der Telekom den Anschluss an diese Technolgie verpassen. Als Industrie- und Exportnation mit einer deratig starken Wirtschaft auf so eine geradezu lächerliche Internet-Infrastruktur zurückgreifen zu müssen ist schon einigermaßen peinlich. Insbesondere dann, wenn womöglich die Zukunft der wichtigsten Automobilindustrie auch von der Entwicklung und Anpassung an neue Standards abhängt.


    • Th K vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Wo hat die Telekom denn bitte ein Monopol? Hast du die letzten 20 Jahre geschlafen?

      Es steht jedem Netzbetreiber frei, sein Netz entsprechend auszubauen. Frag doch z.b. mal bei Telefonica nach, ob die nicht sofort 5G flächendeckend ausbauen wollen. Die bekommen es zwar bei 4G nicht mal ansatzweise auf die Kette, aber hey, alles besser als Telekom, richtig?


      • Ich wandle erst seit 18 Jahren auf diesem Planeten, was ich die Jahre zuvor gemacht habe ist wohl ein philosophisches Thema. Und mir ist klar, dass theoretisch jeder Netzbetreiber ein Mobilfunknetz aufbauen kann. Fakt ist aber auch, dass die Telekom im Prinzip eine Monopolstellung im Kabelnetz hat, dass letztendlich auch im Staatlichen Auftrag ausgebaut werden muss. Die anderen Anbieter haben praktisch keine Festnetzanschlüsse und müssen dort auf das Netz der Telekom zurückgreifen. Und ohne Glasfaser gibt es bekanntlich auch keine Mobilfunkmasten (die müssen ja auch irgendwo dran hängen ;))
        Dadurch, dass sich die Telekom strikt weigert FTTH Anschlüsse zu legen und stattdessen den Kunden lieber Vectroing, g.fast(in Zukunft) andreht tut dem Internetausbau ins besondere auf dem Lande nicht besonders gut. Da der Staat scheinbar auch kein gesteigertes Interesse an wirklich schnellem #Neuland hat wird wohl Flächendeckend 50k Downstream noch lange als "highspeed" Internet gelten.


      • Th K vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Die Telekom hat die meisten Festnetzanschlüsse, weil andere Anbieter zu geizig und zu faul sind, ihr Netz entsprechend auszubauen oder überhaupt eins zu bauen. Das hat nichts mit Monopol zu tun, denn niemand hindert die anderen Anbieter daran, ebenfalls Leitungen zu verlegen. Da gibt es auch keinen staatlichen Auftrag an die Telekom. Nein, die anderen schmarotzen sich lieber als Mieter in die Leitungen, egal ob ins Mobil- oder Festnetz. Kostet kaum was und schon kann man ohne eigene Leistung ein großer Anbieter werden. 1&1 hat dieses Geschäftsmodell perfektioniert. Da hat nur ein Netz leider nichts von.

        Also, die Telekom ist hier sicher der falsche Buhmann ;)


      • Zwischen "Geiz" und "Wirtschaftlichkeit" liegen Welten. Dabei vernachlässigst du noch zusätzlich, dass die Telekom auch schon gewaltige staatliche Fördermittel eingestrichen hat.
        Abgesehen davon ist die Telekom hier mit Sicherheit nicht der falsche Buhmann, aber ebenso sicher nicht der einzige. Der verschlafene Breitbandausbau und die grauenvolle LTE Abdeckung ist ein beschämendes Versäumnis der drei Netzbetreiber und der Bundesregierung.


      • Tim vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Die Telekom ist genauso faul/geizig...

        Ich würde dennoch nicht von einem Monopol seitens Telekom sprechen, sondern von einem viel zu starken Einfluss seitens der Provider... Sowas sollte vom Staat gergelt werden. DAS ist das Problem...

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