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Kommentar 3 Min Lesezeit 27 Kommentare

Google Assistant und Alexa - Die babylonische Sprachverwirrung im Wohnzimmer

Der Google Assistant wagt den Sprung auf den Fernseher, Amazon bringt Alexa auf immer mehr Geräte. Das ist toll, führt aber langsam zu einem ziemlichen Kuddelmuddel im Wohnzimmer. Es drängt sich der Verdacht auf: Zu viele Sprachassistenten sind des Nutzers Feind.

Das Gefummel mit der Fernbedienung könnte schon bald der Vergangenheit angehören, wenn nur noch der Google Assistant mit knackigen Kommandos genötigt wird, etwas Ansprechendes auf die Mattscheibe zu zaubern. Das geht natürlich auch im Amazon-Universum mit der Sprach-Fernbedienung des Fire TV oder dem Echo. Doch damit ist noch längst nicht Schluss. Alle möglichen Gerätschaften sind mitllerweile "Alexa enabled" oder lauschen auf das Kommando "OK Google".

Wenn ich aber mit einem einzigen Kommando gleichzeitig alle Geräte erreiche, die in meiner Wohnung die digitalen Ohren aufgestellt haben, dann wird es schwierig. Mit einem "Alexa" oder "OK Google" kann ich schließlich noch nicht ein einzelnes Gerät oder einen Raum adressieren. Die Echo-Lautsprecher kann man mittlerweile zwar zu einem Multi-Room-System kombinieren, und verschiedene Google-Home-Geräte arbeiten ebenfalls recht gut zusammen. Das gilt aber nicht für verschiedene Arten von Geräten, die unter Umständen auch von ganz anderen Herstellern kommen können - schließlich hat nicht zuletzt die IFA gezeigt, dass mittlerweile Hinz und Kunz einen solchen Assistenten in alles Mögliche einbauen.

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Immer mehr Hersteller bauen Systeme mit Assistenten. / © AndroidPIT

Google und Amazon haben getrennte Ökosysteme

Dazu kommt: Amazon und Google wollen mit ihren jeweiligen Assistenten die Kundschaft auf ihr eigenes Ökosystem aus digitalen Inhalten ziehen, denn dort wird das Geld verdient. Wenn ich jetzt aber beispielsweise eine große Bibliothek von Filmen bei Google besitze, mag Alexa darauf nicht zugreifen. Im Sinne des Anwenders muss das Zusammenspiel hier verbessert werden, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Drittanbieter-Dienste immer größer und die Auswahl an Geräten immer vielfältiger wird.

Wenn man dann noch ein oder gar mehrere Smartphones besitzt, auf denen der Google Assistant oder Alexa, im schlimmsten Fall sogar beide, auf Kommandos lauscht, dann wird es noch schlimmer. Dann nämlich wachen die Smartphones auch noch alle Nase lang auf und wollen Befehle umsetzen, die gar nicht für sie gedacht sind. Spätestens da wird es mir dann zu bunt und ich schalte so lange ein Gerät nach dem anderen aus, bis nur noch eines zuhört.

Die Sprachbedienung finde ich nach wie vor faszinierend. Sie ist bequem, vergleichsweise natürlich und barrierefrei und tatsächlich auch schlicht und einfach ziemlich cool. Aber das Zusammenspiel muss einfach besser werden, sonst macht das nicht viel Spaß.

Was meint Ihr, wird es langsam zu viel mit den Sprachassistenten? Oder fängt der Spaß jetzt erst richtig an? Ich bin auf Eure Argumente in den Kommentaren gespannt.

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27 Kommentare

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  • Momentan kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und die fehlende Kompatibilität nervt einfach nur.
    Es wird wohl immer eine Utopie bleiben wenn man mit einem Sprachbefehl alle Geräte im Wohnzimmer steuern kann:
    - XBox Kinect - war wohl der erste Assi - aber reagiert kaum richtig und steuerte nur wenige Geräte - ist bei mir völlig unbrauchbar.
    - Amazon Dot - führt ein Eigenleben mein Echo quatscht völlig ungefragt in den Fernsehabend oder kündigt plötzlich Updates an die nicht autorisiert wurden. Ist vor allem als Teatimer und Radio im Einsatz, aber auch da mit Schwächen.
    - Amazon TV - mit Sprachsuche gehts irgendwo ins Internet, Filme aus 'Meine Videothek' oder 'Watchlist' - Fehlanzeige. Dazu kommt, dass das Streaming aus unerfindlichen Gründen plötzlich nicht mehr funktioniert. Es bleibt immer hacken. Sky Ticket funktioniert hier auch nicht. Ist also für mich völlig unbrauchbar. Hier kommt dann wieder die XBox ins Spiel - da funktioniert es komischerweise fehlerlos mit Sky und Prime Video.
    - Android TV (Sony) auch hier ist die Sprachbedienung problematisch und die Sprachsuche bringt eine endlose Google Ergebnisliste die mit Fernsehen kaum etwas zu tun hat.
    So helfen uns die Assis wohl nur bei Problemen die wir ohne sie nicht hätten... ;)
    Ich wollte mal die ganzen Fernbedienungen vom Tisch habe und alles mit einer steuern können.
    Nach den unbrauchbaren Universalfernbedienungen von Logitech - tolle Idee aber irgendwo mit der obergrottigen Software zur Programmierung steckengeblieben - steht nun ein Haufen Zeugs bei mir rum und die Anzahl der Fernbedienungen wächst weiter...
    Herr lass Hirn wachsen und Hersteller aller Marken - vereinigt Euch!


  • Brauche so ein Mist nicht...


  • Naja ich denk Mahl, das wen man ein Alexa und ein Google Assistent hat, das es dann nicht so schlimm ist


  • Amazon hat Heute bei mir eh verschissen, bin ich doch bis vorhin ein bekennender Fan des Fire TV Systems gewesen, dachte ich, ich sehe nicht richtig als ich vorhin die neue Box 2017 gesehen habe !

    An Anschlüssen würde alles wegrationalisiert, kein Lan Anschluß mehr, diesen darf man jetzt in einer Bastellösung nachkaufen, kein SD, kein USB mehr , es bleibt eine hässliche kleine Box die am Kabel hinterm Fernseher baumelt.

    Ich hoffe stark der Desginer wird umgehend gefeuert und das Ding verkauft sich wie sauer Bier. Das man den LAN Adapter jetzt auch am Fire TV Stick nutzen kann, mag für einige Nutzer einen Vorteil darstellen, aber der Rest ist wohl eher ein Rückschritt. Die geniale Fire TV Box schaut nun aus wie gewollt und nicht gekonnt. Schön das in der Titelzeile noch auf die Alexa Sprachfernbedienung hingewiesen wird, das kann meine 2016er Box aber leider auch schon und die darf den Namen Box sogar tragen. Wie Amazon auf die Idee kommt den Stick quadratisch zu machen und an einem Flachbandkabel hinter den Fernseher zu hängen, das kann einem sicher nicht mal Amazon sinnvoll erklären. :(


  •   40
    Gelöschter Account 02.10.2017 Link zum Kommentar

    Es gibt doch das Sprichwort: "Viele Köche verderben den Brei:" So entwickelt es sich derzeit mit den "Assistenten". Wenn die Herren u. Damen Assistenten nicht zusammenarbeiten wollen, müssen halt welche entlassen werden. ...und wer sich erst keine Assistenten anschafft muss sich auch nicht mit denen herum ärgern. ;-)


  • Ich nutze FHEM zur Haussteuerung. Damit werden alle meine Geräte die FHEM kennt kompatibel zu Alexa. Fernseher, Staubsaugerroboter, diverse Lampen.

    Auch was "alle Geräte" betrifft, kann ich so einwandfrei konfigurieren.

    Verwirrung stellt sich nicht ein. Weder bei mir noch meiner Familie.

    Den ganzen proprietären Mift können sich die Hersteller gerne schenken.

    Was mich an Alexa noch stört, ist das Aktivierungswort bei Skills.


  • Alexa?... Sowas Brauch ich nicht. LUCY ist besser... Gibt auch viele mit anderen Namen aber mein sprachassistent heißt LUUUUCY😁...LUCY ist ein 1 Jahr und 4 Monate alt.. Kleiner Zwergpinscher und doch sehr intelligent...kann schon "TV an" und "TV aus" verstehen..." Hol Zeitung, na Leckerli"...😊👍 Und kann sogar "DVD an" und "DVD aus" machen... Umschalten Bedarf noch Training. Und was Alexa nicht kann, aber Lucy dafür.... Kuscheln und pfötchen geben 😁 fressen und rumjaulen wenn es raus gehen soll und mich angucken mit ihren Knopfaugen 🐕


  • Ein Sprachassistent soll mir das Leben vereinfachen. So wie ich das im Moment noch sehe funktionieren sie nur wirklich gut wenn man auf diversen Seiten (Spotify o. ä.) 'nen Account hat - je nachdem was man gerade machen möchte. Also sind sie im Moment nur dazu da dem User mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn ich meinem GoogleAssi sage: "OK Google spiele ..." dann kann ich froh sein wenn er die Musik App aufmacht, da ich mich solchen "Online-Musik-Bibliotheken" etc. verweigere. Darum, jedem das seine, für mich wirds 'ne lustige Spielerei bleiben, die mir einfach mal 'nen (meist auch noch alten) Witz vorlesen kann....


    • Ich nutze Spotify Premium sehr intensiv und schätze den Dienst sehr. Bislang allerdings konnte ich ihn noch super selbst bedienen. Mag durchaus sein, dass ich eines Tages auch unbedingt eine Sprachsteuerung haben möchte, aber derzeit kann mir das alles einfach zu wenig. Und der Sicherheitsaspekt wird auch nicht wirklich ernst genommen.


  • Wieso sollten die zwei Sprachassistenten sich ins Gehege kommen? Sie haben völlig unterschiedliche Aktivierungswörter. Und es gibt schon ein Projekt das in einem Gerät beide Assistenten vereint. Meines Erachtens muss da nichts zwischen Google und Amazon aufeinander abgestimmt werden. Es sind zwei Angebote, die miteinander konkurrieren. Dieser Wettbewerb trägt dazu bei, dass beide Systeme in hohem Tempo immer besser werden, weil auf mittlere Sicht wohl auch keiner der beiden Konkurrenten klein beigeben will. Das wiederum kommt den Verbrauchern zugute.

    Und wer mit Abhör-Argumenten hantiert, vergisst, dass jeder seit Jahren mit einer potentiellen Wanze durch die Gegend läuft. Snowden is noch bekannt oder?

    Und wer lieber Aluhüte trägt, darf das ja tun.

    Autos werden auch benutzt, obwohl sie ein immenses Risiko in ihrer Nutzung birgen.

    Muss jeder für sich wissen, ob er den Deal eingeht oder nicht.


    • "Und wer mit Abhör-Argumenten hantiert, vergisst, dass jeder seit Jahren mit einer potentiellen Wanze durch die Gegend läuft."

      Die ich aber jederzeit abschalten kann.

      "Und wer lieber Aluhüte trägt, darf das ja tun."

      Schade, dass viele zu diesem Thema nur noch wie Oberstufengymnasiasten argumentieren können. Wir reden vielleicht weiter, wenn du erwachsen bist :)

      "Autos werden auch benutzt, obwohl sie ein immenses Risiko in ihrer Nutzung birgen."

      Siehe meine Antwort eins vorher.


      • Und Sprachassistenten musst du benutzen? Die kann man nicht abschalten?


      • Woher willst du wissen, dass du das kannst? Also dass nur zugehört wird, wenn du es bestimmst? Richtig, du hast keine Ahnung! Ein Smartphone kann ich abschalten und es zur Not sogar im Auto lassen. Ein voll sprachgesteuertes Haus, mit Fernsehern, Lampen, Heizung, Rollladen etc. kannst du nicht mal eben so vom Strom nehmen oder auslagern. Zudem kannst du davon ausgehen, dass sehr viele Geräte dann erst gar nicht mehr mit einer herkömmlichen Fernbedienung ausgestattet sein werden. Aktuell ist das alles noch kein Problem, aber denk einfach mal zehn Jahre in die Zukunft. Setzen diese Konzepte sich durch, wirst du dann Sprachassistenten nicht so einfach deaktivieren können. So wie du heute ja auch deinen Fernseher ohne Fernbedienung nicht mehr nutzen kannst, weil am Gerät keine Knöpfe vorhanden sind.


      • Zunächst mal ist es völlig unnötig, persönlich und beleidigend zu werden.

        Und lass doch einfach anderen ihre Meinung, du darfst deine auch haben.

        Ich verstehe nicht wieso man hier so eine Schärfe reinbringt.

        Mit deiner Einstellung würden die Menschen heut noch in Höhlen leben. Da war's aber auch zwischendurch mal schön. Wenn's nicht grad arschkalt war.

        Du scheinst außer Ablehnung keine Ahnung zu haben von dem Thema. Was bringt es das Ding abschalten zu können wenn du es nicht tust? Es ist de facto immer an und macht dich damit überwachbar.

        Ein Sprachassistent muss sicher sein und sollte nicht für NSA und staatliche Dienste zur Überwachung dienen. Dafür, dass dem so ist, kann man ja gerne kämpfen. Bin ich auch dafür. Aber deswegen Sprachassistenten komplett zu verteufeln, halte ich für unnötig, weil rückwärtsgewandt.

        Wer unbedingt zurück in die Höhle will, darf das aber gerne machen.


  • Alles was ich in der Richtung selbst mal angetestet hab war mit viel zu unausgereift und daher nervig. Ich warte bis die Dinger alltagstauglich sind. Solange sind mir Tasten lieber ...


  • Also die Bedienung ist nicht einmal das größte Problem. Früher hieß es Big Brother is "watching" you, heute muss das Wort durch "hears" ersetzt werden. Gut "watching" stimmt noch immer aber "hears" trifft die Realität besser.


  • Ich hätte erwartet hier ein Bild aus der ersten Folge der aktuellen South Park Staffel zu sehen ^^

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