Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
3 Min Lesezeit 22 mal geteilt 81 Kommentare

Fünf Gründe, warum Ihr Lust auf 64-Bit-Smartphones haben solltet

Die 64-Bit-Technologie kennt man schon seit über zehn Jahren im Desktop-Bereich. Nun erhält sie auch Einzug in unsere Jackentaschen. Doch wie macht sie unsere Smartphones besser? Wir nennen Euch eine Handvoll Gründe.

Fingerprint-Sensor oder Filmen in 4K - was ist DIR wichtiger?

Wähle Fingerprint-Sensor oder 4K-Videoaufnahme.

VS
  • 9378
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Fingerprint-Sensor
  • 4401
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    4K-Videoaufnahme
qualcomm eye smartphone w
Qualcomm wird eine breite Palette von Prozessoren mit 64-Bit-Unterstützung anbieten. / © Qualcomm

Mit der 64-Bit-Technologie kommen einige technische Vorteile im mobilen Sektor an, die schon seit einem Jahrzent in den Desktop-PCs und noch länger in Großrechner-Architekturen etabliert sind. Und da die damalige Rechenleistung inzwischen auch in Smartphones erreicht wird, war es langsam an der Zeit, dass der Schritt in die nächste Architektur gewagt wurde. Jetzt kommen wir zu der nächsten Frage: Was bringt es uns als Nutzer? Wir listen fünf wichtige Gründe auf.

Mehr Arbeitsspeicher, also mehr Arbeitstempo

Der vergrößerte Adressraum, der mit der 64-Bit-Architektur einhergeht, öffnet die Schranken für den verwendbaren Arbeitsspeicher. Lag bislang die Obergrenze bei vier Gigabyte, verschiebt sie sich jetzt auf bequeme 16 Exabyte, also grob das Viermilliardenfache. Sobald sich neue Geräte mit acht oder 16 Gigabyte Arbeitsspeicher auf dem Markt etabliert haben, wird dieser Vorteil spürbar sein. Da der Datendurchsatz des Arbeitsspeichers viel höher ist als der des Flash-Speichers, wird das Arbeiten mit mehreren offenen Apps sich erheblich schneller anfühlen.

Größere Zahlen, größere Schlüssel, größere Sicherheit

Dank der Unterstützung für besonders große Zahlen sind komplexere Verschlüsselungen möglich, die schwerer zu knacken sind. So verschlüsselt sind Eure Daten vor Unbefugten besser geschützt. 

Schnellere Wiedergabe von 4K-Videos

Neue Befehlssatz-Architekturen erlauben intelligentes Management vieler gleichzeitig ausgeführter Befehle. Dies kommt insbesondere bei der Wiedergabe hochauflösender Inhalte zum Tragen, da jene Prozesse stark parallelisiert ablaufen. In 64-Bit-Umgebungen lassen sich 4K-Videos selbst mit einfacheren Prozessoren flüssig abspielen, da sie dank der Architektur ihre Ressourcen besser ausschöpfen können. Auch umgekehrt gilt dies: Die Aufzeichnung und Echtzeit-Kompression Eurer Videos wird den Prozessoren in der 64-Bit-Umgebung leichter fallen.

Mehr Details in Spielen

Dasselbe wie für Videos gilt auch für Spiele: Grafik-Verarbeitung ist auf parallelisierte Berechnungen optimiert. Hier werden die neuen Prozessoren ihre Stärken ausspielen können. Grafisch und spielerisch lässt sich dies mit mehr Details (höheres "LOD") oder mehr KI-Gegnern umsetzen. Die Spiele werden also nicht nur schöner, sondern auch schwerer. 

Weniger Stromverbrauch

Für einen reduzierten Stromvebrauch und mehr Akkulaufzeit sprechen mehrere Gründe: Zum einen können Berechnungszeiten verkürzt werden, da komplexere Prozesse in viele, parallel berechnete Bruchstücke aufgeteilt werden können; zum anderen reduziert sich die Zahl der Ladevorgänge, da mehr Anwendungen als bisher dauerhaft im RAM geparkt werden können. Daher können sich CPU und Flash-Speicher für längere Perioden als bisher schlafen legen. 

Fazit

Der Übergang zur 64-Bit-Architektur war schon fast überfällig. Etliche High-End-Smartphones wie das LG G3 oder das Oppo Find 7 mit 3 Gigabyte RAM zeigten, dass man an den Limitierungen angekommen war. Ein paar davon sind nun passé und eine neue Ära kann anbrechen. Auch softwareseitig sollte für die meisten Apps der Übergang glatt verlaufen, wenn man Googles Aussagen auf der Entwicklerkonferenz I/O vertraut. Dort hieß es laut InfoQ, dass die neue Laufzeitumgebung ART nativen 64-Bit-Support biete und 85 Prozent der Apps aus dem Play Store sofort in der neuen Umgebung lauffähig sein sollen. 

Top-Kommentare der Community

  • Tisse 12.08.2014

    Lieber bessere Software entwickeln, anstatt neue Hardware, die sich dann in "Entwicklungsphase" befindet.

  • Karsten K. 12.08.2014

    Das selbe haben die Hersteller auch schon bei Umstieg von Windows von 32 auf 64 bit versprochen.

    Da ich mich als Softwareentwickler damit quasi jeden Tag (seit etwa 2009) auseinandergesetzt kann ich es einschätzen: "Alles nur heiße Luft"

    Schnelle Software wird durch überlegte Entwicklung schnell und vor allem gut: durchdachtes Konzept und sinnvoll programmiert schlägt alle Hardware.

  • Enrico Hahn 12.08.2014

    Hmm, bei den Desktoprechnern ist das aber größtenteils mehr schein als sein, auch heute noch. Bis darauf das man mehr RAM nutzen kann bringt es den meisten hier gar nichts ... Nur wenige Programme gibt es nativ als 64Bit Version, liegt aber auch daran das es bei den meisten auch keinen Sinn macht ...

    Ähnlich wird es auch im mobilen Bereich sein bzw. werden ...

  • Enrico Hahn 12.08.2014

    Nicht persönlich werden, ich bezog mich auf den Normalen Anwender und da ist das nun mal Fakt ...

  • Dänu 12.08.2014

    Seh ich nicht so
    Guter Beitrag Eric, das Thema von Heute und dem K1 sofort aufgenommen und gut umgesetzt ... Gratulation

81 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Was habt ihr auch für handys? die android pit app läuft flüssig, und fehlerfrei.Auf jedenfall muss man an der hardwarstruktur arbeiten. Da ist noch vieles drinn. Lahme handys und schon läuft nicht mal androidpit)))

  • "Größere Zahlen, größere Schlüssel, größere Sicherheit" - selten so gelacht. Es tut mir leid, aber der Autor scheint von Kryptographie nicht die geringste Ahnung gehabt zu haben, ansonsten wäre so ein Absatz niemals zu Stande gekommen. Die kryptographischen Algorithmen sind immer gleich egal was für ein Prozessor drin steckt. Allerhöchstens einige Algorithmen laufen vielleicht ein wenig schneller durch die Nutzung von 64bit Zahlen (falls sie dafür optimiert sind), aber ansonsten hat der Prozessor darauf Null Einfluss!

  • Ich habe mal nach geschaut: Wenn ich mit meinem Nexus 5 "HD 1080p" Videos aufnehme wird die CPU nicht mal zu 50% ausgelastet, um 4k Videos aufzunehmen würde 64 bit schon Sinn machen!
    Bei Spielen würden bessere Grafikchips mehr Leistung bringen.

    Es sollten auch die Nachteile von x64 aufgezählt werden:
    1: Die Programme brauchen mehr Ram (durchschnittlich 30%) was sich bei kleinen Programmen negativ auswirkt
    2: Die Software muss optimiert werden

    Trotzdem ist es gut wenn die Hardware weiterentwickelt wird, aber die Software sollte nicht vernachlässigt werden und so effizient wie möglich sein!

  • Der Artikel sollte eigentlich heißen "Vier Gründe, warum Ihr Lust auf die Prozessoren der nächsten Generation und ein Grund warum ihr Lust auf 64bit Prozessoren haben solltet". :)

  • In Grunde kann ich den ganzen Contra Beiträgen hier nur zustimmen. Leider sehe ich aber wo das hinführen soll.

    Man zieht in Grunde schon seit Jahren darauf ab das man gar keinen Desktop Rechner zuhause mehr hat. An besten auch nicht mehr in der Firma. Ein Smartphone mit privaten und Arbeits Account und der Leistung eines Mittelklasse PCs der Zuhause und an Arbeitsplatz nur noch in ein Dock gesteckt wird und fertig. Die Entwicklung kann man schon seit Jahren beobachten.

    Und mit den Hintergrund ist die ganze Entwicklung zu 4 Kern 64Bit, 128-256GB Flash und 4-8GB RAM eigentlich nicht mehr verwunderlich.

    • Unsinn. In 99% der Berufsgruppen wird das wohl kaum gehen einen PC durch ein Smartphone zu ersetzen.
      "So, Frau Meier, ab heute schreiben Sie unsere Geschäftsbriefe bitte auf dem Smartphone". Sehr lustig ...

      • wieso? ... "So, Frau Meier, ab heute schreiben Sie unsere Geschäftsbriefe bitte auf dem Laptop" ist doch schon gang und gebe. Ich seh da keinen großen Sprung mehr zu einen Smartphone das in ein dock gesteckt mit Tastatur und Monitor ausgestartet ist.

      • Frau Meier mit der dicken Hornbrille, die sich ohnehin schon über den Schreibtisch beugen muss, um auf ihrem 22" Monitor etwas zu erkennen, wird vor Freude auf dem Tisch tanzen.

        Apo

      • (Jetzt bin ich mal ganz bösse :D )

        Ich dachte um die kümmert sich die Rente mit 63?

        ;)

  • Moin,
    die Frage ist doch ganz simpel: "Wer braucht so ein Smartphone?"
    Bis auf einige Freaks.
    Jetzt schon werden doch die Möglichkeiten aktueller Geräte, sowohl was die Hardware, als auch die Software angeht, von den wenigsten Anwendern tatsächlich genutzt. .
    "Otto Normalverbraucher" hat i.d.R.. nicht wirklich Ahnung, wozu sein Smartphone eigentlich fähig ist und ist damit quasi überfordert.
    Man/frau trägt heute eben Smartphone.

  • Gründe gegen x64 bei Smartphones:
    1. Es gibt ja derzeit schon so viele Geräte mit 4GB RAM... (Ironie)
    2. Bessere Verschlüsselung ist auch nur dann sinnvoll wenn alle Apps die Daten entsprechend verschlüsseln und auch die Internetverbindungen verschlüsselt sind
    3. 4K Videos?
    Wer braucht das am Smartphone???
    Dafür gibt es ein TV-Gerät oder den PC

    Fazit: 3 der 5 genannten "enormen" Vorteile sind völlig sinnlos...

    Und 4. Sollten zunächst die Apps weiter optimiert werden

    • Zu 4k: hab ich nicht mal an einem meiner PCs und kenne auch persönlich keinen ders hat, und auch 4k Fernseher sind definitiv kein Standard. Aber auf dem Smartphone, da ist 4k natürlich sinnvoll, dann sehen die Videos noch viiiiiel besser aus und nebenbei ist das Datenvolumen durch YT in 2 Minuten weg.

  • Mein Huawei G700 hat 2 GB RAM und kann einige Apps im Speicher halten. Wer bitte braucht denn bei Smartphones mehr als 4 GB? Selbst bei aufwendigen Spielen kann ich mir das nicht vorstellen. Und Anwendungen wie Musik- oder Videobearbeitung macht man doch eh auf dem stationären PC, oder?
    Und zu dem neuesten Hype mit 4K bei Smartphone-Displays: Völlig bekloppt. Darunter leidet nur der Akku, der eh oft nur wenige Stunden Ausdauer hat.

  • Guter Beitrag. Danke!

  • Es wird nur sehr lange dauern, bis Apps überhaupt die 64bit-Hardware verwenden :/ Von Optimierung ganz zu schweigen. Vermisse btw. immer noch Färbung der Statusleiste und Immersive-Mode bei den meisten Apps. Und mal schauen ob das Material-Design mehr Erfolg hat als Halo... :/

  •   38

    @Eric Herrmann 👍

  • ich freue mich nur auf den weniger hohen Energieverbrauch alles andere dauert sowieso im ausbau noch ein paar Jahre

  • ja geil, dann kann ich endlich Angry Birds mit besserer ki spielen... Ok, ne warte mal.

Zeige alle Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!