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2 Min Lesezeit 55 Kommentare

Facebook führt Buch über Eure Telefonate und SMS

Dylan McKay staunte nicht schlecht, als er seine gesammelten Daten von Facebook zur Ansicht erhielt. Anderthalb Jahre lang wurde über jedes Telefongespräch, das McKay geführt hatte, Buch geführt, ebenso über jede SMS. Datenschützer sind entsetzt, Facebook wiegelt ab.

Mit wem man telefoniert oder Nachrichten hin und her schickt - es sind sensible persönliche Daten, um die es hier geht. Facebook als Social Network hat damit eigentlich nichts zu tun, und doch zeichnet der Dienst die komplette Historie der Kommunikation seiner Nutzer auf, wie es scheint. Dylan McKay hat in diesem Twitter-Thread seine persönlichen Erkenntnisse gesammelt.

Klingt eigentlich unglaublich, ist aber tatsächlich so - das bestätigt auch Facebook selbst, zumindest indirekt. Man zeichne solche Informationen nicht einfach so auf, so das Unternehmen in einem Blogpost. Die Speicherfunktion sei freiwillig und der Nutzer müsse per Opt-In zustimmen. Genutzt wird das Feature im Facebook Messenger sowie in Facebook Lite, einer abgespeckten Version der Facebook-App für Android. In den beiden Anwendungen kann der Nutzer auswählen, ob seine SMS- und Anruf-Historie gespeichert werden soll. In keinem Fall zeichnet man die Inhalte der Nachrichten und Gespräche auf, so Facebook, und man gebe die Daten auch nicht an Dritte weiter.

Die Frage bleibt, ob das auch stimmt. Die Großmutter von McKay hat sich ebenfalls ihre Facebook-Logs anzeigen lassen und fand darin Aufzeichnungen über versandte SMS. Sie gibt an, den Facebook Messenger ebenso nicht zu nutzen wie die Facebook-App. Überprüfen lässt sich das aus dem Stegreif nicht, doch es existieren weitere, ähnlich lautende Berichte - ebenfalls kaum zu verifizieren, doch trotzdem beunruhigend. In jedem Fall passt die Geschichte ins aktuelle Bild der Datensammelwut von Facebook. Und wer die SMS für mittlerweile unbedeutend hält, der sei daran erinnert: WhatsApp, der Quasi-SMS-Ersatz, gehört auch zu Facebook.

Was haltet Ihr von der Sache? Nur eine Kleinigkeit, die im Zuge der aktuellen Facebook-Diskussion hochgekocht wird, oder doch ein weiterer dicker Fehler von Facebook?

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55 Kommentare

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  • Also wer es partout nicht lassen kann Facebook zu nutzen, der sollte doch einfach die Berechtigungen abschalten.
    Das geht unter Android ganz easy und schon ist Ruhe im Karton. Und wer sich noch nie damit beschäftigt hat, Facebook will Zugriff auf :
    -Kalender ( ! )
    -Kamera
    -Kontakte ( ! )
    -Mikrofon ( ! )
    -SMS ( ! )
    -Speicher
    -Standort ( ! )
    -Telefon ( ! )

    Was man dann im Hause Facebook mit den Daten anstellt, das ist mir persönlich egal, denn ich habe diese APP so geschaltet das alle Zugriffe deaktiviert sind und Hintergrunddaten ebenfalls tot. Nach Nutzung schliesse ich die FB App ausserdem direkt.

    Nein, ich leide nicht unter Verfolgungswahn, aber mir ist diese Datenkrake Facebook ohnehin unsymphatisch und ich werde es denen nicht leichter machen als nötig, mir die Daten aus dem Gerät zu ziehen.

    Davon abgesehen ist Facebook wenn alles läuft wie Facebook es gerne hätte, ein Mega-Akku-Killer.


    • Takeda vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Es geht ja nicht nur um die app, FB kann man auch auf dem PC nutzen. Es geht ums allgemeine, was da abläuft da kannst du rechte an der app sperren wie du willst, wenn du dich mit einen über FB schreibst oder ein Audio Anruf machst, wird fleißig mitgemacht.


  • Daniel vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Facebook eine tolle Erfindung ist, besonders für extrovertierte Menschen einerseits und andererseits für neugierige Menschen, die gerne zusehen, was andere so machen. Zum Austausch mit Freunden und Bekannten ist Facebook ein gutes Werkzeug. Aber leider ist die Profitgier des Unternehmens noch schneller gewachsen, als das soziale Netzwerk selbst. Die Nutzer zahlen nicht mit Geld, sondern mit ihren Daten, die Facebook wiederum zu Geld macht. Je mehr Daten das Unternehmen sammelt, desto reicher und mächtiger wird es. Das sollte den Nutzern zu jedem Zeitpunkt der Nutzung bewusst sein. Dies ist jedoch meist nicht der Fall, daher überraschen die Menschen solche Skandal-Meldungen noch. Für mich ist Facebook schon sehr lange übers Ziel hinaus geschossen und selbst wenn Nutzer nicht bei Facebook aktiv sind, wird das Unternehmen über das Surfverhalten der Nutzer informiert und kann diese Infos vermarkten. Die "Löschung" des Profils bei Facebook ist auch nicht wirklich die Lösung, denn das Profil wird maximal inaktiv geschaltet. Die bis dahin gewonnenen Daten bleiben auf den Facebook-Servern und können endlos weiterverwertet werden. Am besten ist es also man meldet sich gar nicht erst an. Leider bringt das scheinbar soziale Nachteile mit sich. Wenn alle im Freundeskreis Infos über Facebook austauschen und man selbst ist nicht dort angemeldet ist, hat man ggfs. das Gefühl, etwas zu verpassen und das entspricht oft genug auch der Wahrheit. Schlimmer als die Datensammelwut des Konzerns finde ich jedoch, dass Facebook sich heraus nimmt anhand meiner Daten zu entscheiden welche Inhalte ich zu sehen bekomme und welche nicht. Diese Bevormundung gefällt mir ganz und gar nicht und finde ich sehr sehr bedenklich.


  • Stammen diese Schnüffeldaten von Facebook oder WhatsApp oder der Mischung von beiden App Anwendungen???

    Hoffentlich wird dieser Daten-Skandal das Ende von diesem unnützen Unternehmen!!!

    Tschü Fatzebook 😂


  • Hmm... wäre schon schön, wenn sich das verifizieren ließe. FB sagt, dass es sich um einen aktiven Opt-In handele - habt ihr mal in den Einstellungen von Messenger und Facebook Lite nach diesen Opt-Ins geschaut (aus dem Text geht für mich nicht ganz klar hervor, ob ihr hier nur eine Aussage von Facebook wiedergebt oder selbst nach diesen Optionen auch geschaut habt). Sind diese für den Anwender verständlich formuliert oder weiss er gar nicht wirklich, was er da ggf. aktiviert? Habt Ihr mal Euere eigenen Daten als ZIP heruntergeladen und reingeschaut?

    Das ungeprüfte Wiederholen von irgendwas das irgendwer irgendwo behauptet, nur weil's schön zur aktuellen Diskussion passt (oder gar ins eigene Weltbild), nicht gerade hilfreich. Zudem wenn man die Aussage erst mal als Tatsache anreisst (in der Überschrift ist sie als Tatsache formuliert, nicht als "jemand behauptet dies") und dann irgendwann später im Artikel mit "ist aber schwer nachzuprüfen, ob das stimmt" relativiert - was dann auch irgendwie danach klingt als habe man nicht mal versucht, es nachzuprüfen...

    (so ungeprüft erinnert es ein wenig an Berichte über "der Amazon Echo hat, während ich nicht daheim war, von ganz allein laut Musik zu spielen begonnen", nur damit sich später in einer kleinen Nachmeldung herausstellt, dass er mitnichten von allein anfing, sondern vom Smartphone aus über die Alexa App ferngesteuert wurde...)

    Fazit: Kann stimmen. Muss es aber nicht. Was bringt die Meldung dann - im ersten Fall berechtigte Warnung, im zweiten unberechtigte Paranoia? Sollte Journalismus nicht gerade dazu dienen, um Dinge herauszufinden, statt Aussagen hinzuschmeissen und den Leser dann damit allein zu lassen, ob sie nun stimmen oder nicht?


  • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Datenweitergabe gibt es schon lange. In den 80er Jahren hat meine Oma öfter Anrufe bekommen von verschiedenen Versandhäusern ob sie nicht an bestimmten Produkten interessiert sei. Das waren immer genau jene Produkte an denen sie auch wirklich interessiert war oder schon mal woanders was bestellt hat. Nur nie von den Firmen die sie da angerufen haben. Meine Oma hatte weder Internet, das es damals auch noch gar nicht gab und ein Handy sowieso nicht. Einzig einen Festnetz Anschluß mit einem Telefon das noch eine Wählscheibe hatte.


    • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Ja, das entschuldigt natürlich alles. Klar, wenn man das früher auch schon gemacht hat.


      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Nein, ws entschuldigt gar nichts, sondern sagt nur aus das es Datenweitergabe oft auch bei anderen Stellen gibt. Weit abseits von Facebook gibt es genug andere Stellen die an unsere Daten wollen/kommen.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Hier geht's aber nicht um irgendwelche andere Stellen, die Daten sammeln können, sondern um facebook.


  • 💩☝️ Gott weiß alles, hört und sieht alles. Nur dein Nachbar weiß, sieht und hört alles besser !!!

    Whatsapp macht das gen auso, Daten sammeln und spionieren wo man sich befindet. Auch die mobilfunkanbieter machen das und verkaufen das.Auch Beamten und behörden spionieren. Seit dem es das Internet gibt ist das Standard. mich wundert das nicht mehr


  • Solche Artikel, bzw. solche Meldungen gehören in die Yellow Press, in die Bild-Zeitung und ähnliche.
    Erst dann! wird sich das Bewusstsein der Einzelnen für ihre Daten im Internet ändern.


    • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Als ob das was brächte. Du siehst doch schon hier, wie viele überhaupt nicht kapieren, was da aktuell passiert und mit absurden Argumenten weiterhin versuchen, sich ihre Welt rosa zu reden.


      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ich würde eher sagen einige übertreiben hier. Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Fantasie und verstärkt durch die Medien. Da sieht man mal wie beeinflußbar der Mensch ist.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Das sind ja die abstrusen Gedanken, die Tenten meint. Alles irgendwie auf jemanden schieben und behaupten, er würde übertreiben.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    [Ironiemodus ein]

    Diese Nachricht ist genau so unglaublich und kommt genau so überraschend, wie bekannt ist, dass bei Googlemail alle Mails oder bei facebook-messenger alle Nachrichten nach content durchforstet werden, bei facebook geheime Gruppen letztendlich doch nicht geheim sind, Metadaten wichtiger sind als der Inhalt der Nachrichten. Aber dabei haben wir doch immer an das Gute bei diesen Konzernen geglaubt? Schließlich hatten Sie das ja auch versprochen? Haben uns die Apps und Plattformen umsonst zu Verfügung gestellt, weil Sie ja nur unser Bestes wollten, uns ein besonderes Nutzerfeeling verschaffen? Aber das, was jetzt da ans Tageslicht kommt? Mein Gott, wer konnte sowas ahnen? Jaaa....vielleicht habe ich schon mal was davon gehört, aber dass das so....? Also ich weiß nicht. Vielleicht hätte man uns mal direkt informieren müssen? Aber dass man uns so getäuscht hat.....

    [Ironiemodus aus]


  • Ein Backup meiner Daten haben schon andere Firmen 💭 da mache ich mir keine Sorgen. Nur es abzustreiten ist eine Frechheit wenn es gerade einen riesen Skandal in den Medien gibt. 🤔


  • J. G. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Meine Güte, ich bin immer wieder nur darüber erstaunt, wie naiv und überrascht alle sind....! Die ältere Generation kann sich noch mit Informationsdefiziten herausreden, obwohl Adolf H. aus Österreich in "Mein Kampf" seine Ideologien mehr als deutlich gemacht hat... Und mit schöner Regelmäßigkeit ermahnen wir einander, dass man "den Anfängen wehren" soll. Und wie Kaninchen starren wir auf die Schlange und sind ziemlich sicher, dass es kein Österreicher mit geschmacklosem Bärtchen neuerlich schaffen würde, sein Ding durchzuziehen...
    Wir sind nun aber eine vernetzte Welt mit unfassbar vielen Erkenntnismöglichkeiten... und eines kotzt mich am meisten an: mit dem erhobenen Finger der klugscheißerischen Moral verurteilen wir die Fehlgeleiteten aus der Vergangenheit (und ggf. Gegenwart) und halten jenen die Unglaubwürdigkeit von "das haben wir nicht gewußt" vor, aber "wir" schaffen es nicht einmal die AGB´s von WhatsApp zu lesen oder die Philosophie der neuen Weltmacht-Aspiranten Zuckerberg, Pichai, Bezos, Buffet zu beachten...

    Okay- Empörung und Betroffenheit für eine Woche, Zuckerberg erkennt sehr zeitnah und reuig Verbesserungspotential und Mandy-Tschakeline (15, Zwickau) weiß bis heute nicht, dass sie in ihrem Alter WhatsApp gar nicht nutzen darf und hält Zuckerberg für eine Naschspezialität auf dem Weihnachtsmarkt...


    • C. F.
      • Blogger
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Ja, ist schon merkwürdig. Alle sind mehrfach vernetzt und ständig online. Aber was facebook, WhatsApp, Twitter etc. mit den Daten der Nutzer treiben, bekommt komischerweise keiner mit. Gibt es sowas wie unbewußte gezielte mediale Blindheit, die nur in bestimmten Bereichen hervor tritt? Sieht so aus.


      • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Naja, Nebenwirkungen werden in Kauf genommen, solange man sie nicht zu spüren bekommt. Ist doch bei anderen Sachen auch nicht anders. Nach dem ersten Infarkt klappt es plötzlich mit dem Rauchenaufhören oder dem Abnehmen und wenn die Leber krepiert, lässt man auch die Finger vom Alkohol.


      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        So ist der Mensch nun mal. Wenn wir uns über alles was wir tagtäglich machen wirklich ernsthaft über die möglichen Folgen Gedanken machen, dann würde das Leben wahrscheinlich keinen Sinn mehr haben. Die Gefahr bei einem Verkehrsunfall zu sterben ist relativ hoch egal ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Trotzdem nehmen wir fast jeden Tag am öffentlichen Straßenverkehr teil. Wir essen Lebensmittel, wo zwar Bio draufsteht, aber wo wir trotzdem nicht sicher sein können ob es nicht Genmanipuliert ist. Wir gehen einer Arbeit nach, wo die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens besteht. Aber solang man nichts merkt, egal. Wir lassen uns nicht gegen Grippe impfen, weil wir denken mich erwischt es sowieso nicht. Es gäbe so viele Beispiele in unserem Leben, wo wir nicht an die Nebenwirkungen denken.

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