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Die Huawei-TomTom-Partnerschaft sägt weiter am Google-Monopol

Die Huawei-TomTom-Partnerschaft sägt weiter am Google-Monopol

Huawei macht einen entscheidenden Schritt nach vorne bei seinem Prozess, sich von Google abzunabeln. Der niederländische Hersteller digitaler Karten TomTom gab am Freitag bekannt, einen Vertrag mit dem chinesischen Tech-Konzern geschlossen zu haben. Auch wenn keine Details bekannt sind, lässt sich Huaweis Motivation aus dem aktuellen Kontext ableiten – und daraus glänzende Aussichten für die digitale Zukunft.

Erst Harmony OS, dann das Begrüßungsgeld für die AppGallery und nun der vermutlich fette Deal mit TomTom: Huawei hat allmählich alle Schachfiguren in Position gebracht. Wenn Google keine Software mehr für die chinesischen Smartphones liefern darf, ist man keineswegs unvorbereitet.

Reuters beruft sich direkt auf den niederländischen Kartenhersteller TomTom, der am vergangenen Freitag offiziell den Huawei-Deal bestätigt haben soll. Der Pionier der Navigationsgeräte ist mit letzteren nicht mehr so erfolgreich wie dereinst; immerhin datiert die Gründung inzwischen fast 30 Jahre zurück. Doch mit dem Geschäft mit digitalen Kartendaten hielt man sich über Wasser.

Dieses Wasser dürfte jetzt wieder deutlich weiter unter den Kiel ragen, da der Tech-Gigant Huawei Teile seines "Machen wir uns unabhängig von Google"-Budgets für die Holländer reserviert. Und das sind mächtig gute Nachrichten für uns.

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Google Maps sind leider geil, aber wir brauchen stärkere Alternativen! / © Google

Die Prämisse ist ähnlich wie beim Aufstreben der Play-Store-Alternative Huawei AppGallery: Jeder Schritt weg von Googles Quasi-Monopol ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn bislang wird die Bedienung von Android-Smartphones in einem beachtlichen Umfang von Google-Diensten bestimmt. Selbst Apple-Nutzer wichen entweder aus sozialem Zugzwang heraus oder aus Resignation über Apple Maps auf Google-Produkte aus. Dies erlaubt einem einzigen Unternehmen, sich ein nahezu lückenloses Bild von den jeweiligen Benutzern zu machen.

Wird Huawei zum Anti-Google?

Was nun auf kommenden Huawei-Smartphones geschieht, kann eine Rückkehr zu einem vielfältigeren, freieren digitalen Leben einleiten. Anstelle eines einzigen Konzerns, der alles kann, haben wir ein Geflecht aus starken Partnerschaften des Hardware-Herstellers mit zahlreichen unabhängigen Software-Lieferanten.

Doch Huawei muss eine wichtige Regel einhalten, wenn es sich auch moralisch von Google abgrenzen will. Es muss uns versprechen, die Daten seiner Software-Partner nicht auf eine ähnliche Weise zu nutzen. Und dann wäre die Ironie perfekt.

Der ganze Ärger zwischen Huawei und Google entstand doch erst, weil die US-Regierung (im Wesentlichen nur ein lauter Mann) den Chinesen im Allgemeinen und dem Tech-Konzern im Besonderen Spionage unterstellt hatte. Die Beweise dafür fehlen noch immer, während welche für US-Spionage schon seit 2013 vorliegen. Auch Google war und ist involviert; wenngleich der Konzern dazu gezwungen wird.

China kann diesen Kampf moralisch gegen die USA nutzen

Spätestens seit jenen Enthüllungen sollten wir also deutlich mehr Misstrauen an den Tag legen, wenn wir unser komplettes Leben mit Online-Diensten aus den USA planen oder gar dokumentieren – tun wir aber nicht. Eher ist das Gegenteil passiert. Eher zeichnet sich eine Stimmung der Resignation ab.

Online-Dienste und -Spiele aus dem vermeintlich ominösen China feiern Mega-Erfolge: Mit Playerunknown's Battlegrounds (Mobile) und Fortnite hat der chinesische Tech-Konzern (und WeChat-Mutter) Tencent Millionen Spieler-Herzen erobert. Er hält auch Anteile an Activision Blizzard (World of Warcraft) sowie an Supercell (Clash of Clans).

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Kommende Tech-Entwicklungen wird China mitgestalten. / © Mavas_Bd / Shutterstock.com

Auch in den Privatsphäre-kritischen sozialen Medien kann sich ein Chinese durchsetzen. TikTok hat eine komplette Generation aus YouTube abgeworben; oder zumindest einige Instagram-Minuten täglich gestohlen. Deren junge Nutzerschaft ist offenbar deutlich aufgeschlossener gegenüber China, als manch wütend auf Twitter schnaubendes Staatsoberhaupt es gerne hätte.

Kritik muss bleiben

Das soll nicht heißen, dass Huawei automatisch besser als Google ist. Auf die von den Chinesen verwalteten Software-Produkte müssen dieselben kritischen Augen ruhen wir auf den bereits erwischten Amerikanern. Es ist jedoch positiv zu bewerten, dass auf dem wirklich kritischen Smartphone-Markt ein großes Gegengewicht zu Google etabliert wird.

Dies weckt zweierlei Hoffnungen. Zum einen können die Konzerne sich nun in ihrer Rücksicht auf unsere Privatsphäre gegenseitig überbieten. Zum anderen können sie endlich wieder um die innovativsten Lösungen für aktuelle Probleme konkurrieren. In beiden Fällen wären wir die Gewinner.

Quelle: Reuters

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Top-Kommentare der Community

  • Valentin Kitanov vor 4 Wochen

    @Black Mac Deine Aussage hätte ich 2009 unterschrieben... Mittlerweile gibt es andere Anbieter wie Here... Ob ich Google Maps, Apple Karten, Here oder TomTom verwende ist im Grunde egal alle erfüllen ihren Zweck. Und wenn du im Ausland unterwegs bist und keine MBs mehr übrig hast dann kommst du an Here als Offline Navi eh nicht vorbei...

  • Hansjürg Wüthrich vor 4 Wochen

    Jeder Schritt weg von Google ist zu begrüssen.... Und das sage ich als jahrelanger Google Fanboy! Aber wenn man analysiert, hinter die Kulissen schaut und begreift, was Google eigentlich für ein Verein ist, dann rennt man glücklich in die offenen Arme von Huawei.. Ich hoffe sie packen es !!

71 Kommentare

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  • Kann jemand Google in Sachen Abbildung der Verkehrslage das Wasser reichen? Für Google ist doch jeder, der mit einem Android Handy unterwegs ist und GPS an hat Grundlage für deren Berechnungen. (weiß nicht ob GPS wirklich an sein muß, wohl eher nicht)
    Ich meine, daß Google in diesem Punkt regelmäßig als Testsieger abschneidet und ich selbst möchte wegen dieser Eigenschaften eigentlich nichts anderes nutzen auch wenn es (noch) nicht perfekt ist.


  • Man mag über Google denken, was man möchte, aber Google Maps ist in allen Belangen einfach großartig, keine Ahnung, wie TomTom das Toppen will.


  • Wieder mal ein spitzen Artikel, gut geschrieben und dann trifft er auch noch meine Meinung weitestgehend. Was will ich mehr? Ach ja, mehr Artikel dieser Art. Und das Huawei alles richig hinbekommt. Mein Vertrauen in TomTom ist irgendwie nicht 100 %, weiß nicht warum, aber ich glaube ich war sehr unzufrieden mit denen früher..... hab aber vergessen warum.


    • Ja, TomTom ist nicht perfekt aber ich habe leider mit Google Maps miese Erfahrungen gemacht. Hatte als Autofahrer immer ein TomTom im Auto und aus Neugier parallel auf dem Handy Googlemaps laufen. Wollte gucken, wer besser navigiert. Da hat mich TomTom besser überzeugt in der Routenplanung. Auch TomTom war nicht unbedingt besser aber jeden seine.... Für mich ist mein Atlas aus den 80er immer noch Favorit.


  • Ich vermisse bei den ganzen Kommentaren (und im Artikel) die Differenzierung zwischen reiner Karte und Navigation. In Sachen Navigation ist TomTom, wie auch Sygic, HERE WeGo und dergleichen sehr gut. Wenn ich aber bestimmte Dinge auf einer Karte suche, ist Google das Maß der Dinge - weil die Suchmöglichkeiten beim Onlinezugriff sehr viel größer sind. Wollen Huawei resp. TomTom da auch angreifen oder geht es um die Navigation oder beides?


    • Ich glaube nicht, dass man das wirklich auseinanderdividieren kann.... Vielleicht läuft ja auch unter der Softwarehaube TomTom oder Here oder WhatEver die Lizenzkarte von Google?!
      Ich habe jedenfalls noch nie davon gehört, dass solche Anbieter ihre Kamera-Autos durch das Land hetzen


      • So (Kamera-Autos) meinte ich das nicht...
        Wenn ich bspw. Wilhelm-Dopatka-Halle (Leverkusen, auch bekannt als Rundsporthalle) in Google Maps eingebe, erkennt Google dies richtigerweise als Ostermann-Arena, während HERE WeGo mit besagter Halle als Suchbegriff nichts anzufangen weiß. Gleichermaßen würden mich beide Navi-Systeme ans Ziel bringen, wenn ich direkt Ostermann-Arena eingeben würde.
        Nun war/ist meine Frage, wo TomTom resp. Huawei da Google das Wasser abgraben wollen: nur Navi (das können Google und andere auch sehr gut) oder allgemeine Verwendung der Kartenfunktion.


      • Dann gib das mal in Magic Earth und OpenMultiMap ein.


      • HEB vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Darum geht es in diesem Fall doch nicht. Es ist ein Vergleich zwischen Google Maps und Tom Tom und nicht um irgend welche anderen Kartendienste welche Huawei nicht nutzen wird.


      • @Aries: das war, wie ich schrieb, nur ein *Beispiel*.
        Google Maps greift, wie der Name schon sagt, auf Google Suchergebnisse zurück. Worauf greift TomTom zurück? Auf seine eigene Datenbank(en), ggf. auf Huaweis Datenbank(en)? Kann man damit also nur Ziele finden, bei denen man die genaue Adresse kennt oder auch umgangssprachliche Beschreibungen für Ziele?
        @HEB
        TomTom weiß übrigens auch nicht, wo die Wilhelm-Dopatka-Halle ist, zumindest nicht in der Offline-Version. Online kann ich gerade nicht testen.
        .
        Sobald ich die Adresse kenne, führt mich jedes Navi-System ans Ziel, wenn auch dort die Straße drin gespeichert ist. Aber gerade wenn man in fremden Gegenden ist und einfach mal sehen will, wie weit ein bestimmtes Objekt entfernt ist, weiß ich ja nicht zwangläufig auch die exakte Adresse. Und hier hat m. E. Google Maps die Nase vorn, wenn es online genutzt wird. Wie schon beschrieben: gut Navigieren können eigentlich alle Navi-Systeme. Als ich mal CoPilot in Andalusien einsetzte und dort das Hotel Fuerte Conil eingab, führte mich CoPilot nur ins Zentrum von Conil de la Frontera, wo das Hotel aber nicht war. Ich musste die Reiseunterlagen raussuchen und die Adresse eingeben, dann klappte es. Ergo: CoPilot war fürs Navigieren gut, für die Hotelsuche mangelhaft.


      • > Darum geht es in diesem Fall doch nicht.

        Die Aussage von König Frank I lautet, HERE WeGo erfüllt seine Anforderung nicht, während Google Maps sie erfüllt. Das ist auch kein Vergleich zwischen TomTom und Google Maps. Daraufhin habe ich seinen Suchbegriff in meine Apps eingegeben und das gleiche Ergebnis gefunden, wie Google Maps. Also habe ich ihm diese Apps zum Test empfohlen.

        Im übrigen halte ich TomTom für die datenschutztechnisch schlechtere Lösung. Denn Google Maps füttert Google. TomTom füttert neben Google mindestens noch Adjust.


      • @Aries:
        "Die Aussage von König Frank I lautet, HERE WeGo erfüllt seine Anforderung nicht, während Google Maps sie erfüllt." Nein, die Aussage ist nicht allgemeingültig, sondern nur für den speziellen Fall richtig. Ich wählte ein Beispiel, um meine Frage zu verdeutlichen, wo denn nun TomTom resp. Huawei denn nun Google (Maps) das Wasser abgraben will: bei der Navigation znd/oder auch in allgemeinen Funktionen, wie z. B. die Suche nach Gebäuden, von Karten-Apps. Und genau hier gilt es zu differenzieren. Denn ich betrachte das Navigieren als zusätzliches Feature von Karten-Apps. Beleg: Google Maps startete erst ohne Navi-Funktion, die kam erst später dazu, als ich schon bspw. Nokia- bzw. Ovi-Maps zum Navigieren nutzte.
        .
        Lange Rede, kurzer Unsinn: die Kernaussage des Artikels ist, dass Huawei im Bereich Karten/Navigation zusammen mit TomTom an Googles Thron sägen will. Geht es also dabei um die reine Karten-App mit Funktionen wie der Suche oder rums reine Navigieren?


  • Google Maps ist unterm Strich schon eine geringe Sache, aber auch andere Mütter haben schöne Töchter. Jeder kann sich nach seinem Geschmack und Bedürfnissen, das wählen, was ihm gefällt. Google Maps hat allerdings schon eine beeindruckende Vielfalt... Besonders die Anzeige der Verkehrsdichte / Stau gefällt mir sehr gut.


  • Da ich nur mit dem Fahrrad unterwegs bin, auch im Urlaub, bin ich ich mit Google Maps unterwegs. Da kann ich bei der Routenberechnung auf "Fahrrad" umstellen und kann mittels Satelitenansicht einigermaßen gut kontrollieren ob ich z. B. auf unbefestigte Wege durch den Wald geschickt werde.

    Auch habe ich jeden Tag viele Touristen die mich nach dem Weg fragen. Da kann ich denen zeigen mit welchem Bus oder welcher U-Bahn die fahren müssen.
    Die Touristen sind zufrieden mit dem Service und ich habe nen entspannten Job.

    Bisher hatte ich keine großen Probleme mit Maps, wünsche mir aber ein Navi welches mich von Kopfsteinpflaster und unbefestigten Wegen fernhält.
    Leider wird für Berlin die App "Bb-Bike" nicht mehr aktualisiert. Dort konnte man für Radfahrer relevante Dinge einstellen (wenig Ampeln, Asphalt oder offroad, kein Kopfsteinpflaster, durchs grüne oder Hauptstraße etc.). Schade, diese Funktionen hätte ich gerne in einem einfachen Navi wie Google Maps.


    • Speziell was Biken und Cyclen angeht, gibt es tatsächlich DEUTLICH besseres als Google Maps. Aber ja, brauchbar ist es dennoch.


  • Ich hab noch einen Atlas von 1982. Der ist erstaunlich aktuell. 😎👍


  • Huawei ist bestimmt nicht besser als Google.
    Auch sie werden hungrig nach unseren Daten Ausschau halten.
    Schon vor langer Zeit sagte jemand “Wissen ist Macht!“


    • Als europäisches Unternehmen unterliegt die TomTom Software den Datenschutzbestimmungen. Sicherlich muss so eine App "Daten sammeln", um Karten zu aktualisieren, Routen zu optimieren, usw.
      Aber mehr als Google? Ich denke nicht.


    • Vor allem ist TomTom nicht besser. Anstatt einen Tracker in Google Maps stecken in TomTom Go fünf Tracker.


      • Wie soll denn Navigation ohne Tracking funktionieren? Und TomTom unterliegt der EU DSGVO... ich denke, Du bist da falsch informiert.


      • Laut DSGVO darf alles getrackt werden, wozu zugestimmt wird. Das darf mit Zustimmung auch auf Servern außerhalb der EU gespeichert werden.

        Du solltest Dich über Tracking informieren. Navigation kann offline erfolgen. Erst durch die Smart Devices wurde Online-Navigation und damit verbundenes Tracking möglich.

        Google Ads, Google Analytics, Answers etc. sind nicht zur Erbringung der Dienstleistung notwendig, tracken aber alles. Nicht nur den Standort, sondern auch wie Du eine App nutzt.


    • "Wissen ist Macht"..... macht auch nix.


  • Ne Navi-App ist ja jetzt kein großes Problem. Gibt zig Navis im Store, jeder Autohersteller hat seine eigene Navisoftware auf Basis von Here oder TomTom, da sollte Huawei das wohl auch problemlos hinbekommen.

    Interessant ist eher das drumherum. Die Huawei Mobile Services die mittlerweile auch Kaufapps bzw In-App Käufe erlauben, ein eigener digitaler Assistent bzw Suchmaschine die in der Entwicklung ist, ein eigenes Werbeframework als Äquivalent zu Google-Ads ....

    Trumps Bann war ja ein voller Erfolg...


    • vergiss nicht, dass die beiden letzten Huawei Smartphones komplett auf US-Hardware verzichten. Das schadet auch anderen Unternehmen. Und Huawei ist nun mal einer der Größten.


  • Juhuu, endlich mal ein Fanboy-Bashing, das nicht zwischen Apple- und Android-Jüngern besteht. Navigationskarten sind doch auch mal was Schönes ;-)

    PS: Ich nutze übrigens Waze (ja ich weiß, dass gehört auch zu Google).


  • Google Maps führt das Feld mit weitem Vorsprung an. Das heisst, dass man mit einem Huawei-Phone nur eine Lösung aus den hinteren Reihen bekommt. Und das wäre für mich ein K.O.-Kriterium, denn die Karten gehören zu den wichtigsten Diensten überhaupt.


    • @Black Mac Deine Aussage hätte ich 2009 unterschrieben... Mittlerweile gibt es andere Anbieter wie Here... Ob ich Google Maps, Apple Karten, Here oder TomTom verwende ist im Grunde egal alle erfüllen ihren Zweck. Und wenn du im Ausland unterwegs bist und keine MBs mehr übrig hast dann kommst du an Here als Offline Navi eh nicht vorbei...


    • Google Maps ist z.B. so ziemlich das erste was ich in einem neuen Handy deaktiviere.
      Leider lässt sich der Mist nicht löschen.
      @ Black Mac, woher nimmst du dir die Freiheit zu sagen, Tom Tom ist eine “Lösung aus den hinteren Reihen“?
      Das ist deine persönliche Meinung, also bitte nicht pauschalisieren.


      • Weil Google Maps erwiesenermassen die beste Lösung ist: Kartenmaterial, Präzision, Stauwarnung, AR-Benutzerführung, Guides, Offline-Karten …

        Nur weil du Google Maps nicht magst, heisst das noch lange nicht, dass es nichts kann. Tom-Tom hingegen steht sowieso mit dem Rücken zur Wand. Wenn die nicht aufgekauft werden, machen sie es nicht mehr lang.


      • Ziemlicher Blödsinn...
        TomTom steht mit nichts zur Wand. Sie sind zwar schon lange nicht mehr der Big Player im Navi-Markt, aber sie sind eben auch schon seit Jahren Software-Spender für viele Auto-Marken,
        Oder denkst Du, dein Mercedes Navi ist von Mercedes?^^


    • Schau Dir mal Apps auf Basis von OpenStreetMap an. Die zeigen Dir auch alles mögliche an. Als Navigations-App ist Magic Earth ganz weit vorne.


      • Selbst mein Hyundai Navi zeigt mit 3D Gebäude. Allerdings weiß ich nicht, welchen Hersteller die verwenden. Google ist es nicht, auch wenn CarPlay möglich wäre

        EDIT: Mein Hyundai Navi ist tatsächlich "Here"


  • Finde ich gut.


  • Ich hab TomTom, Navigon und Maps auf dem Telefon. Ich nutze aber praktisch nur Maps.


  • Bin schon sehr lange bei "here"


  • Jeder Schritt weg von Google ist zu begrüssen.... Und das sage ich als jahrelanger Google Fanboy! Aber wenn man analysiert, hinter die Kulissen schaut und begreift, was Google eigentlich für ein Verein ist, dann rennt man glücklich in die offenen Arme von Huawei.. Ich hoffe sie packen es !!


    • Das mag ja alles stimmen, „was Google für ein Verein“ ist. Bloß Fakt ist eben auch, dass Google eine derart riesen Community im Rücken hat, dass gewisse Dienste erst möglich werden.
      Wenn man sich über Google Maps gleich einen Tisch im Restaurant bestellen kann.
      Dieser Termin gleich im Kalender eingetragen wird. Der Kalender den Verkehr berücksichtig und dich rechtzeitig „losschickt“, dann wird deutlich, mit welchen Problemen Huawei zu Kämpfen hat.
      Denn es ist nicht damit getan, einfach eine Alternative zu Google Diensten anzubieten.
      Der Komfort entsteht, wenn diese dienste zusammenspielen.
      Ist also Huawei ernsthaft an einer Alternative zu Google gelegen, kommt man um einen Weg, wie ihn Apple gegangen ist, gar nicht herum.
      Nämlich selbst die Welt neu zu vermessen. Darauf aufbauend kann ein kartendienst entstehen, der topaktuell ist.
      Wo entsprechend andere Daten ( Öffnungszeiten, bezahlmöglichkeiten etc.) eingepflegt werden können.
      Diesen Dienst dann mit einem eigenen Kalender anbieten.
      Welcher die Daten aus Maps berücksichtigt. DAS wäre eine Alternative.
      Klar. Für alles gibt es Ersatz. Bloß ob dieser gut ist und mit anderen Diensten zusammenspielt, steht auf einem ganz anderen Blatt.


      • Du schreibst, da entsteht Komfort wenn Google einem alles abnimmt. Stimmt, aber muss man alles serviert bekommen? Da entsteht auch irgendwie Abhängigkeit, denke ich 🤷‍♂️


      • Ich bezweifle, dass Huawei das leisten kann. Schließlich nutzen seine Dienste ja zumindest absehbar nur Besitzer von einer einzigen Handymarke während Google übergreifend funktioniert, also ein Vielfaches an Nutzern hat.


      • Naja. Der eine oder andere muss sicher nicht alles serviert bekommen.
        Das Problem sehe ich aber woanders.
        Wie will huawei die Leute, welche sich an ebendiesen Komfort gewöhnt haben, von ihrer Lösung überzeugen?


      • Apple nutzt den reinen Kartendienst von TomTom, dessen eigene TeleAtlas Karten werden permanent aktualisiert.
        TomTom ist als reine Navigationslösung für mich (!) deshalb unangefochten Spitzenreiter da die Übersichtlichkeit der Karte, hier gerade die rechte Statusleiste mit Verkehr, Tankstellen etc., welche mir einen permanenten Überblick über bevorstehende "Probleme" zeigt. Verkehrsmeldungen, in welche unter anderem Sensoren in Autobahnen, Verkehrskameras und Bewegungsmeldungen der Mobilfunkanbieter einfließen sind mindestens so exakt wie von Maps. Letzteres verknüpft sicher und sehr gut die Google Welt, als reine Navigation ist sie für mich (!) jedoch TomTom definitiv unterlegen. Und dafür sind die € 20,00 jährlich bestens ausgegeben.


      • Sorry, aber das ist gerade das, was ich erschreckend oder zumindest bedenklich finde.
        Den Menschen wird das SELBSTÄNDIGE DENKEN abgenommen.
        Irgendwann sagt uns Google was man essen soll, wen man heiraten soll, zu welchem Arzt gehen, welchen Beruf lernen usw.
        Bei manchen Entscheidungen hat man das Gefühl, dass es heute schon passiert. Die Menschheit wird manipulierbar.


      • Eine extrem fortschrittreduzierende Aussage. Irgendwer muss mal was Neues auf den Markt werfen. Warum nicht Huawei. Warum nicht jetzt? Warum nicht TomTom?


      • Eine Abhängigkeit entsteht in der digitalen Welt ganz automatisch immer dann, wenn Du dich mit jemandem vernetzt, denn genau das ist ohne Datenaustausch nicht möglich. Digitalisierung ist, glaube ich, wenn man akzeptiert hat, dass es auch irgendwen geben muss, der dich technisch vernetzt. Und eben jenem muss man dann auch irgendwie vertrauen.


      • Naja... letztlich gibt dir die Technik nur Empfehlungen... sie kann dich nicht zwingen, etwas zu tun. Du entscheidest, was Du mit wem teilst und wo Du hingehst.
        Aber ich verstehe, was Du meinst. In vielen Fällen ist das aber vielleicht auch kein Nachteil, solange diese Empfehlungen im Sinne des Menschen/der Gesundheit/der Umwelt usw. erfolgen.


    • Boa … also “böses Google, aber Chinesen sind alle ganz lieb!”

      Viel Glück damit.


      • Hast schon recht, die tun sich wahrscheinlich alle nicht viel. Aber ich persönlich habe in die USA seit Trump deutlich weniger Vertrauen als in die Chinesen.


    • Das wird aber einfach nicht gelingen, denn nur weil Du "weg von Google" bist, hast Du für den Datenschutz und jeden anderen Aspekt des digitalen Lebens absolut nichts getan. Du tauschst eigentlich nur den, der deine Daten bekommt.
      Ob Google nun schlechter oder besser ist als Huawei, Apple oder Samsung... kein Plan.
      Ja, Google ist ein riesiger Mischkonzern, der ganz sicher auch in gewisser Weise über Daten finanziert wird. Aber ganz ehrlich: Da ist Amazon deutlich schlimmer. Besonders in den USA ist das nicht nur ein Shop, sondern Versicherer, Häuslebauer und vieles mehr. Wir sind es in Europa gewohnt, uns via Google überall anzumelden und deren Dienste zu nutzen. Sich das abzugewöhnen dürfte ähnlich schwierig wie eine Hirn-OP sein, denn man wechselt von einem größtenteils sicheren Stausee in einer nahezu unerforschten Ozean:) Ich hab mich mit dem Huawei Mate 30 Pro für den Wechsel entschieden. Aber bisher haben das, glaube ich, nicht so viele getan.


  • Also das mit TomTom und Huawei hört sich doch mehr nach einer Notlösung an.
    So gut TomTom bei Navigation auch sein mag. Google Maps hat doch deutlich mehr zu bieten, als reine Navigation.


    • Stand jetzt: Richtig. Aber auch iOS und Google Dienste wurden Step by Step aufgebaut. Was Huawei nun macht, hat ein ordentliches Tempo. Und bitte mal nicht vergessen, dass "Here" mal als Lösung für Nokias Windows Phone von Nokia gedacht war und erst für Android released wurde, als sich das Ende von Windows Phone abzeichnete.


  • TomTom nutze ich auch lieber anstatt Google Maps.

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