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Dell Venue 8 7840 im Test: Ein edler Flachmann

Mit dem Venue 8 7840 hat Dell ein äußerst schlankes Tablet im edlen Alu-Gewand und einem auffälligen Design zum attraktiven Preis im Angebot, das auf den ersten Blick sehr verlockend wirkt. Aber ob das Dell Venue 8 auch in der Praxis überzeugen kann, zeigt Euch mein Test.

Bewertung

Pro

  • Design
  • Verarbeitung
  • Display

Contra

  • Performance nicht immer flüssig
  • Kamera-Zusatzfunktionen sinnlos

Dell Venue 8 7840: Preis und Verfügbarkeit

Das Dell Venue 8 7840 ist seit Ende Februar 2015 verfügbar. Sein anfänglicher Preis von knapp 400 Euro ist inzwischen unter die magische 300-Euro-Grenze gerutscht, sodass Conrad derzeit nur 279 Euro verlangt.

Dell Venue 8 7840: Design und Verarbeitung

Das Dell Venue 8 7840 hat einen Alu-Unibody und ist mit einer Dicke von gerade mal sechs Millimetern besonders dünn. Die Front besteht fast nur aus Display, denn das Venue 8 ist nahezu rahmenlos. Unten angebracht sind die Stereo-Lautsprecher und die Front-Kamera. Auf der Rückseite sind gleich drei Kameras mit Intels RealSense-Technologie angebracht. Diese ermöglichen Tiefeneffekte und Bildberechnungen. Wie sich diese im Test schlugen, erfahrt Ihr weiter unten.

dell venue 8 back camera
Auffällig: Die drei Kameras auf der Rückseite. / © ANDROIDPIT

Das Dell Venue 8 7840 wirkt äußerst elegant und hochwertig, die schmalen Displayrahmen haben aber auch ihren Preis, denn ich wusste nie so wirklich, wie ich das Tablet am besten anfasse. Fasse ich es an der breiten Unterseite an, verdecke ich entweder die Lautsprecher oder die Frontkamera. Fasste ich es im Test an den Seiten an, sodass mein Handballen leicht auf dem Display auflag, führte ich ungewollte Touch-Aktionen aus, da das Dell Venue 8 7840 keine Handballen-Erkennung hat und somit jede Berührung auf dem Display automatisch verarbeitet wird. Meine Hand ist zwar groß genug, dass ich das Venue 8 komplett umschließen kann, aber auf Dauer ist das etwas unbequem. Ich musste im Test des Dell Venue also häufig umgreifen und das erforderte anfangs einiges an Umgewöhnung.

dell venue 8 side
Mit einer Dicke von gerade mal 6 mm ist das Venue 8 besonders dünn. / © ANDROIDPIT

Auf der rechten unteren Gehäuseseite ist ein Kombi-Einschub, der beim WLAN-Modell des Dell Venue 8 7840 Platz für eine microSD bietet und beim LTE-Modell entweder eine SIM-Karte oder eine microSD beherbergen kann.

dell venue 8 sd slot
Der Einschub für die microSD-Karte. / © ANDROIDPIT

Die Verarbeitung des Dell Venue 8 7840 zeigte sich im Test über alle Zweifel erhaben und sehr hochwertig: Hier knarzt nichts, Spaltmaße sind gleichmäßig und auch der Power-Button an der linken Seite und die Lautstärke-Wippe bieten einen guten Druckpunkt und wackeln nicht. Kurzum: Das Dell Venue 8 7840 könnte nicht besser verarbeitet sein.

Dell Venue 8 7840: Display

Der OLED-Bildschirm des Dell Venue 8 hat eine Größe von 8,4 Zoll und eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel. Somit bringt es das Tablet auf eine Pixeldichte von 361 ppi. Einzelne Pixel findet man selbst mit der Lupe nicht und mir gefällt das Display sehr gut. Die Farbdarstellung ist sehr natürlich und der Bildschirm ist obendrauf äußerst leuchtstark. Blickwinkel sind sehr stabil und selbst in extremen Blickwinkeln kommt es kaum zu Farbverfälschungen.

dell venue 8 side volume
Das Display ist sehr gut und auch sehr blickwinkelstabil. / © ANDROIDPIT

Egal, ob man Fotos anschaut, im Internet surft, Videos ansieht oder ein Spiel spielt: Es war im Test eine wahre Freude, aufs Dell Venue 8 7840 zu schauen und Multimedia-Inhalte jeglicher Art zu genießen.

Dell Venue 8 7840: Besonderheiten

Auf der Rückseite des Dell Venue 8 sind gleich drei Kameras, die dreieckig angeordnet sind. Die Hauptkamera, die unten mittig platziert ist, löst mit acht Megapixel auf. Weiter oben befinden sich links und rechts zwei stereoskopische Zusatzkameras, die in 720p auflösen. Diese Zusatzkameras dienen der Tiefenberechnung und das Dell Venue 8 7840 ist das erste Tablet bei dem die von Intel entwickelte Technologie RealSense zum Einsatz kommt. Das bedeutet in der Praxis, dass jedes aufgenommene Foto mit Tiefeninformationen versehen wird, die dann dafür verwendet werden können, um zum Beispiel den Fokus nachträglich zu ändern, die Farbe des Hintergrunds auszutauschen oder die Größe von Objekten und Menschen zu berechnen. Damit das am besten funktioniert, sollte die Umgebung gut beleuchtet sein und man sollte in einer Entfernung zwischen einem und fünf Metern vor dem jeweiligen Objekt stehen.

dell venue 8 back camera 2
Die drei rückseitigen Kameras im Detail. / © ANDROIDPIT

Im Test funktionierte dieses Feature eher durchwachsen. Eine Kaffeetasse wurde fast auf den Zentimeter genau vermessen, eine Flasche mit Apfelschorle wurde doppelt so groß und unser Firmen-Riese Caspar, der 2,07 Meter groß ist, wurde vom Vermessungstool um zehn Zentimeter  geschrumpft. Um mehr als eine lustige, aber auch sinnlose Spielerei handelt es sich bei diesem Feature also leider nicht, da man sich auf die Messergebnisse alles andere als verlassen kann.

dell venue 8 7840 apfelschorle
Diese kleine Flasche soll angeblich fast 40 Zentimeter groß sein. / © ANDROIDPIT

Die Foto-App Dell Gallery bietet auch verschiedene Tiefeneffekte. So kann zum Beispiel der Hintergrund in Schwarz-Weiß dargestellt werden, während das Objekt im Fokus eingefärbt bleibt. Aber auch das entpuppte sich in meinem Test leider als nur wenig zuverlässig und die Ergebnisse waren nicht zufriedenstellend.

Dell Venue 8 7840: Software

Auf dem Dell Venue 8 7480 läuft Android 4.4.4 KitKat, ein Update auf Lollipop wurde seitens Dell schon angekündigt, ein genaues Datum gibt es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht. Dell hat KitKat größtenteils unberührt gelassen, sodass das Interface Stock-Android schon sehr nahe kommt. Der Hintergrund der Einstellungen wurde aber beispielsweise blau eingefärbt, aber sonst halten sich die optischen Anpassungen in Grenzen.

Dell hat dem Venue 8 7480 aber einige Zusatzfeatures spendiert, darunter die schon oben genannte Dell Gallery. Aber auch die Software MaxxAudio ist an Bord, die zur Klangverbesserung dient und Funktionen wie Bassverstärkung oder einen Equalizer bietet. Das Interface sieht jedoch alles andere als zeitgemäß aus und auch das Icon setzt sich mit seiner geringen Auflösung hässlich von den restlichen (= hochauflösenden) Symbolen ab. Wer die App nicht nutzen und auch nicht sehen will, kann sie zwar nicht deinstallieren, aber zumindest deaktivieren. Warum Ihr aber nicht auf sie verzichten solltet, dazu im Abschnitt Audio später mehr.

dell venue 8 7840 maxxaudio icon
Das MaxxAudio-Icon sollte dringend überarbeitet werden. / © ANDROIDPIT

Dell Venue 8 7840: Performance

Im Dell Venue 8 7480 steckt der Quad-Core-Prozessor Intel Atom Z3580 mit einer Taktung von 2,3 GHz. Unterstützt wird der Chip von 2 GB RAM. Die Performance ist in den allermeisten Fällen sehr gut und es gibt keine Ruckler oder Aussetzer. Spiele wie Dead Rising 2 oder Real Racing 2 laufen absolut flüssig. Lediglich wenn man die Dell Gallery im Verbindung mit den Tiefenbearbeitungsfunktionen nutzt, kam es im Test des Dell Venue 8 beim Verlassen der App oder beim Wechseln von Fotos zu einer kurzen Denksekunde. Das ist aber auch das einzige Mal, dass ich solche Aussetzer beobachten konnte und ich vermute, dass es eher an der Software und weniger der Hardware liegt. Anderenfalls würden auch grafisch anspruchsvolle Spiele oder Apps ruckeln.

Der Vollständigkeit halber hier noch das Ergebnis des AnTuTu-Benchmarks, bei dem das Dell Venue 8 7840 im Test 44.755 Punkte erzielt hat:

dell venue 8 7840 antutu benchmark
Im AnTuTu-Benchmark ist das Dell-Tablet nahezu gleichauf mit dem OnePlus One. / © ANDROIDPIT

Dell Venue 8 7840: Audio

Die Stereo-Frontlautsprecher klingen ohne MaxxAudio dumpf und es fehlt ihnen an Dynamik. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass sie sich blechern anhören und ich im ersten Moment enttäuscht war. Das änderte sich aber schlagartig, als ich MaxxAudio dazuschaltete. Die App bietet bereits verschiedene vorgefertigte Profile für Musik, Games, Filme und mehr.

dell venue 8 speaker
Die Stereo-Frontlautsprecher sind an der Unterseite des Venue 8 angebracht. / © ANDROIDPIT

Im Grunde genommen macht die App nichts weiter, als Höhen und Tiefen anzufassen, das machte sie im Test aber so gut, dass die Stereo-Lautsprecher plötzlich gänzlich anders, nämlich gut, klingen. Der Soundumfang erhält mit einem Mal eine ganz andere Dynamik und das Klangbild ist deutlich voller geworden. Via dauerhafter Anzeige in der Benachrichtigungsleiste kann man schnell zwischen den verschiedenen Profilen umschalten und wer mehr Feintuning will, kann auch manuell am Equalizer der App herumschrauben.

Dell Venue 8 7840: Kamera

Die beiden Kameras des Dell Venue 8 lieferten im Test eine realistische Farbwiedergabe mit relativ wenig Bildrauschen in dunklen Bereichen. Bilder werden aber zu dunkel belichtet und durch die automatische Nachbearbeitung wird zu viel künstliche Schärfe erzeugt, die die Bilder oftmals unnatürlich erscheinen lassen. Zum Fotografieren sollte man das Dell Venue 8 7480 daher eher nicht verwenden, was angesichts der weiter oben genannten Zusatzfunktionen der Kamera eigentlich schade ist. Dann wiederum würde ich mit einem Tablet ohnehin keine Fotos schießen, da es zu groß und unhandlich ist. Deshalb finde ich es auch nicht schlimm, dass die Kamera in meinem Test nur mittelmäßige Fotos machte und auch kein Blitz vorhanden ist.

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Farben werden realistisch dargestellt. / © ANDROIDPIT
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Auch das Bildrauschen ist minimal. / © ANDROIDPIT

Dell Venue 8 7840: Akku

Mit einer Kapazität von 5.900 mAh ist der Akku des Dell Venue 8 7840 erfreulich groß und das spiegelt sich auch in der Praxis wider: Schaut man sich zum Beispiel einen Film mit einer durchschnittlichen Länge von 1,5 Stunden bei halber Displayhelligkeit an, verliert man ungefähr 15 Prozent Akku. Alles in allem kam ich mit dem Dell Venue 8 7840 im Test auf rund 10 Stunden Akkulaufzeit, was mit anderen Tablets vergleichbar ist.

Dell Venue 8 7840: Technische Daten

    • Typ:
    • Tablet
    • Modell:
    • Keine Angabe
    • Hersteller:
    • Dell
    • Abmessungen:
    • 6 x 124,4 x 215,8 mm
    • Gewicht:
    • 305 g
    • Akkukapazität:
    • 5900 mAh
    • Display-Größe:
    • 8,4 Zoll
    • Display-Technologie:
    • AMOLED
    • Bildschirm:
    • 2560 x 1600 Pixel (431 ppi)
    • Kamera vorne:
    • 2 Megapixel
    • Kamera hinten:
    • 8 Megapixel
    • Blitz:
    • Nicht vorhanden
    • Android-Version:
    • 4.4.4 - KitKat
    • RAM:
    • 2 GB
    • Interner Speicher:
    • 16 GB
    • Wechselspeicher:
    • microSD
    • Chipsatz:
    • Intel Atom
    • Anzahl Kerne:
    • 4
    • Max. Taktung:
    • 2,3 GHz
    • Konnektivität:
    • Bluetooth 4.0
      HSPA, LTE, Bluetooth 4.0

Abschließendes Urteil

Das Dell Venue 8 7840 ist ein grundsolides Tablet, das mich in meinem Test bis auf die Kamera überzeugen konnte. Das ist aber ein Punkt, bei dem ich persönlich ein Auge zudrücken kann, denn ich würde niemals auf die Idee kommen, mit einem Tablet Fotos zu schießen. Die restlichen Spezifikationen und das edle Aluminium-Gehäuse in Kombination mit dem guten Display gleichen das Kameradefizit wieder aus. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das Dell Venue 8 7840 bald das Update auf Lollipop erhalten wird, denn inzwischen fühlt sich Android 4.4 KitKat für mich nicht mehr zeitgemäß an.

9 Kommentare

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  • Was für ein Formfaktor hat der Bildschirm denn? Also 16:9 schon mal nicht, 4:3 anscheinend auch nicht... Ist das ein Film Formfaktor? (21:irgendetwas glaube ich...)

  • Die Specs klingen zwar nicht schlecht, allerdings würde ich niemals ein Android Gerät mit Intel Prozessor kaufen, dafür gibt es einfach zu viele Inkompatibilitäten.

    •   58

      Eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Tablets mit Atom-Prozessor widerlegen Deine Aussage.

      • Na nicht wirklich. Nur weil es davon viele gibt heißt es ja nicht das auch alle Apps drauf laufen oder?
        Also so Standard Apps und Otto normal User Apps laufen schon aber gerade bei Root Apps gibt es doch immer mal wieder Probleme wegen x86 Prozessor

      •   58

        Also so Standard Apps und Otto normal User Apps laufen schon aber gerade bei Root Apps gibt es doch immer mal wieder Probleme wegen x86 Prozessor"

        Apps, die so tief ins System eingreifen, dass sie direkt Prozessor-Routinen aufrufen, sollte man nun wirklich meiden.

  • Nett... Gut Beschrieben....

  •   58

    Irgendwie sieht das Ding aus, wie gewollt und nicht gekonnt. Speziell die Rückseite ist an Scheußlichkeit ja kaum zu überbieten - drei sinnfreie und unmöglich platzierte Kameras hin oder her...

  • Guter Artikel!
    Mir sähe das Ding zu asymmetrisch aus...

  •   30

    Interresantes Teil :)

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