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Android rooten: Die ultimative Anleitung

Wenn Ihr Euer Android rootet, schaltet Ihr neue Funktionen des Smartphones frei. Was es aber genau mit Android-Root auf sich hat, verraten wir Euch in unserer Anleitung. Hier lernt Ihr alle Vor- und Nachteile von Root kennen und wir zeigen Euch, wo man Root-Anleitungen für alle Smartphones findet.

Zum Abschnitt:

Was ist Root?

Der Begriff Root kommt aus der Linux-Welt. Durch den Root-Vorgang bei Android erlangt der Nutzer Super-User-Rechte und hat vollen Zugriff auf das gesamte Dateisystem eines Geräts. Das ermöglicht tiefgreifende Anpassungen und Änderungen an der Software. Aber es stellt für unerfahrene Nutzer auch eine große Gefahr dar, weil wichtige Systemdateien gelöscht werden können. Das ist auch einer der Gründe, warum Smartphones standardmäßig nicht gerootet sind und Ihr beim Android-Rooten nicht leichtfertig sein solltet.

Der Root-Zugriff erfolgt oft durch ein Script, das man im Download-Modus von Android installiert und das sich dann automatisch ausführt. Dieses Script nutzt oft eine Sicherheitslücke im Betriebssystem-Kern aus und führt eine sogenannte Privilege Escalation aus. Dieser Rechteaufstieg macht Euch vom User zum Super-User mit den oben erklärten Root-Privilegien. Die dabei installierte App SuperSU kümmert sich darum, dass Ihr die Kontrolle darüber behaltet, zu welchem Zeitpunkt eine App diese Root-Rechte nutzen darf.

Verliere ich meine Garantie oder Gewährleistung durchs Android-Rooten?

Viele Nutzer sorgen sich, dass sie ihre Garantie oder Gewährleistung verlieren, wenn sie ihr Smartphone rooten. Deswegen haben wir die unterschiedlichen Smartphone-Herstellern dazu ganz konkret befragt, um dieser Sorge und den Mythen, die sich um das Rooten ranken, ein für alle Mal Fakten gegenüberzustellen. Bisher zeigt sich nur HTC grundsätzlich kulant gegenüber Root, während LG oder Sony zunächst eine Null-Toleranz-Regelung fahren. HTC schreibt dazu konkret:

"Zu diesem Thema existieren grundsätzlich rechtliche Bestimmungen auf Grundlage der EU Richtlinie 1999/44/EG. HTC achtet und hält sich im Allgemeinen an geltendes EU-Recht. Das betrifft auch den Bereich der modifizierten Software von HTC-Produkten.

Verfügt das HTC-Gerät eines Nutzers über einen Root, so ist das nicht gleichbedeutend mit dem Verfall seines noch bestehenden Gewährleistungsanspruchs. Dieser Anspruch entfällt allerdings, sollte das Gerät über einen Defekt verfügen, der nachweislich auf die veränderte Software-Umgebung respektive den Root zurückzuführen ist."

LG fasst sich kurz und sagt, dass die Garantie beim Rooten erlischt. Bei Sony ist man weniger hart, denn da heißt es: "Wenn in der Werkstatt eine solche Modifikation erkannt wird, so schauen wir uns diese Fälle individuell an. Sofern der Defekt nicht mit dem Root in Verbindung steht und eine Reparatur möglich ist, entscheiden wir kulant für den Kunden." Also kann man bei Sony wenigstens auf Rettung hoffen.

Samsung ist ebenfalls hart und schreibt: "Da durch Rooting in der Regel nichtgenehmigte Modifikationen am Produkt vorgenommen werden, greift die von Samsung gewährte Garantie in diesem Fall nicht. [...] Für die Gewährleistungsrechte des Käufers gegenüber dem Verkäufer gelten unabhängig davon die gesetzlichen Bestimmungen."

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat sich mit der Root-Thematik beschäftigt und kam nach einer ausführlichen Prüfung zu dem Ergebnis, dass gemäß EU-Richtlinie 1999/44/CE auch nach dem Rooten und der Installation von Custom-ROMs weiterhin Gewährleistungsansprüche bis zu zwei Jahre nach Kauf geltend gemacht werden können. Sollte Euer Smartphone oder Tablet einen Defekt haben, darf der Verkäufer, bei dem Ihr das Gerät gekauft hat, die Gewährleistung nicht verweigern. Der Verkäufer befindet sich sogar in der Beweispflicht: Er muss nachweisen, dass die Schäden durch die Veränderung der Software aufgetreten sind. Die Beweispflicht hat er allerdings nur in den ersten 6 Monaten nach dem Kauf. Danach hat man als Käufer sowieso schlechte Karten.

Beispiel 1: Ihr rootet Eurer Smartphone und installiert den beliebten Custom-ROM CyanogenMod. Plötzlich löst sich aufgrund eines Materialfehlers der Knopf zum Ein- und Ausschalten Eures Smartphones. Hier greift ganz klar die Gewährleistung. Aber auch hier gilt: Nach den ersten sechs Monaten seid Ihr in der Beweispflicht, dass der Materialfehler am Knopf schon von Anfang an vorlag.

Beispiel 2: Ihr rootet Euer Smartphone, installiert CyanogenMod und zusätzlich einen neuen Kernel, der Eure CPU übertaktet und für mehr Leistung sorgen soll. Dem Smartphone-Prozessor gefällt das aber überhaupt nicht, er erhitzt sich zu stark und raucht im wahrsten Sinne des Wortes ab. Hier greift die Gewährleistung nicht, weil die Schäden eindeutig durch das Rooten verursacht wurden.

Ist mein Gerät schon gerootet? Gibt es einen Root-Check?

Es gibt sogar zwei Apps, die sehr häufig verwendet werden, um genau diese Frage zu beantworten. Manche Malware infiziert Euer Smartphone und verschafft sich höhere Privilegien. Ein anderes mal hattet Ihr Euer Smartphone gerootet, wolltet den Root aber wieder entfernen. In beiden Fällen müsst Ihr prüfen, ob Euer Smartphone gerootet ist.

Die erste App stammt von Jared Rummler, Chef von JRummy Apps. Der Root Check findet kostenlos heraus, ob Euer Smartphone gerootet ist. Falls Ihr Super-User-Privilegien habt, dient der Root-Check zugleich als Schaufenster für Apps, die diese Rechte nutzbar machen.

jrummy root check
Der Root Check ist werbefrei, bietet aber wenig Mehrwert. / © JRummy
Root Check Install on Google Play

Die zweite App stammt von dem Entwickler mit dem Pseudonym Joeykrim. Sein Root-Checker setzt neben App-Empfehlungen und Freemium-Modell zusätzlich auf Bannerwerbung. Im Gegenzug erhaltet Ihr einen Glossar, der Euch die wichtigsten Infos rund um Root in Android liefert. Joeykrim ist auch bekannt für sein Root-Quiz.

joeykrim root checker
Warum Root? Joeykrim missioniert in seinem Root Checker. / © joeykrim
Root Checker Install on Google Play

Wie kann ich mein Smartphone rooten?

Je nach Smartphone-Hersteller ist es mehr oder weniger aufwendig und risikobehaftet, Android zu rooten. Bei manchen hat sich Standard-Software etabliert, bei anderen macht sogar der Hersteller mit und unterstützt Euch regelrecht dabei, Android zu modifizieren. Wieder andere machen komplett dicht, so dass man sich fast wie ein Aussetziger fühlt, wenn man sich durch Kommandozeilen wühlt und mit trockenem Mund und zittrigen Fingern vor dem Rechner sitzt und hofft, dass aus WARNING kein ERROR wird.

Leider können wir Euch hier zu keinem Gerät in aller Ausführlichkeit eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Android-Rooten liefern, da der Artikel dann zu umfangreich würde. Aber wir können mit dem Finger in die richtige Richtung zeigen und Euch aufzeigen, wo man zuverlässige Hilfe bekommt und nicht hinters Licht geführt wird. Der Fokus liegt dabei vor allem auf etablierte Methoden, die langfristig gepflegt werden und auch nach dem Schließen der genutzten Sicherheitslücken schnell wieder verfügbar gemacht werden.

samsung galaxy s6 edge download mode
Der Download-Modus ist der gewöhnliche Ort, in dem das Android-Rooten erfolgt. / © ANDROIDPIT

Geräte von Samsung rooten

TWRP und Root für Galaxy S7 und S7 Edge

Die internationalen Modelle des Galaxy S7 und des S7 Edge wurden inzwischen mit Custom Recoveries und Root-Methoden ausgestattet. Zum Glück sind auch die deutschen Modelle davon betroffen, denn diese besitzen den Exynos-Prozessor. US-Modelle mit dem Qualcomm-Chip wurden bis zum 16. März noch nicht erfolgreich gerootet.

Für unsere Modelle ist zusätzlich eine Custom Recovery TWRP erhältlich. Sie erleichtert Backups und die Installation von Custom-Kernels und Rooting-Tools. Die alternative Rooting-Methode CF-Autoroot umgeht den Schritt mit der Custom-Recovery, bietet Euch jedoch weniger Funktionen.

In jedem Fall geht Euer Anspruch auf Garantie verloren.

Bei Samsung ist dank des Flash-Werkzeugs Odin die Modifikation des Betriebssystems recht einfach, sobald passende Abbild-Dateien verfügbar sind. Jedoch passiert es hier, dass ein Zähler ansteigt, der es für Samsung-Mitarbeiter leicht macht, zu erkennen, ob Euer Samsung-Smartphone modifiziert wurde.

Software-Updates bei gerootetem Samsung

Ich habe in der XDA-Community nachgefragt, wie es um Software-Updates bei gerooteten Samsung-Geräten bestellt ist. Schließlich funktionieren nach der Software-Modifikation die automatischen Updates nicht mehr. Man erklärte mir, dass man die Updates ab dann manuell per Odin flashen müsse.

Wie Ihr an neue Images gelangt, erklären wir Euch unter anderem in den Update-Anleitungen für die S6-Modelle. Diese gelten für das S7 und das S7 Egde analog. Nach dem Update müsst Ihr die TWRP-Recovery erneut im AP-Bereich einfügen und flashen.

Da es bei dieser Prozedur immer wieder zum Datenverlust kommt, solltet Ihr recht früh damit beginnen, Backups mit Titanium oder Helium anzufertigen.

Grundlegendes zum Samsung-Root

Wenn Ihr einen Windows-Computer verwendet, müsst Ihr zunächst passende USB-Treiber installieren, sonst kann Odin nicht mit der Download-Schnittstelle eures Galaxy-Smartphones kommunizieren und Ihr könnt Euer Android nicht rooten. Dann folgt meist der Download einer MD5-Datei wie CF-Auto-Root, die Ihr mit Odin in die PDA-Partition flasht. Das dabei ausgeführte Script holt sich den Super-User-Zugriff und Euer Samsung ist im Root-Modus.

Die wichtigsten Samsung-Root-Foren im Überblick:

Geräte von LG rooten

Während das LG G4 noch ein zu junger Neuzugang im Forum ist, gibt es zum Vorjahres-Modell bereits Tools und Scripte, die Ihr ebenfalls im AndroidPIT-Forum findet.

Im Gegensatz zu Samsung braucht Ihr bei LG lediglich USB-Treiber, die Ihr beim LG-Support findet, ADB und einen SuperSU-Installer, der Euer LG-Smartphone per Script völlig automatisch rootet. In der Regel findet Ihr passend zu Eurem LG-Smartphone und der darauf installierten Android-Version die nötigen Dateien in einem einzigen Paket.

LG hat diesen Sommer 2015 angekündigt, offizielle Methoden zum Entsperren des Bootloaders anzubieten. Derzeit gibt es sie nur für das europäische Modell des G4, jedoch wurde schon jetzt bekanntgegeben, mit welchen Haken und Ösen LG diese Prozedur versehen hat. Schon im ersten Punkt der offiziellen Erklärung stellt der Hersteller klar, dass er Garantieansprüche verfallen lässt.

Die wichtigsten LG-Root-Foren im Überblick

Geräte von Sony rooten

Bei Sony spaltet sich die Root-Gemeinde in zwei Lager. Es gibt einige Smartphones, die von Sony als Entwicklergeräte behandelt werden und es gibt welche, bei denen das nicht der Fall ist. Der Unterschied liegt darin, dass die einen Geräte einen entsperrbaren Bootloader haben und die anderen nicht. Und dieser sorgt beim Root-Vorgang für einen großen Unterschied.

Denn wenn Ihr Euren Bootloader mit offiziellen Mitteln entsperren könnt, ist es Euch leichter möglich, eine so genannte Custom Recovery aufzuspielen. In diesem Modus könnt Ihr heruntergeladene Zip- und Abbild-Dateien installieren und weitere Modifikationen an Eurem Smartphone vornehmen, ohne es an einen Computer anzuschließen.

Euer Weg führt dann zuerst zu Sony, um den Bootloader zu entsperren.

Dann findet Ihr die für Euch passende Custom-Recovery von TeamWIN. Es gibt noch nicht Recoverys für alle Sony-Smartphones. Das könnte sich aber nach dem jüngsten Update bei Sony ändern.

Abschließend sucht Ihr SuperSU von Chainfire, die einzige wirklich vertrauenswürdige Methode, Root-Zugriff auf sicherem Weg zu erlangen. Die Zip-Datei installiert Ihr innerhalb der frisch installierten Custom Recovery im Install-Bereich.

Aber auch hier möchten wir Euch nahelegen, Unterstützung im Forum zu suchen und Erfahrungsberichte zu lesen.

Google Nexus rooten

Google macht es noch einfacher und lässt Euch den Bootloader entsperren, ohne erst beim Hersteller nach Entsperr-Codes zu fragen. Ist der Bootloader entsperrt, geht der Vorgang ähnlich simpel wie bei Sony. Eine Demo-Anleitung wie für das Nexus 5 findet Ihr hier im Magazin.

Mit den anderen Geräten der Nexus-Serie verhält es sich analog. Neuere Geräte könnten eine neuere Version der ADB-Tools erfordern. Auch hier gilt wieder: Sprecht mit unserer Community!

Android-Root bei anderen Geräten

Für viele weitere Geräte haben sich Wege gefunden, Android zu rooten. So bietet auch Motorola Wege, den Bootloader zu entsperren. HTC führt diesen Dienst ebenfalls, listet aber verdächtigerweise das neueste Gerät nicht. Andere müssen über gefährliche Hacks durch Hintertürchen verfüttert werden. Falls Euer Gerät in keinem der AndroidPIT-Unterforen auftaucht, könnt Ihr auch bei den XDA-Developers vorbeischauen. Die englischsprachige Community hat viele Hacker an Bord, die Euer Gerät entsperren.

Android-Rooten: Fazit

Soll ich jetzt rooten oder nicht? Macht Euch vorher konkret Gedanken darüber, ob Ihr wirklich gravierende Vorteile durchs Android-Rooten erzielt. Wenn nicht, dann solltet Ihr das Risiko nicht eingehen.

Top-Kommentare der Community

  • Aries 27.10.2015

    Root kommt nicht von Linux, sondern von Unix!
    Unix ist viel älter als Linux.
    Linux ist lediglich das Unix von Linus (Torvalds). Daher Linux.
    Ganz genau genommen, ist es nur der Unix-Kernel von Linus Torvalds. Und der findet in Android Verwendung.

    Root bedeutet zweierlei:
    1. Die Wurzel eines Dateisystems
    2. Der standardmäßige Benutzername des Users, der alle Rechte im System hat oder sich verschaffen kann.

    Arbeiten unter Root-Rechten ist nicht nur eine Gefahr, weil man sich etwas wichiges löschen kann, sondern vielmehr, weil andere Prozesse, die unter diesem User laufen, ebenfalls Root-Rechte haben. Bei Malware ein Einfallstor ins gesamte System. Deshalb lassen Firmen oft keine gerooteten Geräte ins LAN (bei BYOD ein Problem für den Anwender) und manche Software verweigert die Ausführung (z.B. mTAN-Generator der Sparkassen).

    Ein Systemupdate wurde mir noch nie wegen Root verweigert. Vielmehr ist die vor dem Rooten installierte Custom ROM nicht in der Lage die signierten Updates zu installieren. Installiert man die original Recovery wieder und lässt Root bestehen, war mir bisher auf allen Geräten ein OTA-Update durch den Hersteller möglich.

    Wird ein Update dennoch verändert, liegt das an weiteren Systemänderungen, die man unter Root-Rechten vorgenommen hat: Deinstallation von Bloatware, Installation von anderen Apps als System-App, so dass die Hash-Prüfung, ob das System für das Update geeignet ist, fehlschlägt.

    Wenn Tools wie Towelroot und Kingroot funktionieren, sollten alle Alarmglocken angehen. Dann ist das eigene Gerät nämlich von jeder App rootbar. Und das ganz ohne, dass man es merkt! Nicht jede App ist vertrauenswürdig. Schon gar nicht aus beliebigen Quellen!

    Root zur Modifikation ist OK. Root für den Betrieb ist Broken by Design! NIemals!!! wird unter Root produktiv gearbeitet. Das ist eine Regel, die so alt ist, wie Unix! Was das Mißachten dieser einfachen Grundregel bedeutet, kann jeder an Windows nachvollziehen (hier heißt der User Root Administrator). Die hohe Zahl an verfügbaren Viren liegt eben nicht nur an der weiten Verbreitung, sondern auch an den Fehlern von Microsoft und den Anwendern!

  • werisdat 28.10.2015

    Rooten bedeutet im einfachsten Fall nichts weiter als eine einzige Datei, die "su"-Datei (su binary), in die Systempartition zu kopieren und dann ausführbar zu machen. Der Weg dorthin ist aber oft versperrt (gesperrter Bootloader schützt die nur lesbare System-Partition).

    Um zu rooten, benötigt man ein Boot-Image, dass bereits Root besitzt, z. B. ein TWRP Recovery.
    (abgesehen von Exploits, die bei der Stock-ROM ausgenutzt werden könnten; ist aber nicht das Thema hier)
    Ist der Bootloader gesperrt, kann man aber nur das Boot-Image oder Recovery-Image der installierten Stock-ROM booten (starten), welches i. d. R. nicht gerootet ist. Deswegen muss man den Bootloader entsperren, um z. B. ein TWRP-Recovery (= gerootetes boot-Image) starten zu können. (Das Stock-Recovery ist i. d. R. so "abgespeckt" und geschützt, dass es keine Manipulationen zulässt).
    Das gerootete Boot-Image (TWRP Recovery) stellt dann erst die Möglichkeit zur Verfügung, die system-Partition mit Schreibberechtigung zu mounten, um dann die SuperSU App und die Su binaries in der Systempartition zu installieren. Ohne diese Schreibberechtigung wäre das nicht möglich. Die SuperSU App ist nicht für das Rooten zuständig, sondern ist die Kontroll-App, um die Zugriffe anderer Apps auf die Su binaries zu gewähren/verbieten/zeitlich einzuschränken. Die App ist nur ein "Wachhund", der andere Apps im System beim Zugriff auf die su binary beobachtet, reglementiert und mit Meldungen beim Anwender "verpetzt" (= Anwender-Kontrolle).
    Diesen gesamten Vorgang nennt man dann verschwommen "ein Gerät rooten".

84 Kommentare

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  • Vielleicht müsste man beim Samsung Teil noch das Durchbrennen der KNOX Sicherung erwähnen.
    Ansonsten ist der Artikel sehr gut ! Danke !

  • Was dem Artikel meiner Meinung nach fehlt und wirklich wichtig wäre:
    User die Ihr Smartphone rooten wollen, sollten:
    1.) einen trifftigen Grund dafür haben und wissen, was man mit der Root-Berechtigung anfangen will.
    2.) Zunächst alle möglichen Artikel zum Root-Vorgang beim eigenen Smartphone googlen und vor allem lesen!
    3.) Die Root-Anleitung für die man sich entschieden hat, mindestens zweimal genau durchlesen
    4.) Die Finger vom Rooten lassen, sofern Zweifel an irgentwelchen Dateien oder Tools auftauchen.
    5.) Nur Tools und Dateien und Anleitungen verwenden die wirklich für genau die Variante des Smartphones geschrieben wurden, welches man besitzt (und in sich schlüssig und ohne Widersprüche sind).
    6.) Exakt die ROM-Version des ROMs und der Root-Dateien vergleichen
    7.) sich exakt an die Anleitungen halten: Wenn es Probleme gibt, nicht einfach irgendwie weitermachen (sondern wieder "zurück" zu Punkt 1 gehen.
    8.) Ruhe bewahren, Zeit einplanen - auch wenn der Rootvorgang mit Übung in drei Minuten erledigt ist, lieber ein paar Stunden einplanen (falls man dann doch weiter googlen muß....)
    9.) Auch bei Problemen nicht hektisch werden sondern nochmal alles prüfen.
    10) Eventuell mal rumhören, wer von Bekannten so etwas schon mal gemacht hat.

    Ich habe nun schon ein paar Smartphones erfolgreich gerootet, bei meinem neuwertigen Samsung Note 4 habe ich aber trotzdem die Hilfe von "One Click Root" ( https://www.oneclickroot.com/ ) in Anspruch genommen. die haben zwar letzlich auch nur das gemacht, was ich schon gegoogelt hatte, aber das hat zumindest mein vorgehen bestätigt und mir ein wenig ein sicheres Gefühl gegeben. Die Dateien hatte ich schon vorab runtergeladen und der Root-Vorgang war so in zwei Minuten erledigt.

  • Guter Beitrag. Danke

  • 9
    BaseMan vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    ist es denn die Möglichkeit...Eric schreib mal was das neu ist...dein kopieren und einfügen nervt

  • Artikel über Oneclick roots wäre interessant, Kingroot, kingoapp, oneclickroot, farmaroot usw.

    Welcher Anbieter ist der sicherste usw. Wäre mal ganz interessant.

  • 40

    ohh gott klingt das kompliziert und wer macht so was ,sein gerade frisch gekauftes S7 zu rooten und seine Garantie damit in Gefahr bringen ?

    Ist bei IPhone um einiges einfacher das ganze ,um schnell an die Neue Version zu kommen und das ganze ohne Garantieverluste.

    • DiDaDo vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Was? Pendant zum Rooting wäre da ein Jailbreak. Natürlich verwehrt einem Apple damit die Garantie!

      • Ja, doch wenn man vorher ein komplettes iTunes Backup macht, und dieses dann wieder einspielt merkt nicht einmal Apple etwas vom Jailbreak.

      • DiDaDo vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Wenn irgend ein Teil am Board defekt ist , dann spielst du das eben nicht mehr so einfach ein.

  • Das ist also die ULTIMATIVE Anleitung. Ich lach mich scheckig.
    Der Artikel hätte mit dieser Überschrift so auch in der ComputerBild stehen können.
    Ich weiß nicht, ob ich euch noch länger zuhören soll.

  • Patrick vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Warum benutzt man nicht einfach die App Kingroot? Da muss man nix flashen. Die App erledigt alles von alleine und da kann nix passieren

    • Eric Herrmann
      • Staff
      vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Weil wir der App nicht vertrauen.

    • flooney vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Außerdem funktioniert zumindest bei meinem Nexus diese App nicht.

    • Es kann immer etwas passieren, wenn ich die Reaktionen bei XDA von den Personen die Kingroot getestet haben, so überfliege, sagt jede zweite Nachricht "es hat nicht funktioniert"!
      Auf XDA wird auch auf Risiken hingewiesen, nicht jedoch auf derren Web-Seite. So richtig vertrauenswürdig ist das wirklich nicht, zumal kein richtiges Impressum auf der Web-Seite vorhanden ist.
      Wer jemanden die Möglichkeit gibt Root-Zugriff zu erlangen, sollte schon der Quelle vertrauen können. Immerhin kann bei dem Vorgang, mit Erlangen der Root-Rechte beliebiger Code mitinstalliert werden. Ein gewisses Mißtrauen schadet also nicht und ein universal-Root-tool hat sonst noch niemand gefunden... Bei solchen Alleskönnern wäre ich auch vorsichtig.

  • Klex0r vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Ich weiß, dass dieses Magazin von Samsung gesponsert wird, aber grade bei den neuen Nexus Geräten hat sich gravierendes geändert (neue Befehle, Diebstahlschutz verhindert u.U. das Entsperren des Bootloaders etc.).

    Es wäre schön, auch auf solche Änderungen bei anderen Herstellern einzugehen und sich nicht nur auf die gesponserten Hersteller zu beschränken.

    • Eric Herrmann
      • Staff
      vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      "Ich weiß, dass dieses Magazin von Samsung gesponsert wird" -- nein.
      "Es wäre schön, auch auf solche Änderungen bei anderen Herstellern einzugehen" -- notiert.

    • Alex vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Läßt sich alles umgehen diese Sicherheitsfunktionen. Gibt genug Anleitungen z. B. bei Youtube von Rootjunkie für Nexus Geräte mit den neuen Sicherheitsfunktionen.

  • DiDaDo vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Jawollo, erstmal beim frischen, teuren S7 in Gefahr gehen, dass man die Garantie nicht mehr in Anspruch nehmen kann, Jaja, ich weiß, steht was dazu im Text gemäß Richtlinie-Blablabla. Aber Samsung wird da schon was drehen und wenden, hab ich selbst erleben dürfen. Zumal man nach 6 Monaten in der Beweispflicht ist, dass der Hardwaredefekt nicht durch Rooten kam.

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