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Android 8.0 Oreo: Release, Features und News

Update: Android 8.0 Oreo ist hier!

Jedes Jahr nähern sich Google und die anderen Mitentwickler von Android dem Ziel, Updates früher zu liefern und die Akkulaufzeit der Smartphones zu verbessern. Hinzu kommen Detailverbesserungen für bessere Bedienbarkeit. Update: Android 8.0 Oreo ist endlich offiziell erschienen. Die Factory-Images für Nexus- und Pixel-Geräte sind schon verfügbar.

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Android 8.0 Oreo: Das Update ist da

Am Montag, den 21.08.2017 war es endlich so weit: Google enthüllte in einer doch sehr kurz gehaltenen Präsentation den offiziellen Namen, Oreo Kurz darauf waren die Factory-Images für das Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus Player, Pixel und Pixel XL auch schon verfügbar. Die Updates für Geräte anderer Hersteller werden nun in den nächsten Monaten folgen. Wie jedes Jahr, kann sich das aber natürlich etwas hinziehen.

Neue Features in Android Oreo

Manche Android-O-Features verbergen sich unter der Haube, andere zeigen sich sofort an der Oberfläche. Da erstere voraussichtlich alle Geräte betreffen werden, beginnen wir mit ihnen. Letztere sind zwar mit den Preview-kompatiblen Nexus- und Pixel-Geräten sofort sichtbar, werden jedoch oft von Herstellern nicht so übernommen und sind daher weniger wichtig, werden von uns also später genannt.

Kernfeatures von Android 8.0 Oreo

Stromsparen dank Android Oreo

Google hat stomfressenden Apps den Kampf angesagt. Mit Android 8.0 führt Google Background-Limits ein, die dafür sorgen, dass Apps, die gerade nicht im Vordergrund sind, weniger Aktivitäten ausführen können. Android reduziert Hintergrundaktivitäten, Netzwerkzugriffe und Lokalisierungen. Dies soll den Akku entlasten und für längere Laufzeiten sorgen.

Android 8.0 erleichtert die Suche nach der App mit dem größten Akkuverbrauch. Üblicherweise landen Facebook oder Whatsapp weit oben in der Übersicht. Doch erst mit Android Oreo könnt Ihr ablesen, ob die Apps Euren Akku mit Hintergrundaktivitäten verbraucht haben, oder ob sie nur bei aktiver Nutzung viel Strom verbrauchen und ansonsten sparsam sind.

Hoffnung auf frühere Updates mit Project Treble

Android will Sicherheitsupdates dank des Treble-Projekts beschleunigen. Google setzt dazu ein Vendor Interface ein. Dieses definiert Schnittstellen, die das Android-Framework nutzt, um auf die Implementierungen der Komponentenhersteller zuzugreifen (Vendor Implementation). Kleine Updates können dann ohne einen Umweg über die Hardware-Hersteller schneller an den Nutzer ausgeliefert werden. Sicherheitslücken werden so früher geschlossen.

project treble changes
Treble separiert das Framework von der Hersteller-Implementation. / © Google

Apps und Neustarts werden schneller mit Android Oreo

Nicht näher erläuterte Optimierungen im System sollen die Dauer von Geräte-Neustarts halbieren und die Performance von Anwendungen drastisch erhöhen. Dies geht aus unabhängigen Berichten von XDA und Android Police hervor.

Mit Play Protect und harten Qualitätskriterien für besser Apps

Play Protect ist ein Hintergrunddienst, der auf Smartphones läuft. Dieser analysiert das Verhalten von Apps und soll Malware erkennen. Auffällige Apps werden nicht nur von Eurem Smartphone, sondern auch aus dem Play Store entfernt.

Parallel erhöht Google den Druck auf App-Entwickler, die Performance und Stabilität ihrer Anwendungen zu erhöhen. Geraten sie in die unteren 25 Prozent, werden sie von Google erst informiert, dann verwarnt und schließlich aus dem Play Store verbannt, wenn sie nicht nachbessern.

Updates lassen sich pausieren

System-Update sind inzwischen immer öfter größer als 1 GByte. Entsprechend lang kann sich ein solcher Download hinzuziehen. Umso sinnvoller erscheint es, dass der sich seit Android 8.0 Oreo pausieren lässt. Dies geschieht über einen neuen Button im Download-Bildschirm des Android-Updates, wie Android Police zeigt.

Wi-Fi Aware (auch als Neighbor Awareness Networking oder NAN bekannt)

Dieses Feature ist dazu gedacht, dass kompatible Geräte untereinander kommunizieren können, ohne mit dem Internet verbunden zu sein. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Geräte sich in der Nähe voneinander befinden.

Autofill revolutioniert Passwort-Manager

Vielleicht eines der Highlights ist, dass es nun einen systemweites Autofill-API gibt. Google will dabei explizit an Passwort-Manager gedacht haben. Denn künftig sollen sich Apps als Autofill-Provider einrichten lassen. Diese erhalten dann leichteren Zugang zu Text- und Passwortfeldern. Somit können Apps - ergo Passwort-Manager - mit weniger Aufwand Benutzername und Passwort übermitteln. Außerdem sollte dabei der Umweg über die Zwischenablage entfallen, sodass die Sicherheit der Anmeldeinformationen erhöht wird.

Wir haben beim wohl bekanntesten Passwort-Manager LastPass nachgefragt, und bekamen zur Android-Autofill-API positive Rückmeldung. Chefentwickler Anatoly Ivasyuk sicherte uns zu: "Wir werden das Feature bis zum offiziellen Android-Oreo-Release unterstützen." Teilnehmer des Beta-Programms von LastPass können das Feature voraussichtlich früher ausprobieren. Der Entwickler erklärt weiter:

“Die neuen Autofill-Features in Android 8.0 Oreo sind ein wichtiger Schritt, Passwort-Management einfacher zu gestalten. Wir freuen uns, dass Google auch Drittanbieter-Lösungen für persönliche Zugriffe und Sicherheit berücksichtigt. [...] Für uns bedeutet das, dass wir nicht nur Passwörter, sondern auch Kreditkarten-Informationen oder Adressen [automatisch] ausfüllen können."

Opinion by Hans-Georg Kluge
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Hardware-Support in Android Oreo

HDR-Displays werden offiziell unterstützt

HDR ist ein interessantes Feature, auf Systemseite gab es aber kaum Unterstützung dafür. Nun können Apps definieren, dass sie Bilder-Ressourcen mit weitem Farbraum erhalten und darstellen möchten. Google sagt, dass dies vor allem für Bildbearbeitungs-Apps relevant ist.

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Google hat die Einstellungen umstrukturiert / © AndroidPIT

Der Bluetooth-Support wird besser

Android 8.0 bringt noch eine Menge weiterer Features mit. Android unterstützt künftig weitere Audio-Codecs bei Bluetooth-Verbindungen, Sonys Codec LDAC wird explizit benannt. Möglicherweise ist auch aptX von Qualcomm dabei, spekuliert AndroidPolice.com. Für Echtzeitanwendungen für Audio gibt es eine neue Schnittstelle, die in der Preview als frühe Version integriert ist.

Neue Oberflächen-Features in Android 8.0 Oreo

Textauswahl wird klüger

Diese Funktion erlaubt eine einfachere und vor allem schlauere Auswahl von Text. Mithilfe von Machine Learning erkennt die Funktion, was genau ausgewählt werden soll. So werden zum Beispiel Adressen, Rufnummern und Web-Adressen komplett ausgewählt, statt nur ein Wort davon.

Emojis werden rund und für alle verfügbar

Mit dem Update auf Android 8.0 liefert Google auch neue Emojis aus. Diese sind nun näher an den meistverbreiteten Emojis, die in iOS und WhatsApp genutzt werden. Der Artikel auf Emojipedia zeigt viele alte und neue Emojis im Vergleich.

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Auf der linken Seite die alten Android-Emojis, auf der rechten die neuen. / © AndroidPIT

Außerdem hat es Google einfacher gemacht, Emojis auf ältere Geräte zu bringen. Waren bisher System-Updates vonnöten, um neue Schriften und Emojis an den Nutzer zu bringen, geht es das jetzt direkt per App. App-Entwickler können die fehlende Zeichen einfach in den APKs ihrer Apps einbetten, zeigt Android Police. Es handelt sich in Grunde nicht um ein Android-Oreo-Feature, bedeutet aber, dass mit Android 8.0 verwendete Emojis theoretisch auch auf Android-4.4-Smartphones angezeigt werden können. Damit die heruntergeladenen Fonts auf alten Geräten nicht zu viel Platz wegnehmen, können sie von App zu App weiterverwendet werden und müssen nicht in mehreren Kopien auf demselben Gerät vorliegen, erklärt Android Police.

Der Pixel Launcher zeigt anpassbare Icons

Die Icons passen sich nun automatisch an das genutzte Interface an. In manchen Fällen sind die Icons rund, in anderen wiederum quadratisch. Natürlich ist das direkt vom Hersteller abhängig, aber Google bietet mit diesem Feature eine neue Möglichkeit an, die Icons and das UI anzupassen. Stellt Euch also auf einen neuen Look von TouchWiz, EMUI usw. ein. Animierte Demos gibts in der Entwickler-Dokumentation.

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Icons können unterschiedliche Formen annehmen (links angedeutet) / © Google Developers

Benachrichtigungen: Kanäle und Punkte

Erneut bringt Google Veränderungen an den Benachrichtigungen. Mit Android 8.0 führt Google nun Notification Channels ein. Diese werden von einzelnen Apps definiert und geben Usern eine standardisierte Kontrolle über Benachrichtigungen. Richtig eingesetzt, könnte ein User bestimmen, über E-Mails mit dem Label "Wichtig" benachrichtigt zu werden, über andere E-Mails hingegen nicht. Vorausgesetzt natürlich, die App hat einen entsprechenden Support für die neuen Channels. Außerdem hat Google an der Darstellung Feinheiten verbessert.

Auf dem Startbildschirm präsentiert Google zum ersten Mal standardisierte Notification Dots. Hierbei handelt es sich um kleine Punkte, die an den App-Icons angezeigt werden, wenn Benachrichtigungen vorhanden sind. Dieses Feature ist von iOS und verschiedenen alternativen Launchern für Android hinlänglich bekannt.

Widgets lassen sich einfacher einbinden

Das aus Android 7.1 bekannte Schwebe-Menü über App-Icons wird um einen Punkt erweitert. Über den Schnellzugriffen wie etwa E-Mail verfassen in der Gmail-App wird ein Widget-Shortcut angezeigt. Dieser führt Euch direkt zur Widget-Auswahl für diese spezielle App, wie Android Police zeigt. Dieser Weg ist erheblich kürzer als die alphabetische Suche in der herkömmlichen Widget-Auswahl.

Einstellungen zeigen App-Info

Die Einstellungen haben seit Android Lollipop eine Suchfunktion. Mit dem Update auf Android 8.0 bekommt die Suche ein neues Feature. Sie zeigt in ihren Ergebnissen endlich auch die App-Info zu installierten Anwendungen an. In der App-Info könnt Ihr die App beenden, ihren Cache löschen oder ihre Berechtigungen verwalten.

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Sucht in den Einstellungen nach installierten Apps. / © AndroidPIT

Picture in Picture für mobile Geräte

Mit dem neuen Picture-in-Picture-Modus soll Multitasking noch einfacher werden. So können zwei Apps auf eine neue Art gleichzeitig angezeigt werden. Das Feature ist auch in Android Nougat integriert und bei Android TV schon länger verfügbar. Mit der PiP-Funktion können Videos nebenher geschaut werden, aber flexibler als bei der Multiwindow-Funktion. YouTube, Netflix, Maps, Duo und weitere Apps unterstützen das Feature bald.

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Der PiP-Modus. / © AndroidPIT

Liegt Google mit den neuen Features richtig? Sagt es uns in den Kommentaren!


Dieser Artikel wurde nach der Veröffentlichung von Android 8.0 Oreo aktualisiert. Kommentare können sich daher auf einen alten Stand des Artikels beziehen.

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