Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
9 Min Lesezeit 105 mal geteilt 138 Kommentare

Android O: Release, Features und News

Jedes Jahr nähern sich Google und die anderen Mitentwickler von Android dem Ziel, Updates früher zu liefern und die Akkulaufzeit der Smartphones zu verbessern. Hinzu kommen Detailverbesserungen für bessere Bedienbarkeit. Hier bekommt Ihr einen Rundumschlag der Neuerungen, die uns mit Android O erwarten.

Ist Dir ein Fingerprintsensor wichtig oder egal?

Wähle Fingerprintsensor oder egal.

VS
  • 21768
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Fingerprintsensor
  • 17890
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    egal

Springt zum Abschnitt:

Android O: Release-Zeitplan

Google verspricht im offiziellen Release Plan, dass die finale Version von Android O im dritten Quartal erscheinen soll. Bis dahin werden noch zwei weitere Preview-Versionen erscheinen, wobei die Preview 4 quasi der Release-Candidate ist. Die zweite Preview ist soeben erst im Zuge der Google I/O erschienen und kann seit dem 18.05.2017 manuell installiert werden. Wie das geht, erläutern wir Euch weiter unten im Artikel.

Android O: Neue Features

Manche Android-O-Features verbergen sich unter der Haube, andere zeigen sich sofort an der Oberfläche. Da erstere vorausslichtlich alle Geräte betreffen werden, beginnen wir mit ihnen. Letztere sind zwar mit den Preview-kompatiblen Nexus- und Pixel-Geräten sofort sichtbar, werden jedoch oft von Herstellern nicht so übernommen und sind daher weniger wichtig, werden von uns also später genannt.

Android-O-Kernfeatures

Stromsparen dank Android O

Google hat stomfressenden Apps den Kampf angesagt. Mit Android O führt Google Background-Limits ein, die dafür sorgen, dass Apps, die gerade nicht im Vordergrund sind, weniger Aktivitäten ausführen können. Android reduziert Hintergrundaktivitäten, Netzwerkzugriffe und Lokalisierungen. Dies soll den Akku entlasten und für längere Laufzeiten sorgen.

Android O erleichtert die Suche nach der App mit dem größten Akkuverbrauch. Üblicherweise landen Facebook oder Whatsapp weit oben in der Übersicht. Doch erst mit Android O könnt Ihr ablesen, ob die Apps Euren Akku mit Hintergrundaktivitäten verbraucht haben, oder ob sie nur bei aktiver Nutzung viel Strom verbrauchen und ansonsten sparsam sind.

Hoffnung auf frühere Updates mit Project Treble

Android will Sicherheitsupdates dank des Treble-Projekts beschleunigen. Google setzt dazu ein Vendor Interface ein. Dieses definiert Schnittstellen, die das Android-Framework nutzt, um auf die Implementierungen der Komponentenhersteller zuzugreifen (Vendor Implementation). Kleine Updates können dann ohne einen Umweg über die Hardware-Hersteller schneller an den Nutzer ausgeliefert werden. Sicherheitslücken werden so früher geschlossen.

project treble changes
Treble separiert das Framework von der Hersteller-Implementation. / © Google

Apps und Neustarts werden schneller mit Android O

Nicht näher erläuterte Optimierungen im System sollen die Dauer von Geräte-Neustarts halbieren und die Performance von Anwendungen drastisch erhöhen. Dies geht aus unabhängigen Berichten von XDA und Android Police hervor.

Mit Play Protect und harten Qualitätskriterien für besser Apps

Play Protect ist ein Hintergrunddienst, der auf Smartphones läuft. Dieser analysiert das Verhalten von Apps und soll Malware erkennen. Auffällige Apps werden nicht nur von Eurem Smartphone, sondern auch aus dem Play Store entfernt.

Parallel erhöht Google den Druck auf App-Entwickler, die Performance und Stabilität ihrer Anwendungen zu erhöhen. Geraten sie in die unteren 25 Prozent, werden sie von Google erst informiert, dann verwarnt und schließlich aus dem Play Store verbannt, wenn sie nicht nachbessern.

Updates lassen sich pausieren

System-Update sind inzwischen immer öfter größer als 1 GByte. Entsprechend lang kann sich ein solcher Download hinzuziehen. Umso sinnvoller erscheint es, dass der sich seit Android O pausieren lässt. Dies geschieht über einen neuen Button im Download-Bildschirm des Android-Updates, wie Android Police zeigt.

Wi-Fi Aware (auch als Neighbor Awareness Networking oder NAN bekannt)

Dieses Feature ist dazu gedacht, dass kompatible Geräte untereinander kommunizieren können, ohne mit dem Internet verbunden zu sein. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Geräte sich in der Nähe von einander befinden.

Autofill revolutioniert Passwort-Manager

Vielleicht eines der Highlights ist, dass es nun einen systemweites Autofill-API gibt. Google will dabei explizit an Passwort-Manager gedacht haben. Denn künftig sollen sich Apps als Autofill-Provider einrichten lassen. Diese erhalten dann leichteren Zugang zu Text- und Passwortfeldern. Somit können Apps - ergo Passwort-Manager - mit weniger Aufwand Benutzername und Passwort übermitteln. Außerdem sollte dabei der Umweg über die Zwischenablage entfallen, sodass die Sicherheit der Anmeldeinformationen erhöht wird.

Wir haben beim wohl bekanntesten Passwort-Manager LastPass nachgefragt, und bekamen zur Android-Autofill-API positive Rückmeldung. Chefentwickler Anatoly Ivasyuk sicherte uns zu: "Wir werden das Feature bis zum offiziellen Android-O-Release unterstützen." Teilnehmer des Beta-Programms von LastPass können das Feature voraussichtlich früher ausprobieren. Der Entwickler erklärt weiter:

“Die neuen Autofill-Features in Android O sind ein wichtiger Schritt, Passwort-Management einfacher zu gestalten. Wir freuen uns, dass Google auch Drittanbieter-Lösungen für persönliche Zugriffe und Sicherheit berücksichtigt. [...] Für uns bedeutet das, dass wir nicht nur Passwörter, sondern auch Kreditkarten-Informationen oder Adressen [automatisch] ausfüllen können."

Opinion by Hans-Georg Kluge
Autofill? Ganz klar mein Android-O-ho-Moment.
Stimmst du zu?
50
50
369 Teilnehmer

Hardware-Support in Android O

HDR-Displays werden offiziell unterstützt

HDR ist ein interessantes Feature, auf Systemseite gab es aber kaum Unterstützung dafür. Nun können Apps definieren, dass sie Bilder-Ressourcen mit weitem Farbraum erhalten und darstellen möchten. Google sagt, dass dies vor allem für Bildbearbeitungs-Apps relevant ist.

android o settings
Google hat die Einstellungen umstrukturiert / © AndroidPIT

Der Bluetooth-Support wird besser

Android O bringt noch eine Menge weiterer Features mit. Android unterstützt künftig weitere Audio-Codecs bei Bluetooth-Verbindungen, Sonys Codec LDAC wird explizit benannt. Möglicherweise ist auch aptX von Qualcomm dabei, spekuliert AndroidPolice.com. Für Echtzeitanwendungen für Audio gibt es eine neue Schnittstelle, die in der Preview als frühe Version integriert ist.

Neue Oberflächen-Features in Android O

Textauswahl wird klüger

Diese Funktion erlaubt eine einfachere und vor allem schlauere Auswahl von Text. Mithilfe von Machine Learning erkennt die Funktion, was genau ausgewählt werden soll. So werden zum Beispiel Adressen, Rufnummern und Web-Adressen komplett ausgewählt, statt nur ein Wort davon.

Emojis werden rund und für alle verfügbar

Mit diesem Update der Developer Preview liefert Google auch neue Emojis. Diese sind nun näher an den meistverbreiteten Emojis, die in iOS und WhatsApp genutzt werden. Der Artikel auf Emojipedia zeigt viele alte und neue Emojis im Vergleich.

emojis android o
Auf der linken Seite die alten Android-Emojis, auf der rechten die neuen. / © AndroidPIT

Außerdem hat es Google einfacher gemacht, Emojis auf ältere Geräte zu bringen. Waren bisher System-Updates vonnöten, um neue Schriften und Emojis an den Nutzer zu bringen, geht es das jetzt direkt per App. App-Entwickler können die fehlende Zeichen einfach in den APKs ihrer Apps einbetten, zeigt Android Police. Es handelt sich in Grunde nicht um ein Android-O-Feature, bedeutet aber, dass mit Android O verwendete Emojis theoretisch auch auf Android-4.4-Smartphones angezeigt werden können. Damit die heruntergeladenen Fonts auf alten Geräten nicht zu viel Platz wegnehmen, können sie von App zu App weiterverwendet werden und müssen nicht in mehreren Kopien auf demselben Gerät vorliegen, erklärt Android Police.

Der Pixel Launcher zeigt anpassbare Icons

Die Icons passen sich nun automatisch an das genutzte Interface an. In manchen Fällen sind die Icons rund, in anderen wiederum quadratisch. Natürlich ist das direkt vom Hersteller abhängig, aber Google bietet mit diesem Feature eine neue Möglichkeit an, die Icons and das UI anzupassen. Stellt Euch also auf einen neuen Look von TouchWiz, EMUI usw. ein. Animierte Demos gibts in der Entwickler-Dokumentation.

adaptatives icons android o
Icons können unterschiedliche Formen annehmen (links angedeutet) / © Google Developers

Benachrichtigungen: Kanäle und Punkte

Erneut bringt Google Veränderungen an den Benachrichtigungen. Mit Android O führt Google nun Notification Channels ein. Diese werden von einzelnen Apps definiert und geben Usern eine standardisierte Kontrolle über Benachrichtigungen. Richtig eingesetzt, könnte ein User bestimmen, über E-Mails mit dem Label "Wichtig" benachrichtigt zu werden, über andere E-Mails hingegen nicht. Vorausgesetzt natürlich, die App hat einen entsprechenden Support für die neuen Channels. Außerdem hat Google an der Darstellung Feinheiten verbessert.

Auf dem Startbildschirm präsentiert Google zum ersten Mal standardisierte Notification Dots. Hierbei handelt es sich um kleine Punkte, die an den App-Icons angezeigt werden, wenn Benachrichtigungen vorhanden sind. Dieses Feature ist von iOS und verschiedenen alternativen Launchern für Android hinlänglich bekannt.

Widgets lassen sich einfacher einbinden

Das aus Android 7.1 bekannte Schwebe-Menü über App-Icons wird um einen Punkt erweitert. Über den Schnellzugriffen wie etwa E-Mail verfassen in der Gmail-App wird ein Widget-Shortcut angezeigt. Dieser führt Euch direkt zur Widget-Auswahl für diese spezielle App, wie Android Police zeigt. Dieser Weg ist erheblich kürzer als die alphabetische Suche in der herkömmlichen Widget-Auswahl.

Einstellungen zeigen App-Info

Die Einstellungen haben seit Android Lollipop eine Suchfunktion. Mit dem Update auf Android O bekommt die Suche ein neues Feature. Sie zeigt in ihren Ergebnissen endlich auch die App-Info zu installierten Anwendungen an. In der App-Info könnt Ihr die App beenden, ihren Cache löschen oder ihre Berechtigungen verwalten.

android o settings search apps
Sucht in den Einstellungen nach installierten Apps. / © AndroidPIT

Picture in Picture für mobile Geräte

Mit dem neuen Picture-in-Picture-Modus soll Multitasking noch einfacher werden. So können zwei Apps auf eine neue Art gleichzeitig angezeigt werden. Das Feature ist auch in Android Nougat integriert und bei Android TV schon länger verfügbar. Mit der PiP-Funktion können Videos nebenher geschaut werden, aber flexibler als bei der Multiwindow-Funktion. YouTube, Netflix, Maps, Duo und weitere Apps unterstützen das Feature bald.

google duo pick picture
Der PiP-Modus. / © AndroidPIT

Android O Developer Preview: Download und Installation

Android O steht im Entwicklerportal von Google zum Download bereit. Kompatible Geräte sind Nexus 5X (bullhead), Nexus 6P (Angler), Nexus Player (Fugu), Pixel C (Ryu), Pixel (Sailfish) und Pixel XL (Marlin).

AndroidPIT Android o web
Android O Developer Preview erschienen / © Google

Android Oreo 8.0: Codename dürfte feststehen

Ein Tweet von Hiroshi Lockheimer an den Verge-Redakteur Dan Seifert ist eigentlich unmissverständlich. In diesem hat Lockheimer eine Animation eines Kuchens eingebunden, der unverkennbar mit Oreo-Keksen geschmückt ist. Wird also Android 8.0 den Codenamen Oreo tragen? Das wäre auch Euer Favorit, allerdings macht das Denker-Smiley eine definitive Bestätigung zunichte.

Und der Hersteller von den Oreo-Keksen? Der hat ein kleines Smartphone-Spielchen veröffentlicht und den Oreo Space Dunk ausgerufen. Oreo-Hersteller? Smartphone-Game? Das könnte schon ein weiterer Hinweis auf den Codenamen von Android O sein. Gewisse Restzweifel bleiben jedoch. Obgleich kaum gute Alternativen existieren, hat Google schon früher mit der Codename-Wahl überrascht. Nicht vergessen ist der Coup bei Android 4.4 Kitkat: Key Lime Pie schien sicher, sogar die Entwicklerteams nutzten intern diese Bezeichnung. Im kleinen Kreis hatte Google hingegen schon Monate zuvor die Abmachung mit Nestlé getroffen, Kitkat zu verwenden. Auch in diesem Jahr könnte es also eine Überraschung geben.

Liegt Google mit den neuen Features richtig? Sagt es uns in den Kommentaren!

Top-Kommentare der Community

  • nox vor 2 Monaten

    Wer braucht schon Weiterentwicklung.
    Mein Ford Modelle T fährt, was soll also diese Blödsinn mit nem Tesla.

  • Sarah vor 2 Monaten

    Hoffe mal, dass Google bis zur Veröffentlichung noch ein paar gute Ideen hat. Sonst wird 8.0 das langweiligste und überflüssigste Update aller Zeiten.

  • DiDaDo vor 2 Monaten

    Ist scheinbar so interessant, dass du in den Artikel klickst und dich gezwungen fühlst einen Kommentar zu schreiben.

  • Leon R.
    • Mod
    vor 2 Monaten

    Sachliche Diskussionen sind selten Sinnlos ;)

  • Jörg W. vor 2 Monaten

    Apple Updates sind doch auch nur noch mit Fehlern behaftet. Meine Tochter hat ein Iphone 6 und nach jedem Update läuft irgendwas nicht richtig .
    Also erzähl nix von tollen Updates von Apple.

138 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Zeige alle Kommentare
105 mal geteilt

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!