Testgeräte: Samsung Galaxy Tab 7“
Android Version: 2.3.3
Root: Nein
Modifikationen (CPU - Taktfrequenz geändert etc.): Keine
Samsung Nexus S
Android Version: 2.3.4
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Details zur App: Verwendbar ab: Android 1.6
Apps2SD: Ja
Verlangt Berechtigungen: Netzwerkkommunikation, Standort, Hardware-Steuerelemente, System-Tools, Anrufe
Star Trek dürfte vielen ein Begriff sein. Auch ich bin Star Trek Fan – aber kein „Trekkie“, d.h. ich sehe die Sendung und Filme einfach nur gerne. Star Trek hat mit Handys und Tablets viel mehr zu tun, als man auf den ersten Blick meinen möchte. Das erste Handy (das damals noch ganz und gar nicht handlich war) wurde vom Motorola-Designer Rudy Krolopp entwickelt. Krolopp war ein großer Star Trek Fan, und nach eigenen Angaben wollte er ein Gerät bauen, das kabellose Kommunikation ermöglicht, jedoch auf einem weitaus höheren Niveau liegt als herkömmliche Funkgeräte. Sein großes Vorbild dabei war der „Communicator“: Schon in der ersten Star Trek Serie wurde dieses aufklappbare, handliche Kommunikationsgerät oft gezeigt, auch wenn die Technologie dahinter damals noch Science Fiction war. Krolopps Ziel war, diesen Communicator nachzubauen. Und durch diese Idee wurde das erste Mobiltelefon geboren!
Auch Tablets gab es schon lange in Star Trek, bevor sie ihren Weg in den Massenmarkt fanden. Die Touchscreenbedienung überhaupt ist ein wichtiges, technologisches Element in Star Trek, wie auch der Tricorder. Aber was genau ist der Tricorder? Der Tricorder in Star Trek war anfangs in etwa doppelt so groß wie ein modernes Touchscreen-Smartphone. Mit ihm kann man Lebenszeichen in der Umgebung ausmachen, Magnetfelder messen, biologische Stoffe untersuchen etc. Erst später wurde der Tricorder zu etwas, das einem heutigen Smartphone recht ähnlich sieht: Ein sehr handliches Gerät mit einem großen Touchscreen. Und da macht es natürlich Spaß, eine Tricorder-App am Handy zu haben!
Der Tricorder (die App) kann zwar leider nicht alles bieten, was sein Vorbild so kann, ist aber trotzdem eine nützliche Sammlung an Funktionen. Sogar die Geräusche sind sehr nah am Original! Links oben befindet sich die „Sternzeit“, also Uhrzeit und Datum. Das zu entziffern ist anfangs nicht ganz so einfach, so steht am 20.5.2011, 8:45 Uhr die Sternzeit 2011.14008.45! Der erste Wert ist natürlich das Jahr, der letzte Wert die Minuten. Die zwei Ziffern vor den Minuten sind die Stunden. Und der Wert „140“? Das kam mir dann erst später: Na klar, der 20.5. ist ja der 140. Tag im Jahr! Neben dieser kleinen Spielerei gibt es aber auch sehr praktische Funktionen. Auf der linken Seite kann man sich die versschiedenen Kategorien bzw. Messungen aussuchen:
- GRAV: Hier werden – sobald man rechts oben auf „SCAN“ drückt – die Werte des Beschleunigungssensors ausgelesen. Mehrere Grafiken und auch die Zahlenwerte machen das sehr übersichtlich. Tippt man in das Feld „Absolute Vector“ stellt man auf den „Relative Vector“ um und berührt man die XYZ-Daten weiter unten werden diese auch als Graph dargestellt.
- MAG: Wie bei GRAV werden hier auch Graphen und Werte angezeigt, diese messen jedoch den Magnetismus. Und das sehr genau – lasst einfach einmal den Scan laufen und haltet das Gerät zu einer magnetischen bzw. metallischen Oberfläche.
- ACO: Hier werden Wellenform, Spektrum und Lautstärke von Geräuschen dargestellt. Das funktioniert sehr gut, nur bei der Dezibel-Anzeige habe ich auf beiden Geräten falsche Werte: So wird mir bei stiller Umgebung in etwa „-64“ als Wert angezeigt. Messen kann man damit trotzdem, man muss eben die Werte subtrahieren (z.B. -64 bei Stille und -40 bei einem Gespräch ergibt eine Lautstärke von 24 Dezibel).
- GEO: Hier werden Längen- und Breitengrade der momentanen Position angezeigt (sehr genau ist das natürlich nur bei aktiviertem GPS) sowie Bewegungssgeschwindigkeit, ein Kompass und – drückt man auf den Kompass – die momentan angepeilten GPS-Satteliten.
- EMS: Hier werden Empfangssignalstärke und WLAN-Punkte in der Nähe angezeigt.
- SOL: Diese Werte benötigen eine Internetverbindung und eine kurze Ladezeit. Es werden aktuelle Bilder der Sonne angezeigt (besonders toll: Einfach auf die Sonne tippen, um verschiedene Varianten durchzuschalten), deren Hitze, UV-Strahlung, Sonnenflecken und ausgesandte Protonen/Elektronen. Sehr nerdig, aber ziemlich cool.
Fazit: Die App ist ganz klar ein Muss für Star Trek Fans! Aber auch für Leute, die mit Star Trek gar nichts anfangen können, bietet die Tricorder App einige nützliche Funktionen. Kompass, Beschleunigungssensor-Messer und Magnetometer sind schon einmal drei Apps, die ich vom Handy löschen konnte da sie im Tricorder enthalten sind. Dennoch hat die App kleine Schönheitsfehler: Die Dezibelanzeige funktioniert nicht 100% und während man bei EMS das Wlan ein/ausschalten kann fehlt bei GEO die Funktion zum aktivieren/deaktivieren des GPS. Trotz allem eine nette App mit guten Funktionen und sehr hohem Geek-Faktor!
Hans Schmidt
***** Klasse Spielerei, die Spass macht *****