Die Last.fm App bietet eine ganze Reihe an bekannten Funktionen, die man auch von der Web-Version kennt. Hat man noch keinen Account bei Last.fm ist das überhaupt kein Problem. Die Registrierung geht über die App mindestens genauso unkompliziert, wie auch über die Website.
Ist das Konto erst einmal eingerichtet, begrüßen einen auf der Startseite erst einmal grundlegende Funktionen der App. Im Mittelpunkt des Reiters "Radio" stehen dabei:
- Starte eine neue Station
- Deine Musiksammlung
- Empfohlen von Last.fm
- Deine Nachbarn
- Zuletzt gehörte Stationen
Der Reiter "Profil" bietet einem all die Dinge, die man schon von der Webseite von Last.fm kennt. Dies beinhaltet:
- Top-Künstler
- Top-Alben
- Top-Titel
- Kürzlich gespielt
- Events
- Freunde
- Tags
Unter dem Punkt "Starte eine neue Station", stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Es kann hier nach Künstlern, nach Stichworten (Tags) oder auch nach anderen Usern gesucht werden, um deren Playlists zu hören.
Auch die meiner Meinung nach wichtigste Funktion, das sogenannte "Scrobbeln" ist natürlich mit dabei. Wer "scrobbelt" übermittelt Last.fm jedesmal, wenn er einen Track hört, den Interpreten und den Titel. Anhand dieser Daten ist es dann möglich, dass einem Vorschläge unterbreitet werden, die zum eigenen Musikgeschmack passen. So ist dies auch in der App integriert, sodass die Tracknamen, die gerade im Android Musikplayer gespielt werden, an Last.fm übermittelt werden. Es erscheint in der oberen Leiste eine Benachrichtigung, dass gerade "gescrobbelt" wird. Wählt man diesen Punkt aus, bekommt man zum derzeit spielenden Interpreten die Biographie, ähnliche Künstler, Tags, in Zukunft stattfindende Events und die Fans des Künstlers. Eine wirklich klasse Funktion, wie ich finde! Die Scrobbel-Funktion lässt sich natürlich auch in den Einstellungen ein- und ausschalten.
In den Einstellungen gibt es weiterhin die Möglichkeit die Qualität des Stream zu bestimmen und auch das Verhalten der App, wenn kein Headset angeschlossen ist.
Ist man bereits bei Last.fm registriert, stehen einem natürlich alle Funktionen zur Verfügung, die man sonst auch kennt.
Der Abspielmodus bietet folgendes:
- Lieben
- Blocken
- Stop
- Nächster Titel
Befindet man sich im Abspielmodus, gelangt man durch Drücken der Menü-Taste in Optionen wie:
- Info anzeigen
- Empfehlen
- Taggen
- Zur Playlist hinzufügen
- Bei Amazon kaufen
Der Funktionsumfang hat mich hier besonders beeindruckt und schon fast erschlagen. Will man den Track z.B. über Amazon kaufen und hat gleichzeitig die Amazon MP3 App auf seinem Gerät installiert, so gelangt man sofort zum Track bei Amazon in der App, wenn dieser bei Amazon gelistet ist.
Auch sehr umfangreich ist die "Empfehlen"-Funktion in Last.fm:
- Last.fm Freunde
- Send via Bluetooth (falls eine Bluetooth App installiert ist)
- Delicious
- Facebook
- Twitter
- SMS
- E-mail
Hat man noch weitere Kommunikations-Apps installiert, erscheinen diese auch in der Auswahl.
Ein Dank gilt an Markus G., der mich mit seinem Kommentar (s.u.) darauf aufmerksam machte, dass die Last.fm App noch ein überaus gutes Widget für den Homescreen bereithält. So werden auf dem Homescreen der derzeit laufende Song, die verbleibende Spieldauer und die Funktionen die man aus dem Abspielmodus der App bereits kennt, angezeigt. Unter diesem Aspekt hätte die App meiner Meinung nach 6 Sterne, in der Rubrik Funktionen & Nutzen, durchaus verdient gehabt.
Ein kleiner Wermutstropfen, der jedoch Niemanden überraschen sollte, ist die Belastung des Akkus durch das Streamen.
Fazit:
Einsteiger als auch fortgeschrittene Benutzer von Last.fm sind alle Funktionen gegeben, die man sich nur wünschen kann. User die bereits ein eigenes Konto haben können alle Funktionen uneingeschränkt benutzen. Anfänger begnügen sich erstmal mit den Grundfunkionen wie "Starte eine neue Station". Insgesamt eine runde Sache und allein schon aufgrund der Optik der App sehr empfehlenswert!
Inzwischen gibt es noch eine weitere App, die Last.fm Radio kostenlos abspielt: CoboltFM.
CoboltFM ist kostenlos und Open-Source (basiert auf alastfm). Es hat gegenüber KLastFM den Vorteil, dass das Layout besser ist und dass es keine nervigen Werbebanner im Player gibt. Außerdem kann CoboltFM als einziger Player die Musik vorpuffern, damit es auch bei schlechter Netzverbindung keine Aussetzer in der Musik mehr gibt. Man kann in den Einstellungen festlegen, wieviel Prozent eines Songs vorgepuffert werden. Wenn ein Song komplett heruntergeladen ist, wird im Hintergrund auch schon mal der nächste Song vorgepuffert.