Testgeräte:
-Samsung Galaxy Nexus 4.1.1
Sofort nach dem Öffnen der App wird eine Liste den umliegenden Sehenswürdigkeiten angezeigt, oberhalb von dieser Liste sieht man einen Kompass mit der Richtung zum angewählten Objekt und einige Buttons. Mit diesen Buttons kann man ein Objekt auf die Merkliste setzen, es als besichtigt markieren, eine Notiz hinzufügen oder auch die Informationen aufrufen. Letztere werden dann im Browser geöffnet und auf der Webseite der App www.mobile-geschichte.de angezeigt. Das finde ich etwas schade, schließlich hätte man diese Ansicht auch mit einer WebView direkt in die App implementieren können, was auch gar kein großer Aufwand wäre.
Noch dazu sollte man sagen, dass die Texte zu circa 50% von Wikipedia stammen und der Rest von den Mitarbeitern aufbereitet wurde.
Neben dieser detaillierten Info-Ansicht kann man innerhalb der Anwendung auch direkt zu den Sehenswürdigkeit navigieren. Das funktioniert wahlweise mit Navigon, Sygic oder auch der Google Navigation und sollte auch sonst mit jeder anderen installierten Geo-Software verwendbar sein. Ich kann zwar nur für die Google Navigation sprechen, aber diese hat ohne Probleme funktioniert und sofort die Navigation geladen.
Zusätzlich zur Navigationsfunktion gibt es auch eine Karten-Ansicht mit Koordinaten und der aktuellen Entfernung. Was mir hier fehlt ist die Option einer Satelliten-Ansicht der Karte, da es nur das Standard-Google Maps Design gibt.
Im Menü gibt es auch noch einige Optionen:
- News
- Einstellungen
- Home
- Map
- Liste
Unter "News" werden alle Änderungen und Updates angezeigt. So sieht man zum Beispiel, dass zum Testzeitpunkt (7.9.12) die Daten wirklich aktuell vom 3.9.12 stammen und über zwölf Tausend unterschiedliche Objekte beinhalten.
In den Einstellungen ist es möglich ein Update der Daten durchzuführen, unterschiedliche Dinge zum Verhalten der App einzustellen und beispielsweise auch den Standort manuell fest zu legen. Letzteres funktioniert leider nur mit Koordinaten und nicht mit Ortsnamen.
Natürlich bekommt man nicht nur über die Karte und die nahegelegensten Orte Zugriff auf die Datenbank, sondern auch über eine durchsuchbare Listenansicht. Diese erreicht man über den Reiter "Liste" und kann sie mit Schlagwörtern durchsuchen oder auch über die Gebietseingrenzungen (zum Beispiel Deutschland, Bayern, München) durchstöbern. Zusätzlich hat man hier auch Zugriff auf alle Favoriten und als besichtigt markierte Bauwerke.
Fazit
Die App "Mobile Geschichte Pro" bietet für Geschichts-Fans viele Informationen an - selbst wenn es nur kleine Schlösser oder Burgen sind. Beispielsweise wurden auch bei mir in der ländlichen Gegend einige alte Ruinen oder Schlösser gefunden, von denen ich nicht einmal gewusst habe.
Enttäuscht haben mich allerdings einige kleine Probleme, deren Beseitigung der App noch den letzten Schliff verpasst hätten. So bezahlt man 1,59€ für eine App, die ihre Hauptinformationen weder nativ noch per Webview eingebunden, sondern extern im Browser anzeigt.
Rundum hat sich die App meiner Meinung nach noch ein "gut" verdient.
Die App läuft auf SG S3 einwandfrei. Bin von der Idee total begeistert und kann sie allen Geschichtsinteressierten sehr empfehlen. Die App ist auch eine tolle Hilfe bei Ausflügen egal ob im Urlaub oder zu Hause.