Testgeräte:
-HTC Desire mit 2.3.7 (Root und Custom ROM)
-Acer Iconia A500 mit 3.2
Falls sich nun jemand fragt was "TeamViewer Free" ist, hier ein konkretes Beispiel - besser gesagt mein Hauptanwendungsgebiet der Software:
Ihr kennt das mit Sicherheit - das Familienmitglied, das sich am besten mit Computern auskennt, muss allen nicht ganz so technikaffinen Verwandten bei der Benutzung ihres PCs oder Macs helfen. Und so bin ich derjenige, der die Computerprobleme meines Opas lösen darf.
Da sich die Hilfestellung über das Telefon immer recht schwierig gestaltet hat, habe ich vor einigen Monaten Teamviewer auf dem Vista Notebook meines Großvaters installiert (durch das festgelegte Passwort und einen Programm-Autostart ist das Ganze recht "deppensicher").
Wenn nun ein Anruf kommt muss ich nur noch die Teamviewer App auf meinem Tablet starten und kann den Bildschirm meines Opas anschauen und bedienen. So wird das Helfen ganz simpel und geht schneller, als auf dem altmodischen Weg.
Nun aber zur App selber: Nach dem Starten zeigt die App auf 3 verschiedenen Ansichten, wofür die Anwendung gut ist und was man damit machen kann. Kurz darauf kann sie auch schon benutzt werden.
Im Tab "Verbindung" ist die Hauptfunktion untergebracht und kann (genauso wie am PC) mit der TeamViewer-ID und dem zugehörigen Kennwort gestartet werden. Alternativ ist es möglich eine Testverbindung herzustellen, um sich erstmal ein Bild der Anwendung zu machen.
Nach dem Verbinden mit einem Klienten kommen einige Bedienungshinweise, damit man schnell das Steuerungsprinzip versteht.
Mit "Schließen" beendet man diesen Dialog und kommt direkt zur Ansicht des Bildschirms, den man fernsteuern will.
Auf meinem Tablet konnte ich hier einen kleinen Bug feststellen, der sich in einem gestreiften Bild beim Starten der Verbindung äußert und nur verschwindet, wenn man die App schließt und neu startet.
Schauen wir uns nun die Bedienung auf dem Bildschirm an: Man möchte meinen, dass die Bedienung wie auf jedem Touchscreen durch einfaches Drücken und Wischen geschieht. Das ist aber nicht so! Man hat einen Mauszeiger, den man durch Ziehen verschieben kann (zieht man nach unten links, geht auch der Mauszeiger nach unten links) und durch ein Tippen auf das Display (durch die vorherige Auswahl des Mauszeigers ist es egal wo) erzeugt man einen Klick mit der linken Maustaste.
Für weitere Optionen sind die Tasten am unteren Bildschirmrand gedacht:
- Das "X"-Zeichen beendet die Sitzung
- Das "Tastatur"-Zeichen öffnet die Bildschirmtastatur
- Das "Maus"-Zeichen simuliert einen Klick mit der rechten Maustaste
- Die Lupe dient zum Zoomen (alternativ über Pinch-to-Zoom)
- Der Schraubenschlüssel birgt 3 Aktionen (Strg+Alt+Entf, Computer neustarten, Eingaben am Computer sperren)
- Das "Einstellungen"-Zeichen beinhaltet einige Konfigurationsmöglichkeiten
Ein weiterer Tab verbirgt die Historie der Computer, mit denen man sich bereits verbunden hatte. Hier werden einfach nur die TeamViewer-IDs angezeigt, die nach einem Klick automatisch im Verbindungstab eingefügt werden.
Der dritte Tab beinhaltet die Partnerliste-Funktion, die es auch in den anderen Teamviewer Klienten gibt. Hiermit kann man sich noch schneller mit seinen eingespeicherten Kontakten verbinden. Auch das funktioniert in der App ohne Probleme.
Im vierten und letzten Reiter der App "TeamViewer Free" gibt es Konfigurationsmöglichkeiten für die Übertragungsqualität, das Hintergrundbild, das Speichern von Passwörtern, eine Hilfe und eine Anleitungen über die Bedienung der App.
Fazit: Die App "TeamViewer Free" kann alles, was auch die Desktopversion kann, funktioniert gut und sieht schick aus. Die Einrichtung beziehungsweise Verbindung zu anderen Klienten geht schnell und einfach. Das einzige Problem ist der gestreifte Bildschirm, der manchmal auftaucht, wenn man sich verbindet.
Insgesamt hat die App in dieser Kategorie die Wertung "sehr gut" verdient!
Hallo Martin Stetter,
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