Beim ersten Start von Spartan Wars fühlt sich der Spieler und geneigte AndroidPIT Leser sehr an das vor kurzer Zeit getestete Galaxy Empire erinnert. Dies ist kein Zufall, ganz im Gegenteil, denn Spartan Wars und Galaxy Empire (dessen Testbericht ich jedem Leser empfehlen kann) stammen beide aus dem Hause tap4fun und beide Spiele teilen eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Trotz all dieser Gemeinsamkeiten hat man nicht das Gefühl von Massenware, denn Spartan Wars unterscheidet sich in vielen Aspekten - trotz der Gemeinsamkeiten - von Galaxy Empire.
Dies springt dem Einsteiger schon beim ersten Start direkt ins Auge. Nachdem das Tutorial durchlaufen wurde (wobei dieses auch optional übersprungen werden kann), kann der Spieler seine ersten Schritte im eigenen spartanischen Dorf unternehmen. Eine der größten Unterscheidungen zum bereits getesteten Galaxy Empire ist die Notwendigkeit der „Versklavung“ von Arbeitern. Dies geschieht indem einzelne Hütten gebaut beziehungsweise ausgebaut werden. Diese akquirierten Sklaven können dann auf die jeweiligen Produktionsstätten verteilt werden. Somit kann man die Sklaven mit den aus MMOs bekannten „Energieproduktionsstätten“ vergleichen. Diese Fokussierung auf einzelne Produktionszweige verleiht dem ganzen Spiel eine gewisse taktische Tiefe - besonders zu Beginn der spielerischen Reise.
Je weiter man im Spielgeschehen kommt, desto mehr fällt die sehr solide Umsetzung und Präsentation der Funktionen auf. Im Endeffekt laufen die ersten Stunden des Spiels darauf hinaus, dass die einzelnen Gebäude aufgebaut, ausgebaut und taktisch eingesetzt werden. Dies ist - wie aus anderen MMOs bekannt - zu Beginn relativ schnell erledigt, da die Bauzeiten noch sehr kurz gehalten sind. Im fortgeschrittenen Spielverlauf muss dann schon die ein oder andere Stunde gewartet werden, wobei an dieser Stelle die Benachrichtigungsfunktion gelobt werden muss. Häufig ist es nämlich so, dass die Gebäude fertiggestellt werden und man wertvolle Minuten nicht darauf reagiert. Durch ein Benachrichtigungssystem wie bei Spartan Wars, wird der Spieler auf die Fertigstellung des Auftrags hingewiesen und kann postwendend reagieren. Ein großer Vorteil im Vergleich zu vielen Konkurrenzspielen und wie schon bei Galaxy Empire erwähnt, ein großer Pluspunkt in der endgültigen Bewertung.
Das Spielgeschehen lässt sich also mit einer gewissen Vielschichtigkeit zusammenfassen. Es bieten sich diverse Wege des Vorgehens. Sei es nun ein expansiver kriegerischer Staat, welcher die feindlich gesinnten Nachbarstaaten angreift und ausbeutet oder ein eher an „Sim City“ orientierter Staat, der die Produktionsstätten ausbaut und die Militärausgaben überschaubar hält. Eine weitere Möglichkeit der Spielweise setzt die Kooperation der umliegenden Spieler voraus. Denn das Kennzeichen eines MMOs ist immer das „Mitspielen“ von anderen menschlichen Spielern und wo andere Spieler sind, da können auch Bündnisse und Allianzen geschmiedet werden. All diese Aspekte lassen den Spieler viel Auswahl wie das Spiel gespielt werden soll und am Ende des Tages entscheidet das eigene Gemüt, ob der Krieg oder der Frieden der Wegweiser ist.
Trotz all dieser Freiheiten und den ganzen gut umgesetzten Funktionen, gibt es jedoch auch einen Aspekt, welcher das Spielerlebnis deutlich beeinträchtigt. Dies bezieht sich nicht einmal auf die limitierte Warteschlange und die langen Bauzeiten im „Endgame“, sondern eher auf folgende viel weitreichendere Entscheidung.
Der schwerwiegende Kritikpunkt ist an dieser Stelle, dass das Investieren von Geld viel zu weitreichende Konsequenzen hat. Ich persönlich habe nichts gegen In-App-Purchases, welche geringfügige Vorteile bereithalten. Der Entwickler möchte schließlich auch Geld verdienen und die Server bezahlen sich nicht selbst. Trotzdem sollte immer eine gewisse Fairness gewahrt bleiben. Käufe sollten nicht zu einer massiven Verschiebung der Machtverhältnisse führen und genau dies passiert in Spartan Wars.
Mit Geld kann neben Ressourcen und weiteren Vorteilen auch ein Angriffsschutz gekauft werden oder Beschleunigungen von Gebäuden. Heißt im Klartext, dass mit Geldeinsatz ein solch großer Vorteil besteht, dass das Spiel ohne Geld niemals an die Geschwindigkeit des Spiels mit Geld heranreichen kann. Dies sollte man immer im Auge behalten, denn ohne Geldeinsatz blickt man einer Benachteiligung ins Auge.
Darüber hinaus wird teilweise dem Spieler diese Möglichkeit des Geld investierens fast schon penetrant unter die Nase gerieben. „Kaufe Perlen hier. Kaufe Perlen dort“. Weniger wäre an dieser Stelle eventuell mehr und konfrontiert den Spieler dann nicht so direkt mit dem Thema.
Fazit:
Spartan Wars: Empire of Honor macht Spaß und ist in der Spielanlage ein sehr gutes Spiel. Sehr ähnlich zu Galaxy Empire (an dieser Stelle eine weitere Leseempfehlung des Tests), sind jedoch die Kritikpunkte „fehlende Spielwelten“ und „In-App-Einkäufe“ Aspekte, welche eine Abstufung der Bewertung bedingen.
Wem MMOs Spaß machen und wer ohne riesigen Zeitaufwand mit anderen menschlichen Spieler schöne Spielminuten- und Stunden verbringen möchte, dem sei Spartan Wars ans Herz gelegt.
Insbesondere, da Spartan Wars relativ aktuelle Spielwelten anbietet und man derzeit noch als frühes Mitglied einer Welt Chancen hat nicht als Farm zu enden, sondern oben mitzuspielen.
Macht nicht wirklich spaß !