Die Grundidee von Browsergames ist, damals wie heute, genial. Man benötigt im Endeffekt nichts weiter als einen Internetbrowser und ein Konto beim jeweiligen Spiel. Durch den Siegeszug der Smartphones wurde jedoch dieser große Vorteil - zu Teilen - auch zu einem Nachteil. Entweder war das jeweilige Spiel sehr „Flash“-lastig oder die Bedienung wurde auf dem kleinen Bildschirm eines Smartphones zur reinsten Qual. Der Ruf nach angepassten Applikationen wurde laut und diesem Ruf ist Galaxy Empire (Ad-Free) gefolgt. Wobei man hier darauf hinweisen muss, dass Galaxy Empire KEIN Browsergame ist, sondern mit einem Browsergame vergleichbar ist. Galaxy Empire kann nur über die Android Applikation gespielt werden und nicht über den Browser.
Die Bewertung von Galaxy Empire (Ad-Free) wird nun in zwei Phasen ablaufen, denn eine Wertung, über ein Browsergame, hängt von zwei wichtigen Rahmenbedingungen ab.
- Muss die zugehörige Applikation einen bestimmten Funktionsumfang enthalten
- Muss das Spiel Spaß machen und einen guten Spieleinstieg, sowie ein passables Langzeiterlebnis bieten.
Zum ersten Punkt gibt es relativ wenig zu sagen. Die Präsentation der Funktionen und die Applikation an sich sind gut gestaltet. Bauaufträge, Ressourcenmanagement und alle sonstigen, aus Browsergames, gewohnten Funktionen sind enthalten.
Kleinere Verbesserungsmöglichkeiten gibt es jedoch auch bei der sonst guten Umsetzung. So ist bei Galaxy Empire (Ad-Free) eine gewisse Fokussierung auf die Grafik der gesamten Applikation spürbar. Dies hat zur Folge, dass die Bauaufträge und das gesamte Mikromanagement der Flottenproduktion, doch relativ schwer von der Hand gehen. Hier könnte man optional ein Listenmenü anbieten, denn im Status Quo ist man gezwungen jedes Mal über die Karte zu wischen und dort die jeweiligen Gebäude auszubauen. Auch das Produzieren einer Kriegsflotte geht nur, wenn man erst die Schiffswerft auswählt und dann die Flotte bauen lässt. Dies geht deutlich komfortabler.
Auch die Karte empfand ich während des Testzeitraums als etwas umständlich eingebaut. Analog, zum oben genannten Mikromanagement, ist auch hier die Grafik sehr schön anzusehen, aber weniger ist manchmal mehr.
Auch wenn in den letzten Zeilen viele Verbesserungsvorschläge genannt worden, so ist die Applikation Galaxy Empire (Ad-Free) sehr gut umgesetzt - zumindest aus funktionaler Sicht.
Der fast noch wichtigere Aspekt bei einem Browsergame, beziehungsweise einem Ableger davon, ist die Spielbalance. Hier macht Galaxy Empire (Ad-Free) in den ersten Minuten eine sehr gute Figur. Man kann direkt ins Spiel einsteigen und wird als „Gast“ registriert. Wenn dem Nutzer dann das Spiel gefällt, kann er sich noch einmal mit der eigenen E-Mail Adresse anmelden und so einen individuellen Spielnamen auswählen.
Auch das Tutorial in den ersten Minuten zieht den Spieler in den Bann und führt langsam und ausführlich in die Spielwelt ein. Sehr gut gemacht und auch teilweise deutlich ausführlicher als so mancher Konkurrent.
Doch nach den ersten Spielstunden flacht die Euphorie ab und die Mängel im Spiel fallen auf. Schon beim Beginn des Spiels sticht ins Auge auf, dass es nur eine einzige auswählbare Spielgalaxy gibt. Dies wäre kein Problem, wenn diese gefüllt und ausgeglichen wäre, aber man merkt doch relativ schnell, dass die Spielerbasis zu Wünschen übrig lässt.
So sind in der genannten Galaxy nur knapp unter 6000 Spieler vertreten. Von diesen 6000 Spielern ist ein Großteil im „Noobschutz“ - und somit nicht angreifbar - oder inaktiv. Bedeutet, dass diese Spieler als Konkurrenten wegfallen und somit auch ein Teil des kompetitiven Charakters entfällt.
Wenn man dann im Laufe des Spiels immer größer und größer wird und selbst dem Noobschutz entflieht, merkt man mit aller Gewalt, dass es doch zu große Fische im Ozean (also der Galaxy) gibt. Diese Spielen anscheinend seit Anbeginn der Zeit und haben dementsprechend eine gewisse Flottenstärke erreicht. Folge dieser Konstellation ist, dass man als kleiner Spieler relativ bald als „Farm“ angesehen wird und somit der Spielspaß dann steil gegen Null geht.
Diese ganzen Umstände sind natürlich typisch für Browsergame-eske, doch andere Spiele umgehen zu große Dysbalancen durch das Eröffnen neuer Welten.
Fazit:
Es bleibt festzuhalten, dass die Applikation - losgelöst vom Spiel - einen sehr guten Eindruck beim Spieler hinterlässt. Der Schuh beginnt dann jedoch im Spielgeschehen zu drücken und wirft den Spieler, ohne große Auswahl, in ein bereits festgespieltes Universum. Hier gilt es neue Galaxien nachzureichen und somit das Spiel auch für Einsteiger wieder attraktiv zu gestalten.
Eine Anmerkung zum Thema In-App-Purchases fehlt noch:
Im Spiel kann man sich durch Dunkle Materie und „Kommandanten“ eklatante Vorteile erkaufen. Dies ist generell nicht verwerflich, da die Entwickler ja auch Geld machen wollen, aber der Vorteil durch Geld sollte sich, auch bei Free-to-Play, immer in einem bestimmten Rahmen bewegen. Hier gilt jedoch die Rechnung Geld gleich Macht.
Neueste Community-Kommentare
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Nur ein billig gemachter Abklatsch von OGame.
Macht schon nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr.
Ich spiele wieder OGame auf meinem Tab, da kann man viel länger und besser spielen!
tolles Spiel. Braucht kein Highspeed, kein langes Laden, keine Abstürze. Auf Deutsch + alle Gebäude unso haben gute Funktionerklärung. Chat nur nicht so toll, viele verschiedene Sprachen, aber deutschsprächender GameMaster.
Noch Nachfrage für wc (Sprache vpn Spieler. Seine Allianz. und Rang) und dann wäre dies das Bester Free Game was ich je auf Smartphon gespielt hätte.
P.c. Die Vorquest sind grad verbugt. stört aber wenig (man kann ohne alles gut ausbauen)
Mein Tip
Baut Allianzgebäude, dann fragt im Welt Chat nach einer Deutsche Alli. (Erklärungen, erste Nachschubhilfen, Tips und Schutz vor Angreifer)
wirft mich raus mit grund gerat wird unterstutzt ....