Die App von SKYPE bildet die zwei wichtigsten Funktionen des "großen Bruders" auf dem Computer eins zu eins nach:
Zunächst: es wird erwartet, dass man bereits einen SKYPE-Account hat. Die Damen und Herren sehen es also offenbar genauso. Es gibt wohl einfach kaum mehr Menschen, die im Internet unterwegs sind und nicht auch schon einen SKYPE Account haben. Der Login auf dem Telefon erfolgt genau wie beim Client, also mit dem Usernamen und dem Passwort. Zusätzlich gibt man aber noch beim ersten Mal seine Handynummer mit ein.
Nach erfolgtem Login werden relativ schnell alle SKYPE-Kontakte geladen und auf dem Mobiltelefon angezeigt. Das Gute: man muss sich an nichts Neues gewöhnen. Deine aktiven Freunde sind oben zu finden, weiter unten dann diejenigen, die gerade nicht online sind.
Über das Drücken der Menütaste können im Hauptmenü verschiedene Optionen eingestellt werden:
- Status bei SKYPE ändern: Online, Abwesend, etc.
- Kontakt hinzufügen: Kontakt über den SKYPE-Namen, Kontakte finden, Telefonnummer eintippen oder Import aus dem Telefonbuch
- Einstellungen: Automatisches Anmelden, Nachrichtenhinweise, Anrufe von jedem empfangen, usw.
- Profil bearbeiten: angezeigter Name, persönliche Statusmeldung
- SKYPE-Guthaben: Anzeige des aktuellen Guthabens, Kauf von neuem Guthaben (ist allerdings sehr umständlich)
- Mehr: Abmelden, Beenden, etc.
CHATTEN ÜBER DIE SKYPE APP
Das Chatten über die App war - bis darauf, dass ich einfach mit normaler Tastatur sehr viel schneller bin - sehr komfortabel, schnell und zuverlässig.
Meine Kontakte wurden zu jederzeit inklusive Status korrekt angezeigt. Meine Chatnachrichten gingen schnell durch, und ich empfing diese ebenso schnell, zügig und zuverlässig.
Der Test wurde sowohl mit W-Lan, als auch mit UMTS durchgeführt. Beides lieferte ein sehr gutes Ergebnis.
Ein sehr großer Vorteil bei Android ist, dass SKYPE ganz normal im Hintergrund laufen kann. Bei einer neuen Nachricht wird man durch ein lautes Geräusch (erinnert irgendwie an ein Bellen) inklusive Summen hingewiesen. Dies hat zwar nicht immer funktioniert. Aber das hat sich in Grenzen gehalten.
Ich habe beim Test drei SKYPE-Clients offen gehabt: zwei auf dem Mobiltelefon, einem auf dem Rechner. Alle drei Clients wurden zu jeder Zeit schnell und zuverlässig synchronisiert.
Besser kann man das eigentlich nicht machen!
Das Selbe gilt für die Statusnachrichten, sowie die Status [ja, ich dachte auch immer, es heißt Stati. Ich habe aber nochmal nachgesehen: Der Plural von Status ist... Status!] der Freunde. Man ist also mit dem mobilen Client immer auf der Höhe was gerade so passiert bzw. kann den größten Teil seines SKYPE-Accounts administrieren.
TELEFONIEREN ÜBER DIE SKYPE APP
Wichtiger ist natürlich das Telefonieren via SKYPE. Ich selber chatte die meiste Zeit. Aber das würde ich auch nur ungerne lange über das Handy machen. Dafür ist mir persönlich die Tastatur zu unhandlich. Ebenso würde ich auch SKYPE nicht immer im Hintergrund laufen lassen wollen, da ich befürchte, dass der Akku schwer darunter leidet.
Es gibt aber viele Leute, die eben die Telefonie-Funktion von SKYPE auch mobil nutzen möchten.
Zunächst habe ich das Telefonieren über W-Lan versucht. Der Anruf ging zunächst auf dem Rechner, dann parallel auf beiden Mobiltelefonen ein. Die Sprachqualität war okay. Man konnte sich gut verständigen. Es gab keine große Latenzen - also Verzögerungen, so dass man flüssig sprechen konnte.
Danach habe ich das Ganze noch einmal über GPRS versucht. Es hat wieder zunächst am Rechner geklingelt, dann wieder beide Telefone gleichzeitig. Die Sprachqualität war aber diesmal nicht gut. Man musste bei jedem zweiten Wort nachfragen und es hat fürchterlich gerauscht. In einer lauten Umgebung hätte man nichts mehr verstanden.
ZWISCHENFAZIT
Auch wenn die Qualität des Telefonierens jetzt nicht unbedingt der große Wurf war. Man konnte an sich gut damit leben! So war zumindest am Anfang meine Gedanken dazu. Bis zu dem Moment als ich gesehen habe was mich die Anrufe kosten!
DENN: selbst wenn der Anruf tatsächlich völlig VoIP ist, werden Verbindungskosten fällig. Und das ist nicht gerade wenig: ich habe pro angefangene Minute im T-Mobile Netz 0,239 Euro bezahlt. Es kann also durchaus etwas an Gesprächskosten zusammenkommen. Aus diesem Grunde gibt es auch die Option ankommende Anrufe komplett zu blocken.
Ich frage mich bis eben allerdings noch warum Gespräche im W-LAN diese Gebühren kosten. Wahrscheinlich ist das eine Art von Mischkalkulation.
FAZIT
Naja, chatten ist toll! Aber all diejenigen, die auch gerne telefonieren möchten, kommen wahrscheinlich ein wenig kurz. Denn richtig billig ist das natürlich nicht. Zumal man ja bezahlt wenn man angerufen wird!! Das kennt man zwar aus dem Ausland, aber nicht wenn man sich mitten innerhalb Berlins befindet und der Nachbar von nebenan anruft!
Ich werde SKYPE sicherlich nutzen - zum Chatten! Aber ich werde mich wohl nicht mobil anrufen lassen solange ich mit meinem Mobiltelefon in Europa bin, und es eine einheitliche Flatrate gibt (denn im Ausland würden ja dann noch - neben der SKYPE-Gebühren - Datentarife fällig werden). Ansonsten kann SKYPE zu einem sehr teuren Vergnügen werden.
20.10.2009 13:02:26
funktioniert alles super