Testgeräte: Samsung Galaxy Tab 7“
Android Version: 2.3.3
Root: Ja
Modifikationen (CPU - Taktfrequenz geändert etc.): Keine
Samsung Nexus S
Android Version: 2.3.4
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Details zur App: Verwendbar ab: Android 2.1
Apps2SD: Ja
Verlangt Berechtigungen: Netzwerkkommunikation, Speicher, Anrufe
Zuerst eine wichtige Warnung an alle, die mit Spielen wie SimCity bisher wenig zu tun gehabt haben: Wer einmal damit anfängt, befindet sich schon bald in ihrem Bann. Und so ist es auch bei Paradise Island: Alles fängt ganz harmlos an. Man startet das Tutorial, das die grundlegenden Spielzüge erklärt und repariert den Pier, damit die ersten Besucher per Schiff kommen können. Dann braucht man noch ein Verwaltungsgebäude, eine erste Übernachtungsmöglichkeit und ein „Kraftwerk“ - oder besser gesagt, ein Windrad. Auch eine Würstelbude muss her!
Und ab diesem Punkt ist man schon auf sich alleine gestellt. Aber das ist kein großes Problem – denn im Vergleich zu SimCity ist Paradise Island deutlich einfacher. Das betrifft vor allem die Infrastruktur: Ja, man benötigt zwar Strom und Arbeitskräfte (letztere werden über das Verwaltungsgebäude beschäftigt), muss sich aber keine Sorge um Stromleitungen, Wasserversorgung, Steuern, oder andere Details machen. Und genau das ist etwas, was mich zum Grübeln brachte: Einerseits machen all diese Sachen ein Aufbauspiel interessanter, andererseits: Will man all das bei einem Spiel fürs Handy oder Tab?
Ich bin zum Schluss gekommen dass Paradise Island zwar einige zusätzliche Funktionen in diese Richtung vertragen könnte, aber auch so gibt es genug zu tun. Das Spiel ist kostenlos und werbefrei, wird dafür aber durch In-App-Käufe finanziert: Möchte man mehr Dollar haben, muss man diese mit echtem Geld kaufen. Ebenso ist es mit den Piastres. Aber wozu gibt es zwei Währungen? Während man eigentlich so gut wie alles mit Dollar kauft (und im Spiel auch Dollar einnimmt) dienen Piastres (Vorsicht, im Spiel werden diese als „€“ angezeigt) dazu, Sonderangebote zu kaufen oder Aktionen durchzuführen: Z.B. alles reparieren, alle Einkünfte einstreichen etc.
Warum ich das extra erwähne, ist ganz einfach: Kauft man Ingame-Währung, ist das Spiel deutlich einfacher. Ich habe es ohne zusätzlichem Geld versucht. Warum? Ich denke so ein Spiel sollte auch in der kostenlosen Variante spielbar sein. Und das ist es, auch wenn es um einiges schwieriger ist. Deshalb möchte ich ein paar Tipps geben: Gebäude, die mehr Geld einnehmen, brauchen auch viel länger um es anzusammeln. Die wichtigsten Gebäude am Anfang sind „Cabins“ und „Hot dog stands“. Davon sollte man viele bauen und so schnell wie möglich Aufrüsten. Dabei darf man natürlich nicht vergessen Windkraftwerke zu bauen und das Verwaltungsgebäude zu verbessern, damit es genügend Angestellte gibt.
Und noch etwas ist sehr praktisch: Paradise Island strotzt nur so vor lauter Trophäen, wie man sie von Konsolenspielen her kennt. Egal ob man fleißig Straßen baut (die kostenlos sind – also massig bauen, abreißen, wieder bauen und Trophäen samt Geld und Erfahrungspunkte kassieren), Gebäude aufrüstet, eine bestimmte Zeit im Spiel verbringt oder was auch immer: Trophäen begleiten einen das ganze Spiel über und bringen Cash und Erfahrungspunkte. Und mit Erfahrungspunkten steigt man auch in höhere Levels, was weitere Gebäude freischaltet.
Fazit: Paradise Island benötigt im Gegensatz zu vielen anderen Android Spielen Zeit. Man muss sich um den Aufbau der Gebäude kümmern, Einkünfte kassieren, Gebäude reparieren und, und, und. Wenn man Aufbauspiele mag macht dass natürlich Spaß. Dennoch hatte man dem Spiel noch eine interessantere Wirtschaft geben können, denn mit der Zeit mangelt es dennoch an Abwechslung und Herausforderung. Man baut einfach nur noch, kassiert Einkünfte, baut wieder, Kassiert Einkünfte und so weiter. SimCity spielt einige Klassen über Paradise Island – dennoch bringt das Spiel etwas SimCity Flair aufs Handy oder Tab und ist insgesamt ein gut gemachtes, aber etwas langatmiges Vergnügen.
Kristalle bekommst du, wenn du Geld z.B. beim Casino kassierst.