Erster Eindruck: Schön aufgemachtes Tool zum Schneiden von Soundfiles
Ringdroid startet mit einer hübschen Übersicht von Songs/Soundfiles, die sich auf der SD-Karte des Handys befinden. Wer nicht vorhat, Bestehendes zu verwenden, sondern selber was aufnehmen möchte, der kommt über den Button "Record Now" zu einem einfach, aber hübsch aufgemachten Recorder. Die hier angezeigte, analoge Anzeige für das Eingangssignal ist allerdings reine Zierde: Auch bei Peaks, die in der Wiedergabe deutlich verrauscht sind, wandert der Pegel nicht in den roten Bereich.
Hat man einmal ein Soundfile ausgewählt, gelangt man in eine sehr schöne Wellenansicht, in der per Default die ersten 15 Sekunden des Stückes ausgewählt sind. Wer jetzt glaubt, dass er freie Wahl beim Editieren hat, liegt richtig und falsch: Richtig, weil man bequem den Start- und Endpunkt, also eine Teilmenge des Stückes auswählen kann. Falsch, weil es nach der Auswahl keine Möglichkeit gibt, irgendetwas an dem Sound-Schnipsel zu verändern. Hier fehlen einfache Effekte wie Fade In/Out, das Normalisieren oder ein Pitch, aber auch die Möglichkeit, Passagen in der Mitte des Sound-Schnipsels zu entfernen, wie z.B. kurze Pausen.
Wen das nicht stört, der kann den so "erstellten" Sound abspeichern, aber Vorsicht: Die beim Speichern getroffene Kategorie (Music, Alarm, Notification, Ringtone) führt dazu, dass z.B. ein Alarm-Ton nicht mehr als Klingelton verfügbar ist.
Fazit: Eine nette Anwendung, mit der Sie Ihr Lieblings-Soundfile zum Klingelton zurecht schneiden können. Natürlich kann und will Ringdroid nicht mit klassischen Tools zur Soundbearbeitung, wie z.B. Audacity konkurrieren, allerdings sollten zumindest einfache Effekte auswählbar sein, um ein Sound-Schnipsel verwendbar zu machen.
Top auf dem Galaxy S