Nach dem Start von Robot Guitar wirst du von einem freundlichen grünen Androiden mit einer Gitarre zum Spielen eingeladen. Wenn du den Button „Let`s play!“ drückst, kannst du auch schon loslegen. Auf dem Bildschirm siehst du jetzt die sechs Saiten einer Gitarre vor dir, die du durch das Anstreichen mit dem Finger in Schwingung bringen kannst und somit die entsprechenden Akkorde spielst. Diese siehst du auf der rechten Seite in Form von kleinen Buttons. Du kannst zum Beispiel einen Akkord anschlagen und, während dieser klingt, über die Buttons zu einem anderen Akkord wechseln, um diesen anzuspielen. Das funktioniert übrigens (meiner Meinung nach) am besten, wenn du die Option „Realistic chord change“ unter „Settings“ deaktivierst (dazu unten mehr). Mit etwas Übung wird es dir schnell gelingen, die Saiten einzeln anzuspielen. Auf diese Art und Weise kannst du Arpeggios spielen oder aber z. B. drei Saiten gleichzeitig und dann drei Saiten einzeln anschlagen, um auf diese Art und Weise interessantere Begleitmuster zu spielen. Wenn du einen Moment herum experimentierst, wirst du merken, dass man - bis zu einem gewissen Grad - mit Robot Guitar wirklich Gitarre spielen kann. Du solltest dich übrigens vom Klang der Lautsprecher (zumindest auf dem G1) nicht abschrecken lassen, diese sind etwas überfordert und bringen den Klang nicht klar rüber. Über Kopfhörer jedoch klingen gerade die Akustik-Gitarren-Sounds sehr gut.
Über die Menü-Taste hast du folgende Optionen:
Unter „Settings“ kannst du „Vibration“ (beim Spielen der Saiten) ein- oder ausschalten. Die Option „Realistic chord change“ soll wohl für ein realistisches Feeling sorgen, da dort an jenen Stellen Pausen sind, wo beim Wechsel bestimmter Akkorde (spieltechnisch) auch welche wären. Für mich funktioniert Robot Guitar ohne diese Option besser, da die Akkorde immer so lange klingen, bis du den nächsten anschlägst. Darüber hinaus kannst du hier noch den Klang der Gitarre auswählen („Acoustic“ oder „Electric“).
Unter „Chord preset“ kannst du die von dir gewünschten Akkorde auswählen. Zur Verfügung stehen alle Dur-Tonarten („C harmony“ bis „B harmony“), „Power chords“, „All major“ (alle Akkorde Dur) und „All minor“ (alle Akkorde Moll). Die besten klanglichen Ergebnisse erzielst du in der Regel mit den Dur-Tonarten (welche die Moll-Tonarten quasi beinhalten), da dir dort harmonisch zueinander passende Akkorde zur Verfügung stehen.
Unter „Help“ bekommst du Infos zur App und zur Bedienung.
Fazit:
Ich war überrascht, dass man mit Robot Guitar wirklich, natürlich bis zu einem gewissen Grad, Gitarre spielen kann. Was man letztendlich damit anfängt, ist, wie schon gesagt, eine ganz individuelle Sache. Ob man einfach nur Spaß daran hat, ein bisschen Gitarre „zu spielen“, oder Robot Guitar wirklich sinnvoll für sich nutzen kann - viel besser kann Gitarre spielen auf einem Android Phone nicht funktionieren.
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