Testgeräte: Samsung Galaxy Tab 7“
Android Version: 2.3.3
Root: Nein
Modifikationen (CPU - Taktfrequenz geändert etc.): Keine
Samsung Nexus S
Android Version: 2.3.4
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Details zur App: Verwendbar ab: Android 2.1
Apps2SD: Ja
Verlangt Berechtigungen: Netzwerkkommunikation, Hardware-Steuerelemente, System-Tools, Anrufe, Speicher
Notizen auf dem Handy zu machen ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit und auch schon vor den Smartphones eine Standardfunktion gewesen. Mit modernen Geräten werden einfache Notizen aber auf ein neues Level gehoben – das Zauberwort lautet „Cloud“. Was nützen Notizen am Handy, wenn ich das Handy gerade nicht bei mir habe? Oder wie soll ich vom Tablet auf die Notizen, die auf meinem PC gespeichert sind, zugreifen? Genau da schafft Memonic Abhilfe!
Aber wie genau funktioniert das? Ganz einfach: Speichert man in Memonic eine Notiz, wird diese übers Internet auf den Memonic Server geladen und danach an jede „Art“ von Memonic verteilt, die man nutzt. Memonic deckt so ziemlich alle Bereiche ab: Egal ob Browser, Windows, MacOS, iPhone/iPad oder Android – für all diese Systeme gibt es eine Memonic App! In der Praxis erleichtert die Online-Funktion den Umgang mit Notizen ganz erheblich. Sobald ich etwa am Handy in der Memonic App eine Notiz anlege, wird sie hochgeladen. Wenn ich dann mein Tab nehme und die Memonic App starte, ist die am Handy gespeicherte Notiz auch automatisch am Tab verfügar! Und das gilt eben auch für Browser, PC und Co.
Leider gibt es bei Memonic noch ein paar kleinere Probleme bei der Synchronisierung. Nachdem ich die App am Handy gestartet habe wird zwar automatisch synchronisiert, aber eine kurz zuvor am PC angelegte Notiz scheint nicht am Handy auf. Erst nachdem ich die Synchronisierung am Handy manuell erneut gestartet habe, taucht auch die Notiz vom PC auf. Solche kleineren Probleme mit der Synchronisierung hatte ich im Test leider immer wieder; ab und an wird sogar gar nicht synchronisiert. Was auch noch eingebaut werden sollte ist, dass Memonic jedes mal synchronisiert, nachdem eine Notiz gespeichert wird. Im Moment wird das im Gegensatz zu Evernote leider nicht gemacht. Im Großen und Ganzen aber funktioniert es zufriedenstellend, dennoch sollte an der Zuverlässigkeit gearbeitet werden. Bis dahin sollte man einfach manuell synchronisieren.
Nachdem man die App gestartet hat, muss man sich zuerst einmal registrieren oder, falls man das bereits gemacht hat, einfach anmelden. Danach werden am Startbildschirm auch schon die Funktionen von Memonic angezeigt:
- Notiz erstellen: Neben der Notiz selbst kann man auch einen Titel für jede Notiz festlegen. Besondere Funktionen gibt es hier keine – in Evernote etwa kann man Audioaufzeichnungen, Musik, Bilder, Videos und Dateien einfügen, in Memonic ist dies nicht möglich.
- Foto erstellen: Hiermit knipst man ein Foto und kann es in eine neue Notiz einfügen.
- Ordner: Neben „Eingang“ und „Alle Notizen“ kann man eigene Ordnern anlegen. Sollen Notizen in einem selbst angelegten Ordner gespeichert werden, muss man diesen zuerst öffnen und danach eine neue Notiz speichern.
- Tags: Notizen können mit Tags versehen werden, um danach über die Suchfunktion (die aber auch den Text der Notizen durchsucht) leichter gefunden werden zu können. In der Android Anwendung kann man leider keine Tags festlegen, das muss über das Onlineportal oder die Desktopanwendung geschehen.Ein
Tipp: Im Hauptmenü erreicht man über die Menü Taste die Einstellungen. Hier kann man auch die Synchronisierungseinstellungen bearbeiten (Synchronisierung Ja/Nein oder nur über Wlan).
Die Desktopanwendung von Memonic ist durchaus gelungen, das Highlight für mich ist aber die Erweiterung für Google Chrome und Firefox: Drückt man auf das Zeichen im Browser kann man durch einfache Klicks Inhalte auf der gerade geöffneten Website markieren. Der Memonic Web Clipper erkennt dabei sehr gut, ob man nur ein Bild, ein Element oder einen ganzen Absatz auswählt. Danach genügt ein Klick und alle Elemente werden als Notiz gespeichert. Wirklich toll!
Fazit: Memonic wirkt für mich irgendwie wie der kleine Bruder von Evernote. Im Funktionsumfang kommt Memonic noch nicht ganz an Evernote heran, bietet aber bereits jetzt eine gute Alternative. Was mir noch abgeht: Im Hauptmenü ein Icon einbauen, um mit einem Klick auf alle Notizen zugreifen zu können, ohne den Weg über die Ordner gehen zu müssen. Auch die Synchronisierung muss noch verbessert werden – geht Memonic hier auf die Wünsche der User ein, kann man sicher noch auf Evernote aufschließen. Auch wenn ich im Moment noch Evernote bevorzuge – Memonic ist eine gute Alternative und einen Test wert.
Stürzt beim Start ab leider nicht zu gebrauchen