Wenn Du nun die Kurzbeschreibung gelesen hast und denkst, das kenne ich doch schon, muss ich Dir leider Rechtgeben.
Shazaam war auch mir schon lange ein Begriff und erfüllt auf den ersten Blick auch den selben Zweck. Da diese App jedoch seit einiger Zeit nur noch 5 Tags (Lieder anhören und identifizieren) pro Monat zulässt, habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Und hier ist sie! Leider muss dazu gesagt werden, das SoundHound in der kostenfreien Version ebenfalls nur 5 Tags pro Monat zulässt, dafür aber mehr bietet und falls Du etwas Zeit hast, fröhlich weitergetaggt werden kann, um die Tags dann im nächsten Monat identifizieren zu lassen.
Auf der Hauptseite findest Du einen großen orangenen Button „TapHere“, das Objekt Deiner Begierde, mit dem Du die Unbekannte Musik identifizieren kannst. Außerdem eine Suchfunktion für Titel oder Interpret, die wahlweise per Sprache oder Tastatureingabe bedient werden kann und am Unteren Bildschirmrand die Buttons History, Help und Upgrade, mit Anzeige der gespeicherten und der noch verbleibenden Tags (nur in der Gratis Version).
Außerdem kannst Du Dich über Menü->Options in Deinen Twitter-Account einloggen, Deine Facebook Daten löschen und bestimmen, ob das Gerät bei finden eines Titels, vibrieren soll.
Den großen orangenen Button gedrückt, geht es auch schon los. Dein Herz fängt an zu pochen und Du hoffst, dass der Hund Dich nicht im Stich lässt. Und da ist es: Ein Name, ein Lied, das Dir den Tag versüßt! Hast Du etwa einen Rennhund in der Tasche ? Schnell ist er allemal und schlägt die Konkurrenz um Längen! Und auch die Nase des Hundes scheint gut. Doch ein Spürhund?
Selten nur findet er nicht das was Du suchst, eine Zahl zu nennen ist hier jedoch nicht möglich.
Aber ist die Nase sensibel genug? Gerne schnuppert er an Musikaufnahmen(inkl. Remixe), Gesungenem, Gesummtem und sogar Rap (mit Melodie) bringt ihn nur selten aus der Fassung. Bei Liveaufnahmen muss er meist passen, kommt aber entgegen eigener Angaben, trotzdem oft auf das richtige Ergebnis.
Hatte der Hund den richtigen Riecher, gibt es folgendes zu sehen.
- Titelname, Interpret, Album, Cover
- Bookmark, Share, Buy(Amazon)
- Lyrics (werden oft direkt eingeblendet, sonst Verweis zu Google)
- Search Youtube
- Similar Artists
- Song´s Album Appearances
Mit einem Klick auf den Interpreten kannst Du seine „Top Songs“ sehen, Biografie und Alben sind dann noch einen weiteren Klick entfernt.
Unter dem Albumcover wird Dir meist ein kleines „Play“-Zeichen angezeigt, das den gefundenen Titel, wenn auch in schlechter Qualität, kurz anspielt und Dir als Kontrolle zum Gefundenen dient.
„Bookmark“ fügt den Song in eine Liste Deiner Lieblingslieder ein und Share bietet Dir die Möglichkeit Deine Neuentdeckung über diverse Wege mit Deinen Freunden zu teilen (Twitter, Facebook, Mail, SMS, …). „Buy“ öffnet Amazon im Browser und bietet Dir den Song dort zum Kauf an und „Search Youtube“ zeigt Dir erwartungsgemäß Videos zu Deinem Song.
Als geübter Sänger kannst Du unter Lyrics direkt mitsingen. Die Liedtexte werden entweder, wenn der Text in der Datenbank vorhanden ist direkt eingeblendet oder aber nach einem Klick bei Google gesucht.
Bist Du ein Entdecker und gibst Dich nicht mit diesem einen Song zufrieden, gibt es die Möglichkeit nach „Similar Artists“, also Interpreten mit ähnlichem Musikstil, zu suchen. Hier erwarten Dich meist recht brauchbare Ergebnisse, die durchaus einen Blick Wert sind.
Ganz im Gegenteil zu „Song´s Album Appearances“, was einem CDs à la „Bravo Hits 250“ oder „Ballerman Hits 66“ anzeigt, auf denen der Titel enthalten ist. Hier trifft „last but least“ jedoch wohl eher zu. Zahlreiche Ergebnisse darfst Du hier nicht erwarten. So werden selbst bei einem Titel wie „Sexy Bitch“, der wahrscheinlich auf jeder Mix-CD der Welt vertreten war, nur lächerliche 6 Ergebnisse angezeigt.
Nun nachdem Dein Hund alles erledigt hat, gönn ihm eine Streicheleinheit! Immerhin merkt er sich die Ergebnisse, nach Tagen sortiert, in der „History“, die Du über den Homescreen oder die Menü-Taste abrufen kannst.
Doch was wenn das Lieblingsfutter Deines Hunds, 3G, WLAN, EDGE oder GPRS mal nicht vorhanden ist ? Auch dann verweigert er nicht den Dienst! Du kannst ganz normal weitertaggen, die Aufnahmen werden dann bei bestehender Internetverbindung mit „Pending Search“ in der History gekennzeichnet und auf Knopfdruck nachträglich analysiert.
Fazit
Tolle App die ihre Aufgabe, unbekannte Lieder zu identifizieren, mit Bravur erfüllt. Selbst gesummtes oder gesungenes wird, vorausgesetzt man trifft ein paar Töne, erstaunlich gut erkannt. Das Beste daran ist für mich aber die Speicherung der Aufnahme, wenn keine Internetverbindung vorhanden ist. Somit ist man immer und überall gewappnet, die neusten und tollsten Lieder zu entlarven!
Smartinson S.
17.07.2010 21:29:05
Hat bis jetzt alle Tracks gefunden, die ich gesucht habe. Auch einige Techno/Elektro Tracks wurden gefunden! (Finde ich klasse!)
@Nils: Also ich habe nen Vergleich gestartet gegen Shazam und ich finde mit Soundhound viel schneller, beide Handys laufen parallel ab..