Testgerät: Samsung Galaxy S2 (I9100)
Android-Version: 2.3.4
Root: Nein
Verwendbar ab Version: 2.2
Zugegeben, etliche kostenlose Apps, welche auf die Kamera zugreifen, enttäuschten bereits. Deshalb ging ich misstrauisch an die Sache, wollte „MAGIX Camera MX“ aufgrund sehr interessanter Screenshots jedoch eine Chance geben.
Beim Öffnen zeigt sich ein schick anzusehender Startbildschirm, auf dem man erst einmal die verschiedenen 4 Modi „Online Album“, „Medien Manager“, „Einstellungen“ oder „Foto aufnehmen“ auswählen kann.
Fangen wir mit der wichtigsten Funktion, dem Aufnehmen der Fotos, an.
Ähnlich wie die Standard-Kamera-App erstreckt sich hier das zu fotografierende Bild über den gesamten Bildschirm. Am rechten Rand befinden sich Tasten zum Anzeigen bereits geschossener Fotos, zum Schießen eines Fotos & zum auswählen des Effekts. In der oberen linken Ecke befinden sich 5 kleine Symbole zum Einstellen des Blitzes, des Selbstauslösers, der GPS-Ortung und zum Herein- & Herauszoomen.
Schwenkt man das Handy, stellen sich die Symbole entsprechend um, dass man problemlos zwischen waagerechter & vertikaler Haltung variieren kann.
In schöner Bildvorschau präsentieren sich nun die insgesamt 16 verschiedenen Filter, die wie folgt heißen:
- „Auto-Optimierung“
- „Lomo“
- „Orton“
- „Red Glow“
- „Bleistift“
- „I’m blue“
- „Thermal“
- „Poster“
- „Kaleidoscope“
- „Bilderreihe“
- „Pop Art“
- „Negativ“
- „Grenzwert“
- „Sepia“
- „Schwarz-Weiß“
- „RotBlau“
Leider ist keiner dieser Effekte einzeln veränderbar. Nun hoffte ich von den Effekten überzeugt zu werden.
Ob ich zufrieden war? Jein!
Zwar bietet „MAGIX Camera MX“ einige sehr schöne Effekte, welche durchaus professionell aussehen, jedoch bedient sich die App auch mit sehr standardmäßigen & leicht zu erzeugenden Effekten wie beispielsweise „Schwarz-Weiß“, „Negativ“ oder „Sepia“.
Sehr enttäuschend war für mich die Tatsache, dass bei jedem Filter (& sogar ohne auswählen eines Effektes!) ein lästiges Ruckeln entstand. Zwar ist die Auflösung der Fotos sehr hoch (bis zu 3264x2448) und man kann zwischen allen gängigen Formaten auswählen, jedoch sind Laggs - auch beim Umstellen auf eine niedrige Auflösung - nicht vermeidbar. Einige leistungsfordernde Effekte erzeugten ein sehr starkes Ruckeln, was aber bei vielen Kamera-Tools der Fall ist.
Gespeichert werden geschossene Fotos in dem automatisch neu angelegten Album „Camera MX“.
Wählt man ein bereits fotografiertes Bild aus, so erscheinen eine Reihe neuer Reiter am rechten Bildschirmrand. Hier kann man das Bild teilen, in das Online-Album (was jedoch eine Registration erfordert) hochladen, mit anderen Effekten kombinieren oder auch in vielfältiger Weise bearbeiten.
Auf letzterer Weise hat man hier die 10 verschiedenen Bearbeitungsarten „Ausschneiden“, Auto-Optimierung“, „Helligkeit“, „Kontrast“, „Farbtemperatur“, „Sättigung“, „Weißabgleich“, „Drehen“, „Spiegeln“ und „Horizontalbegradigung“. Diese Effekte lassen sich (sofern möglich) alle skalieren, was das Bearbeiten erleichtert & einem viele verschiedene Möglichkeiten bietet.
Über den Menüpunkt „Online Alben“ gelangt man schnell zu seinen online verwalteten Fotos.
Der Menüpunkt „Medien Manager“ erfasst sofort alle vorhandenen Alben & zeigt zudem an, wie viele Bilder sich insgesamt auf dem Smartphone befinden und erleichtert somit das Auswählen eines Bildes.
In den sehr ausführlich gestalteten Einstellungen, hat der Benutzer die Möglichkeit fast alles zu verändern. Hier kann man, von dem Auslöseton bis hin zur Qualität der Bilder (sowohl auf dem Handy als auch im Onlinealbum), alle Menüpunkte beliebig verändern.
Ein sehr nützliches Feature ist die mögliche Verwendung der Front-Kamera, die von den meisten Kamera-Tools nicht unterstützt wird. Ein zusätzlicher Knopf zum schnellen Wechseln des Kamera-Typen wäre sehr schön gewesen, ist jedoch in keiner Weise notwendig.
Mit der Installation wird zudem automatisch ein Icon mit der Aufschrift „One Shot Cam“ installiert, welches zum direkten Einstieg in das Foto-Menü dient. Hier kann man einstellen, ob direkt nach Drücken des Icons ein Foto geschossen werden soll oder nicht. Zwar ist dies eine gute Idee, jedoch nicht besonders nützlich oder in irgendeiner Weise nötig.
Fazit:
Ich bin ich sehr zwiegespalten, was die Funktionen von „MAGIX Camera MX“ betrifft. Die App bietet einige sehr schön anzusehende Effekte, welche direkt verfügbar sind, jedoch bietet sie - im Vergleich zu diversen kostenpflichtigen Tools - zu viele sehr einfache & nicht besonders aufwendige Effekte.
Die Möglichkeit die Frontkamera benutzen zu können und gerade die irre vielen Bearbeitungsmöglichkeiten werten die App sehr auf & machen einige andere Tools gar unnötig, jedoch ist das häufig auftretende Ruckeln ein Minuspunkt. Einige weitere leistungsfähige Effekte (wie „Red Glow“ oder „Kaleidocscope“) würden aus der App sehr viel mehr machen, weshalb ich hier großes Potential sehe. Positiv zu bewerten sind auch die Auswahl der recht vielen und sehr qualitativen Bildgrößen & die Slideshow-Funktion.
Insgesamt gibt es (trotz zahlreicher Funktionen) aufgrund mangelnder Möglichkeiten und teilweise zu einfacher Filter vorerst nur 3 von 5 Sternen.
Max H.
Kann die im Testbericht erwähnten Performance-Probleme auf meinem SGS2 nicht bestätigen. Auch sonst voll zufrieden (die neuen Slideshow Transitions sind der Hammer!)