Testgeräte:
Samsung Galaxy Tab / Android Version: 2.2 / Root: Ja / Modifikationen (CPU - Taktfrequenz geändert etc.): OCLF Lag-Fix
Motorola Milestone / Android Version: 2.1 / Root: Nein / Modifikationen: Nein
Google Nexus S / Android Version: 2.3.3 / Root: Ja / Modifikationen: Nein
Details zur App: Verwendbar ab: Android 1.6 / Verlangt Berechtigungen: Netzwerkkommunikation, Anrufe
Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Ganz egal ob in der Gesellschaft, Technik, Musik, die Zeiten ändern sich nun mal. Leider bringt das nicht nur Positives mit sich! Natürlich bin ich froh, dass mir Handy, Tablet und Co. zur Verfügung stehen, das Internet unsere größte Informationsquelle ist und das Leben einfach komfortabler wird, aber besonders im Bereich der Lebensmittel gibt es so manche Veränderung, die sehr kritisch zu betrachten ist. Dabei will ich gar nicht über Gentechnik sprechen – das wäre zu weit ausgeholt – sondern über Lebensmittelzusätze. Denn um die geht es auch im heutigen Test!
An Lebensmittel werden seitens der Kunden viele Ansprüche gestellt. Sie sollen gut schmecken, gut aussehen, lange haltbar und möglichst einfach zuzubereiten sein. Seit Jahrzehnten wird immer mehr Chemie eingesetzt, um das zu erreichen. Und viele dieser Zusatzstoffe – ob jetzt chemisch oder „natürlich“ - beeinflussen uns Menschen stärker als wir möchten. Ich bin nicht gegen jede Art von Zusatzstoffen, denn wie so oft gibt es auch hier „Gutes“ und „Böses“, aber das größte Problem ist wohl das Konsumenten heutzutage einfach nicht mehr durchblicken was für Inhaltsstoffe eigentlich in ihrem Essen sind. Und genau da will What Additives helfen.
What Additives listet sämtliche sogenannten „E-Nummern“. Diese kennzeichnen in der europäischen Union sämtliche Lebensmittelzusätze. Jeder Lebensmittelzusatz wird darauf überprüft, ob er
- technisch notwendig ist (etwa bei der Produktion oder Verlängerung der Haltbarkeit)
- den Verbraucher nicht täuscht (eine meiner Meinung nach sehr schwammige Definition)
- gesundheitlich unbedenklich ist.
Aber auch wenn diese Stoffe laut Untersuchungen gesundheitlich unbedenklich sind, stellt sich doch folgende Frage: Man hat diese Stoffe dem Essen beigemengt um seine Eigenschaften zu verändern. Deshalb müssen diese Stoffe nach dem Verzehr auch irgendeine Wirkung auf den Körper haben. Ein Glas Bier ist in der Regel auch gesundheitlich unbedenklich; aber es kommt eben auch auf die Menge an. Zudem stellt sich die Frage, ob Stoffe die für Erwachsene unbedenklich sind auch auf (Klein-) Kinder keinerlei negativen Einfluss haben. Und, wie ich schon erwähnt habe: Es gibt kaum Menschen, die im Dschungel der E-Nummern wirklich den Durchblick haben. Stellen wir What Additives einmal auf die Probe!
Im Kühlschrank habe ich ein Vodka-Mixgetränk (mit Zitronengeschmack) eines bekannten Herstellers (der mit dem Wolf-Logo) gefunden. Allein schon die Angabe der Inhaltsstoffe wirft Fragen auf. Warum werden auf Portugiesisch und Italienisch sämtliche Inhaltsstoffe gelistet, auf Deutsch aber gar keine? Merkwürdig. Aber dank der europaweit einheitlichen E-Nummern und What Additives sollte das ja kein allzu großes Problem sein. Neben Wasser, Kohlensäure, Vodka, Zucker und Aromen finden sich auch folgende Gesellen, die What Additives folgendermaßen beschreibt:
- Säuerungsmittel E330: Zitronensäure. Regulator, It is vegan, Safe for kids. A weak organic acid that occurs in the Metabolism of virtually all living things. No known adverse effects.
What Additives gibt Auskunft über vier Dinge: Welche Art Inhaltsstoff es ist (Regulator, Farbstoff, Konservierungsmittel etc.), ob es vegan ist oder tierische Stoffe enthält, ob man es bedenkenlos Kindern zu essen geben kann und dazu auch eine Beschreibung. In diesem Beispiel haben wir herausgefunden dass der Inhaltsstoff mit dem kryptischen „E330“ nichts Anderes ist als Zitronensäure.
- Säureregulator E331: Natriumcitrat. Regulator, It is vegan, Safe for kids. Sodium salts of citric acid. Commercially prepared by fermentation of molasses with the mould Aspergillus niger. No known adverse effects.
- Konservierungsmittel E202: Kaliumsorbat. Preservative, It is vegan, Safe for kids. An antifungal and antibacterial preservative, manufactured by neutralisation of Sorbic Acid (E200) with potassium hydroxide. No known adverse effects.
- Konservierungsmittel E212: Kaliumbenzoat. Preservative, It is vegan, Attention with kids! The potassium salt of Benzoic Acid (E210). People suffering from asthma, aspirin sensitivity or the skin disease urticaria may have allergic reactions or find their symptoms become worse following consumption of benzoic acid, particularly in combination with Tartrazine (E102).
- Stabilisator E444: Kalziumalginat. Emulsifier, It is vegan, Safe for kids. Calcium salt of Alginic Acid (E400), a natural polysaccharide, produced by different algae of the family Phaeophyceae. Used as a food thickener and stabilier. No known adverse effects, however large quantities may inhibit the absorption of some nutrients.
Es ist wirklich interessant zu sehen was sich da alles in einem doch recht simplen Getränk versteckt.
Dank What Additives haben wir auch einen potentiell schädlichen Zusatzstoff entdeckt: E212. Man sollte es Kindern nicht geben bzw. Vorsicht walten lassen und bei Personen mit bestimmten Krankheiten (Asthma, Nesselsucht) kann es zu einer Verschlechterung der Symptome kommen, besonders in Kombination mit E102. Es ist praktisch dass auch gleich die Wirkung zusammen mit anderen Zusatzstoffen beschrieben wird!
Fazit: What Additives strotzt insgesamt nicht mit Funktionen. Das, was die meisten Menschen interessieren dürfte (Name, Verwendung, vegan oder nicht, für Kindern geeignet und Wirkung im Körper) deckt die Anwendung aber ab. Zudem hat man drei Möglichkeiten nach Inhaltsstoffen zu suchen: Entweder in der Liste, durch Eingabe der Zahlen oder über eine Wortsuche. Interessant wäre noch bei den Zusatzstoffen ihre hauptsächliche Verwendung zu nennen und, wenn in der Beschreibung ein anderer Stoff genannt wird, diesen „anklickbar“ zu machen sodass man mit einem Klick zu dessen Beschreibung kommt. Trotzdem aber eine informative App die Inhaltsstoffe durchsichtiger macht.
Valerio
03.04.2011 17:35:47
@ Bodo: Die modernen Smartphones haben genug Speicher. Die älteren auch dank root. Habe 300 apps auf meinem Desire und noch ein halbes Gb an Speicher
Bodo
19.03.2011 07:48:09
Ich empfinde es als Frechheit, wenn App2SD nicht unterstützt wird. Wer hat denn bei dem geringen ROM Speicher der meisten Smartphones noch Sp. frei?
Mrfidgit
24.12.2010 14:44:56
Wäre schön das mit Informationen zum Lebensmittel zu koppeln.
Holger
05.04.2010 12:45:58
Nützlich für jeden, der drauf achten will oder muss!