Testgerät: Motorola DEFY mit Android 2.1
App: ab Android 2.0 verfügbar
Mit "X-Plane 9" kannst Du, wer hätte es angesichts der Kurzbeschreibung gedacht, innerhalb einer 3D-Umgebung fliegen. Und das nicht zu wenig: Folgende Flugregionen stehen zur Verfügung:
- Innsbruck in Österreich
- Hawaii
- Boswell Bay in Alaska
- Süd-Kalifornien
- San-Francisco in Kalifornien
- „Desert Sky“ (=Wüstenhimmel) in Kalifornien
Innerhalb dieser geografisch auf den amerikanischen Kontinent konzentrierten Regionen kannst Du Dich mit diesen Flugzeugen bewegen:
- Cessna 172
- Columbia 400
- Piper Malibu
- Cirrus Vision
- Piaggio Avanti
- Beech King-Air
- Eclipse-Jet 500
Das sind alles kleinere, für maximal 17 Personen ausgelegte Flugzeuge, ein Kunstflugflugzeug oder ein großer Passagierjet wären hier noch wünschenswert gewesen. Besonders lobenswert dagegen ist, dass sich sowohl das Gewicht als auch den Schwerpunkt des Flugzeugs beeinflussen lässt, denn "X-Plane 9" nimmt für sich in Anspruch „the most flexible and realistic flight simulator on the market“ (= der flexibelste und realistischste Flugsimulator auf dem Markt) zu sein!
Wettermäßig ist viel möglich: Zwar fast nur optischer Natur, aber sehr schön gelöst ist die Möglichkeit zwischen fünf verschiedenen Wolkenszenerien von fast nicht vorhanden bis zu Gewitter zu wechseln. Diese Wolken lassen sich in ihrer Basishöhe, um ungefähr 9000 Meter variieren. Auch die „Weitsicht“, also wie weit in die Ferne du sehen kannst, kann zwischen einer und 10 Meilen liegen.
Direkt den Flug beeinflussen…
- Der Wind, dessen Geschwindigkeit zwischen 0 und 40 Knoten eingestellt werden und in alle Himmelsrichtungen zeigen kann.
- Die Turbulenzen, also Böen , deren Stärke auf 10 Levels verteilt ist.
- Gewitterzellen, die sich auch wieder auf 10 Levels verteilen und für Blitz und Donner sorgen.
Zusätzlich lässt sich noch die Wellenhöhe zwischen 0 und ca. 2 Metern einstellen. Für Abwechslung in der Schwierigkeit und der Optik sorgt auch die auswählbare Tageszeit, wobei Tag, Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang, Dämmerung und Nacht zur Verfügung stehen.
Innerhalb der Einstellungen kannst du im Bereich „Map“ eine Karte deiner aktuellen Region einsehen und die Position des Flugzeuges innerhalb der Region auswählen, wobei verschiedene Landebahnen, eine Position für den Anflug auf die Landebahnen und eine zufällige Position zu Auswahl stehen. Daneben lässt sich auch das Wetter zufällig darstellen.
Etwas, was zumindest in Kombination von IPad und Android nur für Verwirrung sorgt, ist die Multiplayer Funktion: Falls zwei Geräte im selben WLan-Netz zur Verfügung stehen, lassen sich diese verbinden. Die Position des anderen wird dann anscheinend auf dem Screen eingeblendet. Das lassen zumindest meine Testergebnisse vermuten.
Tatsache ist aber, dass diese Funktion zwischen IPad und Android nicht richtig funktioniert. Das hat meine Kommunikation mit dem Entwickler ergeben. Daher hatte ich nur ein passendes Testgerät zur Verfügung und konnte den Multiplayer Modus nicht testen.
Fazit:
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ wurde bei "X-Plane 9" dem Realitätsgrad geopfert. Sobald die Luft dünner wird, wird mehr Schub benötigt, um weiter zu steigen, bis er irgendwann nicht mehr ausreicht. Auch mögliche Turbulenzen können die Freiheit erheblich einschränken.
Das ist aber kein Mangel: "X-Plane 9" will ein realitätsgetreuer Flugsimulator sein, nicht mehr und nicht weniger. Dem Spielspaß ist diese Begrenzung aber etwas abträglich. Zumindest ein bisschen Story wäre hier ein großer Pluspunkt gewesen. Für die Zukunft kann man hoffen, dass weitere "X-Plane 9"-Versionen mit mehr Features vom IOS portiert werden.
Jan S.
Cool aber etwas zu teuer!