Testgerät: Samsung Galaxy Note 2
Android-Version: 4.1.2
Zunächst muss nach dem ersten Start von Carbon for Twitter ein Twitter-Konto authorisiert werden. Eine weitere Einrichtung ist danach ersteinmal nicht erforderlich, sodass du direkt zur Hauptansicht, der Liste der Tweets gelangst, welche relativ minimalistisch gehalten ist und aktualisiert werden kann, indem du diese weiter nach unten ziehst. Scrollst du mit zwei Fingern nach oben oder unten, so gelangst du an den Anfang oder an das Ende der Liste, was sehr komfortabel ist.
Neben dem Profilbild erscheint zu jedem Tweet der @username und die Zeit, die seit dem Posten des Tweets vergangen ist. Etwas schade finde ich, dass statt dem @username hier nicht der volle Name angezeigt werden kann, allerdings ist dies auch kein besonders großer Verlust.
Beinhaltet ein Tweet Medien wie Bilder und Videos, so lässt sich in vielen Fällen eine Vorschau des Mediums unterhalb des Tweets finden. Hältst du deinen Finger lange auf den Tweet gedrückt, so rückt der Rest in den Hintergrund und der Tweet tritt samt vier Kurzbefehlen hervor. Du kannst sofort auf den Tweet antworten, diesen zitieren, retweeten oder favorisieren. Reicht dir das nicht, kannst du auch eine Vollansicht des Tweets öffnen, die die Konversation zum Tweet enthält und drei weitere Funktionen offenbart: Das Kopieren des Tweets oder des Links zu diesem, sowie das Teilen des Tweets über andere Apps. Außerdem kannst du von hier aus auch das Profil des Twitterers öffnen.
Dieses besteht aus einer hübsch aufbereiteten Übersicht aller Infos über den Twitterer, diesmal auch samt dessen Klarnamen. Du kannst den Nutzer zu einer deiner Listen hinzufügen, aus deinem Stream herausfiltern, als Spammer melden oder blockieren.
Zurück im Hauptmenü kannst du dir über einen Schwenk nach rechts deine Erwähnungen ansehen, noch einen weiteren Schwenk nach rechts deine Direktnachrichten, sortiert nach Datum und Gesprächspartner. Die Konversationen wirken durch die Aufbereitung nach Instant Messenger-Vorbild fast schon wie ein Chat wirkt.
Hinter dem Dreipunkte-Symbol im Hauptmenü verstecken sich einige weitere Funktionen. In den Einstellungen kannst du Benachrichtigungen zu Erwähnungen und Direktnachrichten aktivieren, die im 15 Minuten-Takt aktualisiert werden, was leider nicht änderbar ist. Außerdem lassen sich hier weitere Konten hinzufügen.
Außerdem ermöglicht Carbon das Herausfiltern von @usernames, #hashtags und Stichwörtern, was besonders praktisch ist, wenn man beispielsweise #instagram-Posts nicht im Stream sehen will.
Auch die Suchfunktion, die Ansicht weltweiter und lokaler Trends, Listen und die Ansicht deiner favorisierten Tweets lässt sich von hier aus ansehen.
Fazit
Carbon for Twitter mangelt es nicht an Funktionen! Während andere Clients zwar oft noch viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, die die meisten aber sowieso nicht brauchen, bringt Carbon ebenso alle wichtigen Funktionen mit, die ein guter Twitter Client benötigt. Insgesamt ist Carbon ein sehr zufriedenstellender Twitter Client, sodass sich die Wartezeit meiner Meinung nach gelohnt hat.
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