Offen gestanden: ich hatte so gehofft, nein, gebetet, dass man mit dieser Software selber aus Bildern Stereogramme erzeugen kann. Ich glaube, ich wäre gestorben, wäre das machbar gewesen. Entsprechend nervös war ich beim Öffnen der App. Dann, zunächst Ernüchterung: Es ging nicht um das Erzeugen von Steregrammen, sondern lediglich um das Betrachten fertiger Stereogramme. Somit ist dies weniger ein Test-, als vielmehr ein Erfahrungsbericht. Denn ich habe mir, nachdem ich alle Bilder der Testversion durch hatte, gleich die Paid App zugelegt. Da gab es dann noch mehr Stereogramme, die mich eben noch mehr gepackt, gebannt und gefesselt haben. Wer von Euch eine App (oder Software) zum Erstellen von Stereogrammen kennt, der möchte mir bitte ein E-Mail schreiben. Denn nach Stereograms bin ich wieder richtig gepackt.
Nun aber zu den Stereogrammen, und wie man sie betrachtet...
Anleitung
All diejenigen, die sich jetzt an den Bildern am Bildschirmrand versuchen wollen, denen sei gesagt, dass sie hier wohl kein großes Glück haben werden. Mir zumindest ist es nicht geglückt aus diesen Bildern in meinem Kopf ein 3D-Bild zu erzeugen. Dies hat nur immer dann geklappt, wenn man das Telefon im Querformat gehalten hat. Was natürlich geht, solltet Ihr es dennoch versuchen wollen, ist Euren Monitor zu kippen. So richtig praktisch ist das aber natürlich nicht.
Apropos praktisch: es wäre sicherlich sinnvoller, wenn Ihr das Ansehen von Steregrammen übt, wenn keiner dabei ist. Ich befürchte, dass es für Außenstehende, die nicht wissen was Du da gerade machst, sich eher seltsam anmuten dürfte.
- Nimm Dein Handy und halte es an Deine Nase (bitte schickt mir unbedingt ein Bild von Euren Übungen!)
- Schau nicht auf den Bildschirm, sondern schau quasi durch das Gerät hindurch
- Bewege das Handy nun langsam von Deiner Nasenspitze weg. WICHTIG: Dein Blick darf sich dabei nicht verändern. Das Bild ist verschwommen? Das ist gut so! Denn sonst würdest Du den Fokus auf das Bild lenken, und nicht durch das Bild hindurch
- Bewege das Handy weiterhin langsam weg und kontrolliere Dich dabei immer selber, ob Du noch immer durch das Handy hindurch siehst
- Sobald Du ein 3D-Bild erkennst - wahrscheinlich noch immer verschwommen - kannst Du aufhören das Handy weiter zu bewegen. Du darfst weiterhin das Bild nicht fokkussieren. Versuche vielmehr irgendwie das 3D-Bild scharf zu stellen, in dem Du den gedachten Punkt hinter der Kamera, den Du ansiehst, nach vorne oder nach hinten zu legen
- Die Illusion wird zunehmen je länger Du auf das Bild siehst. Außerdem wirst Du feststellen, dass du mit ein bißchen Übung die nächsten Bilder in windeseile im wahrsten Sinne des Wortes durchschauen kannst
Die nächsten Bilder erreichst Du übrigens mit einem simplen Doppelklick.
Fazit
Zunächst war ich dann doch ein wenig enttäuscht, als mir klar wurde, dass es sich nur um fertige Stereogramme handelt. Je mehr ich aber in die App eingetaucht bin, war ich fasziniert. Es sind tolle Motive dabei, und es macht einfach Spaß diese zu entdecken. Aus diesem Grunde habe ich mir sogar noch die kostenpflichtige Variante gekauft,
Wer 3D-Bilder gerne mag und ein bißchen Geduld für die Übungsphase mitbringt, wird es sicherlich so wie mir gehen und ganz begeistert sein.
Für vier Sterne reicht es aber natürlich nicht. Dazu gibt es einfach zu wenig Funktionen.
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